Barbara Streil

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Barbara Streil (2. v. rechts) mit dem Asasello Quartett im Jahre 2010

Barbara Streil, geb. Kuster (* 1977 in Basel) ist eine deutsch-schweizerische Violinistin sowie Dozentin für Violine, Gesang und Inszenierung am Kammermusikzentrum NRW. Weiterhin ist sie Gründungsmitglied und 2. Violine des Asasello Quartetts.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits im Alter von 6 Jahren erhielt sie Unterricht an der Musikakademie Basel für Violinunterricht, Chor und Orchester. Schon im Alter von 11 Jahren, 1988 sang Barbara Streil die Hauptrolle des „Pollicino“ in der gleichnamigen Oper von Hans Werner Henze am Stadttheater Basel.[1][2]

Von 1992 bis 1993 war sie Schülerin an der „Interlochen Arts Academy“ in Michigan, USA. Nach Abschluss der Matura in der Schweiz studierte Barbara Streil Violine an der Musikhochschule Basel bei Adelina Oprean bis sie 2000 mit dem Lehrdiplom mit Kammermusikalischem Schwerpunkt dieses Studium abschloss. Während des Studiums war Streil Konzertmeisterin eines Jugendorchesters in Freiburg und als Assistentin im British Youth Summer Music Course in England und trat solistisch in England, Deutschland und der Schweiz auf.

Kammermusikalische Kurse besuchte Barbara Streil bei Walter Levin und Hatto Beyerle. Es folgten Kurse und Lehrzeiten bei Dominik Stark, Gérard Wyss, Jürg Wyttenbach und Hansheinz Schneeberger. Nach dem Diplom war sie Stipendiatin der Novartis International AG und studierte von 2000 bis 2001 an der Cité Internationale des Arts in Paris.

2000 war sie Gründungsmitglied des europäischen Asasello Quartetts, welches in der Kammermusikklasse von Walter Levin in Basel gegründet wurde.

2002 wurde Barbara Streil Preisträgerin des „Förderpreis Orpheus Konzerte 2003“ zusammen mit Rostislav Kojevnikov, später folgte ein 1. Preis am 7. Internationalen Kammermusik-Wettbewerb für Neue Musik in Krakau und einen 3. Preis beim Kammermusikwettbewerb „Erst-Klassik“ in Berlin.

Im Jahre 2004 nahm sie unter Pierre Boulez an der Lucerne Festival Academy teil.

Mit dem Asasello Quartett erspielte Barbara Streil im März 2003 beim Kammermusikwettbewerb des Migros Kulturprozentes einen 1. Preis. Gleichzeitig begann das Quartett ein Studium an der Hochschule für Musik Köln, wo es mit dem Alban Berg Quartett und Prof. David Smeyers arbeitete. Nach Beendigung des Studiums ist das Asasello Quartett, dessen 2. Violinistin Barbara Streil ist, von Köln aus tätig. Mit dem Asasello Quartett tritt Streil weltweit auf.[3]

Seit 2014 ist Barbara Streil Dozentin für Violine und Gesang am Kammermusikzentrum NRW. Mit Aischa-Lina Löbbert (Schauspielerische Leitung) und Laura Remmler (Regie) erfand und etablierte sie das Konzept der ,,P E R F O R Musik'' und wirkt als Dozentin des Ensembles Familie McHammergeil, mit dem sie bereits mehrere Produktionen auf die Bühne brachte.[4] Weiterhin ist Barbara Streil Dozentin des Doron-Quartetts, welches als Streichquartett Teil der Förderung des KMZ NRW ist.[5]

Dozentin für Violine ist Streil unter anderem auch bei den Kölner Streicherwochen.[6]

Privat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Barbara Streil ist seit Dezember 2016 verheiratet und lebt mit ihrer Familie in der Kölner Südstadt.[7]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Preisträgerin des „Förderpreis Orpheus Konzerte 2003“ (2002)
  • 1. Preis beim 7. Internationalen Kammermusik-Wettbewerb für Neue Musik in Krakau (2003)
  • 3. Preis beim Kammermusikwettbewerb „Erst-Klassik“ in Berlin (2003)
  • 1. Preis beim Kammermusikwettbewerb des Migros Kulturprozentes (mit dem Asasello Quartett) (2003)
  • Förderpreis am 7. Internationalen Kammermusikwettbewerb in Bubenreuth (mit dem Asasello Quartett) (2001)
  • 1. Preis beim Wettbewerb des Migros-Kulturprozentes, Zürich (mit dem Asasello Quartett) (2003)
  • Anerkennungspreis der Rentsch Stiftung (mit dem Asasello Quartett) (2003)
  • 2. Preis am Hochschulwettbewerb deutscher Hochschulen(mit dem Asasello Quartett) (2004)
  • Stipendium der Dörkens Stiftung (mit dem Asasello Quartett) (2007)
  • Internationaler Kammermusikwettbewerb Hamburg (mit dem Asasello Quartett) (2009)
  • Musikpreis des Verbandes der Deutschen Konzertdirektionen (mit dem Asasello Quartett) (2010)[8]

Zitat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Man muss kein fertig ausgebildeter Musiker sein, um Quartett spielen zu „dürfen“. Das ist eine - mit Verlaub - altmodische Vorstellung. Mit vernunftbegabten, grundsätzlich musikalischen Menschen ist doch sofort riesiges „Musikpotential“ da. Ich glaube einfach, dass im pädagogischen Bereich Kammermusik noch so viel herauszuholen ist jenseits von der Retorten-Streichquartett-Zucht und einem völlig irrwitzigen Perfektionswahn.“[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Barbara Streil - Mouvoir. Abgerufen am 25. Februar 2017 (englisch).
  2. Kursangebot | Landesmusikakademie NRW. Abgerufen am 25. Februar 2017 (deutsch).
  3. Davos Festival - Young artists in concert. Abgerufen am 25. Februar 2017.
  4. Barbara Overbeck: Teufelspack mit der PERFORMusik-Gruppe. 12. September 2018, abgerufen am 6. Oktober 2018.
  5. Verein zur Förderung von Landesjugendensembles - Ensembles. Abgerufen am 25. Februar 2017.
  6. Dozenten. Abgerufen am 25. Februar 2017.
  7. „Das Leben ist nicht eingetütet!“ (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 26. Februar 2017; abgerufen am 25. Februar 2017. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.meinesuedstadt.de
  8. Kursangebot | Landesmusikakademie NRW. Abgerufen am 25. Februar 2017 (deutsch).
  9. Verein zur Förderung von Landesjugendensembles - „Alles ist neu und möglich“: Ein Interview mit Barbara Kuster, Dozentin im Kammermusikzentrum. Abgerufen am 25. Februar 2017.