Bermuda Triangle – Alien Encounter

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Bermuda Triangle – Alien Encounter
Blick auf Bermuda Triangle – Alien Encounter

Blick auf Bermuda Triangle – Alien Encounter

Daten
Freizeitpark Movie Park Germany
Ort Bottrop-Kirchhellen
Typ Spillwater
Antriebsart Kettenlift
Hersteller Intamin
Eröffnung 1996
Höhe 10 m
Fahrzeit ca. 7 min
Boote 13
Sitzreihen 4
Sitzplätze 3
Kapazität max. 800 Personen pro Stunde
Elemente 2 Schussfahrten, Drehplattform
Themenbereich Hollywood Street Set
Thematisierung Bermudadreieck, Science-Fiction

Bermuda Triangle – Alien Encounter (dt. etwa „Bermudadreieck – Begegnung mit Außerirdischen“) ist ein Fahrgeschäft des Herstellers Intamin im Movie Park Germany. Es befindet sich in einer Halle, die jedoch nicht sichtbar ist, da ein künstlicher Vulkan die Front verdeckt. Während der Fahrt gibt es viele Spezialeffekte, die zur Zeit der Eröffnung äußerst bemerkenswert waren. Wie bei vielen anderen Darkrides sind die zeitlichen Abstände zwischen den Booten sowie der Streckenverlauf so angepasst, dass kein Blickkontakt möglich ist.

Die Fahrt ist thematisch an das Bermudadreieck angelehnt, in dem nach Seefahrergeschichten immer wieder Schiffe und Flugzeuge spurlos verschwunden sind.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im damaligen Warner Bros. Movie World war die Attraktion seit Eröffnung des Parks in Betrieb. Da Warner ebenfalls an der Gold Coast in Australien einen Themenpark besaß, die Sea World, entschied man sich zur Kostensenkung die Attraktion in beiden Parks zu bauen, sodass zwei annähernd identische Attraktionen entstanden. Es wurden jedoch nicht die völlig verschiedenen klimatischen Verhältnisse bedacht, was sich durch das Abbröckeln der Fassade des Vulkans im deutschen Park negativ bemerkbar machte. Im Rahmen der Übernahme des Parks 2004 von Six Flags durch Star Parks wurde die Attraktion von Das Bermuda Dreieck in Bermuda Triangle – Alien Encounter umbenannt. Da Warner mit den Spezialeffekten damals Neuland betrat, waren diese noch nicht ausreichend erprobt und funktionierten deshalb lange Zeit nicht mehr. Erst mit der Übernahme des Parks von Parques Reunidos wurden viele von ihnen wieder repariert.

In der Saison 2006 wurde die marode rot-braune Fassade des Vulkans saniert. Sie wurde durch eine graue mit angedeuteten orangen Lavaflüssen ersetzt.

Im Oktober 2010 wurde aufgrund fortlaufender technischer Probleme das Fahrgeschäft in Australien abgerissen.

Im Zuge der Bauarbeiten an der Achterbahn Star Trek: Operation Enterprise wurde in der Winterpause 2015/16 der dritte Deko-Vulkan, Teile des Bambus im Wartebereich und die Vulkanthematisierung am Filmmuseum entfernt.

Seit Beginn dieser Bauarbeiten wird Bermuda Triangle – Alien Encounter des Öfteren mit verminderter Kapazität betrieben. Dabei wird das Fahrgeschäft nur noch mit bis zu sechs Booten betrieben. Dies kann – vor allem an warmen Sommertagen – zu sehr langen Wartezeiten führen.

Boote[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bermuda Triangle – Alien Encounter verfügt über 13 Boote mit vier Sitzreihen für je drei Personen. Als Rückhaltesystem kommen Schoßbügel zum Einsatz, welche sich über die ganze Sitzreihe erstrecken. Die Boote tragen den Schriftzug „Research Probe“ (dt. „Forschungssonde“) gefolgt von der Wagennummer (1–13). Jedes Boot wird von je vier Laufrollen an der Unterseite und vier seitlichen Rollen im Kanal geführt. Inzwischen werden auch mehrere (umgebaute) Boote aus der Attraktion "Ice Age Adventure" als zusätzliche Kapazität verwendet.

