Biel-Magglingen-Bahn

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Biel-Magglingen-Bahn (2005)
Logo von FUNIC

Die 1887 eingeweihte Biel-Magglingen-Bahn ist eine Standseilbahn in der Schweiz und verbindet Biel/Bienne mit Magglingen. Die Höhendifferenz der Bahnanlage beträgt 442 m, die Strecke ist 1693 m lang.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktie über 500 Franken der Drahtseilbahn-Gesellschaft Biel-Magglingen vom 5. Oktober 1886

Bau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bahn wurde 1887 durch Pümpin, Herzog & Cie, Bern gebaut und bis 1923 als Wasserballastbahn betrieben. 1923 wurden die Wagen durch von Roll erneuert und der Wasserballast pro Wagen von 3,5 t auf 4,5 t erhöht. 1954 wurde die Anlage ebenfalls durch von Roll auf elektrischen Betrieb umgebaut, wobei die Bremszahnstange System Riggenbach entfernt wurde und die Wagen abermals erneuert wurden. 2001 wurde die Anlage durch Doppelmayr auf den neusten Stand gebracht.[1][2]

Plakat der Drahtseilbahn Biel-Magglingen, um 1890

Elektrifizierung 1923[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Umstellung auf elektrischen Betrieb erforderten umfassende Anpassungen der Infrastruktur im Bereich Hochbau, mechanische Einrichtungen, Telefonsignal und Rollmaterial.[3]

Renovation von 2001[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2001 wurde die Infrastruktur umfassend erneuert. Neben den neuen Kabinen wurden Motor und Steuerung erneuert und neue Sicherheitstechnik eingebaut. Mit dem neuen Antrieb konnte auch die Fahrzeit auf unter 10 Minuten verkürzt werden. Die Tal- und Bergstationen wurden für ein behindertengerechtes und komfortables Ein- und Aussteigen gestaltet.[4]

Renovation von 2019[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2019 wurde das Gleisbett mit den Schienen aus dem 19. Jahrhundert ersetzt. Seile und rollen wurden ausgetauscht und das Antriebs- und Steuerungssystem wurde revidiert. Die Kabinen von 2001 wurden zudem renoviert. Die Gesamtinvestition für die fünfmonatige Bautätigkeit betrug rund 9 Millionen Schweizer Franken.[5]

Betrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2000 wurden 610000 Passagiere befördert. Das Jahr zuvor wurden 3,5 % mehr Fahrgäste befördert. Offenbar variieren die Nutzungszahlen je nach Wetter. Am meisten Personen werden befördert, wenn im Winter Nebel im Mittelland liegt und oben die Sonne scheint.[6]

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Strecke war zu Anfang als dreischienige Anlage mit Mittelausweiche aufgebaut. Zusätzlich war zum Bremsen eine Riggenbach-Zahnstange eingebaut. Beim Umbau 1954 wurde die Anlage zu einer zweischienigen Anlage mit Mittelausweiche ohne Zahnstange umgebaut. Unmittelbar nach der Talstation folgt eine 90 Meter lange Brücke.

Im Jahr 2000 hat die Bahn mit der Biel-Leubringen-Bahn zur FUNIC fusioniert.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Biel-Magglingen-Bahn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Funimag: FUNIC Biel–Magglingen: Yesterday
  2. Walter Hefti: Schienenseilbahnen in aller Welt, Birkhäuser Verlag, 1975, ISBN 3-7643-0726-9
  3. Der 38. Geschäftsbericht des Verwaltungsrats der Drahtseilbahngesellschaft Biel-Magglingen (1924) erwähnt Gesamtkosten der Rennovation in der Höhe von Fr. 230146.-
  4. Der Bund, 8. Juni 2001, Seite 36.
  5. Magglingenbahn ist wieder in Betrieb. Abgerufen am 4. Oktober 2019 (Schweizer Hochdeutsch).
  6. Der Bund, 8. Juni 2001, Seite 36.