Internationales Dokumentarfilmfestival München

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Das Internationale Dokumentarfilmfestival München (kurz DOK.fest München) findet seit 1985 jährlich in München statt. Seit 2001 wird es vom Verein Internationales Dokumentarfilmfestival München e. V. zusammen mit Filmstadt München e. V. veranstaltet. Der Schwerpunkt des Festivals liegt auf dem gesellschaftlich relevanten und künstlerisch wertvollen Dokumentarfilm.[1] Zum DOK.fest gehören auch die Branchen- und Nachwuchsplattform DOK.forum, das Bildungsprogramm DOK.education, der Student Award, der Afrika-Fokus DOK.network Africa, das ganzjährige Programm DOK.aroundtheclock sowie das Festival in der Region DOK.tour. Die Geschäftsführung und künstlerische Leitung hat Daniel Sponsel inne, stellvertretende Leiterin ist Adele Kohout.[2]

Das DOK.fest gehört zu den größten Dokumentarfilmfestivals Europas.[3] 2020 fand es wegen der COVID-19-Pandemie erstmals ausschließlich online statt, wobei ein Teil der Einnahmen den üblicherweise beteiligten Kinos zugutekam.[4] Auch 2021 wurde das Festival in den digitalen Raum verlegt und präsentierte vom 6. bis 23. Mai 131 Filme aus 43 Ländern, die von über 71.000 Zuschauern und Zuschauerinnen gesehen wurden.[5] Das 37. DOK.fest München findet erstmals als duales Festival vom 4. bis 22. Mai 2022 statt.[6]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gründung des DOK.fest München geht auf die Initiative der bayerischen Sektion der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm (AG DOK) zurück, die sich zum Ziel gesetzt hatte, den dokumentarischen Film zu popularisieren und einem breiten Publikum zugänglich zu machen. In Zusammenarbeit mit dem Verein Filmstadt München, einem Zusammenschluss örtlicher Filminitiativen, konnte 1985 das 1. Internationale Dokumentarfilmfestival München mit städtischer Unterstützung an den Start gehen. Zur Leiterin wurde Gudrun Geyer berufen, die das Festival bis 2001 führte.[1]

Nach dem Rücktritt Gudrun Geyers 2001 übernahm Hermann Barth im Auftrag des neu gegründeten Vereins Internationales Dokumentarfilmfestival München e.V. die Aufgabe, das Festival in München, Deutschland und weltweit zu profilieren. Seit 2002 firmiert das Festival unter dem Markennamen DOK.fest mit erweitertem Programm.

2009 trat Hermann Barth zurück, die neue Leitung übernahm Daniel Sponsel mit der anfänglichen geschäftsführenden Unterstützung von Christian Pfeil. Sponsel setzt auf das bewährte Erfolgskonzept des bundesweit größten Festivals für lange Dokumentarfilme und erweitert das Programm um den deutschsprachigen Wettbewerb DOK.deutsch, die Gastreihe DOK.guest, die Retrospektive und DOK.education, das Bildungsprogramm. Außerdem rief er 2011 die Branchen- und Nachwuchsplattform DOK.forum ins Leben.

Die Corona-Pandemie 2020 erzwang eine Neukonzeption als DOK.fest München @home. In der Online-Edition gab es täglich Preisverleihungen, Events und Live-Online Diskussionen mit Filmemacherinnen und Filmemachern zusätzlich zu den Dokumentarfilmen auf der digitalen Leinwand.[7] Auch die Branchenplattform DOK.forum verlegte die geplanten Workshops, Pitchings und Diskussionsrunden in den digitalen Raum.[8] Für Schulklassen gab es im Bildungsprogramm DOK.education nach entsprechender Anmeldung kostenfreie Sichtungslinks mit Unterrichtseinheiten für drei Altersstufen.[9] 2021 fand die zweite Online-Edition des Festivals statt. 2022 soll das Festival erstmals dual stattfinden. Vom 4. bis 15. Mai 2022 in den Münchner Spielorten und zeitversetzt vom 9. bis 22. Mai 2022 online.[6]

