Aurel Vlaicu

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Aurel Vlaicu am Steuer der Vlaicu II.

Aurel Vlaicu (* 19. November 1882 in Binținți; † 13. September 1913 in Bănești) war ein rumänischer Ingenieur, Pilot, Flugzeugkonstrukteur und Luftfahrtpionier.

Leben und Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aurel Vlaicu wurde 1882 in Transsilvanien in der Gemeinde Binținți geboren. Nach dem Abitur am örtlichen Gymnasium studierte Vlaicu ab 1902 an der Technischen Universität Budapest und der Technischen Hochschule in München und erhielt 1907 ein Maschinenbau-Diplom. Danach arbeitete er bis Anfang 1909 als Ingenieur bei Opel in Rüsselsheim.

Segelflugzeug A Vlaicu 1909
Plakat Flugvorführung Hipodromul Băneasa

Nach seiner Rückkehr nach Bukarest begann Aurel Vlaicu mit dem Bau von Flugzeugen. Laut Überlieferungen war seine erste Konstruktion ein Segelflugzeug, das die Basis des folgenden Motorflugzeugs Vlaicu I. bildete. Erstflug der Vlaicu I. war im Juni 1910. Am 17. Oktober 1910 fand auf dem Gelände des Hipodromul Băneasa eine Flugvorführung statt. 1910 kaufte das neugegründete Königlich-Rumänisches Fliegerkorps die „A. Vlaicu Nr. 1“ als erstes Militärflugzeug.

Absturzstelle September 1913

Als verbesserte Version flog die A Vlaicu II die erstmals im April 1911 auf dem Flugfeld im Stadtteil Cotroceni von Bukarest flog. Mit dieser Maschine gewann Aurel Vlaicu fünf Auszeichnungen: den 1. Preis bei der Luft-Rallye vom 23. bis 30. Juni 1912 in Aspern, Österreich und vier weitere Platzierungen gegen die internationale Konkurrenz aus sieben Ländern. Die Wiener Zeitung Neue Freie Presse berichtet damals über seine Erfolge; er bekam eine Siegprämie von 7500 österreichischen Kronen.

Am 13. September 1913 stürzte Aurel Vlaicu beim Versuch, die Karpaten zu überqueren, in der Nähe von Câmpina mit seiner Vlaicu II ab. Die Flugunfalluntersuchung ergab, dass der Absturz auf Grund eines Herzinfarktes erfolgte. Aurel Vlaicu verstarb an der Unfallstelle.[1]

Postume Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Banknote
Replika Vlaicu II

1919 wurde sein Heimatdorf Binținți ihm zu Ehren umbenannt. 1948 wurde der Flughafen Bukarest-Băneasa nach Aurel Vlaicu benannt und im gleichen Jahr wurde er zum Mitglied (Membri post-mortem) der Rumänischen Akademie ernannt.[2] 1977 wurde der Film „Der kühne Flieger Vlaicu“ gedreht. Im Juli 2005 wurde eine Banknote mit seinem Konterfei herausgegeben.

Weitere Einrichtung und Orte die den Namen des Flugpioniers tragen sind:

Die staatliche Fluggesellschaft Rumäniens TAROM taufte am 3. November 2006 einen Airbus A318-111 auf den Namen Aurel Vlaicu.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 2004 und 2008 wurde ein Replikat der A Vlaicu II durch die Fundația Aerospațială Română in Bukarest gebaut, die bei verschiedenen Gedenkveranstaltungen gezeigt und geflogen wurde. Im Jahr 2009 wurde dieses Flugzeug mit einer Bronzemedaille bei den World Air Games (WAG) in Turin ausgezeichnet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Aurel Vlaicu – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Personalități românești ale științelor naturii și tehnicii, Editura Științifică și Enciclopedică, București, 1982, S. 408.
  2. Membri post-mortem auf acad.ro