Bernhard Tüshaus

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Bernhard Tüshaus (* 27. November 1846 in Münster; † 19. Januar 1909 in Düsseldorf) war ein deutscher Architekt, der zwischen 1876 und 1898 in dem Düsseldorfer Architekturbüro Tüshaus & von Abbema tätig war.[1]

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wohnhaus Tonhallenstraße 16 in Düsseldorf

Bernhard Tüshaus und sein Schwager Leo von Abbema gehörten im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts zu den bekannteren rheinischen Architekten.

Einer ihrer ersten Entwürfe war ein Wohnhaus (1878)[2] in der Alleestraße 26 in Düsseldorf.

Später fertigten sie beispielsweise die Entwürfe (1880)[3] für Schloss Ahrenthal (Graf von Spee) bei Sinzig, den grundlegenden Entwurf (1892)[4] für Schloss Drachenburg bei Königswinter, den Entwurf (1892)[5][6] für den geplanten Wiederaufbau des Schlosses Esterhazy (Graf Nikolaus Esterhazy) bei Tata (Ungarn), für die deutsch-reformierte Kirche in Magdeburg, die katholische Kirche an der Hardt in Elberfeld (heute Wuppertal), die Wohnhäusergruppen in der verlängerten Gartenstraße[7] und in der Rubensstraße[7] sowie für ein Wohn- und Geschäftshaus (1891)[8] in der Flingerstraße 22/26. Das Wohnhaus von Joseph Losenhausen in der Düsseldorfer Tonhallenstraße 16[9] wurde vor 1895 erbaut[10] und war auf zwei Seiten von dem Garten der Alten Tonhalle umschlossen;[11] es ist wie ihre anderen Düsseldorfer Bauten heute nicht mehr erhalten.

Nach der Trennung von seinem Schwager im Jahre 1898 entwarf Tüshaus zahlreiche Villen, wie etwa die Villa Hubertus in Braunfels, und verschiedene Geschäftshäuser.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Angelika Leyendecker: Die Architektenfirma Tüshaus & von Abbema. In: Schloss Drachenburg. Rheinland-Verlag, Köln 1979, Abschn. 5.1, S. 25–28.
  • Angelika Leyendecker: Schloss Drachenburg. Rheinland-Verlag, Köln 1979, ISBN 3-7927-0513-3 (= Diss. phil. Bonn 1979).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bernhard Tüshaus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Angelika Leyendecker: Schloss Drachenburg. Rheinland-Verlag, Köln 1979, Abschn. 5.1 Die Architektenfirma Tüshaus & von Abbema, S. 25–28.
  2. Angelika Leyendecker: Schloss Drachenburg. Rheinland-Verlag, Köln 1979, S. 26, 52 (Abb. 36).
  3. Angelika Leyendecker: Schloss Drachenburg. Rheinland-Verlag, Köln 1979, S. 25, 47 (Abb. 33).
  4. Angelika Leyendecker: Schloss Drachenburg. Rheinland-Verlag, Köln 1979, S. 11.
  5. Tafel 59 u. 60. Entwurf zum Wiederaufbau des Stammschlosses des Grafen Nikolaus Esterhazy bei Totis in Ungarn von Tüshaus & v. Abbema, Architekten in Düsseldorf. In: Architektonische Rundschau. 9. Jahrgang, Nr. 8, 1893.
  6. Angelika Leyendecker: Schloss Drachenburg. Rheinland-Verlag, Köln 1979, S. 25, 49 (Abb. 34, Abb. 35).
  7. a b Architekten- und Ingenieur-Verein zu Düsseldorf (Hrsg.): Düsseldorf und seine Bauten. L. Schwann, Düsseldorf 1904, S. 379.
  8. Angelika Leyendecker: Schloss Drachenburg. Rheinland-Verlag, Köln 1979, S. 26, 53 (Abb. 37).
  9. Lage des ehemaligen Wohnhauses in der Tonhallenstraße 16, Düsseldorf:51° 13′ 34″ N, 6° 47′ 17″ O
  10. Wilhelm Kick (Hrsg.): Moderne Neubauten. 2. Jahrgang. Stuttgarter Architektur-Verlag Kick, Stuttgart 1898.
  11. Architekten- und Ingenieur-Verein zu Düsseldorf (Hrsg.): Düsseldorf und seine Bauten. L. Schwann, Düsseldorf 1904, S. 407–408.