Bascetta-Stern

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ein aus weißen Notizzetteln gefalteter Bascetta-Stern

Als Bascetta-Stern bezeichnet man eine bestimmte Form eines Weihnachtssterns, welcher als modulares Origami aufgebaut ist. Benannt ist der Stern nach dem italienischen Mathematiker Paolo Bascetta[1], der ihn erdachte.

Form[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Bascetta-Stern wird durch ein Ikosaeder gebildet, das zu den fünf platonischen Körpern gehört.[2] Über jeder seiner 20 Flächen erhebt sich jeweils eine dreiseitige Pyramide. Der so entstandene geometrische Körper wird als Ikosaederstern bezeichnet. Somit hat der Stern 20 Zacken. Um ihn zu bauen, benötigt man 30 gleich große, quadratische Blätter Papier. Diese werden alle identisch gefaltet und schließlich zum Stern zusammengesetzt. Es sind dafür weder Schere noch Klebstoff notwendig, der fertige Stern ist aufgrund der Haftreibung zwischen den Papierflächen von selbst äußerst stabil.[3]

Variationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt zahlreiche Varianten des Sterns, die sich nicht nur auf verschiedene Größen beschränken. So kann man durch verschiedenfarbige Papierbögen oder transparentes Papier beeindruckende Effekte erzielen. Auch kann man das fertige Origami z. B. in Wachs tauchen, um es noch stabiler zu machen.

Eigentlich lassen sich mit den modularen Teilen für den Bascettastern alle Sterne herstellen, die auf den platonischen und archimedischen Körpern beruhen, nicht nur Ikosaedersterne. Die Anzahl der Kanten entspricht dann der Anzahl der zu faltenden Teile und die Anzahl der Seiten der Anzahl der Spitzen des fertigen Sterns. Darüber hinaus sind auch viele weitere Varianten des Sterns durch anderes Zusammenstecken der Teile möglich.

Verwechslung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bascetta-Sterne werden oft auch als Aurelio-Sterne bezeichnet. Ein „Aurelio-Stern“ ist aber ein ähnlicher, ebenfalls auf einem Ikosaeder beruhender Stern, bei dem die 30 Blätter wegen einer anderen Falttechnik steilere Spitzen und glatte Flächen bilden.[4]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Paolo Bascetta und Y. Roger Weber: Bascettas ORIGAMI STERN: 3D Stern aus Papier, Nice Papers Q-Verlag, 2007, ISBN 978-3-938127-07-0
  • Ingrid Moras: Wunderschöne Bascetta-Sterne, Christophorus-Verlag, 2011, ISBN 978-3-8388-3239-5

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Biografia di Paolo Bascetta
  2. Christa Hofer: Die Mathematik des Weihnachtssterns: Der Ikosaeder, einer der fünf platonischen Körper ist Basis für eine besondere Form des Weihnachtssterns: den Bascetta-Stern, den ein italienischer Mathematiker erfunden hat. In Wissenswert: Magazin der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, 10. Dezember 2013, S. 4, abgerufen am 12. Dezember 2013
  3. Christa Hofer: Die Mathematik des Weihnachtssterns: Der Ikosaeder, einer der fünf platonischen Körper ist Basis für eine besondere Form des Weihnachtssterns: den Bascetta-Stern, den ein italienischer Mathematiker erfunden hat. In Wissenswert: Magazin der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, 10. Dezember 2013, S. 4–5, abgerufen am 12. Dezember 2013
  4. Inge Schubert: Sterne für Weihnachten: So falten Sie einen Aureliostern. In: Gestalten und Dekorieren. (online: Teil 1: Falten, Teil 2: Zusammenfügen, abgerufen am 13. Dezember 2013)