Münchsmünster

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Münchsmünster
Münchsmünster
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Münchsmünster hervorgehoben
Koordinaten: 48° 46′ N, 11° 41′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Pfaffenhofen an der Ilm
Höhe: 357 m ü. NHN
Fläche: 16,21 km²
Einwohner: 2990 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 184 Einwohner je km²
Postleitzahl: 85126
Vorwahl: 08402
Kfz-Kennzeichen: PAF
Gemeindeschlüssel: 09 1 86 139
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Tassilostraße 20
85126 Münchsmünster
Webpräsenz: www.muenchsmuenster.de
Bürgermeister: Andreas Meyer (CWG)
Lage der Gemeinde Münchsmünster im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm
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Über dieses Bild

Münchsmünster ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Münchsmünster liegt im nordöstlichsten Winkel des Landkreises Pfaffenhofen an der Ilm und an der Ostgrenze Oberbayerns. Die am nächsten liegende Großstadt ist Ingolstadt (20 km entfernt).

Die Ilm nähert sich in ihrem Flusslauf der Donau auf weniger als einen Kilometer, mündet dann aber doch zunächst (in einem Nachbarort) in die Abens. Aufgrund der Lage im Tal der Donau befinden sich auf dem gesamten Gemeindegebiet keine nennenswerten Erhebungen. Hohe Bauwerke wie der Kirchturm und die Schornsteine der ansässigen Industrie sind bei gutem Wetter weithin aus dem Norden und Westen sichtbar. Die nächsten Erhebungen befinden sich im südlich angrenzenden Gebiet des Dürnbucher Forst.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsteile von Münchsmünster sind:

Au, Auhausen, Dirnbergermühle, Forstpriel, Griesham, Niedermühle, Mitterwöhr, Nieder- und Oberwöhr.

Region[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südlich der Gemeinde befindet sich der Dürnbucher Forst, ein gemeindefreies Gebiet. Die nächstliegende Gemeinde in Richtung Süden ist Aiglsbach, etwas westlich davon liegt die Stadt Geisenfeld. Weiter im Uhrzeigersinn folgt dann im Westen die Stadt Vohburg an der Donau. Im Norden grenzt der Markt Pförring, dessen Gebiet sich bis südlich der Donau erstreckt. Der nächste bewohnte Nachbarort ist Schwaig (Neustadt), ein Stadtteil von Neustadt an der Donau, direkt östlich von Münchsmünster liegend.

Alle benachbarten Kommunen sind Teil des Hopfenanbaugebiets Hallertau.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Sixtus

Das örtliche Kloster Münchsmünster wurde durch Herzog Tassilo III. von Bayern gegründet und war bis 925 Kloster der Benediktiner, von 925 bis 1131 Kanonikerstift. Ab 1131 bis ins 16. Jahrhundert war es wieder Kloster der Benediktiner. Im Jahr 1556 erlosch in den Wirren der Reformation das Kloster. Die bayerischen Herzöge setzten dann weltliche Verwalter ein. 1598 wurden die Güter dem Jesuitenkolleg Ingolstadt übergeben. 1782 fiel die Anlage an die Malteser. 1815 wurden Kloster und Kirche abgebrochen. 1818 entstand die heutige politische Gemeinde. 1874 erhielt Münchsmünster eine Bahnstation der Donautalbahn. 1970 wurde ein weiterverarbeitender petrochemischer Betrieb in Münchsmünster angesiedelt. Im Dezember 2005 kam es zu einem Unfall in dem Werk, bei dem ein Feuerwehrmann aus Neustadt an der Donau sein Leben verlor.

Zum Jahresbeginn 2013 wurden 39,5 ha aus dem gemeindefreien Gebiet des Dürnbucher Forst in Münchsmünster eingegliedert (womit auch der Landkreis Pfaffenhofen, sowie der Bezirk Oberbayern erweitert wurden).[2]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Wöhr eingegliedert.[3]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der B 16 verfügt Münchsmünster über einen gut ausgebauten, aber stark befahrenen Verkehrsweg. Ergänzend dazu und für Pendler nach Ingolstadt-Nord von hoher Bedeutung ist die B 16a. Die Eisenbahnanbindung in die Richtungen Ingolstadt und Regensburg (Donautalbahn) wird sowohl von Pendlern als auch von der ortsansässigen Industrie genutzt.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die meisten Arbeitsplätze von Münchsmünster befinden sich im Südosten, südlich der Bahnlinie. Dieses Gebiet wird in drei Bereiche unterteilt:

Bis 2013 erschließt zudem Audi die noch unbebaute und teils rückgebaute Fläche des Industrieparks auf rund 27 ha für die Produktion von Leichtbauteilen. Ferner hat der Automobilkonzern noch ca. 13 ha Fläche unmittelbar westlich des Schrannenbachs erworben, um den Standort längerfristig erweitern zu können.[4]

Insgesamt arbeiteten im Jahr 2009 rund 1300 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte im Gemeindegebiet, überwiegend im produzierenden Gewerbe.[5]

Siehe auch: Ethylen-Pipeline Münchsmünster-Gendorf

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besitzt eine Grundschule, sowie eine Bücherei. Weiterführende Schulen befinden sich zum Teil in Nachbargemeinden.

Ferner werden in Betrieben verschiedene Ausbildungsplätze und Kurse angeboten.

Der von der Gemeinde verpachtete Gasthof „Rauscher“

Weitere Kommunale Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das moderne Rathaus wird primär von der Kommunalverwaltung und dem Gemeinderat genutzt. Darüber hinaus kann ein Veranstaltungsraum im Kellergeschoss für gemeinnützige Zwecke reserviert werden.

Die Gemeinde ist außerdem Eigentümer eines verpachteten Gasthofes mit Bürgersaal.

Freizeit- und Sportanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Turnhalle: wird von der Grundschule und verschiedenen Vereinen genutzt
  • Mehrzweck-Sportplatz: wird hauptsächlich von der Grundschule genutzt
  • Fußballplätze: Nutzung und Wartung durch den Turnverein Münchsmünster
  • Tennisplätze: Nutzung und Wartung durch den Tennisclub Rot-Weiß Münchsmünster
  • Diverse Baggerweiher

Bundeswehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pionierschule Ingolstadt der Bundeswehr betreibt an der nordöstlichen Gemeindegrenze eine Bauinstandsetzungseinrichtung (BIE).

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Mahl (* 1909 in Münchsmünster; † 1988 in Oberkochen), Physiker, Spezialist für Elektronenmikroskopie
  • Richard Adolf Strigl (* 1. Januar 1926 in Münchsmünster; † 27. März 1985 in München), katholischer Theologe

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. GVBl. 2012, S. 680 (http://www.verkuendung-bayern.de/files/gvbl/2012/23/gvbl-2012-23.pdf)
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 586.
  4. http://www.donaukurier.de/nachrichten/wirtschaft/lokalewirtschaft/Audi-baut-neues-Werk;art1735,2547106
  5. Münchsmünster: Amtliche Statistik des LfStat

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Münchsmünster – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien