Besondere Gemeinde (Niederlande)

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Die Niederlande inkl. der BES-Inseln

Die Besonderen Gemeinden (niederländisch bijzondere gemeenten) der Niederlande sind die drei „Inselgebiete“ Bonaire, Sint Eustatius und Saba der ehemaligen Niederländischen Antillen. Diese werden auch BES-Inseln (niederl. BES-eilanden, ein Akronym) oder Karibische Niederlande (niederl. Caribisch Nederland) genannt.

BES-Inseln[Bearbeiten]

Die Inseln sind seit der Auflösung der Niederländischen Antillen am 10. Oktober 2010 Teil der Niederlande und bilden die Besonderen Gemeinden. Niederländische Gesetze sind aber nicht automatisch in den karibischen Niederlanden gültig, und sie bilden darum ein separates Rechtsterritorium im Königreich (neben Aruba, Curaçao, den europäischen Niederlanden und Sint Maarten).

Besondere Gemeinde Hauptstadt Größte Stadt Fläche
(km²)
Bevölkerung
1. Januar 2010
Bevölkerungsdichte
(pro km²)
BonaireBonaire Bonaire Kralendijk Kralendijk 288 13.389 46
Sint EustatiusSint Eustatius Sint Eustatius Oranjestad Oranjestad 21 2.886 137
SabaSaba Saba The Bottom The Bottom 13 1.737 134

Geschichte[Bearbeiten]

Die Inselgebiete (niederl.: eilandgebieden) Bonaire, Saba und Sint Eustatius waren zusammen mit anderen karibischen Gebieten Teile des 1954 neu gegründeten autonomen Gebietes Niederländische Antillen.

Vor der Auflösung der Niederländischen Antillen wurde in Referenden die Meinung der Bevölkerung zum Verbleib ihrer Inseln befragt. Nur Sint Eustatius hat sich dafür entschieden, im Landesverband der Niederländischen Antillen zu bleiben, stand mit seiner Meinung jedoch alleine, da alle anderen Inseln sich für die Auflösung aussprachen. Seitdem befürworteten die Politiker dieser Insel sowie der Inseln Bonaire und Saba direkte Beziehungen mit den Niederlanden. Am 11. Oktober 2006 einigten sich Bonaire, Saba und Sint Eustatius mit der niederländischen Regierung auf die Eingliederung der Inseln in die Niederlande als „besondere Gemeinden“.

Am 10. Oktober 2010 wurde der Landesverband Niederländische Antillen aufgelöst, und am 1. Januar 2011 löste der US-Dollar den bis dahin gültigen Antillen-Gulden als gesetzliches Zahlungsmittel ab. Der Antillen-Gulden wurde innerhalb eines Monats in den besonderen Gemeinden ungültig, blieb jedoch die Währung auf Curaçao und Sint Maarten.[1] Die Auflösung des Landesverbandes der Niederländischen Antillen und die Eingliederung der Inseln in die Niederlande hatte keine unmittelbaren Auswirkungen auf den Status der Inseln als mit der Europäischen Union assoziierte überseeische Hoheitsgebiete („ÜLG“).[2] Frühestens in einigen Jahren soll entschieden werden, ob die Inseln als Gebiete in äußerster Randlage gemäß Art. 355 Abs. 2 AEU-Vertrag in die Europäische Union einbezogen werden sollen.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Oft gestellte Fragen. De Nederlandsche Bank, abgerufen am 26. Juni 2011 (nl, en, es, pap).
  2. Wat is er veranderd sinds de staatkundige herindeling van het Koninkrijk der Nederlanden? Abgerufen am 10. November 2010.
  3. Dutch Caribbean islands Curacao and Sint Maarten become independent countries. Abgerufen am 10. November 2010.