Balthasar Bebel

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Balthasar Bebel

Balthasar Bebel (auch: Boeblius, Bebelius; * 28 Oktober 1632 in Straßburg, getauft in der St Nicolaus Kirche, Sohn von Balthasar Bebel, Weissbeck u. Susanna Rheinthaler; † 2. Oktober 1686 in Wittenberg), war ein deutscher lutherischer Theologe.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bebel studierte an der Universität Leipzig, wo er den akademischen Grad eines Magisters erwarb. Am 20. April 1658 wechselte er an die Universität Wittenberg, wo er am 2. März 1659 Aufnahme als Adjunkt an der philosophischen Fakultät fand. 1661 kehrte er in seine Geburtsstadt Straßburg zurück, wo er Prediger am Straßburger Münster wurde. An der Universität Straßburg war er zunächst Professor der Antiquitäten und wurde 1662 nach der Promotion zum Doktor der Theologie Professor an der theologischen Fakultät. Er schlug viele Angebote zur Besetzung anderer Lehrstellen aus. Am 18. Februar 1662 heiratete er im Straßburger Münster, Salome Thürmann, geboren den 11. Januar 1646 zu Gries, Amt Brumath, Grafschaft Hanau-Lichtenberg, Tochter von Andreas Thürmann, Pfarrer zu Geudertheim, und Anna Barbara Dannhauer.

Erst als man ihm am 20. April 1685 in Wittenberg die Nachfolge des damals bedeutendsten lutherisch orthodoxen Theologen Abraham Calov offerierte, nahm er diese an und begann am 29. September seinen Dienst als Oberpfarrer an der Wittenberger Stadtkirche, Professor der Theologie und Generalsuperintendent des sächsischen Kurkreises aufzunehmen. Diese Tätigkeit konnte er jedoch nicht lange ausführen, da er bereits am 2. Oktober bei einer Predigt in der Stadtkirche einen Schlaganfall erlitt.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Polemosophia victrix contra Walenburgios
  • De Remoonstrantium Scepticismo
  • Historia Ecclesiae antediluvianae
  • Historia Ecclesiae in tribusprioribus seculis
  • Antiquitates Ecclesiaticae Seculi 4. Antiquitates Germaniae primae
  • Antiquitates Evangelicae & Iudaicae
  • Pippingis memoriae Theologorum
  • Witte diarium

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]