Bernd Mannhardt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Bernd Mannhardt

Bernd Mannhardt (* 30. Juni 1961 in Berlin) ist ein deutscher Schriftsteller.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Mittleren Reife machte Bernd Mannhardt erst eine kaufmännische Lehre im Einzelhandel, dann eine Erzieher-Ausbildung. Er arbeitete in einem Berliner Haus der Jugend, war ebendort in der Kulturarbeit tätig und zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit. Letzteres wurde sein Arbeitsschwerpunkt, den er mit einem Abendstudium zum staatlich geprüften Kommunikationswirt sowie einem Fernstudium zum Journalisten fachlich vertiefte.

Schon neben seiner Tätigkeit in der Kulturarbeit veröffentlichte Bernd Mannhardt Fachartikel zur Praxis der Öffentlichkeitsarbeit für ein Loseblattwerk der Haufe-Gruppe, schrieb Reportagen und Rezensionen für das Berliner Stadtmagazin Zitty und verfasste Sendungsmanuskripte für das Radio-Feature des Deutschlandradio Kultur.

Des Weiteren schrieb Bernd Mannhardt in den 1980ern satirische Lieder sowie Kabaretttexte und trug diese u. a. in Bühnen-Rahmenprogrammen solo zur Akustikgitarre, aber auch als Duo entweder mit den Berliner Kabarettisten Michael Z., Beppo Pohlmann (ehem. Gebrüder Blattschuss) oder dem damaligen Gitarristen und heutigen Komponisten und Tonstudio-Inhaber Martin Anding, vor. Anding und Mannhardt gründeten zur selben Zeit das Song-Projekt Mutters Kinder. Die hergestellten Demo-Aufnahmen mit deutschsprachigen Popsongs fanden keinen professionellen Produzenten und wurden folglich nicht veröffentlicht.

Bernd Mannhardts erste literarische Arbeit, ein Einakter, wurde 1987 in einer Stücke-Anthologie veröffentlicht. 2015 erschien sein Roman-Debüt „Schlussakkord. Ein Moabit-Krimi“ beim Berliner be.bra verlag.[1] Daraus entwickelte sich ein Reihentitel um den „Kommissar Hans-Joachim Freisal“. Neben den Freisal-Romanen schreibt Bernd Mannhardt schwarzhumorige Kurzgeschichten, die 2014 als Textsammlung beim Schardt-Verlag, Oldenburg, herausgekommen sind.[2] Zudem ist Bernd Mannhardt seit 2011 als Selfpublisher aktiv und veröffentlicht E-Books und Taschenbücher über Book On Demand bei epubli.[3]

Bernd Mannhardt ist seit 2013 Mitglied im Syndikat, der Autorenvereinigung deutschsprachiger Kriminalliteratur[4], sowie seit 2017 Mitglied im VS, dem Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller[5]. Seit 2014 präsentiert er seine Werke regelmäßig auf dem Krimifestival Berliner Krimimarathon sowie eigenen Autorenlesungen.

