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Bezirk Gera

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Basisdaten
Bezirkshauptstadt Gera
Fläche 4.004 km²[1]
Einwohner 742.000 (1989)[1]
Bevölkerungsdichte 185 Ew./km²
Bezirksnummer 10
Kfz-Kennzeichen N
Gliederung 1990
Stadtkreise 2
Kreise 11
Gemeinden 531
Karte
Lage des Bezirks Gera in der DDRBezirk CottbusBezirk DresdenBezirk ErfurtBezirk Frankfurt (Oder)Bezirk GeraBezirk HalleBezirk Karl-Marx-StadtBezirk LeipzigBezirk MagdeburgBezirk NeubrandenburgBerlinBezirk PotsdamBezirk RostockBezirk SuhlBezirk SchwerinVolksrepublik PolenTschechoslowakeiBerlin (West)Deutschland#Bundesrepublik Deutschland und DDR (1949–1990)Dänemark
Lage des Bezirks Gera in der DDR

Der Bezirk Gera war eine Verwaltungseinheit in der Deutschen Demokratischen Republik. Er wurde 1952 nach Auflösung der Länder als einer von insgesamt 14 Bezirken eingerichtet. Im Jahre 1990 wurde der Bezirk Gera im Zuge der Wiedererrichtung der Länder auf dem Gebiet der DDR aufgelöst.

Verwaltungsgliederung

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Der Bezirk bestand bis zu seiner Auflösung am 2. Oktober 1990 aus 2 Stadt- und 11 Landkreisen und erfuhr seine Fortführung im Land Thüringen, wobei die Kreise und Gemeinden auch neue Schlüsselkennzahlen erhielten, die bis zur kommunalen Neugliederung am 1. Juli 1994 Gültigkeit behielten. Erst ab Juli 1994, mit Inkrafttreten des Gesetzes zur Neugliederung der Landkreise und kreisfreien Städte in Thüringen (Thür NGG – Thüringer Neugliederungsgesetz) vom 16. August 1993, erhielten die Kreise (mit den untergeordneten Gemeinden) und die kreisfreien Städte neue Schlüsselnummern. Der Bezirk Gera bildete nun den östlichsten Teil des Landes Thüringen.

Ehem. Kreis-
nummer
(TGS)
Kreis Bevölkerung am 03.10.1990 Anzahl der
Gemeinden
Fläche (ha)
am Jahres-
ende 1990
Kreis-Nr. von
1990 bis 1994
(AGS)
insgesamt männlich weiblich
1031.. Gera, Stadtkreis 129.713 61.691 68.022 1 07.800 16002...
1032.. Jena, Stadtkreis 102.680 48.464 54.216 1 05.900 16003...
1001.. Eisenberg 032.729 15.740 16.989 43 24.233 16017...
1002.. Gera-Land 055.940 26.679 29.261 64 46.991 16019...
1011.. Greiz 053.833 25.010 28.823 32 22.781 16021...
1003.. Jena-Land 032.632 15.689 16.943 48 36.672 16025...
1004.. Lobenstein 028.094 13.542 14.552 42 35.605 16027...
1005.. Pößneck 051.272 24.347 26.925 51 41.077 16032...
1006.. Rudolstadt 065.836 31.533 34.303 70 46.858 16033...
1007.. Saalfeld 057.309 27.448 29.861 49 33.714 16034...
1008.. Schleiz 031.555 14.929 16.626 51 45.454 16035...
1009.. Stadtroda 032.296 15.696 16.600 44 27.181 16041...
1010.. Zeulenroda 037.602 17.787 19.815 35 26.252 16045...
10..00 Bezirk Gera 711.491 338.5550 372.9360 5310 400.5180 zum Land Thüringen

Regierungs- und Parteichefs

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Vorsitzende des Rates des Bezirkes

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Erste Sekretäre der SED-Bezirksleitung

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  • Industrielle Schwerpunkte: Chemie (Rudolstadt-Schwarza), Elektrotechnik, Elektronik, Modedruck, Werkzeugmaschinenbau (Gera), Optik, Feinmechanik (Jena), Stahlerzeugung (Unterwellenborn), Keramik (Kahla), Uranerzbergbau (Ronneburg)
  • Größte Städte:
  1. Gera (134.834 [1988])
  2. Jena (108.010 [1988])
  3. Greiz (35.822 [1984])
  4. Saalfeld/Saale (33.586 [1984])
  5. Rudolstadt (32.232 [1984])
  6. Pößneck (18.045 [1984])
  7. Zeulenroda (14.659 [1984])
  8. Eisenberg (13.361 [1984])
  9. Hermsdorf (10.835 [1984])
  10. Neustadt an der Orla (10.822 [1984])
  11. Weida (10.805 [1984])

Durch die Siegelordnung der DDR vom 28. Mai 1953 verloren alle regionalen Wappen ihre Bedeutung als Marke bzw. Siegel. Jedoch wurden die Wappen der Städte und Kreise weiterhin an Gebäuden oder in Publikationen verwendet, ohne eine amtliche Funktion zu erfüllen. Das in einigen Büchern verwendete Wappen des Bezirkes Gera zeigt in Wirklichkeit das Wappen der Stadt Gera. Amtlich war das Siegelwappen der DDR. Erst durch die Kommunalverfassung der DDR vom 17. Mai 1990 konnten Gemeinden und Kreise erstmals wieder ausdrücklich Wappen führen und als Siegel verwenden.

Der Rat des Bezirkes Gera verlieh jährlich einen Kunstpreis.

  • Bezirk Gera, Bilder einer neuen Zeit. Hrsg.: Rat des Bezirks Gera, 1975; 1980 auch im Greifenverlag Rudolstadt.
Commons: Bezirk Gera – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. a b 40 Jahre DDR. Staatliche Zentralverwaltung für Statistik, Mai 1989.