Betriebsbahnhof

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Dieser Artikel behandelt die Betriebsstelle einer Eisenbahn; für die entsprechende Anlage der Straßenbahn siehe Depot (Verkehr) beziehungsweise Remise.
Ein ICE 1 passiert den Betriebsbahnhof Escherde der Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg ohne Halt. Während die beiden außen liegenden Gleise wartenden Zügen dienen, können die beiden mittigen Gleise mit der Streckengeschwindigkeit von 280 km/h durchfahren werden.

Betriebsbahnhöfe sind jene Bahnhöfe, die ausschließlich betriebliche Aufgaben haben. Im Gegensatz zu den Personen- und Güterbahnhöfen haben sie keinen öffentlichen Zugang oder ein früher vorhandener Zugang wurde aufgehoben. In Deutschland ist Bbf die offizielle Abkürzung für Betriebsbahnhof, beispielsweise Dortmund Bbf.

Vordringliche Aufgaben sind – insbesondere auf eingleisigen Strecken – die Überleitung auf Ausweichgleise, um einen schnelleren, nachfolgenden Zug überholen oder einen entgegenkommenden Zug kreuzen zu lassen.

Auf den Schnellfahrstrecken kommt den Betriebsbahnhöfen noch die Aufgabe hinzu, bei Betriebsstörungen Züge aufnehmen zu können und kreuzen lassen zu können sowie in besonderen Fällen eventuell nicht mehr fahrtaugliche Eisenbahnfahrzeuge abstellen zu können. Nachts werden sie auch zur Überholung von Güterzügen untereinander benutzt. Deshalb wurden gerade auf den ersten Schnellfahrstrecken in DeutschlandHannover–Würzburg und Mannheim–Stuttgart – sehr viele Betriebsbahnhöfe gebaut. Wegen ihrer Hauptaufgabe werden solche Betriebsbahnhöfe teilweise auch als Überholbahnhof bezeichnet.

Zu den Betriebsbahnhöfen zählen auch Abstellbahnhöfe für Reisezugwagen sowie im Güterverkehr die Rangierbahnhöfe.