BUNDjugend

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BUNDjugend-Mitglieder auf einer Anti-Atomkraft-Demonstration in München, 2011

Die BUNDjugend ist die unabhängige Jugendorganisation des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Als ökologischer Jugendverband setzt sich die BUNDjugend für den Schutz von Natur und Umwelt sowie die Förderung der Kinder- und Jugendarbeit ein. Gegründet wurde sie 1984[1] und hatte nach eigenen Angaben Ende 2015 rund 85.000 Mitglieder.[2] Es bestehen 14 Landesverbände, darunter in Bayern die JBN (Jugendorganisation Bund Naturschutz) und in Niedersachsen ein Zusammenschluss mit anderen Jugendumweltorganisationen namens JANUN.

Themen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Themenpalette reicht von praktischem Naturschutz über politische Umweltarbeit bis hin zur internationalen Vernetzung von jugendlichen Umweltschützern. Die BUNDjugend fokussiert sich aktuell auf die Themen Klima und Energie, Ernährung und Landwirtschaft, Konsum und Postwachstum, ökologischer Lebensstil (ökologischer Fußabdruck) sowie Flucht und Migration.

Aktivitäten und Projekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der BUNDjugend Bundesverband richtet wechselnde Projekte zu aktuellen Themen des Natur- und Umweltschutzes aus, die sich an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene richten. So trägt aktuell das Projekt „Klasse Klima“ Klimaschutz an Schulen, während „SMERGY“ sich mit praktischen Energiespartipps beschäftigt. Weiterhin thematisieren die Projekte „WELTbewusst erLEBEN“ und „KonsUmdenken“ nachhaltigen Konsum und Ansätze einer Postwachstumsgesellschaft. Der Naturtagebuch-Wettbewerb hingegen animiert Kinder von 8 bis 12 Jahren alljährlich zu praktischen Naturerfahrungen.

Bekannte bereits abgeschlossene Projekte sind beispielsweise die pressewirksame Fahrt mit einem Schiff der Klimapiraten zur Klimakonferenz nach Kopenhagen im Dezember 2009[3] oder die Wette aus dem Jahr 1999, bei der Jugendliche aus ganz Deutschland das von der Bundesregierung genannte Klimaschutzziel bereits innerhalb weniger Monate erreichten.[4]

Neben diesen Projekten ist die BUNDjugend regelmäßig bei diversen Demonstrationen und Großveranstaltungen präsent und beteiligt sich alle zwei Jahre an der Organisation des Kongresses McPlanet.

Die Demonstration Wir haben es satt! wird gemeinsam von BUNDjugend und anderen Organisationen getragen. Die Veranstaltung findet jedes Jahr Anfang Januar in Berlin statt.[5]

In den Landesverbänden liegt der Fokus vor allem bei dem Angebot verschiedener Kinder- und Jugendfreizeiten, Camps sowie Seminaren und Workshops. Des Weiteren gibt es auf lokaler Ebene auch verschiedene Ortsgruppen für Umweltschützer.

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regelmäßige Veröffentlichungen sind das Printmagazins kriZ des Landesverbandes Baden-Württemberg sowie die junge Seite im viermal jährlich erscheinenden BUNDmagazins. Der Bundesverband veröffentlicht in unregelmäßigen Abständen auch Infomaterialen und weitere Publikationen, so zum Beispiel die aktuellen Broschüren "Klimaexperimente", "Wachstum ohne Ende" und "Ölwechsel" oder das im Buchhandel erschienene Klimakochbuch.[6]

Verbandsstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bundesverband hat seinen Sitz in Berlin, geleitet wird er von der ehrenamtlichen Bundesjugendleitung (BuJuLei). Die Bundesjugendsprecher werden für jeweils zwei Jahre auf der Bundesdelegiertenversammlung gewählt. Diese findet jährlich im Frühjahr statt, delegiert sind jeweils fünf Mitglieder je Landesverband. Die Landesverbände haben eine ähnliche Struktur mit jeweiligen Landesjugendleitungen (LaJuLei).

Die BUNDjugend entsendet auf Bundes- wie auf Landesebene einen Vertreter als voll berechtigtes Mitglied in den jeweiligen Vorstand des BUND. Neben der engen Zusammenarbeit mit dem BUND ist die BUNDjugend auch in das internationale Netzwerk Young Friends of the Earth eingebunden. Außerdem ist die BUNDjugend Mitglied beim globalisierungskritischen Netzwerk Attac und hat zusammen mit anderen Organisationen das Jugendbündnis Zukunftsenergie gegründet.

Logo bis 2014

Im Jahr 2014 aktualisierte die BUNDjugend ihr Logo und alle zugehörigen Materialien.[7] Auch das neue Logo lehnt sich inhaltlich an das Logo des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland an: ein Erdball, der symbolisch von zwei schützenden Händen umschlossen wird. Der hinzugekommene Schriftzug Young Friends of the Earth weist auf die Mitgliedschaft im gleichnamigen internationalen Netzwerk hin.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. die tageszeitung (taz): Die jungen Aussteiger – Eine Generation positioniert sich, 15. April 2011.
  2. Bund-Jugend: Über uns
  3. Klimapiraten: Pressespiegel
  4. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit: Schulen gewinnen die von der BUNDjugend initiierte Klimawette gegen die Bundesregierung. 26. August 1999.
  5. Die TrägerInnen der Demo „Wir haben es satt!“
  6. BUNDjugend u.a.(Hrsg.): Das Klimakochbuch - Klimafreundlich einkaufen, kochen und genießen. Franckh-Kosmos Verlag, 2009.
  7. Neues Logo der BUNDjugend