Da die Boote über keinen Ablauf verfügen, müssen Parkmitarbeiter in regelmäßigen Abständen mit Hilfe eines Nass-Staubsaugers das gesammelte Spritzwasser entfernen.

Verlauf der Fahrt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Szene aus dem baugleichen Fahrgeschäft im Sea World Australien

Nach Verlassen des Bootes der Rundladestation nähert es sich durch eine nach rechts gerichtete S-Kurve dem ersten Kettenlift, der in den Vulkan führt. Vor diesem Lift ist eine Vorrichtung angebracht, die das Boot kurzzeitig anhält, um so den festgelegten zeitlichen Abstand zum vorherigen Boot sicherzustellen. Nach Passieren dieser Vorrichtung wird es zuerst von einem Förderband, dann von einem Kettenlift mit Rücklaufsicherung ins Innere des Vulkans gezogen. Nach der Schussfahrt auf der weitaus nasseren der beiden Abfahrten befinden sich die Passagiere zunächst im Dunkeln. Nach einer Rechtskurve steuert das Boot auf einen Laser zu. Nun folgt die Durchfahrt einer Kulisse mit zahlreichen Animatronics von Außerirdischen bzw. den von ihnen gebauten Robotern, die blinkende und hohe Töne von sich gebende technische Geräte bedienen. Nach Durchfahrt der Szenerien wird das Boot wieder von einem Band aufgenommen und in einen Raum mit Drehplattform und Außerirdischen gefahren. Die Tür, durch die das Boot in den Raum herein gefahren ist, schließt sich, sodass es für die Fahrgäste den Anschein hat, sie wären gefangen. Der Vulkan beginnt zu beben und auf einem Bildschirm ist ein Vulkanausbruch zu sehen. Das Boot wird um 90° mit dem Uhrzeigersinn gedreht und fährt rückwärts durch eine sich öffnende Tür. Nun schwappt Wasser von links und rechts dem Boot entgegen und seitlich stehende Säulen kippen um. Nach einigen Metern wird das Boot wieder gedreht und vom letzten Kettenlift aufgenommen. Es wird unter Einwirken von dichtem Wasserdampf, der zusätzlich durch Rotlichtlampen erwärmt wird, an die Spitze des Lifts gezogen und fährt anschließend die von außen sichtbare Abfahrt hinunter, an deren Ende das Fahrtfoto aufgenommen wird. Anschließend fährt das Boot wieder zur Station zurück.

Spezialeffekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Nach der ersten Schussfahrt fährt das Boot auf einen grünen Laser zu, welcher einen Kegel in Richtung der Fahrgäste projiziert.
  • Am Anfang der Durchfahrt durch die Szenerie gleitet ein Flugzeug entlang einer Schiene über die Fahrstrecke hinweg.
  • Ein Ufo wird scheinbar „weggebeamt“, realisiert durch die Pepper’s ghost-Illusion.
  • Während der Rückwärtsfahrt vor der letzten Schussfahrt scheint der Vulkan zu beben und auszubrechen, deutlich gemacht durch einbrechendes Wasser und einstürzende Säulen.
  • Auf der letzten Abfahrt wird das Boot in dichten Wasserdampf gehüllt. Der Dampf wird im hinteren Teil der Halle in einem Dampfkessel erzeugt und mittels Leitungen zum Lifthill geleitet, wo er dann deutlich abgekühlt wieder austritt.[1]
  • Gelegentlich bricht der Vulkan bei einem herausfahrenden Boot aus. Realisiert wird dies mit einem Grollen aus den zahlreichen Lautsprechern in der Fassade, dem Wasserdampf auf der letzten Abfahrt und einer Gasflamme am obersten Teil des Vulkans.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Nebelmacher. Movie Park Backstage-Blog, 3. September 2012, abgerufen am 11. November 2012 (deutsch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 51° 37′ 20,3″ N, 6° 58′ 22,5″ O