Bühlenhausen

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Bühlenhausen
Gemeinde Berghülen
Koordinaten: 48° 27′ 32″ N, 9° 46′ 48″ O
Einwohner: 432 (31. Dez. 2018)
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 89180
Vorwahl: 07344
Kirche St. Veit

Bühlenhausen ist ein Ortsteil der Gemeinde Berghülen im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg. Im Zuge der Gemeindegebietsreform in Baden-Württemberg wurde am 1. Januar 1972 die Gemeinde Bühlenhausen zu Berghülen eingemeindet.[1]

Das Dorf liegt circa einen Kilometer östlich von Berghülen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bühlenhausen wird 1100 als „Billenhusin“ erstmals überliefert. 300 Meter westlich des Orts wurden alemannische Reihengräber entdeckt.

Das Dorf gehörte den Grafen von Helfenstein, die es 1447 an Württemberg verkauften. Das Kloster Blaubeuren erwarb im 14. Jahrhundert Besitz von den Helfensteinern. Auch die Deutschordenskommende Ulm, eine Kommende des Deutschherrenordens, hatte 1537 Besitz im Ort.

Bühlenhausen gehörte zum Oberamt Blaubeuren.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Recht zur Führung eines Wappens wurde der ehemaligen Gemeinde Bühlenhausen am 30. Juli 1953 durch das Regierungspräsidium Nordwürttemberg verliehen.

Blasonierung: „In geteiltem Schild; oben in Gold eine liegende schwarze Hirschstange, unten in Rot eine liegende silberne Wolfsangel.“

Die Gemeinde hatte das Wappen aber bereits vor 1930 geführt, wie aus einem Schriftwechsel des Archivs des Alb-Donau-Kreises mit dem Hauptstaatsarchiv Stuttgart hervorgeht. Auch im Bühlenhausener Hoheitszeichen versinnbildlicht die schwarze Hirschstange die Zugehörigkeit zu Altwürttemberg. Der liegende Doppelhaken, auch als Wolfsangel bezeichnet, geht auf ein altes Fleckenzeichen zurück, und die Farben Silber und Rot im unteren Feld deuten auf die Grafen von Helfenstein, zu deren Besitztum Bühlenhausen einst gehörte. Aus dem 19. Jahrhundert sind einige Siegelabdrücke erhalten geblieben. Die Gemeinde Bühlenhausen führte damals eines mit der oben genannten Wolfsangel und der Umschrift „Schultheißenamt Bühlenhausen“.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kutschenmuseum
  • Kutschenmuseum: das Museum zeigt mehr als 100 Kutschen und Wagen aus den letzten zwei Jahrhunderten.
  • Kirche St. Veit

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Größter Arbeitgeber ist der Fruchtsafthersteller albi.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gemeinde Berghülen (Hrsg.) und Ursula Erdt (Red.): Berghülen mit Bühlenhausen und Treffensbuch: 900 Jahre lebendige Geschichte einer Gemeinde. Süddeutsche Verlagsgesellschaft, Ulm 2000. (nicht ausgewertet)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Bühlenhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 457.
  2. https://www.berghuelen.de/,Lde/Startseite/Gemeinde+_+Info/Geschichte.html