Baco Blanc

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Baco Blanc
Synonyme siehe Abschnitt Synonyme
Art Interspezifische Kreuzung
Beerenfarbe gelbgold
Verwendung
Herkunft Frankreich
Züchter François Baco
Institut privater Rebzüchter
Züchtungsjahr 1898
VIVC-Nr. 868
Abstammung

Kreuzung aus
Folle Blanche × Noah

Liste von Rebsorten

Baco Blanc ist eine Weißweinsorte. Sie wurde hauptsächlich als Keltertraube und für die Produktion von Rosinen verwendet.

Abstammung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es handelt sich um eine Neuzüchtung zwischen Folle Blanche x Noah; aufgrund des Anteils der Sorte Noah handelt es sich um eine interspezifische Sorte. Die Kreuzung der Hybridrebe erfolgte im Jahr 1898 durch den französischen Rebzüchter François Baco.

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum Anfang der 1970er-Jahre war sie der Hauptbestandteil des Weinbrands Armagnac und wurde dann durch das generelle EU-Verbot von Hybridreben von der Rebsorte Ugni Blanc abgelöst. Sie wurde seitdem stark gerodet und war offiziell nur noch bis Ende 2010 zugelassen. Nachdem bei der Erhebung im Jahr 1958 noch 24.427 ha Rebfläche erhoben wurden, waren es laut der letzten Erhebung von ONIVINS waren im Jahr 2007 nur noch 827 ha, die im Südwesten Frankreichs mit Baco Blanc bestockt waren [1], [2].

Der amerikanische Weinbau-Pionier und Zeitungsredakteur Philip Wagner importierte einige der Rebsorten aus der Zucht von François Baco und verkaufte Baco Blanc sehr erfolgreich an Weinbauregionen an der Ostküste der USA. Man findet sie auch in Kanada und Neuseeland.

Gemäß einem Dekret vom 18. April 2008 gehört die Rebsorte wieder zu den offiziell zugelassenen Rebsorten für den gewerblichen Anbau, da im Erbgut der Pflanze Anteile der Edelrebe Vitis vinifera enthalten sind (vom Kreuzungspartner Folle Blanche).[3]

Ampelographische Sortenmerkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Triebspitze ist offen. Sie ist stark weißwollig mit ganz leicht rötlichem Anflug behaart. Die gelblichen Jungblätter sind feinflammig behaart.
  • Die dunkelgrünen Blätter sind meist dreilappig und nur leicht gebuchtet. Die Stielbucht ist V-förmig offen. Der Blattrand ist gesägt mit großen BZähnen. Die Blattoberfläche (auch Spreite genannt) ist blasig derb.
  • Die walzenförmige Traube ist mittelgroß und lockerbeerig. Die rundlichen Beeren sind mittelgroß und von gelbgoldener Farbe. Die Beeren haben den typischen Fox-Ton der Hybridreben.

Reife: Baco Blanc reift ca. 20 Tage nach dem Gutedel und gehört damit zu den Rebsorten der zweiten Reifungsperiode (siehe das Kapitel im Artikel Rebsorte).

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie neigt zu Phytoplasmabefall. Der Phytoplasmenbefall führt zu Vergilbungskrankheiten wie die Goldgelbe Vergilbung (franz.: Flavescence dorée) oder auch die Schwarzholzkrankheit. [4]

Synonyme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

22 A Baco, Baco 22 A, Baco 22-A, Baco 221, Baco Alb, Baco Blanche, Maurice Baco, Piquepoul De Pays, Piquepoul Du Ger.[5]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • P. Galet: Cépages et vignobles de France. Tome 1: Les vignes américaines. 2. édition entièrement refondue. Paysan du Midi, Montpellier 1988, ISBN 2-902771-03-7.
  • Pierre Galet: Dictionnaire encyclopédique des cépages. 1. Auflage. Hachette Livre, Paris 2000, ISBN 2-01-236331-8.
  • Jancis Robinson: Das Oxford-Weinlexikon. 3. vollständig überarbeitete Auflage. Hallwag, München 2007, ISBN 978-3-8338-0691-9.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. LES CEPAGES BLANCS DANS LE VIGNOBLE (PDF) (Memento vom 23. März 2012 im Internet Archive), Statistik zu weißen Rebsorten je Großregion, Teil 1, Veröffentlichung des OFFICE NATIONAL INTERPROFESSIONNEL DES FRUITS, DES LEGUMES, DES VINS ET DE L’HORTICULTURE – kurz ONIVINS, Stand 2008
  2. LES CEPAGES BLANCS DANS LE VIGNOBLE (PDF) (Memento vom 23. März 2012 im Internet Archive), Statistik zu weißen Rebsorten je Großregion, Teil 2, Veröffentlichung des OFFICE NATIONAL INTERPROFESSIONNEL DES FRUITS, DES LEGUMES, DES VINS ET DE L’HORTICULTURE – kurz ONIVINS, Stand 2008
  3. NOR: AGRP0806778A: Arrêté du 18 avril 2008 relatif au Catalogue officiel des espèces et variétés de plantes cultivées en France (plants de vigne) (Memento vom 15. Juli 2009 im Internet Archive)
  4. Horst Dietrich Mohr: Farbatlas Krankheiten, Schädlinge und Nûtzlinge an der Weinrebe, Seite 80, ISBN 3-8001-4148-5
  5. Baco Blanc in der Datenbank Vitis International Variety Catalogue des Instituts für Rebenzüchtung Geilweilerhof (englisch)