Berberis chilensis

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Berberis chilensis
Berberis chilensis.jpg

Berberis chilensis

Systematik
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Eudikotyledonen
Ordnung: Hahnenfußartige (Ranunculales)
Familie: Berberitzengewächse (Berberidaceae)
Gattung: Berberitzen (Berberis)
Art: Berberis chilensis
Wissenschaftlicher Name
Berberis chilensis
Gillies ex Hook. & Arn.

Berberis chilensis ist eine Pflanzenart aus der Familie der Berberitzengewächse (Berberidaceae). Sie stammt aus Chile.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berberis chilensis wächst als Strauch und erreicht Wuchshöhen von bis zu zwei Meter. Die Rinde junger Zweige ist glatt und rötlich-braun, manchmal blaugrün gefärbt; mit zunehmendem Alter wird sie grau und weist dann mehr oder weniger faserig. Die Dornen sind ein- bis dreiteilig, die Dornäste zwischen 0,5 und 5,5 Zentimeter lang.

Die 0,5 bis 5 Zentimeter langen und 0,7 bis 2,5 Zentimeter breiten Laubblätter sind elliptisch bis eiförmig-lanzettlich geformt und entweder der Länge nach gewölbt. Die nach oben gerichteten oder flach mit nach unten umgebogenen Blattränder weisen für gewöhnlich ein bis fünf dornspitze Zähne auf. Der Blattstiel ist bis zu 8 Millimeter lang.

Der traubige Blütenstand ist 1 bis 5 Zentimeter lang und setzt sich aus 10 bis 30 Blüten zusammen. Die zitronengelben, 3 bis 5 Millimeter langen Blüten enthalten 11 bis 14 Blütenhüllblätter und die Blütenstiele sind 3 bis 5 Millimeter lang. Die kugelförmigen Früchte sind 5 bis 7 Millimeter lang, weisen einen 1 bis 2 Millimeter langen Griffel auf und enthalten ein bis drei Samen, die 4 bis 5 Millimeter lang werden.

Volksnamen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Chile wird diese Pflanzenart michay, richa, palo amarillo oder espino maulino genannt.

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Beschreibung der Art wurde 1832 von John Gillies in William Jackson Hookers und George Arnott Walker Arnotts Bot. Misc. 3:135 veröffentlicht.

Varietäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landrum unterscheidet zwei Varietäten von Berberis chilensis:

  • Berberis chilensis var. chilensis
Diese Varietät weist gebogene Blätter mit nach oben gerichteten Blatträndern auf; die Ränder selbst sind nicht umgebogen. Die Zähne am Blattrand sind 2 bis 7 Millimeter lang, die Dornen sind 1 bis 5,5 Zentimeter lang. Die Pflanzen dieser Varietät blühen im September und Oktober und fruchten von November bis März. Diese Varietät ist in Chile ein Endemit von der Región de Coquimbo bis zur Región de la Araucanía. Sie wächst dort in Höhenlagen zwischen 370 und 1600 m NN.
  • Berberis chilensis var. brachybotria (Gay) Landrum
Diese Varietät weist nahezu flache Blätter mit leicht nach unten umgebogenen Blatträndern auf. Die dornspitzen Zähne am Blattrand sind 1 bis 2 Millimeter lang. Die Dornen sind 1 bis 2,5 Zentimeter lang. Die Pflanzen dieser Varietät blühen von August bis September und fruchten von Oktober bis Januar. Diese Varietät ist in Chile ein Endemit in den Küsten-Kordilleren und an der Küste der Región de Coquimbo bis zur Provinz Colchagua.

Synonyme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für diese Art und ihre Varietäten sind viele Synonyme bekannt:

  • Berberis brachybotrys Gay
  • Berberis brachybotria Gay
  • Berberis brachybotria var. brevispina {{Person|[[Karl Friedrich Reiche|Reiche]}}]
  • Berberis chilensis var. diffusa (Gay) Reiche
  • Berberis chilensis var. ferox (Gay) Reiche
  • Berberis diffusa Gay
  • Berberis ferox Gay: Die Beschreibung der Art wurde 1832 von John Gillies in William Jackson Hookers und George Arnott Walker Arnotts Bot. Misc. 3:135 veröffentlicht.
  • Berberis fragrans Phil. ex Reiche
  • Berberis gayi K.Koch

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Leslie R. Landrum: Revision of Berberis (Berberidaceae) in Chile and Adjacent Southern Argentina. In: Annals of the Missouri Botanical Garden. Band 86, Nr. 4, 1999.
  • Leslie R. Landrum: Berberidaceae. In: Flora de Chile. Vol. 2 (2), 2003.