Bevölkerung Maltas

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Bevölkerungsdichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohnerzahl Maltas beträgt ca. 414.000 (Stand: Juli 2015)[1]. Da die Fläche Maltas relativ gering ist, ergibt sich eine sehr hohe Bevölkerungsdichte von etwa 1.298 Einwohnern pro Quadratkilometer. Damit hat Malta die vierthöchste Bevölkerungsdichte der Welt und die dritthöchste Europas. Geschätzte 94 % der Menschen leben in Städten, nur 6 % leben auf dem Land. Das Bevölkerungswachstum Maltas beträgt etwa 0,31 % pro Jahr[1].

Gozo hat etwa 30.000 Einwohner, Comino hat fünf permanente Bewohner. Auf Comino leben im Sommer zusätzlich ein Pächterehepaar der Hotelanlage, ein Polizist und einige wenige Bauern, während der Saison außerdem Touristen, die die Abgeschiedenheit lieben.

Bevölkerungsentwicklung 1842–2011[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungspyramide Malta 2016

Die Bevölkerung Maltas und Gozos entwickelte sich im Zeitraum von 1842 bis 2011 wie folgt:[2]

Jahr Malta Gozo und Comino Gesamtbevölkerung
1842 101.513 14.416 115.929
1851 108.833 14.663 123.496
1861 118.596 15.459 134.055
1871 124.384 17.391 141.775
1881 132.129 17.653 149.782
1891 146.484 18.553 165.037
1901 164.952 19.790 184.742
1911 188.869 22.695 211.564
1921 189.697 22.561 212.258
1931 217.784 23.837 241.621
1948 278.311 27.680 305.991
1957 292.019 27.601 319.620
1967 288.238 25.978 314.216
1985 319.736 25.682 345.418
1995 349.106 29.026 378.132
2005 373.955 31.007 404.962
2011 386.057 31.375 417.432

Bevölkerungsstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Die maltesische Bevölkerung ist stark gemischt und geht auf verschiedene Einwanderungswellen zurück. Nach Einwanderern kaum bestimmbarer Herkunft in vorgeschichtlicher Zeit besiedelten Phönizier, Griechen, Römer, Araber, Sizilianer und Normannen die Inselgruppe. All diese Einwanderer verschmolzen jedoch im Laufe des Mittelalters zu einer recht homogenen Bevölkerung. Circa 1,8 % der auf Malta lebenden Menschen sind anderer Nationalität, diese Bevölkerung besteht besonders aus Briten, Arabern, Italienern, Indern, Syrern, Deutschen und Griechen. Aber auch über 400.000 Malteser leben im Ausland (meist in Großbritannien oder Italien).

Die maltesische Sprache[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Maltesische Sprache

Die maltesische Sprache ist aus einem maghrebinischen Dialekt des Arabischen entstanden. Es handelt sich also um eine semitische Sprache. Sie ist aber durch die schon erwähnten Einwanderungswellen mit vielen Fremdwörtern durchsetzt, vor allem mit Wörtern aus dem Italienischen. In Europa stellt Malta damit eine Besonderheit dar, da die meisten Sprachen in Europa indogermanischen Ursprungs sind. So kommt es, dass die katholischen Malteser zu Allah beten. Des Weiteren spricht fast jeder Malteser auch Englisch, ein Vermächtnis aus der britischen Kolonialzeit, die erst 1964 endete. Es sei aber darauf hingewiesen, dass sich die Malteser untereinander in ihrer eigenen Sprache, dem Maltesischen, unterhalten und auch sie Englisch erst als Fremdsprache erlernen müssen.

Der maltesische Alltag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie die Bewohner der anderen Mittelmeerländer halten auch die meisten Malteser der Hitze geschuldet nachmittags Siesta. Diese beginnt nach dem Mittagessen und dauert zwei bis drei Stunden. In dieser Zeit bleibt die Mehrzahl der Geschäfte geschlossen. Nach dem Abendessen ist bei der einheimischen Bevölkerung ein Abendspaziergang üblich.

Kleidung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einstellung zur Kleidung ist aufgrund der starken katholischen Prägung weniger liberal als in anderen europäischen Ländern. Baden oder Sonnenbaden ohne Kleidung ist gesetzlich verboten. Wie in den meisten katholischen Ländern erregt das Tragen von Miniröcken, Shorts oder schulterfreien Kleidungsstücken in Kirchen Anstoß.

Bilder von Maltesern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b The CIA World Factbook Abgerufen am 26. Juli 2016
  2. Distribution of Population by Region: Census Years 1842–2011. In: News Release. National Statistics Office – Malta, 16. September 2014, abgerufen am 23. November 2016 (PDF, 150 kB, englisch).