Bernd Mannhardt lebt in Berlin-Tegel.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Romane
  • Freisal-Roman Schlussakkord. Ein Moabit-Krimi. Berlin-Krimi-Verlag, be.bra-verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-89809-538-9.
  • Kriminalsatire Tide, Tat & Tod. Eine Genre-Pesiflage. Schardt-Verlag, Oldenburg 2015, ISBN 978-3-89841-811-9.
  • Freisal-Roman Keimzeit. Ein Moabit-Krimi. Berlin-Krimi-Verlag, be.bra-verlag, Berlin 2016, ISBN 978-3-89809-524-2.
  • Freisal-Roman Giftzwerg. Kriminalroman. Berlin-Krimi-Verlag im be.bra-verlag, Berlin 2017, ISBN 978-3-89809-548-8.
Kurzgeschichten
  • Anthologie (Hrsg.) Mordskohl. Kurzkrimis zu Ehren der Dithmarscher Kohltage. Schardt-Verlag, Oldenburg 2013, ISBN 978-3-89841-681-8.
  • Sammlung Du kommst mir gerade richtig! Mordsfidele Geschichten für quietschvergnügte Leser. Schardt-Verlag, Oldenburg 2014, ISBN 978-3-89841-744-0.
  • E-Book Der Nylonstrumpfmachinenführer. BookRix, München 2016, ISBN 978-3-7396-7970-9.
Theaterstücke
  • Wahnsinn eines Liebenden. in der Anthologie „Stücke für zwei Personen“, Martina Waller (Hrsg.), Grafenstein Verlag, München 1987, ISBN 978-3-924322-10-6
  • Ich und Spitzweg oder umgekehrt. Poeten-Posse. GARN-Theater, Uraufführung in der Inszenierung und Darstellung von Ulrich Radoy, Berlin, 1994
  • Wahnsinn eines Liebenden. Theater an der Rott, Inszenierung: Peter Nüesch. Darsteller: Gerrit Krause, Uraufführung Eggenfelden, 2007
  • Spielverderber. Sechs böse Stücke. Sammlung, epubli, Berlin, 2011, ISBN 978-3-8442-0826-9.
Hörspiele
  • Solowetz oder: Warte, warte nur ein Weilchen. Westdeutscher Rundfunk Köln Sprecher: Volker Niederfahrenhorst, Günter Dybus | Regie: Josef Walimann. Produktion: WDR | Ursendung: 1991
  • Liesbeth ist tot. Sprecher: Uwe Koschel, Walter Renneisen | Regie: Christian Gebert | Produktion: HR | Ursendung: 1994
  • Zwicks Mühle. Hessischer Rundfunk Frankfurt a. M., Sprecher: Eva Gosciejewicz, Hermann Treusch, Edgar M. Boehlke | Regie: Peter Bongartz | Produktion: HR | Ursendung: 1994
  • Talk light. Hessischer Rundfunk Frankfurt a. M., Sprecher: Michael Quast, Friedrich-Karl Praetorius | Regie: Marlene Renner | Produktion: HR | Ursendung: 1994
Hörbücher
  • Kurzgeschichte Der Nylonstrumpfmaschinenführer. gelesen von Matthias Ernst Holzmann, Autorenlabel HörMal!, Berlin 2016.
  • Kurzkrimi Mordsalibi. gelesen von Matthias Ernst Holzmann, Autorenlabel HörMal!, Berlin 2017.
  • Kurzkrimi Eine italienische Bekanntschaft. gelesen von Matthias Ernst Holzmann, Autorenlabel HörMal!, Berlin 2017.
  • Solo-Satire Herr Schreiber blockiert. Poeten-Posse. gelesen von Matthias Ernst Holzmann, Autorenlabel HörMal!, Berlin 2017 (zugleich als Taschenbuch und E-Book, ISBN 978-3-7450-7484-0).
  • Autorenlesung Bernd Mannhardt: Live in Gießen. Mitschnitt vom Gießener Krimifestival „Mordwörtlich“ in Gießen, Autorenlabel HörMal!, Berlin 2017.

Radio-Feature

  • Ich bin in einem Meer von Geräuschen. Produktion DS-Kultur, Regie: Sabine Ranzinger, Ursendung: 1992
  • Dann sind wir zusammengezogen. Produktion: Westdeutscher Rundfunk Köln, Ursendung: 1997
  • Wir wollten Sand im Getriebe sein. Produktion: DS-Kultur/SFB. Regie: Gerda Zschiedrich, Ursendung: 1993
  • Senf-Visionen. Produktion: Deutschlandradio Berlin, Ursendung: 1994
  • FleischMacherDenkerFresser. Produktion: Deutschlandradio Berlin, Ursendung: 1995

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Profil Bernd Mannhardts beim be.bra verlag. Abgerufen am 15. Januar 2018.
  2. Profil Bernd Mannhardts beim Schardt-Verlag. Abgerufen am 15. Januar 2018.
  3. Profil Bernd Mannhardts bei epubli. Abgerufen am 15. Januar 2018.
  4. Profil Bernd Mannhardts beim Syndikat – Autorengruppe deutschsprachige Kriminalliteratur. Abgerufen am 15. Januar 2018.
  5. Profil Bernd Mannhardts beim VS, Verband deutscher Schriftsteller. Abgerufen am 15. Januar 2018.