Internationales Dokumentarfilmfestival München

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Das Internationale Dokumentarfilmfestival München (kurz DOK.fest München) findet seit 1985 jährlich in München statt. Seit 2001 wird es vom Verein Internationales Dokumentarfilmfestival München e. V. zusammen mit Filmstadt München e. V. veranstaltet. Der Schwerpunkt des Festivals liegt auf dem gesellschaftlich relevanten und künstlerisch wertvollen Dokumentarfilm.[1] Zum DOK.fest gehören auch die Branchen- und Nachwuchsplattform DOK.forum, das Kinder- und Jugendprogramm DOK.education und das Festival in der Region DOK.tour. Die Geschäftsführung und künstlerische Leitung hat Daniel Sponsel inne.

2019 wurde mit 52.400 Zuschauern erneut ein Publikumsrekord aufgestellt. Das DOK.fest München ist Deutschlands größtes Festivals für den langen Dokumentarfilm.

Geschichte[2][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gründung des DOK.fest München geht auf die Initiative der bayerischen Sektion der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm (AG DOK) zurück, die sich zum Ziel gesetzt hatte, den dokumentarischen Film zu popularisieren und einem breiten Publikum zugänglich zu machen. In Zusammenarbeit mit dem Verein Filmstadt München, einem Zusammenschluss örtlicher Filminitiativen, konnte 1985 das 1. Internationale Dokumentarfilmfestival München mit städtischer Unterstützung an den Start gehen. Zur Leiterin wurde Gudrun Geyer berufen, die das Festival bis 2001 führte.

Nach dem Rücktritt Gudrun Geyers 2001 übernahm Hermann Barth im Auftrag des neu gegründeten Vereins Internationales Dokumentarfilmfestival München e.V. die Aufgabe, das Festival in München, Deutschland und weltweit zu profilieren. Seit 2002 firmiert das Festival unter dem Markennamen DOK.fest mit erweitertem Programm.

2009 trat Hermann Barth zurück, die neue Leitung übernahm Daniel Sponsel mit der anfänglichen geschäftsführenden Unterstützung von Christian Pfeil. Sponsel setzt auf das bewährte Erfolgskonzept des bundesweit größten Festivals für lange Dokumentarfilme und erweitert das Programm um den deutschsprachigen Wettbewerb DOK.deutsch, die Gastreihe DOK.guest, die Retrospektive und DOK.education, das Kinder- und Jugendprogramm. Außerdem rief er 2011 die Branchen- und Nachwuchsplattform DOK.forum ins Leben.

Reihen und Preise des DOK.fest München[3][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Festivalprogramm des DOK.fest München gliedert sich in Wettbewerbe, Themenreihen und Specials. Gezeigt wird eine Auswahl von aktuellen internationalen Dokumentarfilmen ab einer Länge von 52 Minuten. Für die Wettbewerbssektionen werden Premieren besonders berücksichtigt. Die fünfzehn Preise des Festivals sind mit Preisgeldern und Beistellungen im Gesamtwert von 55.000 Euro dotiert. Im Rahmen der drei Hauptwettbewerbe wird der VIKTOR vergeben. Der VIKTOR DOK.international ist der Hauptpreis des Festivals.

VIKTOR DOK.international – Internationaler Wettbewerb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

VIKTOR DOK.deutsch – Deutscher Wettbewerb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

VIKTOR DOK.horizonte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2011: El MocitoMarcela Said
  • 2012: Bachelor Mountain – Yu Guangyi
  • 2013: A World not OursMahdi Fleifel
  • 2014: Cantos – Charlie Petersmann
  • 2015: Ce qu'il reste de la folie – Joris Lachaise
  • 2016: A Maid For Each – Maher Abi Samra
  • 2017: Motherland – Ramona S. Díaz
  • 2018: Demons in Paradise – Jude Ratnam
  • 2019: Está todo bien – Alles ist gutTuki Jencquel[5]

