Basil A. Pruitt

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Basil Arthur Pruitt Junior (* 21. August 1930 in Nyack, New York) ist ein US-amerikanischer Chirurg (Traumatologie), der sich insbesondere mit der Behandlung von Verbrennungen befasste.

Pruitt studierte Medizin an der Harvard University (Bachelor 1952) und machte 1957 an der Tufts University seinen M. D. Abschluss. Danach erhielt er seine Facharztausbildung als Chirurg (Residency) in Boston. 1959 wurde er im Rahmen des Berry Plans[1] in die US Armee eingezogen an das US Army Institute of Surgical Research (ISR) in San Antonio (Fort Sam Houston). Seine Facharzt-Ausbildung (Residency) vollendete er 1964 am Brooke Army Medical Center in San Antonio (dem Zentrum für Verbrennungen der US Armee). Ab 1964 war er bis zu seiner Pensionierung 1995 im US Army Medical Corps am ISR, wo er 27 Jahre lang Direktor und kommandierender Offizier (im Rang eines Colonel) war. Nach seiner Zeit in der Armee, bei der er auch in Vietnam ein Jahr als Chirurg bei Kampfeinheiten Dienst tat, und zahlreiche Verbrennungen behandelte, ging er als Professor ans University of Texas Health Center in San Antonio. Er unterrichtete auch an der Uniformed Services University of the Health Sciences in Bethesda.

Pruitt war in seiner Zeit bei der US Armee an wichtigen Verbesserungen in der Behandlung von Verbrennungsopfern beteiligt, zum Beispiel 1966 bei der Einführung einer antiseptischen Brandsalbe (Mafenid), die die Überlebensaussichten von Patienten mit großflächigen Verbrennungen insbesondere aufgrund ihrer Wirkung gegen Pseudomonas Infektionen erheblich erhöhte.[2]

Er ist Herausgeber des Journal of Trauma und verfasste über 440 wissenschaftliche Aufsätze als Autor und Ko-Autor.

2008 erhielt er den König-Faisal-Preis für Medizin mit Donald Trunkey. Er war Präsident der Shock Society.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit W. Scott McDougle, C. Lawrence Slade Manual of Burns, Springer 1978
  • mit Curtis P. Artz, John A. Moncrief (Herausgeber) Burns - a team approach, Saunders, Philadelphia 1979
  • mit Roger E. Salisbury Burns of the upper extremity, Saunders 1976

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vom Sekretär im Gesundheitsministerium Frank Berry während des Koreakriegs ins Leben gerufen. Danach wurden damals viele Ärzte nach der Internship eingezogen, konnten währenddessen aber ihre Facharztausbildung (Residency) fortsetzen
  2. John A. Moncrieff, Robert Lindberg, Walter Switzer, Pruitt The use of a topical sulfonamide in the control of burn wound sepsis. In: The Journal of Trauma, Band 6, 1966, S.407-419