Reihen und Preise des DOK.fest München[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Festivalprogramm des DOK.fest München gliedert sich in Wettbewerbe, Themenreihen und Specials. Gezeigt wird eine Auswahl von aktuellen internationalen Dokumentarfilmen ab einer Länge von 52 Minuten. Für die Wettbewerbssektionen werden Premieren besonders berücksichtigt. Die 16 Preise des Festivals sind mit Preisgeldern und Beistellungen im Gesamtwert von 64.200 Euro dotiert. Im Rahmen der drei Hauptwettbewerbe wird der VIKTOR vergeben. Der VIKTOR DOK.international ist der Hauptpreis des Festivals.[10]

VIKTOR DOK.international – Internationaler Wettbewerb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2011: Der Fall ChodorkowskiCyril Tuschi
  • 2012: Six Million and One – David Fisher[11]
  • 2013: Sur le rivage du monde – Sylvain L' Espérance
  • 2014: See No Evil – Jos de Putter
  • 2015: Something Better to Come – Hanna Polak
  • 2016: Natural Disorder – Christian Sønderby Jepsen
  • 2017: Nowhere To Hide – Zaradasht Ahmed
  • 2018: The Distant Barking of Dogs – Simon Lereng Wilmont
  • 2019: Der nackte König – 18 Fragmente über Revolution – Andreas Hoessli[12]
  • 2020: Acasa, my home von Radu Ciorniciuc
  • 2021: Anny Helena Třeštíková
  • 2022: Trenches – Loup Bureau

VIKTOR DOK.deutsch – Deutscher Wettbewerb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

VIKTOR DOK.horizonte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2011: El Mocito – Marcela Said
  • 2012: Bachelor Mountain – Yu Guangyi
  • 2013: A World not OursMahdi Fleifel
  • 2014: Cantos – Charlie Petersmann
  • 2015: Ce qu'il reste de la folie – Joris Lachaise
  • 2016: A Maid For Each – Maher Abi Samra
  • 2017: Motherland – Ramona S. Díaz
  • 2018: Demons in Paradise – Jude Ratnam
  • 2019: Está todo bien – Alles ist gut – Tuki Jencquel[12]
  • 2020: They call me Babu Sandra Beerends
  • 2021: Things we dare not do Bruno Santamaria
  • 2022: No simple way home – Akuol de Mabior

Megaherz Student Award (bis 2016: Megaherz Filmschulpreis)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2015: If Mama ain't Happy, Nobody is Happy – Mae de Jong
  • 2016: La Fin d'Homère – Zahra Vargas
  • 2017: Per Song – Shuchang Xie
  • 2018: Sand und Blut – Matthias Krepp und Angelika Spangel
  • 2019: In Search...Beryl Magoko
  • 2020: Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit Yulia Lokshina
  • 2021: The Case You – Alison Kuhn

FFF-Förderpreis Dokumentarfilm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2011: El Bulli – Cooking in progress – Gereon Wetzel
  • 2012: Schnee – August Pflugfelder
  • 2013: Der Kapitän und sein Pirat – Andy Wolff
  • 2014: Im Schatten der Copacabana – Denize Galiao
  • 2015: Mission Control Texas – Ralf Bücheler
  • 2016: Europe, She Loves – Jan Gassmann
  • 2017: Salicelle Rap – Carmen Té
  • 2018: Früher oder später – Pauline Roenneberg
  • 2019: Congo Calling – Stephan Hilpert
  • 2020: Chaddr – Unter uns der Fluss Minsu Park
  • 2021: Väter Unser – Sophie Linnenbaum

ARRI AMIRA Award[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2016: Tempestad – Kamera: Ernesto Pardo. Regie: Tatiana Huezo
  • 2017: Cameraperson – Regie und Kamera: Kirsten Johnson
  • 2018: Caniba – Kamera und Regie: Véréna Paravel und Lucien Castaing-Taylor
  • 2019: Rediscovery – Kamera: Phie Ambo und Maggie Olkuska, Regie: Phie Ambo

Seit 2020 wird der Preis nicht mehr vergeben.