FFF-Förderpreis Dokumentarfilm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ARRI AMIRA Award[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2016: Tempestad – Kamera: Ernesto Pardo. Regie: Tatiana Huezo
  • 2017: Cameraperson – Regie und Kamera: Kirsten Johnson
  • 2018: Caniba – Kamera und Regie: Véréna Paravel und Lucien Castaing-Taylor
  • 2019: Rediscovery – Kamera: Phie Ambo und Maggie Olkuska, Regie: Phie Ambo

DOK.fest Preis der SOS Kinderdörfer weltweit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2014: NeulandAnna Thommen
  • 2015: Toto and his SistersAlexander Nanau
  • 2016: Sonita – Rokhsareh Ghaem Maghami
  • 2017: Komunia – Anna Zamecka
  • 2018: The Distant Barking of Dogs – Simon Lereng Wilmont
  • 2019: Bruce Lee & The Outlaw – Joost Vandebrug

Kino Kino Publikumspreis gesponsert von 3sat und Bayerischer Rundfunk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutscher Dokumentarfilm-Musikpreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutscher Kompositions-Förderpreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Preis der Untertitelwerkstatt Münster (OmU Förderpreis)[7][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Megaherz Student Award (bis 2016: Megaherz Filmschulpreis)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2015: If Mama ain't Happy, Nobody is Happy – Mae de Jong
  • 2016: La Fin d'Homère – Zahra Vargas
  • 2017: Per Song – Shuchang Xie
  • 2018: Sand und Blut – Matthias Krepp und Angelika Spangel
  • 2019: In Search... – Beryl Magoko

Pitch Award des Hauses des Dokumentarfilms[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2015: Aliyah – Rafael Bondy
  • 2016: My Jewrovision – Walter Solon
  • 2017: Awalatje – Die Hebammen – Sarah Noa Bozenhardt
  • 2018: Merci de votre visite – Julia Furer
  • 2019: Chagrin Valley – Nathalie Berger

DOK.education Dokumentarfilmpreis für junge Menschen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2015: 1. Preis Eine andere Zeit von Verena Wagner, 2. Preis Von einem, der auszog Filmgruppe algo, 3. Preis Sophia 2013 von Lilian Robl
  • 2016: 1. Preis Utopie der Unterschiede von Laura Kansy, Viktor Schimpf und Annika Sehn, 2. Preis A Man's Road von Jonathan Gentz und Victor Sattler, 3. Preis Musik als Zuflucht von Moritz Spender
  • 2017: 1. Preis Tell Me Mr. Lo von Maya Duftschmid, 2. Preis Wo Leben anders ist von Theresa Setzer, 3. Preis Mein Shirt von Mathis Hauter (mit Leon Schreiner, Paul Schober und Eva Böhm)
  • 2018: 1. Preis: Vielleicht – Filmgruppe algo, staatl. BSZ Alfons Goppel Schweinfurt, 2. Preis: Billy zieht um – Daniel Aberl, 3. Preis: Anders sehen – Filmgruppe des Goethe Gymnasiums Regensburg, Lobende Erwähnung: Dem Gewissen folgen – Amelie und Moritz Geiger
  • 2019: 1. Preis Nana – Recover Your Smile von Sabine Nering, 2. Preis 3004 KM von Melisa Kocak, 3. Preis: Pepitu Anumu von Rebecca Fischer, Susanne Horban, Isabelle Sohling und Ines Zehetmeier

Retrospektive[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

VFF Dokumentarfilm-Produktionspreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2018: Grenzenlos – Geschichten von Freiheit und Freundschaft – Produktion: Birgit Schulz (Bildersturm Filmproduktion), Regie: Johanna Bentz, Camilo Colmenares, Sandra Dajani, Madeleine Dallmeyer, Nazgol Emami, Diana Menestrey, Khaled Nawal, Birgit Schulz
  • 2019: Boy Of War – Produktion: Fabian Driehorst (Fabian&Fred), Regie: Cyprien Clément-Delmas und Igor Kosenko[6]

British Pathé Archive Award[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2019: Wenn der Nebel sich lichtet – Nancy Brandt (Regie), Ralf Kukula (Produktion)[6]

FairFilmAward Non-Fiction[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2018: Florianfilm
  • 2019: ifage Filmproduktion[6]

Student Award (bis 2016: Filmschulfestival)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Student Award stellen Filmhochschulen aus dem deutschsprachigen Raum ausgewählte Filme ihrer Studierenden vor. Der Student Award ist mit 3.000 Euro dotiert.

