Beuren an der Aach

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Beuren an der Aach
Ehemaliges Gemeindewappen von Beuren an der Aach
Koordinaten: 47° 48′ 0″ N, 8° 52′ 28″ O
Höhe: 439 m ü. NHN
Fläche: 4,26 km²
Einwohner: 1394 (31. Dez. 2013)
Bevölkerungsdichte: 327 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. April 1972
Postleitzahl: 78224
Vorwahl: 07731

Das Dorf Beuren an der Aach ist ein Stadtteil von Singen (Hohentwiel) im Landkreis Konstanz in Baden-Württemberg mit 1.363 Einwohnern (Stand: 31. Dez. 2012[1]).

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt auf einer Höhe von 439 m ü. NHN.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Möglicherweise schon früh, ab der Ausbauzeit der Alemannen im 9. Jahrhundert, war die Gemarkung von Beuren an der Aach besiedelt. Grabfunde von zwei Skeletten in den Fluren „auf den Sandäckern“ und „Breite“, die ohne Beigaben waren, sind leider nicht mehr vorhanden, so dass keine Altersbestimmung mehr möglich ist.

In einer in Rom ausgestellten Urkunde aus dem Jahr 1204, in der ein Beuren erwähnt wird, konnte nicht nachgewiesen werden, dass in dieser Urkunde Beuren an der Aach gemeint war. Dagegen belegt eine Urkunde aus dem Jahr 1228, ausgestellt durch den St. Galler Abt Konrad von Bussnang, die Schenkung aller Güter, die Diethelm von Friedingen-Krähen gehören, in Friedingen und Beuren an der Aach, mit dem Wortlaut der Urkunde „Burron et in Vridingen“, an das Kloster Salem, was die eindeutige Erstnennung des Ortes „Beuren an der Aach“ dokumentiert.[2][3]

Der Ortsname Burron – während des 14. Jahrhunderts Wasserbüren – leitet sich vom althochdeutschen „bu“ (= Haus) her und bedeutet so viel wie „bei den Häusern“. Beuren gehörte sehr wahrscheinlich zu den Besitzungen des Klosters Reichenau. Vogteirechte waren zu unbekannter Zeit an die Herren von Möggingen gekommen. Vom ausgehenden 14. Jahrhundert bis 1539 lag die Ortsherrenschaft bei den Herren von Friedingen. Danach wechselte sie mehrmals, ehe sie vor 1557 an die Reichlin von Meldegg kam. Über eine Heirat gelangte Beuren im 17. Jahrhundert an die Familie Vogt von Alten-Summerau und Praßberg. 1767 kaufte die Familie von Liebenfels das Dorf. 1806 kam es zu Württemberg, 1810 zu Baden. Beuren wurde am 1. April 1972 nach Singen eingemeindet und verließ somit den Landkreis Stockach, zu dem es bisher gehörte.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Tabelle zeigt die Einwohnerentwicklung von Beuren seit 2002 bis heute:

Jahr 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013
Einwohnerzahl (am 31. Dez.)[1] 1245 1304 1318 1318 1314 1348 1354 1359 1351 1373 1363 1394
Änderung zum Vorjahr k. A. 59 14 0 −4 34 6 5 −8 22 −10 31
Änderung in % k. A. 4,74 1,07 0,00 −0,30 2,59 0,45 0,37 −0,59 1,63 −0,73 2,27

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortschaftsrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortschaftsrat von Beuren hat acht Mitglieder. Mitglied und Vorsitzender ist der Ortsvorsteher Wolfgang Werkmeister (Stand 2015).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen der ehemaligen Gemeinde Beuren an der Aach zeigt einen silbernen Wellenschrägbalken auf blauem Hintergrund, begleitet von je einem goldenen Stern. Der Wellenschrägbalken symbolisiert den Fluss "Aach", welcher den weltlichen (Rathaus) und geistlichen Teil (Kirche) des Dorfes voneinander trennt. Die beiden Teile des Dorfes werden durch je einen Stern repräsentiert.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Franz Hofmann, Reinhild Kappes (Hrsg.): «Zu Beurn sampt unnd sonders mit allem Vleis und Ernst». Der Werdegang des Hegaudorfes Beuren an der Aach durch acht Jahrhunderte, MarkOrPlan Verlag 2004

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Einwohner Singen Statistiken
  2. Franz Hofmann, Reinhild Kappes (Hrsg.): «Zu Beurn sampt unnd sonders mit allem Vleis und Ernst». Der Werdegang des Hegaudorfes Beuren an der Aach durch acht Jahrhunderte, S. 9–10.
  3. Eberhard Dobler: Burg und Herrschaft Hohenkrähen, 1986, ISBN 3-7995-4095-4, S. 69
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 497.