Bahnstrecke Lindthal–Altdöbern Süd

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Abzw Lindthal–Abzw Altdöbern Süd
Streckennummer (DB):6225
Streckenlänge:16,7 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Streckenklasse:C4
Stromsystem:15 kV 16,7 Hz ~
Strecke – geradeaus
von Falkenberg (Elster)
   
0,0 Abzw Lindthal nach Cottbus
   
6,8 Saadow-Rutzkau
Straßenbrücke
Bundesautobahn 13
   
16,7 Abzw Altdöbern Süd von Lübbenau
Strecke – geradeaus
nach Großräschen, Senftenberg

Die Bahnstrecke Lindthal–Altdöbern Süd ist eine eingleisige elektrifizierte Hauptbahn im Landkreis Oberspreewald-Lausitz des Landes Brandenburg. Die rund 17 Kilometer lange Strecke verbindet Finsterwalde an der Bahnstrecke Halle–Cottbus und Großräschen an der Bahnstrecke Lübbenau–Kamenz miteinander. Die eigentliche Strecke beginnt dabei an der Abzweigstelle Lindthal sieben Kilometer östlich von Finsterwalde und endet an der Abzweigstelle Altdöbern Süd rund fünf Kilometer nördlich von Großräschen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bahn wurde von der Deutschen Reichsbahn angelegt, um einen Fahrtrichtungswechsel in Calau, dem Kreuzungspunkt beider Strecken, zu vermeiden. Sie diente zunächst ausschließlich dem Güterverkehr.

Zwischen 1965 und 1973 wurde an einer Verlängerung der Strecke in östlicher Richtung gebaut. Im Falle der Ausweisung neuer Tagebaugebiete sollte die Bahnstrecke Halle–Cottbus im Abschnitt Finsterwalde–Calau–Cottbus dorthin verlegt werden. Es wurde jedoch nur ein Bahndamm und eine Brücke über die L 532 westlich von Altdöbern gebaut; die Verlängerung wurde nie fertiggestellt. Die Brücke soll aufgrund von Instabilität abgerissen werden (Stand 2014).[1]

Am 30. November 1989 wurde der elektrische Betrieb auf dem Abschnitt Falkenberg–Lindthal–Altdöbern Süd aufgenommen.

Seit 1992 gab es auf der Strecke auch Personenverkehr. Zunächst verkehrten einige Zugpaare zwischen Doberlug-Kirchhain und Senftenberg, ab 1995 im Zweistundentakt. Seit 1998 verkehrten ebenfalls alle zwei Stunden Regional-Express-Züge (Linie RE5, seit Mai 2006 RE3), die von Berlin aus kommend über Finsterwalde und Großräschen weiter nach Senftenberg fuhren. Im Zug der Kürzung der Regionalisierungsmittel wurde Ende 2006 die Verbindung vom Land Brandenburg abbestellt. Reisende werden seitdem auf die Verbindung von Großräschen über Lübbenau beziehungsweise auf eine Umsteigemöglichkeit von Finsterwalde in Doberlug-Kirchhain nach Berlin verwiesen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Uwe Hegewald: Neudöbern/Rettchensdorf: Stahlbetonbrücke steht vorm Abriss. 14. Februar 2014, abgerufen am 25. November 2014.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]