Ausbildungszentrum Pioniere

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Ausbildungszentrum Pioniere
— AusbZPi —
Verbandsabzeichen

Verbandsabzeichen
Aufstellung 22. März 1956
Land Flag of Germany.svg Deutschland
Streitkräfte Bundeswehr
Teilstreitkraft Bundeswehr Logo Heer with lettering.svg Heer
Typ Ausbildungseinrichtung des Heeres
Unterstellung Ausbildungskommando Heer (Bundeswehr).svg Ausbildungskommando Heer
Standort Ingolstadt (Pionierkaserne auf der Schanz)
Auszeichnungen Flag of Bavaria (striped).svg Fahnenband
Bayern (2006)
Kommandeur
Kommandeur Brigadegeneral Lutz Erich Niemann

Das Ausbildungszentrum Pioniere (AusbZPi) in Ingolstadt ist seit 2015 Nachfolgedienststelle der ehemaligen Pionierschule und Fachschule des Heeres für Bautechnik (PiSFSHBauT), welche seit 2009 am Standort Ingolstadt stationiert war. Das Ausbildungszentrum ist eine der Ausbildungseinrichtungen des Heeres und verantwortlich für die Aus- und Weiterbildung insbesondere der Pioniertruppe im deutschen Heer.

Auftrag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Aufgaben zählen:

  • militärfachliche Ausbildung der Pioniertruppe
  • Infrastrukturausbildung
  • Ausbildung im Pionierdienst aller Truppen für Offiziere und Unteroffiziere
  • Ausbildung im Feldlagerbau und -betrieb
  • Schweißfachausbildung
  • Fachschule des Heeres für Bautechnik führt zivile Berufslehrgänge durch (staatlich geprüfte Techniker, Beton- und Stahlbetonbauer/-in)

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Schulkommandeur im Rang eines Brigadegenerals ist zugleich General der Pioniertruppe. Ihm unterstellt sind im Wesentlichen:

  • Schulstab
  • Bereich Unterstützung
  • Bereich Lehre und Ausbildung
    • 1 Lehrgruppe (mit 4 Inspektionen und der Ausbildungseinrichtung Betriebsberechtigungsschein)
    • Fachschule des Heeres für Bautechnik / Zentrum für Bauwesen (2 Inspektionen)
    • Bauinstandsetzungseinrichtung (BIE) in Münchsmünster
  • DEU Anteil Center of Excellence for Military Engineering (COE MILENG)
  • Ausbildungsstützpunkt Kampfmittelabwehr

Die Schule untersteht dem Ausbildungskommando Heer.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Truppenschule Pioniere wurde am 22. März 1956 in München gegründet in der von der US-Armee übernommenen Peterson Kaserne (1937 als Lohengrin-Kaserne errichtet, ab 1964 Prinz-Eugen-Kaserne) und nahm am 1. Juli 1956 den Lehrbetrieb auf.

1971 wurde in der Pionierschule eine Fachschule des Heeres für Bautechnik gegründet, um Feldwebel der Pioniertruppe zu staatlich geprüften Bautechnikern auszubilden. Seit 1994 besteht eine Partnerschaft mit der Pionierschule der französischen Streitkräfte in Angers und seit 2004 mit der Pionierschule der niederländischen Streitkräfte in Vught. Im Januar 2009 zog die Pionierschule nach Ingolstadt um. Im Zuge der Neuausrichtung der Bundeswehr und Umgliederung zum HEER2011 wurde das Zentrum für Kampfmittelbeseitigung der Bundeswehr Mitte 2012 dem Kommandeur Pionierschule und Fachschule des Heeres für Bautechnik unterstellt.[1]

Ärmelabzeichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ärmelabzeichen zeigt ähnlich wie alle Abzeichen der Truppenschulen zwei gekreuzte Schwerter auf rotem Grund. Darüber hinaus signalisiert ein „S“, dass es sich um eine der Schule des Heeres handelt. Die schwarze Umrandung entspricht der Waffenfarbe der Pioniertruppe.

Interne Verbandsabzeichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stefan Heydt, Christian Bannert (Projektbeauftr.): Die Heeresschulen. Im Auftrag des Heeresamtes, Fölbach-Medienservice, München 2011, S. 286 ff.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Unterstellungswechsel des Zentrums für Kampfmittelbeseitigung der Bundeswehr

Koordinaten: 48° 45′ 15″ N, 11° 27′ 2″ O