DOK.fest Preis der SOS-Kinderdörfer weltweit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2014: NeulandAnna Thommen
  • 2015: Toto and his SistersAlexander Nanau
  • 2016: Sonita – Rokhsareh Ghaem Maghami
  • 2017: Komunia – Anna Zamecka
  • 2018: The Distant Barking of Dogs – Simon Lereng Wilmont
  • 2019: Bruce Lee & The Outlaw – Joost Vandebrug
  • 2020: Copper Notes of a Dream von Reza Farahmand
  • 2021: School of Hope Mohamed El Aboudi

Publikumspreis kinokino[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Publikumspreis "kinokino" wird gestiftet von 3sat und Bayerischer Rundfunk

  • 2015: ElectroboyMarcel Gisler
  • 2016: Parchim International – Stefan Eberlein, Manuel Fenn
  • 2017: Miss Kiet's Children – Petra Lataster-Czisch und Peter Lataster
  • 2018: Tackling Life – Johannes List
  • 2019: Another Reality – Noël Dernesch, Oliver Waldhauer
  • 2020: The Euphoria Of Being Réka Szabó
  • 2021: He's My Brother – Cille Hannibal und Christine Hanberg

Deutscher Dokumentarfilm-Musikpreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutscher Kompositions-Förderpreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2016: Stray Dogs – Komposition: John Gürtler. Regie: Elsa Kremser und Levin Peter
  • 2017: Die Geheimnisse des Schönen Leo – Komposition: Alex Maschke, Regie: Benedikt Schwarzer, siehe auch: Lehrling der Zeit
  • 2018: Go back! – Komposition: Florian Erlbeck
  • 2019: Mau Ke Mana – Or: Where Are You Going? – Komposition: Max Gausepohl, Regie: Max Sänger[13]
  • 2020: Awalatje – Die Hebammen Anna-Marlene Bicking, Sarah Noa Bozenhardt, Sonja Kilbertus
  • 2021: May It Be A Girl – Komposition: Akmaral Zykayeva, Regie: Katerina Suvorova, Produktion: Viktoriya Kalashnikova

VFF Dokumentarfilm-Produktionspreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2018: Grenzenlos – Geschichten von Freiheit und Freundschaft – Produktion: Birgit Schulz (Bildersturm Filmproduktion), Regie: Johanna Bentz, Camilo Colmenares, Sandra Dajani, Madeleine Dallmeyer, Nazgol Emami, Diana Menestrey, Khaled Nawal, Birgit Schulz
  • 2019: Boy Of War – Produktion: Fabian Driehorst (Fabian&Fred), Regie: Cyprien Clément-Delmas und Igor Kosenko[13]
  • 2020: Jenseits des Sichtbaren – Hilma af Klint – Eva Illmer (Produktion) und Halina Dyrschka (Regie, Produktion)
  • 2021: The Other Side Of The River – Produktion: Frank Müller (Doppelplusultra Filmproduktion), Guevara Namer und Antonia Kilian (Pink Shadow Films), Regie: Antonia Kilian

Preis der Untertitelwerkstatt Münster (OmU Förderpreis)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2017 wird der Preis nicht mehr vergeben.[14]

Retrospektive[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hommage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DOK.edit Award – presented by Adobe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2021: Nemesis – Regie: Thomas Imbach, Editoren: Thomas Imbach und David Charap

Pitch Award des Hauses des Dokumentarfilms[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2015: Aliyah – Rafael Bondy
  • 2016: My Jewrovision – Walter Solon
  • 2017: Awalatje – Die Hebammen – Sarah Noa Bozenhardt
  • 2018: Merci de votre visite – Julia Furer
  • 2019: Chagrin Valley – Nathalie Berger
  • 2020: After the Gods – Jasmine Alakari
  • 2021: Der siebte Sohn – Max Carlo Kohal

British Pathé Archive Award[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2019: Wenn der Nebel sich lichtet – Nancy Brandt (Regie), Ralf Kukula (Produktion)[13]
  • 2020: Queen Of Chess – Bernadett Tuza-Ritter, Gabor Harmi, Lili Kovacs
  • 2021: Life Is Not A Competition But I'm Winning – Julia Fuhr Mann (Regie)

DOK.series Award[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2021: Un Pedazo de Paz – Regie: Jacobo Albán und Carlos Zerpa, Produktion: Carlos Zerpa und Benoît Ayraud

DOK.digital – Preis für neue Erzählformate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2020: Social Score Vinzenz Aubry, Sebastian Strobel, Ralph Tharayil und Fabian Burghardt (Sansho Studio)[16]
  • 2021: Safespace – Whitney Bursch, Säli El Mohands, Rosa Fabry, Saphira Siegmund, Lea Wessels, Ariane Böhm, Elena Münker und Kim Neubauer

FairFilmAward Non-Fiction[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2018: Florianfilm
  • 2019: ifage Filmproduktion[13]

Seit 2020 wird der Preis nicht mehr vergeben.

