Auer Dult

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Auer Dult mit Mariahilf-Kirche, Kirchweih 2007

Die Auer Dult ist eine traditioneller Dult in München. Sie findet dreimal jährlich auf dem Mariahilfplatz im Münchner Stadtviertel Au statt und dauert neun Tage. Die erste Dult des Jahres, die sogenannte Maidult, beginnt am Samstag vor dem 1. Mai. Die Jakobidult beginnt am Samstag nach Jakobi (25. Juli), und die Kirchweihdult beginnt am Sonntag vor Kirchweih (dritter Sonntag im Oktober).

Jährlich besuchen etwa 300.000 Personen die Auer Dult.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Jakobidult wurde erstmals im Jahr 1310 am Anger, dem heutigen Sankt-Jakobs-Platz veranstaltet. Von 1791 an fand sie in der Kaufinger- und Neuhauser Straße statt. Im Jahr 1796 verlieh Kurfürst Karl Theodor dem Münchner Vorort Au östlich der Isar das Recht, zweimal jährlich eine Dult abzuhalten. Aus dieser Zeit stammt der Name Auer Dult. Seit 1905 findet die Dult mit Ausnahme der Kriegs- und Nachkriegsjahre 1943–1946 dreimal im Jahr statt und dauert jeweils neun Tage, von Samstag bis zum Sonntag der Folgewoche.

Markt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf einen der Stände des Geschirrmarktes
In der Raritätengasse sind viele Stände des Antiquitätenmarktes zu finden

Auf dem Kunst- und Antiquitätenmarkt sind Aussteller aus München und Umgebung zu finden. Sie bieten antiquarische Bücher und Gebrauchsgegenstände an. Dieser Marktbereich wurde von Fred Rauch in seinem Lied Auer Dult (Das Münchner Jahr) besungen.[1]

Die Auer Dult gilt als der größte Geschirrmarkt Europas. An zahlreichen Standln (Verkaufsständen) werden Porzellan und Keramikwaren angeboten. Daneben findet man weiteres Haushaltszubehör, Naturheilmittel und Kleidung.

Volksfest[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick vom Turm der Mariahilfkirche auf das Volksfest

Etwa dreihundert Händler und Schausteller beteiligen sich an der Auer Dult, die inzwischen nicht nur Markt, sondern auch Volksfest ist. Neben dem Bereich der Standl befinden sich nostalgische Fahrgeschäfte. Dazu zählen ein kleines Riesenrad, ein Kettenkarussell, Kinderkarussells, eine Schiffschaukel, ein Autoscooter und Schießbuden. Imbissbuden und ein Bierzelt mit Biergarten bieten bayerische Spezialitäten an.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alexander Langheiter (Text), Johann Bentele, Linda Märkl (Fotos): Münchens Auer Dult. MünchenVerlag, München 2010, ISBN 978-3-937090-46-7.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Ein Klavier mit ohne Tasten […] Das gibt es alles auf der Auer Dult“

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Auer Dult – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 48° 7′ 30″ N, 11° 34′ 58,4″ O