Besetzen

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Unter Besetzen oder Innenbeleg versteht man in der Herrenkonfektion Streifen aus Oberstoff, die dazu dienen, diejenigen Stellen am gefütterten Kleidungsstück im Aussehen zu verbessern, die beim geschlossenen Tragen nicht sichtbar sind, aber beim Öffnen leicht hervorschauen können. Dies sind die Sakkovorderkanten, die Innenseiten der Schlitze, der Taschen und der Ärmelenden. An den Ärmelenden sind sie immer angeschnitten und müssen ausreichend breit sein, damit der Ärmel im Bedarfsfall verlängert werden kann.[1]

  • Als Besatz wird in der Bekleidungsindustrie der auf Textilteile aufgesetzte Fellkragen bezeichnet, aber auch Pelzverbrämungen oder -manschetten.

In der Kürschnerei ist anstelle des Begriffs Besetzen, dort auch gleich dem Begriff Saum, für die Kantenzugaben die Bezeichnung Umbug gebräuchlich.[2]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alfons Hofer: Textil- und Modelexikon. 7. Auflage, Band 1, Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main 1997, S. 77, Stichwort „Besetzen“. ISBN 3-87150-518-8.
  2. Autorenkollektiv: Der Kürschner. Fach- und Lehrbuch für das Kürschnerhandwerk. 2. überarbeitete Auflage. Herausgegeben vom Berufsbildungs-Ausschuss des Zentralverbands des Kürschnerhandwerks, Verlag J. P. Bachem, Köln 1956, S. 73.