Dorfkirche Arosa

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Dorfkirche Arosa, Nord- und Westfassade

Die Dorfkirche in Arosa ist ein evangelisch-reformiertes Gotteshaus im Schweizer Kanton Graubünden. Sie steht auf dem Hubel ("Piz Erika") an der Poststrasse zwischen dem historischen Inner- und dem modernen Ausser-Arosa.

Geschichte und Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dorfkirche löste 1909 nach zweijähriger Bauzeit das Bergkirchli als Gottesdienststätte ab und dokumentiert, zusammen mit der 1908 entstandenen Englischen Kirche und der Katholischen Kirche von 1907, Arosas Wandel innerhalb weniger Jahrzehnte vom Bauerndorf zum Weltkurort.

Sie ist im Jugendstil errichtet und steht unter Denkmalschutz [1]. 1969 erfuhr sie eine Innenrenovation, bei der der Kirchenraum aufgehellt und eine neue Orgel (3 Manuale, 33 Register) installiert wurde. Anstelle des ansonsten im reformierten Teil Graubündens üblichen zentralen Taufsteins steht ein aus Holz gefertigter Abendmahlstisch.

Die Dorfkirche ist zentraler Veranstaltungsort für Konzerte und Vorträge des Kulturkreises Arosa. Sie kann gut 300 Besucher aufnehmen und ist damit das grösste kirchliche Bauwerk im Schanfigg. Im Jahr 2007 war sie Gastgeberin der Bündner Synode, nach 1910, 1935 und 1977 zum vierten Mal.

An die Kirche angebaut sind das Kirchgemeindehaus und die Pfarrwohnung.

Kirchliche Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arosa bildet eine eigenständige Kirchgemeinde innerhalb der evangelisch-reformierten Landeskirche Graubünden und gehört dort zum Kolloquium VI Schanfigg-Churwalden.

Varia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 2. März 2013 fand in der Dorfkirche Arosa die Trauung von Dressurreiterin Laura Bechtolsheimer und Polospieler Mark Tomlinson statt. Unter den zahlreich geladenen Hochzeitsgästen befanden sich unter anderem Catherine, Duchess of Cambridge, William, Duke of Cambridge sowie Harry of Wales.[2]

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dorfkirche Arosa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Olivier Berger: Weltarchitektur unter Ausschluss der Welt, in: Terra Grischuna 1/2011, S. 28 ff.
  • Hans Danuser: Arosa - wie es damals war (1907-1928), Bd. 2, Eigenverlag Danuser, Arosa 1998, S. 9-13.
  • Fritz Maron: Vom Bergbauerndorf zum Weltkurort Arosa, Verlag F. Schuler, Chur 1934, S. 260-262.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Dorfkirche bei GraubündenKultur
  2. Britische Royals verbringen Weekend in Arosa

Koordinaten: 46° 46′ 38″ N, 9° 40′ 32″ O; CH1903: 770814 / 183113