Auflast

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in den Geowissenschaften[Bearbeiten]

Als Auflast versteht man in den Geowissenschaften den erhöhten Druck, den eine Fluid- oder Gesteinsschicht auf das darunter liegende Material ausübt.

Eine unveränderliche Auflast bewirkt eine Volumenverkleinerung der belasteten Schichten, deren Ausmaß vom Druck und dem Kompressionsmodul abhängt. In längeren Zeiträumen kann es auch zu geologischen Strukturänderungen kommen (z.B. zur Kompaktierung von Sedimenten oder Schieferung), zu Setzungen oder horizontalen Überschiebungen .

Eine veränderliche Auflast – etwa die Erdatmosphäre, das Grundwasser oder die Gezeiten der Ozeane -- verursacht je nach Material eine elastische oder plastische Verformung, die heute mit modernen Messmethoden auch am gesamten Erdkörper nachweisbar sind.

im Bauwesen[Bearbeiten]

Die Baustatik subsumiert unter Auflasten alle durch ihr Gewicht auf das Bauwerk einwirkenden Bauteile. Die Lastabtragung erfolgt durch spezifische Auslegung der Tragwerke oder sonstigen tragenden Bauteile. Bei Fundamenten oder Stützmauern ist auch der seitliche Erddruck den Auflasten zuzurechnen, im Tunnelbau der sogenannte Gebirgsdruck.

Auch das Bauwesen kennt veränderliche Lasten, wie die Nutzlasten im Gebäude, die Wind- und Schneelast, den Eisdruck, Wasserdruck und eventuellen Auftrieb.

Literatur[Bearbeiten]

  • Dieter Richter: Allgemeine Geologie. (= Sammlung Göschen 2604). 3., bearbeitete und erweiterte Auflage. de Gruyter, Berlin 1985, ISBN 3-11-010416-4.
  • Karl-Eugen Kurrer: Geschichte der Baustatik. Ernst & Sohn, Berlin 2002, ISBN 3-433-01641-0.
  • Maria Karbon: Atmosphärische Auflasteffekte. In: Österreichische Zeitschrift für Vermessung und Geoinformation. Nr. 2, 2011, S. 122–130, online (PDF; 2,9 MB).
  • Johann Buß: GGU-Footing, Berechnung von Fundamenten. Programm-Handbuch 2012 (PDF; 796 kB).