Bernhard Sallmann

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Bernhard Sallmann (* 1967 in Linz, Österreich) ist ein deutscher freier Filmemacher. Er lebt in Berlin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sallmann wuchs in Ansfelden auf und maturierte 1985 am Bundesrealgymnasium Traun. Er studierte nach dem Zivildienst Publizistik, Kommunikationswissenschaften und Germanistik an der Universität Salzburg und ab 1988 Medienwissenschaften an der Freien Universität Berlin. In seiner Abschlussarbeit befasst er sich mit dem französischen Filmemacher-Paar Straub-Huillet.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In seinen Filmen befasst sich der Filmemacher vorwiegend mit Themen aus seiner Wahlheimat Berlin und der brandenburgischen Umgebung. Die Lausitz im Besonderen erfährt durch seine Werke Die Lausitz 20x90 und Träume der Lausitz, die gemeinsam mit Die Freiheit der Bäume die „Lausitz-Trilogie“ bilden, besondere Beachtung. Statische Einstellungen und kraftvolle Bildsprache prägen Die Freiheit der Bäume und Das schlechte Feld. In Letzterem widmet sich Sallmann erstmals einem Thema außerhalb Deutschlands und begibt sich auf Spurensuche in seiner Heimatstadt Ansfelden. Ebenfalls nach Österreich führt seine filmische Auseinandersetzung mit August Strindberg in Die Welt für sich und die Welt für mich. Sein Dokumentarfilm Fastentuch 1472 inszeniert und interpretiert das spätmittelalterliche Große Fastentuch in Zittau. Sallmann bezeichnet sich selbst als einen Außenseiter der Filmszene, dessen Arbeiten nicht der Logik des kommerziellen Kinos folgen.

Filmografie (Regie)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Havelland. Fontane (2019)
  • Spreeland. Fontane (2018)
  • Rhinland. Fontane (2017)
  • Oderland. Fontane (2016)
  • Fastentuch 1472 (2015, DCP, 93 Min)
  • Die Welt für sich und die Welt für mich (2013, HD, 45 Min)
  • Das schlechte Feld (2011, HD, 64 Min)
  • Träume der Lausitz (2009, HD, 90 Min)
  • Briefe nicht über die Liebe (2006, DigiBeta, 60 Min)
  • Die Lausitz 20x90 (2004, 16 mm, 34 Min)
  • Die Freiheit der Bäume (2003, 35 mm, 24 Min)
  • 400 km Brandenburg (2002, 16 mm, 61 Min)
  • Berlin Neukölln (2001, DigiBeta, 89 Min)
  • Deutsche Dienststelle (1999, DigiBeta, 56 Min)

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Förderpreis der DEFA-Stiftung 2010 für Träume der Lausitz
  • Samsung Innovationspreis des Internationalen Studentenfilmfestival »Sehsüchte« 2003 für 400 km Brandenburg
  • Dok.fest München, Das schlechte Feld, Gewinner des deutschen Wettbewerbs

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]