DOK.education Dokumentarfilmpreis für junge Menschen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2015: 1. Preis Eine andere Zeit von Verena Wagner, 2. Preis Von einem, der auszog von der Filmgruppe algo, 3. Preis Sophia 2013 von Lilian Robl
  • 2016: 1. Preis Utopie der Unterschiede von Laura Kansy, Viktor Schimpf und Annika Sehn, 2. Preis A Man's Road von Jonathan Gentz und Victor Sattler, 3. Preis Musik als Zuflucht von Moritz Spender
  • 2017: 1. Preis Tell Me Mr. Lo von Maya Duftschmid, 2. Preis Wo Leben anders ist von Theresa Setzer, 3. Preis Mein Shirt von Mathis Hauter (mit Leon Schreiner, Paul Schober und Eva Böhm)
  • 2018: 1. Preis: Vielleicht von der Filmgruppe algo, staatl. BSZ Alfons Goppel Schweinfurt, 2. Preis: Billy zieht um von Daniel Aberl, 3. Preis: Anders sehen von der Filmgruppe des Goethe Gymnasiums Regensburg, Lobende Erwähnung: Dem Gewissen folgen von Amelie und Moritz Geiger
  • 2019: 1. Preis Nana – Recover Your Smile von Sabine Nering, 2. Preis 3004 KM von Melisa Kocak, 3. Preis: Pepitu Anumu von Rebecca Fischer, Susanne Horban, Isabelle Sohling und Ines Zehetmeier
  • 2020: 1. Preis Ben – vom Leben erzählen von der Filmgruppe des Armin-Knab-Gymnasium Kitzingen, 2. Preis Die alte Gärtnerei von Stephanie Schaible, Anita-Augspurg-BOS München, 3. Preis Hummelsteiner Weg von Mämmäd Israilow, Semanur Uluman, Rabih Alkayat, Schule Hummelsteiner Weg, 1. Preis für 6- bis 11-Jährige Mit Lotte durch München von Charlotte Knorr, Förderpreis Dokumentarfilm Hauptkategorie Singvögel von Quentin Kupfer, Förderpreis Dokumentarfilm für 6- bis 11-Jährige Unser Leben im Moment von Flora und Maxima Weber
  • 2021: 1. Preis Ausnahmezustand von Filmgruppe Antonia-Werr-Zentrum, 2. Preis Nicht aus dem Bilderbuch von Natalie Kurzweg, Anita-Augspurg-BOS München, 3. Preis Die Liebe einer Mutter von Leonie Ehrmüller, Anita-Augspurg-BOS, 1. Preis für 6- bis 11-Jährige Snowboarden ist mein Leben von Flora Weber, Förderpreis Dokumentarfilm Umweltsünden von Hummelsteiner Weg Mittelschule

DOK.education – Das Bildungsprogramm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DOK.education startete 2011 als Jugendsektion des DOK.fest München und richtet sich an ein junges Publikum im Alter von 8 bis 18 Jahren. 2013 übernahm die Filmemacherin Maya Reichert die Leitung und Neuausrichtung. 2018 erfolgte die Erweiterung zu einem ganzjährigen Bildungsprogramm aufgrund der erstarkten Ausrichtung im Bereich der Erwachsenenbildung. Ziel des Programms ist Filmbildung, Medienkompetenz und kulturelle Bildung am außerschulischen Lernort Kino, im Klassenzimmer und seit 2020 auch online.[17]

Für Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die "Schule des Sehens" (früher: Dokumentarfilmschule) für Schulklassen bietet medienpädagogisch begleitete Filmscreenings und Gespräche mit Filmemachern und Filmemacherinnen. Im Fokus stehen kurze professionelle Dokumentarfilme aus dem Leben von Kindern und Jugendlichen. In der Schule des Sehens lernen die Teilnehmenden, das Sehen von Filmen zu differenzieren, und sie werden motiviert, dies auch auf ihre eigene alltägliche Mediennutzung zu übertragen, um kritische und selbstbewusste Mediennutzende zu werden. Zu jedem kuratierten Film erstellt ein Team aus Filmexperten und Filmexpertinnen schulisches Begleitmaterial für Lehrkräfte. Im Jahr 2020 ging das Programm pandemiebedingt online und erweiterte seinen Nutzerkreis bundesweit.[18] 2021 standen den Schulklassen drei Online-Kinosäle mit zwölf digitalen Unterrichtseinheiten für Distanzunterricht und die Nutzung im Klassenzimmer zur Verfügung.[19]

