Rieden (Oberpfalz)

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Wappen Deutschlandkarte
Rieden (Oberpfalz)
Deutschlandkarte, Position des Marktes Rieden hervorgehoben

Koordinaten: 49° 20′ N, 11° 57′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Amberg-Sulzbach
Höhe: 365 m ü. NHN
Fläche: 32,3 km2
Einwohner: 2656 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 82 Einwohner je km2
Postleitzahl: 92286
Vorwahl: 09624
Kfz-Kennzeichen: AS, BUL, ESB, NAB, SUL
Gemeindeschlüssel: 09 3 71 146
Marktgliederung: 17 Gemeindeteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Hirschwalder Str. 27
92286 Rieden
Website: www.rieden.com
Erster Bürgermeister: Erwin Geitner (CSU)
Lage des Marktes Rieden im Landkreis Amberg-Sulzbach
Auerbach in der OberpfalzKönigstein (Oberpfalz)Hirschbach (Oberpfalz)EtzelwangWeigendorfBirglandKastl (Lauterachtal)EdelsfeldEdelsfeldVilseckNeukirchen bei Sulzbach-RosenbergSulzbach-RosenbergEichen (gemeindefreies Gebiet)FreihungHirschauGebenbachSchnaittenbachHahnbachIllschwangFreudenberg (Oberpfalz)UrsensollenEbermannsdorfEnsdorf (Oberpfalz)KümmersbruckRieden (Oberpfalz)HohenburgSchmidmühlenPoppenrichtAmmerthalAmbergLandkreis Neustadt an der WaldnaabWeiden in der OberpfalzLandkreis SchwandorfLandkreis BayreuthLandkreis Nürnberger LandLandkreis Neumarkt in der OberpfalzKarte
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Rieden ist ein Markt im Oberpfälzer Landkreis Amberg-Sulzbach, bestehend aus der Ortschaft Rieden und der ehemals selbstständigen Gemeinde Vilshofen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rieden liegt in der Region Oberpfalz-Nord am Unterlauf der nördlichsten Vils, etwa 18 km vor deren Mündung in die Naab bei Kallmünz. Etwa 1,5 km von der südwestlichen Gemeindegrenze entfernt beginnt der Truppenübungsplatz Hohenfels.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 17 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2][3]

Es gibt die Gemarkungen Vilshofen, Rieden, Siegenhofen und Taubenbacher Forst.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Markt Rieden war vor 1800 Pflegamt und gehörte zum Rentamt Amberg des Kurfürstentums Bayern. Rieden besaß das Marktrecht mit wichtigen Eigenrechten. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Rieden.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1945/46 wurden Teile der Gemeinde Siegenhofen in die Gemeinde Rieden eingegliedert.

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern entstand die heutige Gemeinde am 1. Januar 1971 durch die Zusammenlegung der Gemeinden Vilshofen und Rieden.[4] Am 1. September 2015 erfolgte die Auflösung des gemeindefreien Gebiets Hirschwald. Dabei wurde ein Teil in die Gemeinde Rieden eingegliedert.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs der Markt von 2379 auf 2688 um 309 Einwohner bzw. um 13 %.

  • 1970: 2.245 Einwohner
  • 1987: 2.303 Einwohner
  • 1991: 2.527 Einwohner
  • 1995: 2.698 Einwohner
  • 2000: 2.893 Einwohner
  • 2005: 2.970 Einwohner
  • 2010: 2.914 Einwohner
  • 2015: 2.735 Einwohner
  • 2021: 2.820 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marktgemeinderatswahl 2020[6]
(in %)
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30
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10
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55,69
22,23
22,07
aktuelle Sitzverteilung im Marktgemeinderat Rieden (15. März 2020)
   
Insgesamt 14 Sitze

Marktgemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Marktgemeinderat hat 14 Mitglieder. Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Marktgemeinderates ist der Erste Bürgermeister. Bei der Gemeinderatswahl vom 15. März 2020 haben von den 2243 stimmberechtigten Einwohnern im Markt Rieden 1455 von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht, womit die Wahlbeteiligung bei 64,87 % lag.[7]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Bürgermeisterwahl vom 15. März 2020 wurde der seit 1. Mai 2014 amtierende Erwin Geitner (CSU) mit 77,55 % der Stimmen wieder gewählt.[8]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Rieden
Blasonierung: „In Silber ein linksgewendeter, rot gezungter schwarzer Rüde mit goldenem Halsband.“[9]

Ein wohl aus dem Siegelbild abgeleitetes Wappen ist seit 1568 belegt; es wurde 1971 ungültig. 1972 erfolgte die Neuannahme durch Beschluss des Gemeinderats und Zustimmung der Regierung der Oberpfalz.

Steuereinnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2017 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 2.082.000 Euro, davon waren 358.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto) und 1.321.000 Euro Gemeindeanteil an der Einkommensteuer.

Luftaufnahme der ehemaligen Burg Rieden

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vilshofen
    • Pfarrkirche St. Michael (1781)
    • Allerseelenkapelle am Pfarrberg (1495)
    • Wieskirche am Pfarrberg (1751)
    • Kreuzweg auf den Pfarrberg (1747)
  • Rieden
    • Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt (1717)
    • Kirche St. Georg (15. Jahrhundert)
    • Weg-Kapelle an der Kreuther Straße (1687)
    • Kapelle am Schloßberg mit Kreuzwegstationen (18. Jahrhundert)
    • Vorgeschichtlicher Ringwall
  • Rieden-Kreuth
    • G.O.N.D. (großes Festival)
    • Ragnarök 2010 in der Ostbayernhalle

Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2017 gab es in der Gemeinde 376 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Von der Wohnbevölkerung standen 1162 Personen in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Damit war die Zahl der Auspendler um 786 Personen größer als die der Einpendler. 53 Einwohner waren arbeitslos. 2016 gab es 22 landwirtschaftliche Betriebe; 1063 Hektar des Gemeindegebietes waren landwirtschaftlich genutzt.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen:

  • eine Kindertageseinrichtung mit 75 genehmigten Plätzen und 58 Kindern und
  • die Grundschule Rieden mit acht Lehrkräften und 167 Schülern.[10]

Die zuständige Sprengelschule für die Mittelschüler ist seit Beginn des Schuljahres 2005/2006 in Ensdorf.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Rieden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Rieden in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 26. April 2021.
  3. Gemeinde Rieden, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 13. Dezember 2021.
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 419 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. Amtsblatt der Oberpfalz, aufgerufen am 1. September 2015
  6. Ergebnis Kommunalwahl 2020. OK.VOTE, 15. März 2020, abgerufen am 16. Mai 2020.
  7. Ergebnis Kommunalwahl 2020. OK.VOTE, 15. März 2020, abgerufen am 16. Mai 2020.
  8. Ergebnis Kommunalwahl 2020. OK.VOTE, 15. März 2020, abgerufen am 16. Mai 2020.
  9. Eintrag zum Wappen von Rieden (Oberpfalz) in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  10. AGrundschule Rieden in der Schuldatenbank des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, abgerufen am 31. Juli 2020.