Betterplace.org

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Dieser Artikel beschreibt die Online-Spenden-Plattform betterplace.org. Für das Elektromobilitäts-Unternehmen siehe Better Place.
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größte Plattform in Deutschland
betterplace.org
Betterplace.org Logo.svg
Rechtsform gemeinnützige Aktiengesellschaft gut.org
Gründung 2007
Sitz Berlin
Personen Timo Kladny, Christian Kraus (CEO), Björn Lampe, Carolin Silbernagl
Schwerpunkt Online Spendenplattform
Freiwillige ca. 50
Angestellte ca. 40
Website http://www.betterplace.org

betterplace.org ist eine Spendenplattform im Internet der gut.org gAG, einem Unternehmen mit Sitz in Berlin, Deutschland.

Soziale Projekte aus der ganzen Welt können auf der Webseite kostenlos Geld- und Zeitspenden sammeln. Ziel ist es, Menschen, die helfen wollen, direkt mit den Menschen und Organisationen zusammenzubringen, die Hilfe benötigen. Dazu entwickelt betterplace.org Werkzeuge, die zur Verfügung gestellt werden, so dass auch kleine Projekte Online-Fundraising betreiben können.

Seit dem Start 2007 wurden gemäß Eigenaussagen über die Plattform rund 33 Millionen Euro an über 18.000 soziale Projekte gespendet, davon 10,3 Millionen im Jahr 2015.[1] 217.000 Spender unterstützen so soziale Projekte aus 183 verschiedenen Ländern (Stand: 2016). So wurden beispielsweise nach dem Erdbeben in Haiti 2010 oder nach dem Taifun Haiyan auf den Philippinen jeweils 750.000 Euro gesammelt, die an die Projekte weitergeleitet wurden.[2][3]

Gründung und Unternehmensstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

betterplace.org wurde im November 2007 in Berlin gegründet, unter anderem von Joana Breidenbach. 2010 wurde die Gesellschaft in die gut.org gemeinnützige Aktiengesellschaft umgewandelt. Im Beirat sitzt neben anderen Peter Eigen.

Unter dem Dach der gut.org agieren ebenfalls das betterplace lab, das digitale Trends im sozialen Sektor erforscht, und die betterplace Solutions GmbH, die Firmen zu ihrer Corporate Social Responsibility berät.

Funktionsweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

betterplace.org spricht eine jüngere und internetaffine Zielgruppe an. Das durchschnittliche Spendenalter bei betterplace.org liegt bei 38 Jahren. Dabei fungiert die Plattform als Vermittler zwischen Unterstützern und Organisationen. Charakteristisch ist, dass man bei betterplace.org nicht in allgemeine Globalbudgets von Organisationen spendet, sondern für konkrete Bedarfe. Jede Organisation muss angeben, wofür sie wie viel Geld sammelt (beispielsweise 18 Euro für eine Schuluniform[4] oder 110 Euro für die einwöchige Pflege eines Elefantenwaisen[5]).

Zu großen Organisationen, die auf betterplace.org vertreten sind, gehören beispielsweise UNICEF, das Deutsche Rote Kreuz, Bethel und das Deutsche Kinderhilfswerk.

Daneben bietet betterplace.org auch ganz kleinen Initiativen und so genannten Graswurzelorganisationen eine Möglichkeit, sichtbar zu werden und online Spenden zu sammeln.

Projekte können anzeigen, dass sie als gemeinnützig anerkannt sind, darüber hinaus erarbeiten sie sich ihre Reputation über ein Vertrauensnetzwerk, das Web of Trust.

Finanzierungsmodell[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

betterplace.org leitet gemäß Eigenaussagen 100 % der Spenden weiter. Dies wird durch private Förderer und strategische Partner ermöglicht. So hat Bernd Kundrun 2009 eine Million Euro an den Träger gespendet.[6] Außerdem generiert die Tochtergesellschaft betterplace solutions Einnahmen, die an die Muttergesellschaft ausgeschüttet und für die Realisierung der gemeinnützigen Zwecke verwendet werden. Eine Zusammenarbeit besteht überdies mit verschiedenen Unternehmen. Ein geringer Teil der Einnahmen erfolgt durch die so genannte Mitspende, die jeder Spender an betterplace.org spenden kann.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Geschäftsführer des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI), Burkhard Wilke, bemängelt, dass der subjektive Erfahrungsaustausch zur Überprüfung der Projekte nicht ausreiche.[7] Bezüglich des Web of Trust kritisiert er außerdem, dass die Summe der Spendermeinungen nicht schlauer sein könne als bestehende Prüfsiegel. Das DZI gibt ein eigenes Spendensiegel heraus. Wilke sieht den neuen Ansatz aber auch positiv, weil er jüngere Menschen zum Spenden animiere.[8] Die detaillierte Darstellung der Bedarfe, die einerseits zu mehr Vertrauen führe, bringe aber auch einen erhöhten Verwaltungsaufwand mit sich.[9]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • betterplace.org ist einer von sieben im April 2009 in der Kategorie „Gesellschaft“ ausgewählten Orten[10] der Aktion Deutschland – Land der Ideen [11]
  • Lead Awards 2011 Silber in der Kategorie Online „Webspecial des Jahres“[12]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jahresbericht der gut.org gAG 2015. Abgerufen am 15. Dezember 2016 (PDF, 10MB, deutsch).
  2. Geschäftsberichtder gut.org gAG 2011 (PDF; 3,9 MB), abgerufen am 31. Juli 2013.
  3. Geschäftsberichtder gut.org gAG 2013 (PDF; 7,5 MB), abgerufen am 15. August 2014.
  4. "Schuluniform für Luciah Monicah Andulu". Projekt auf betterplace.org, abgerufen am 4. Mai 2010.
  5. "Aufzucht von Elefantenwaisen". Projekt auf betterplace.org, abgerufen am 4. Mai 2010.
  6. manager-magazin.de vom 21. April 2009 Millionenspende Kundrun findet "Betterplace", abgerufen am 28. August 2015
  7. Artikel im Tagesspiegel vom 2. April 2009
  8. Artikel im Stern vom 22. Dezember 2008
  9. Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: @1@2Vorlage:Toter Link/www.rbb-online.deArtikel mit Film auf rbb-online vom 25. Januar 2010
  10. https://www.land-der-ideen.de/365-orte/preistraeger?sort_by=random&year%5B%5D=2009&event_month=4&event_timeframe=0&category%5B%5D=Gesellschaft&keys=
  11. betterplace.org auf der Webseite von Deutschland – Land der Ideen, abgerufen am 31. Juli 2013
  12. leadacademy.de: DIE LEADAWARDS 2011