Bahnstrecke Erbach–Fehl-Ritzhausen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Erbach–Fehl-Ritzhausen
Streckennummer (DB): 3732
Kursbuchstrecke (DB): 251e (1963)
Streckenlänge: 12 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Maximale Neigung: 17 
Bundesland (D): Rheinland-Pfalz
Betriebsstellen und Strecken[1]
BSicon STR.svgBSicon .svg
Oberwesterwaldbahn von Altenkirchen
BSicon BHF.svgBSicon .svg
0,0 Nistertal-Bad Marienberg 317 m
BSicon xABZlf.svgBSicon STRlg.svg
(ehem. Erbach)
BSicon exWBRÜCKE1.svgBSicon WBRÜCKE1.svg
Nister
BSicon xKRZo.svgBSicon STRrf.svg
Oberwesterwaldbahn nach Limburg
BSicon exWBRÜCKE.svgBSicon .svg
Nister, Viadukt
BSicon exBHF.svgBSicon .svg
4,1 Hardt Ww.
BSicon exBHF.svgBSicon .svg
5,9 Bad Marienberg ehem. Marienberg-Langenbach
BSicon exBHF.svgBSicon .svg
9,2 Großseifen
BSicon exABZlg.svgBSicon .svg
ehem. Westerwaldquerbahn von Montabaur
BSicon exBHF.svgBSicon .svg
12,0 Fehl-Ritzhausen
BSicon exSTR.svgBSicon .svg
ehem. Westerwaldquerbahn nach Herborn

Die Bahnstrecke Erbach–Fehl-Ritzhausen war eine eingleisige, nicht elektrifizierte Bahnstrecke in Rheinland-Pfalz. Die Bahnstrecke verband Erbach an der Bahnstrecke Limburg–Altenkirchen mit Fehl-Ritzhausen an der Westerwaldquerbahn. Die Bahnstrecke war vor allem wegen des großen Betonviadukts bei Erbach über die Nister bekannt.[2][3][4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kreisstadt Marienberg des abgelegenen Oberwesterwaldkreises besaß bis in die 1880er-Jahre keinen nahegelegenen Bahnhof. Erst mit der Eröffnung des zweiten Abschnitts der Bahnstrecke Limburg–Altenkirchen befand sich in der Nähe der Kreisstadt ein Bahnanschluss. Der Abschnitt von Fehl-Ritzhausen nach Marienberg wurde zusammen mit der Westerwaldquerbahn eröffnet.[5]

Viadukt über die Nister

Der Rest der Strecke war etwas schwieriger anzulegen. Aufgrund ungeeigneten Untergrunds bei Erbach konnte die Trasse nicht einfach östlich der Nister geführt werden, sondern musste am Westhang des Flusses gebaut werden. Neben der Kreuzung der Bahnstrecke Limburg–Altenkirchen wurde ein elfbogiges rund 300 m langes und circa 40 m hohes Betonviadukt, das damals größte des Deutschen Kaiserreichs,[4][6] in nur sechs Monaten Bauzeit über die Nister errichtet.[3] Am 31. August 1911 wurde die Bahnstrecke eröffnet.[2]

1957 wurde das Viadukt über die Nister umfassend saniert.[3][2]

Der Verkehr war recht rege, 1963 verkehrten werktags zehn Zugpaare, dazu jeweils ein Zug Erbach–Marienberg und Fehl-Ritzhausen– Marienberg, sonntags verkehrten neun Zugpaare. Zum Einsatz kamen Schienenbusse.

Am 26. September 1971 wurde der Personenverkehr auf der gesamten Strecke und der Güterverkehr zwischen Marienberg und Fehl-Ritzhausen eingestellt.[7] Am 1. Juli 1996 wurde der verbliebene Abschnitt, der bis zum Jahresende 1994[5] – wenn auch nur sporadisch – noch im Güterverkehr bedient wurde, stillgelegt.[8]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eisenbahnatlas Deutschland 2007/2008. 6. Auflage. Schweers+Wall, Aachen 2007, ISBN 978-3-89494-136-9.
  2. a b c http://genealogie.familie-denker.de Die grosse Brücke (abgerufen am 12. September 2011)
  3. a b c www.nistertal-westerwald.de Die Erbacher Brücke (pdf-Dokument; 77 kB) (abgerufen am 12. September 2011)
  4. a b www.eisenbahnarchiv-westerwald.de Die Westerwald-Querbahn (abgerufen am 12. September 2011)
  5. a b Kramer, Bordkorb: Abschied von der Schiene. Güterstrecken 1994 bis heute. Transpress, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-613-71333-8, S. 61
  6. verkehrsrelikte.uue.org Die Bauwerke (abgerufen am 12. September)
  7. www.westerwaelder-bahnen.net Erbach–Fehl-Ritzhausen (abgerufen am 12. September 2011)
  8. Liste der seit 1994 stillgelegten bundeseigenen Strecken im Land Rheinland-Pfalz. Eisenbahn-Bundesamt, 8. Juli 2013, abgerufen am 12. April 2016.