Bernhard von Pavia

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Bernhard von Pavia (Bernardus Papiensis) (* vor 1150 in Pavia; † 18. September 1213) war ein italienischer Kanonist und Bischof von Faenza und Pavia.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bernhard von Pavia studierte Rechtswissenschaft und Theologie in Bologna bei Gandulphus und Faventinus. Von 1170 bis 1180 war er Professor an der Universität Bologna, dann Dompropst von Pavia, seit 1192 Bischof von Faenza und schließlich seit 1198 Bischof von Pavia.

Seine kanonistischen Werke etablierten das Kirchenrecht als eigenständiges Rechtsgebiet. Er ist insbesondere bekannt für sein zwischen 1187 und 1191 entstandenes Breviarium extravagantium (auch Compilatio prima antiqua), in denen er Canones sammelte, die nicht ins Decretum Gratiani aufgenommen worden waren.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Summa decretalium. Hrsg.: E. A. Th. Laspeyres. 1860. Nachdruck 1956: Summa de matrimoniis, Summa de electione, Glossen und Casus zum Breviarium. online
  • Breviarium extravagantium. In: Quinque Compilationes Antiquae. Hg.: Emil Friedberg, 1882. Nachdruck 1956, S. 1–65. online
  • Glossen zu seinem Breviarium extravagantium.
  • Summa de matrimonio
  • Summa de electione
  • Casus decretalium

Nicht kanonistische Werke sind die Vita sancti Lanfranci sowie Kommentare zum Ecclesiasticus und zum Canticum canticorum.

Wissenswert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bernhard von Pavia ist nicht zu verwechseln mit Bernard von Botonus, der manchmal ebenfalls als Bernard von Pavia bezeichnet wird.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]