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Audi Typ C

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Audi
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Audi Typ C von 1914
Typ C

Verkaufsbezeichnung Audi 14/35 PS
Produktionszeitraum 1911–1925
Klasse Obere Mittelklasse
Karosserieversionen Tourenwagen, Landaulet, Limousine
Motoren Ottomotor:
3,6 Liter (35 PS)
Länge 4280–4700 mm
Breite 1650–1780 mm
Höhe 1500–2250 mm
Radstand 2900–3200 mm
Leergewicht 1300–1700 kg
„Anneliese“, eines der Siegerautos bei der Österreichischen Alpenfahrt 1914 und lange im Besitz von August Horch, ausgestellt im Verkehrszentrum des Deutschen Museums in München
Ein anderer Audi Typ C des Fahrers Alexander Graumüller, nach seiner Frau „Liselotte“ genannt

Der Audi Typ C, auch 14/35 PS genannt, ist ein Pkw-Modell der 1910er und 1920er Jahre. Die Audiwerke boten es unter der Marke Audi an.

Das Modell erschien 1911 und wurde im Oktober 1911 auf der Internationalen Automobil-Ausstellung in Berlin präsentiert.[1] Es war eine stärkere Ergänzung zum Typ B. Das Fahrzeug hat einen vorne eingebauten Vierzylinder-Reihenmotor mit paarweise gegossenen Zylindern. 90 mm Bohrung und 140 mm Hub ergeben 3563 cm³ Hubraum. Er leistet 35 PS bei 1700/min. Die davon abgeleitete Bezeichnung stand für 14 Steuer-PS und die echte Motorleistung in PS. Über ein Viergang-Vorgelege-Getriebe und eine Kardanwelle treibt der Motor die Hinterräder an. Der Wagen hat einen Leiterrahmen und zwei blattgefederte Starrachsen. Drei verschieden lange Fahrgestelle mit 2900 mm, 3050 mm und 3200 mm Radstand standen zur Wahl. Angeboten wurden viersitziger Tourenwagen, Limousinen und Landaulets. Externe Karosseriebauunternehmen fertigten die Karosserien. Die folgenden Maße und Gewichte sind bekannt: Länge 4280 mm, ab 1922 auch 4700 mm; Breite 1650 mm, ab 1922 auch 1780 mm; Höhe 1500 mm (wohl Tourenwagen) und 2250 mm (Landaulet); Fahrgestellgewicht 940 bis 1200 kg, Leergewicht 1300 bis 1700 kg, Zuladung 500 kg.[2]

Modellpflege aufgrund der gestiegenen Kundenanforderungen führte nach Ende des Ersten Weltkriegs zum Einbau einer elektrischen Anlage für Beleuchtung und Motoranlasser.[3]

Die Baureihe erzielte bei den österreichischen Alpenfahrten 1913 und 1914 gute Erfolge. 1913 starteten August Horch, Hermann Lange, Alexander Graumüller und Louis Obruba. Alle erreichten das Ziel, Lange, Graumüller und Obruba sogar strafpunktfrei. Im Juni 1914 waren es fünf Fahrzeuge, denn das Team Robert Muhri/Willy Stift kam dazu. Alle fünf erreichten das Ziel ohne Strafpunkte. Nach Kriegsende wurde das Modell in der Werbung auch „Alpentyp“ genannt.[1]

1925 endete die Produktion. Sie umfasste 1116 Fahrzeuge. Drei oder vier Fahrzeuge existieren noch.[1]

Der Typ K war ab 1921 als Nachfolger vorgesehen, allerdings wurde er parallel produziert.

Auf dieser Basis entstanden Typ Ct, Typ Fc und Typ Hc als Nutzfahrzeuge.[1]

Technische Daten

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Typ C „Alpentyp“ (14/35 PS)
Baujahre 1911–1925
Aufbauten viersitziger Tourenwagen, Landaulet, Limousine
Motor Reihen-Vierzylinder-Viertakt-Ottomotor
Ventilsteuerung IOE-Ventilsteuerung (gegengesteuert)
Bohrung × Hub 90 mm × 140 mm
Hubraum 3563 cm³
Nennleistung 35 PS
Verbrauch 15–17 Liter auf 100 km
Höchstgeschwindigkeit 80–90 km/h
Leergewicht 1300–1700 kg
zul. Gesamtgewicht 1800–2200 kg
Länge 4280–4700
Breite 1650–1780
Höhe 1500–2250 (Landaulet)
Radstand 2900–3200 mm
Spur 1300 mm
Commons: Audi Typ C – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. a b c d Peter Kirchberg, Ralf Hornung: Audi-Automobile 1909–1940. Das Unternehmen · Die Marke · Die Autos. Delius-Klasing-Verlag, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-7688-2577-1, S. 20–50.
  2. Peter Kirchberg, Ralf Hornung: Audi-Automobile 1909–1940. Das Unternehmen · Die Marke · Die Autos. Delius-Klasing-Verlag, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-7688-2577-1, S. 214.
  3. Peter Kirchberg, Ralf Hornung: Audi-Automobile 1909–1940. Das Unternehmen · Die Marke · Die Autos. Delius-Klasing-Verlag, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-7688-2577-1, S. 58–66.