DOK.education - Das Kinder- und Jugendprogramm[8][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DOK.education – seit 2011 die Jugendsektion des DOK.fest München - richtet sich an ein junges Publikum im Alter von 8 bis 18 Jahren. Die Dokumentarfilmschule für Schulklassen bietet medienpädagogisch begleitete Filmscreenings und Gespräche mit Filmemachern. In der Dokumentarfilmschule lernen die Teilnehmer, das Sehen von Filmen zu differenzieren, und sie werden motiviert, dies auch auf ihre eigene alltägliche Mediennutzung zu übertragen, um kritische und selbstbewusste Mediennutzer zu werden. Für Lehrer werden im Rahmen von DOK.education zusätzlich medienpädagogische Fortbildungen angeboten.

Das Label DOK.4teens (früher: 14jugendfrei) kennzeichnet Filme des Festivalprogramms, die offiziell für ein Publikum ab 14 Jahren freigegeben sind. Für das reguläre Programm gilt die übliche Altersfreigabe ab 18 Jahren.

DOK.forum - Die Branchenplattform[9][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2011 bietet das DOK.forum in der Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF) Veranstaltungen für die deutschsprachige Branche an. Das Programm umfasst folgende Schwerpunkte:

Öffentliche Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Werkstattgesprächen, Special Screenings und Panels nimmt das DOK.forum die Entwicklungen dokumentarischen Arbeitens in den Blick. Die öffentlichen Veranstaltungen richten sich an das allgemeine Festivalpublikum und sind kostenfrei zugänglich.

Marktplatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Marktplatz bietet Filmemachern an moderierten Roundtables die Möglichkeit, mit Redakteuren und Produzenten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol in Kontakt zu kommen und ihre Konzepte vorzustellen. Das beste studentische Pitchkonzept wird mit dem Nachwuchspreis des Hauses des Dokumentarfilms ausgezeichnet.

Interactive Media (bis 2016)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen des DOK.forum legt der Interactive Media Kongress seinen Schwerpunkt auf neue dokumentarische Formate an der Grenze von Film und Games. Das internationale Programm umfasst Case Studies und Filmscreenings. Seit 2016 ist der Bereich Interactive Media Teil der öffentlichen Veranstaltungen.

Die Kinos und Veranstaltungsorte[10][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die DOK.tour[11][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die DOK.tour bringt seit 2011 ausgewählte Filme des aktuellen Festivaljahrgangs in die Kinos der bayerischen Region. 2019 findet die DOK.tour im Herbst in 25 Städten in ganz Bayern statt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geschichte des Festivals (Memento des Originals vom 19. Dezember 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dokfest-muenchen.de
  2. Archivlink (Memento des Originals vom 19. Dezember 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dokfest-muenchen.de
  3. http://www.dokfest-muenchen.de
  4. [1] fisherfeatures.com
  5. a b c Die Preisträger des 34. DOK.fest München. Artikel vom 20. Mai 2019, abgerufen am 20. Mai 2019.
  6. a b c d Die Preisträgerfilme des 34. DOK.fest München. Abgerufen am 20. Mai 2019.
  7. UTW: OmU Förderpreise. In: untertitel.de. Untertitel-Werkstatt Münster GmbH & Co. KG (UTW), abgerufen am 2. Oktober 2016.
  8. http://www.dokfest-muenchen.de/DOK_education
  9. https://www.dokfest-muenchen.de/DOK_forum
  10. Archivlink (Memento des Originals vom 24. März 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dokfest-muenchen.de
  11. http://www.dokfest-muenchen.de/DOK_tour