Für Lehrkräfte werden im Rahmen von DOK.education ganzjährig medienpädagogische Fortbildungen in Kooperation mit zertifizierenden Fortbildungsakademien angeboten.[20]

Mit der europäischen Filmbildungsplattform LEARNING BY DOCS erfahren junge Menschen europäische Lebenswirklichkeit des 20. Jahrhunderts durch Dokumentarfilme. Gemeinsam mit zwei weiteren europäischen Dokumentarfilmfestivals unterstützt DOK.education über Ländergrenzen hinweg die Film- und Europabildung im Unterricht.[21]

Für junge Menschen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im ganzjährigen Bildungsprogramm werden bayernweit in Präsenz und seit 2020 auch online Praxisworkshops für Kinder, Jugendliche, Filmgruppen und Schulklassen angeboten, um Filmemachen zu lernen oder Film als künstlerisches Medium lesen zu lernen.

Seit 2015 vergibt DOK.education im bayernweiten Jugendfilmwettbewerb jährlich dotierte Preise für Filme von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit dem Ziel, zum filmpraktischen Schaffen und künstlerischen Ausdruck im Bereich Dokumentarfilm anzuregen.[22]

Das Label DOK.4teens (früher: 14jugendfrei) kennzeichnet Filme des Festivalprogramms, die offiziell für ein Publikum ab 14 Jahren freigegeben sind. Für das reguläre Programm gilt die übliche Altersfreigabe ab 18 Jahren.[23]

DOK.forum – Die Branchenplattform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das DOK.forum versteht sich als Denkfabrik für die Dokumentarfilmbranche und als Plattform für Projekte im Entstehungsprozess. Seit 2011 findet das DOK.forum in der Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF) statt und hat sich in den letzten Jahren als fester Treffpunkt der deutschsprachigen Branche etabliert – mit wachsendem Angebot für internationale Filmschaffende.[24] Das Programm gliedert sich in zwei Segmente:

Öffentliche Veranstaltungen: DOK.forum Perspektiven[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Paneldiskussionen, Workshops und Case Studies nehmen die DOK.forum Perspektiven die Entwicklungen dokumentarischen Arbeitens in den Blick und laden dazu ein, Visionen und Impulse zu entwickeln und relevanten medienpolitischen Fragen nachzugehen. Die öffentlichen Veranstaltungen richten sich sowohl an die Branche als auch an das interessierte Festivalpublikum.

Koproduktions- und Ideenmarkt: DOK.forum Marktplatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Marktplatz bietet Filmemachern und Filmemacherinnen an moderierten Roundtables die Möglichkeit, mit Redakteuren, Redakteurinnen und Produzierenden aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol in Kontakt zu kommen und ihre Konzepte vorzustellen. Das beste studentische Pitchkonzept wird mit dem Nachwuchspreis des Hauses des Dokumentarfilms ausgezeichnet.

Interactive Media (bis 2016)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen des DOK.forum legt der Interactive Media Kongress seinen Schwerpunkt auf neue dokumentarische Formate an der Grenze von Film und Games. Das internationale Programm umfasst Case Studies und Filmscreenings. Seit 2016 ist der Bereich Interactive Media Teil der öffentlichen Veranstaltungen.

Virtual Reality Pop Up Cinema[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2017 präsentiert das DOK.fest München parallel zum Festival im Mai im Ausstellungshaus Futuro vor der Pinakothek der Moderne eine Auswahl internationaler dokumentarischer 360°- und VR-Erlebnisse.

