Bergkirchli

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Das Bergkirchli ist die älteste Kirche im Bündner Kurort Arosa und gleichzeitig dessen ältestes noch erhaltenes Bauwerk. Es liegt in Innerarosa am Weg zwischen dem Schanfigger Heimatmuseum und dem Tschuggen, unmittelbar bei der Talstation der Sesselbahn Carmenna auf 1900 m ü. M.

Geschichte und Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bergkirchli wurde 1493 fertiggestellt und diente nach Annahme der Reformation in Arosa ab 1530 der reformierten Kirchgemeinde als Predigtkirche. Heute finden darin in der Sommer- und Wintersaison Kurkonzerte statt. Im religiösen Gebrauch steht die Kirche für Beerdigungen und Hochzeitsfeiern, zudem für Kurzgottesdienste an hohen Feiertagen. Die Sonntagsgottesdienste finden seit 1909 vornehmlich in der Dorfkirche statt.

Im Jahr 1762 wurde in das Kirchlein eine Hausorgel eingebaut, die auf 1730 datiert und vier Register umfasst. 1974 und 1997 erfolgten zwei Restaurierungen.

Kirchliche Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arosa bildet mit dem Bergkirchli als einer Predigtstätte eine eigenständige Kirchgemeinde innerhalb der evangelisch-reformierten Landeskirche Graubünden. Dort gehört es zum Kolloquium VI Schanfigg-Churwalden.

Varia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Modell des Bergkirchli im Massstab 1:25 steht bei Swissminiatur in Melide (Ausstellungsnummer 13). Auf der Lenzerheide gibt es eine evangelische Kirche, die im Volksmund bisweilen auch Bergkirchli genannt wird.

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Reinhard Kramm (Hrsg.): Mein Bergkirchli – 500 Jahre Kirche Innerarosa, Arosa 1993.
  • Beat Fischer: 500 Jahre Bergkirchli Arosa (mit vielen Hinweisen zur Ortsgeschichte), Eigenverlag Beat Fischer, Chur 1992.
  • J.B. Casty: Arosa – Aus der Heimatkunde des weltbekannten Kurortes, Verlag Kur- und Verkehrsverein Arosa, Arosa 1959/60, S. 89–93.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bergkirchli Arosa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fritz Maron: Vom Bergbauerndorf zum Weltkurort Arosa, Verlag F. Schuler, Chur 1934, S. 260 ff.
  • Robert Just: Die Gemeinde Arosa, Arosa 1908.

Koordinaten: 46° 46′ 29,4″ N, 9° 39′ 34,9″ O; CH1903: 769613 / 182808