Bahnstrecke Amberg–Schmidmühlen

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Amberg–Schmidmühlen
Strecke der Bahnstrecke Amberg–Schmidmühlen
Streckennummer:5063
Kursbuchstrecke (DB):423a (1966)
Streckenlänge:23,7 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Strecke – geradeaus
von Nürnberg Hbf
   
von Schnaittenbach
Bahnhof, Station
0,00 Amberg
   
nach Schwandorf
   
1,80 Amberg Leopoldstraße (seit 1955/59)
   
Vils
   
2,40 Drahthammer
   
nach Lauterhofen
   
3,99 Haselmühl
   
5,70 Lengenfeld (Oberpf)
   
8,04 Theuern
   
11,60 Wolfsbach
   
13,00 Leidersdorf
   
15,00 Ensdorf (Oberpf)
   
17,06 Rieden (Oberpf)
   
20,29 Vilshofen (Oberpf)
   
23,70 Schmidmühlen

Quellen: [1][2]

Die Bahnstrecke Amberg–Schmidmühlen, auch Vilstalbahn genannt, war eine Nebenbahn in Bayern. Sie begann in Amberg und führte entlang der Vils nach Schmidmühlen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Theuern (2020)

Obwohl bereits 1904 die gesetzliche Grundlage für die Lokalbahnstrecke geschaffen worden war, die Amberg entlang der Vils mit Schmidmühlen verbinden sollte, kam es wegen zahlreicher Auseinandersetzungen über Detailfragen sowie über eine geplante Verlängerung nach Hohenburg im Lauterachtal zu erheblichen Verzögerungen. Der erste Abschnitt bis Ensdorf, der im Bahnhof Drahthammer von der Strecke nach Lauterhofen abzweigte, konnte erst am 1. Mai 1910 eröffnet werden. Der zweite Teil folgte am 18. Dezember 1910.

Der Sommerfahrplan 1939 verzeichnete drei Personenzugpaare zwischen Amberg und Lauterhofen, ergänzt durch ein weiteres, das nur mittwochs, samstags, und sonntags verkehrte. Die Züge benötigten für die 24 Kilometer lange Strecke zwischen 52 und 56 Minuten, was einer Reisegeschwindigkeit von etwa 25 km/h entsprach.[3]

Bahnhof Schmidmühlen (2007)

Der verstärkte Einsatz von Bahnbussen in den 1950er und 1960er Jahren führte am 1. Juli 1966 zur Einstellung des Personenverkehrs auf der Schiene. Der Güterverkehr hielt sich wesentlich länger. Bedient wurde dabei das zur Maxhütte gehörende Kalkwerk in Vilshofen. Hier fuhren zeitweise schwere Güterzüge, die drei Diesellokomotiven der Baureihe 211 benötigten. Diese Verkehre endeten am 28. Mai 1988. Der Abschnitt südlich von Vilshofen war schon seit dem 31. Mai 1985 ohne Verkehr.

Die Gleise wurden 1990 nach Kauf durch den Landkreis abgetragen. Zwischen 1991 und 1992 wurde auf der Trasse ein Radweg eingerichtet. Er ist Bestandteil des Fünf-Flüsse-Radweges.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gerald Hoch, Andreas Kuhfahl: Nebenbahnen in der Oberpfalz. 1. Auflage 2000. Resch-Verlag, Neustadt bei Coburg, 2000, ISBN 3-9805967-7-X.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Bahnstrecke Amberg-Schmidmühlen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eisenbahnatlas Deutschland 2009/2010. 7. Auflage. Schweers+Wall, Aachen 2009, ISBN 978-3-89494-139-0.
  2. Streckenkarte von 1985
  3. Fahrplan 1939