Augustin Alexis Damour

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Augustin Alexis Damour (* 19. Juli 1808 in Paris; † 22. September 1902 ebenda) war ein französischer Mineraloge.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er war zunächst im Außenministerium tätig, wo er zum Untersekretär aufstieg und 1854 seinen Abschied nahm, um sich der mineralogischen Forschung zu widmen. Seine ersten Mineralanalysen waren schon 1837 erschienen. Er unternahm nun wissenschaftliche Reisen nach Zentralamerika und in die Antillen, über die er 1860 berichtete.

1862 wurde er korrespondierendes Mitglied der Pariser Akademie, 1878 Mitglied des französischen Instituts und 1881 auf Empfehlung von Kobell Mitglied der Königlich Bayrischen Akademie der Wissenschaften. Ab 1876 war er korrespondierendes Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften in Sankt Petersburg.[1]

Kurz nach Damours Tod wurde seine persönliche Mineraliensammlung an das „Rheinische Mineralien-Kontor“ von Dr. F. Krantz verkauft.

Mineralbeschreibungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Große Berühmtheit erlangte Damour vor allem durch seine Analysen und wissenschaftlichen Beschreibungen des chemischen Aufbaus von Mineralen. In seiner 56 Jahre andauernden Karriere analysierte und beschrieb er zahllose Minerale und neue Mineralarten, so unter anderem

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1845 beschrieb Achilles Delesse eine Varietät des Muskovit, die er nach ihm als Damourit bezeichnete.[13]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ausländische Mitglieder der Russischen Akademie der Wissenschaften seit 1724. Augustin-Alexis Damour. Russische Akademie der Wissenschaften, abgerufen am 23. August 2015 (englisch).
  2. Mineralienatlas:Roméit
  3. Mineralienatlas:Faujasit-Na
  4. Mineralienatlas:Dufrénoysit
  5. Mineralienatlas:Alluaudit
  6. Mineralienatlas:Bertrandit
  7. Mineralienatlas:Jakobsit
  8. Mindat - Vietinghofite
  9. Mindat - Kentrolite
  10. Mindat - Trippkeite
  11. Analyse de la dumortiérite, Bulletin de la Société Minéralogique de France, 4, 6-8 (PDF; 157 kB)
  12. Mineralienatlas:Zinkaluminit
  13. Mindat - Damourite

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]