Athenagoras Ziliaskopoulos

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Athenagoras (Christos) Ziliaskopoulos (griechisch Αθηναγόρας Ζηλιασκόπουλος00; * 24. Oktober 1970 in Reutlingen) ist ein Archimandrit des Ökumenischen Patriarchats. Seit 1997 ist er Pfarrer der Griechisch-orthodoxen Metropolie von Deutschland.

Leben[Bearbeiten]

Aus einer christlich-islamisch geprägten Region Nordgriechenlands stammend, hat er seine Kindheit in einem multikulturellen-interreligiösen Hof eines kleinen schwäbischen Dorfes verbracht. Er studierte Deutsch als Fremdsprache und Theologie in der Aristoteles Universität Thessaloniki und Germanistik, Religionswissenschaften und Pädagogik in der JWG Universität Frankfurt. Seit 2004 Master of Theology der Aristoteles Universität und seit 2005 Forschung im Bereich Dogmatik-Ökumenische Theologie zum Thema „Stellungnahmen der EKD zu den päpstlichen Enzykliken nach 1965. Beziehungen der EKD zur Römisch-Katholischen Kirche nach Vatikanum II“ für dieselbe Universität. Er hat u.a. als Pädagoge im Evangelischen Kinderhort Hausen, als Lehrer im griechischen Lyzeum Wiesbaden und als Lehrbeauftragte an der FH-Darmstadt/Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften gearbeitet.

Am 20. Juli 1997 zum Diakon und am 16. Mai 1998 zum Priester, durch Seiner Eminenz Metropolit Augoustinos von Deutschland geweiht, erhielt er den Titel des Archimandriten des Ökumenischen Patriarchats am 24. Oktober 2000, von Seiner Allheiligkeit den Ökumenischen Patriarchen und Erzbischof von Konstantinopel Bartholomaios I. Als Diakon diente er der Prophet Elias Gemeinde in Frankfurt-Bockenheim und als Pfarrer der Hl. Nektarios Gemeinde in Neuss (1998–1999) und der Salvatorkirche in München (1999–2004). Seit 26. Juli 2004 dient er der Prophet Elias Gemeinde in Frankfurt. Parallel zu den Gemeindepflichten ist er bischöflicher Vikar (Stellvertreter des Bischofs) für Hessen und Rheinland-Pfalz. Seit 2007 ist er Flughafenseelsorger (Orthodoxe Kapelle am Flughafen Frankfurt) und seit 1. Januar 2009 Studentenbeauftragter der Orthodoxen Bischofskonferenz Deutschlands. Am 10. September 2008 wurde er zum Stellv. Vorsitzenden der ACK-Frankfurt gewählt. Zuvor als Vertreter der Griechisch-orthodoxen Metropolie von Deutschland bei ACK-München, ACK-Bayern und Ökum. Frühstück-Frankfurt. Im Auftrag der Synode des Ökumenischen Patriarchats nahm er als Delegierter an den, von der KEK organisierten, Dialog der GEKE (Gemeinschaft Evangelischer Kirchen Europas-Leuenberger Konkordie) mit den Orthodoxen Kirchen und an der EEA3 (3. Europäische Ökumenische Versammlung) in Sibiu teil. Von 2009 bis 2012 war er Vorsitzender des Rats der Religionen Frankfurt.[1]

Seit 2011 ist er auch Mitglied des bundesweiten Ökumenischen Vorbereitungsausschusses für die Interkulturellen Wochen, Mitglied im Vorstand des Internationalen Konvents Christlicher Gemeinden anderer Muttersprache in Frankfurt, Mitglied des Organisationskomitee der Christlich-Islamischen Woche Frankfurt und Mitglied des Christlich-Islamischen Dialogs Frankfurt.

Publikationen[Bearbeiten]

  • Wer hat das Sagen? Amt, Anspruch und Wirklichkeit. Der Dienst in der Kirche aus orthodoxer Sicht, München: GRIN, 2013.
  • The attitude of the Evangelikal Church in Germany (EKD) towards the Papa Encyclicals after the year 1965. Ist relations with the Roman Catholic Church after the Second Vatican Council, München: GRIN, 2013
  • EKD and the roman-catholic Church - Relations and progress, München: GRIN, 2013
  • «Fremde Heimat» - Predigt zur Eröffnung der Interkulturelle Woche, Frankfurt am Main 2008, München: GRIN, 2013.
  • Erleuchtung und Theosis. Tulku und Gerontes. Ein religionswissenschaftlicher Vergleich zwischen Buddhismus und orthodoxem Christentum, München: GRIN, 2012.
  • „Frankfurt ist meine Wahlheimat“. Interview mit Athenagoras Ziliaskopoulos, εν: Antje Schrupp (εκδ.): Frankfurter Antworten auf die Gretchenfrage, Frankfurt am Main: Evangelischer Regionalverband Frankfurt am Main-Schriftenreihe 34, Eine Publikation der Zeitung „Evangelisches Frankfurt“, 2012, σελ. 6-10.
  • Die Institutionalisierung des Islam in Deutschland am Beispiel der Deutschen Islamkonferenz, München: GRIN, 2012.
  • Immigration, society and religion in Germany: The „Interfaith Council“ in Frankfurt/Main, München: GRIN, 2012.
  • Pastoraler Dienst der Orthodoxen Kirche. Krankenhaus-Seelsorge in Deutschland, München: GRIN, 2012.
  • Koranexegese zwischen Tradition und Moderne. Der Beitrag von Fazlur Rahman Malik in der modernen Koranexegese, München: GRIN, 2012.
  • Das Zukunftsfundament aber wird fehlen, εν: Interkulturelle Woche 2012, Frankfurt am Main: Ökumenischer Vorbereitungsausschuss zur Interkulturellen Woche, 2012, S. 56-57.
  • Η στάση της Ευαγγελικής Εκκλησίας της Γερμανίας (EKD) στις εγκυκλίους του πάπα μετά το 1965. Οι σχέσεις με τη Ρωμαιοκαθολική Εκκλησία μετά τη Β΄ Βατικάνεια Σύνοδο, Θεσσαλονίκη: Αριστοτέλειο Πανεπιστήμιο, 2012.
  • Von der Freiheit eines Christenmenschen. Kanzelrede vom 3. April 2011, εν: Von der Freiheit des Christen. Wittenberger Kanzelreden 2011 zu ausgewählten Texten des Alten und Neuen Testaments, Wittenberg 2011, σελ. 16-24.
  • Οι παπικές εγκύκλιοι μετά τη Β΄Σύνοδο του Βατικανού (1965), Θεσσαλονίκη: Αριστοτέλειο Πανεπιστήμιο, 2006.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.rat-der-religionen.de