Die Kinos und Veranstaltungsorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Quelle:[25])

Die DOK.tour Bayern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die DOK.tour Bayern bringt seit 2011 ausgewählte Filme des aktuellen Festivaljahrgangs in die Kinos der bayerischen Region. 2019 tourte die DOK.tour zwischen Oktober und Dezember mit fünf Dokumentarfilmen in 18 Städte.[26] 2020 fand die DOK.tour an drei Wochenenden vor Weihnachten mit drei Filme auf der digitalen Leinwand statt.[27]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Geschichte. In: Dokfest München. Internationales Dokumentarfilmfestival München e.V., abgerufen am 28. September 2019.
  2. Das Team des DOK.fest München. In: Internationales Dokumentarfilmfestival München e.V. Abgerufen am 4. Oktober 2021.
  3. DOK.fest München. In: Filmstadt München e.V. Abgerufen am 6. Juni 2020.
  4. Bernhard Blöchl: Dok-Fest München: Filme wegen Coronavirus im Internet. In: Süddeutsche Zeitung. 6. Mai 2020, abgerufen am 6. Juni 2020.
  5. Bilanz Festival 2021. In: Internationales Dokumentarfilmfestival München e.V. Abgerufen am 1. Oktober 2021.
  6. a b Das DOK.fest München 2022 – erstmals sowohl im Kino als auch auf der digitalen Leinwand. Pressemitteilung. In: Internationales Dokumentarfilmfestival München e.V. 4. März 2022, abgerufen am 16. März 2022.
  7. Die Live-Events von DOK.fest München @home, dokfest-muenchen.de, abgerufen am 9. Mai 2020
  8. Das Programm des DOK.forum 2021 @home. In: Internationales Dokumentarfilmfestival München e.V. Abgerufen am 1. Oktober 2021.
  9. Schulklassenausflug zum Online-Filmfestival, dokfest-muenchen.de, abgerufen am 9. Mai 2020
  10. Wettbewerbssektionen und Preise des DOK.fest München. In: Internationales Dokumentarfilmfestival München e.V. Abgerufen am 1. Oktober 2021.
  11. [1] fisherfeatures.com
  12. a b c Die Preisträger des 34. DOK.fest München. Artikel vom 20. Mai 2019, abgerufen am 20. Mai 2019.
  13. a b c d Die Preisträgerfilme des 34. DOK.fest München. Abgerufen am 20. Mai 2019.
  14. UTW: OmU Förderpreise. In: untertitel.de. Untertitel-Werkstatt Münster GmbH & Co. KG (UTW), abgerufen am 2. Oktober 2016.
  15. Ich sehe das Andere. Hommage DOK.fest München 2022: Heidi Specogna. In: DOK.fest München. Abgerufen am 16. März 2022.
  16. DOK.digital – The Future of Storytelling. In: Internationales Dokumentarfilmfestival München e.V. Abgerufen am 6. Juni 2020.
  17. DOK.education, das Bildungsprogramm des DOK.fest München. In: Internationales Dokumentarfilmfestival München e.V. Abgerufen am 4. Oktober 2021.
  18. Erstellung von Online-Filmbildungsangeboten für junges Publikum. In: Kinder- und Jugendfilmportal. Abgerufen am 4. Oktober 2021.
  19. DOK.fest München Pressemitteilung am 25. Mai 2021 zum Bildungsprogramm DOK.education. In: Internationales Dokumentarfilmfestival München e.V. Abgerufen am 4. Oktober 2021.
  20. Lehrkäftefortbildungen bei DOK.education. In: Internationales Dokumentarfilmfestival München e.V. Abgerufen am 4. Oktober 2021.
  21. Internationale Filmbildungsplattform LEARNING BY DOCS EUROPE von DOK.education in Kooperation mit DocsBarcelona und Thessaloniki International Film Festival. In: Internationales Dokumentarfilmfestival München e.V. Abgerufen am 4. Oktober 2021.
  22. Das Bildungsprogramm von DOK.education im Überblick. In: Internationales Dokumentarfilmfestival München e.V. Abgerufen am 4. Oktober 2021.
  23. DOK.4teens, das Filmprogramm für junges Publikum auf dem DOK.fest München. In: Internationales Dokumentarfilmfestival München e.V. Abgerufen am 4. Oktober 2021.
  24. DOK.forum München. In: DOK.fest München. Abgerufen am 28. November 2019.
  25. Spielorte. In: Dokfest München. Internationales Dokumentarfilmfestival München e.V., abgerufen am 28. September 2019.
  26. Die DOK.tour vom 17. Oktober bis 04. Dezember 2019 unterwegs in Bayern. In: Internationales Dokumentarfilmfestival München e.V. Abgerufen am 4. Oktober 2021.
  27. DOK.tour Bayern mit drei Filmen auf der digitalen Leinwand. In: Internationales Dokumentarfilmfestival München e.V. Abgerufen am 4. Oktober 2021.