Bioenergy 2020+

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Bioenergy 2020+ GmbH
Rechtsform Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Gründung 2003
Sitz Graz, Österreich; Koordinaten: 47° 3′ 29,7″ N, 15° 27′ 49,2″ O Außenstellen in Güssing, Wieselburg
Leitung Walter Haslinger, Roman Schmid
Mitarbeiter ca. 100
Branche Forschung, Entwicklung, Demonstration
Website www.bioenergy2020.eu
Stand: 12. Mai 2015

BIOENERGY 2020+ GmbH ist ein COMET K1-Zentrum für die Forschung, Entwicklung und Demonstration im Sektor Energetische Nutzung von Biomasse. Sie befindet sich in Graz, am Campus Inffeldgasse.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das 2003 gegründeten Kompetenzzentrum Austrian Bioenergy Centre mit einer Außenstelle in Wieselburg war eines der 18 österreichweiten Kplus-Zentren der Forschungsförderungsgesellschaft,[1] Im Herbst 2006 hatten sich die wissenschaftlichen Proponenten des K-net-Netzwerkes RENET Austria und des Kplus-Zentrums Austrian Bioenergy Centre auf eine gemeinsame Einreichung im Rahmen des neu gestalteten COMET-Programmes geeinigt.[2] Am 24. Oktober 2008 fand der für die Umfirmierung notwendige Notariatsakt statt, die Eintragung ins Firmenbuch als BIOENERGY 2020+ GmbH erfolgte schließlich Ende Januar 2009[3][4][5][6] 2013 erfolgte die Einreichung im Rahmen der 3. Ausschreibung der COMET Programmlinie K1 Zentren der FFG.[7] Am 10. Juli 2014 wurde die Neubewilligung bekanntgegeben.[8] Das Zentrum firmiert seither unter dem Kürzel BE 2020_2.0.

Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eigentümerstruktur:[9]

Firmensitz ist Graz, weitere Standorte befinden sich in Güssing (Europäisches Zentrum für erneuerbare Energie) und Wieselburg (im Technologie- und Forschungszentrum /Technopol Wieselburg-Land der Ecoplus,[10][11]) Forschungsstätten werden in Pinkafeld und Tulln (am Technopol Tulln) betrieben.

Schwerpunkt der COMET-Kompetenzzentren ist eine enge Verbindung von angewandter Wissenschaft und wirtschaftlicher Nachfrage (Forschung und Entwicklung und zweckorientierte Grundlagenforschung). Rund 100 Forscher aus unterschiedlichen Fachgebieten arbeiten bei BIOENERGY 2020+ in Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen und Industriepartnern an Lösungen für die Energetische Nutzung von Biomasse.

Forschungsfelder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bioenergy 2020+ forscht an:[9][12]

  • Verbrennung von Biomasse in kleinen, mittleren und Großanlagen (u. a. Neue Biomasseressourcen, Emissions- & Effizienzoptimierung bei Kleinanlagen, Neue Regelungskonzepte für Biomassefeuerungsanlagen, Feinstaub-Ursachen und Gegenmaßnahmen)
  • Thermische Vergasung von Biomasse
  • Biogas (u. a. Neue Biogaskonzepte, Optimierung von Biogasanlagen)
  • Biotreibstoff – konventionell und innovativ (u. a. Polygeneration-Konzepte, Biogene Abfallnutzung)
  • Brennstoff-, Substrat- und Asche-Charakterisierung
  • Brennstofflogistik
  • Aufbereitung von Abfällen zur energetischen Nutzung
  • CFD-Simulation und Modellierung (u. a. Virtuelles Biomassekraftwerk auf CFD-Simulationsbasis)

Bioenergy 2020+ führt im Bereich Biotreibstoffe das Sekretariat des IEA-Programms Fortschrittliche Motorkraftstoffe (IEA-AMF Advanced Motor Fuels),[13] ist im Vorstand der Europäischen Technologieplattform für Erneuerbares Heizen und Kühlen vertreten (ETP-RHC European Technology Platform on Renewable Heating & Cooling)[14] und berät den VDI bei der Erstellung von Richtlinien zur sicheren Lagerung von Holzpellets (VDI-Richtlinie 3464 Lagerung von Holzpellets).[15][16]

Im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogramms der Europäischen Kommission ist Bioenergy 2020+ als Koordinator und wissenschaftlicher Partner in mehreren Projekten eingebunden:[17] Unter anderem als Koordinator in den Projekten AshMelT (Entwicklung eines praktischen und zuverlässigen Tests zur Bestimmung des Ascheschmelzpunkts von Biomasse-Brennstoffen, insbesondere Holzpellets, 2012–2014)[18][19][20] und SafePellets (Sicherheits- und Qualitätssicherungsmaßnahmen entlang der Pellet-Versorgungskette, 2012–2014)[21][22], als wissenschaftlicher Partner in den Projekten BeReal (BeReal - Verbesserte Testmethoden für optimale Leistungen von Biomasse Feuerstätten unter realistischen Einsatzbedingungen, 2013–2016),[23] und einem Projekt zur Entwicklung eines Korrosionstests für Edelstahlkamine.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Austrian Bio Energy Center tüftelt für KMU (Memento vom 3. Dezember 2013 im Internet Archive). In: Wirtschaftsblatt online, 4. April 2007.
  2. Energieforschungsstrategie für Österreich. (PDF; 2,3 MB), abgerufen am 20. November 2013.
  3. Unternehmensgeschichte; bioenergy2020.eu, abgerufen am 20. November 2013.
  4. Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie: COMET - Competence Centers for Excellent Technologies, abgerufen am 12. November 2012.
  5. Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft: Comet K1 Zentren, abgerufen am 12. November 2012.
  6. Otto Starzer, FFG: 10 Jahre Bioenergieforschung im Rahmen des österr. Kompetenzzentren-Programms. (PDF, 0,6 MB; lko.at; abgerufen am 3. November 2015).
  7. K1-Zentren: 14 Anträge im Rahmen der 3. Ausschreibung eingereicht; ffg.at, abgerufen am 15. Januar 2014.
  8. Mitterlehner/Bures: Startschuss für 10 neue K1-Zentren gefallen. In: Austria Presse Agentur, APA OTS0016, 10. Juli 2014. 
  9. a b Imagebroschuere BE2020 (Memento des Originals vom 29. Juli 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bioenergy2020.eu (PDF; 4,3 MB; abgerufen am 20. November 2013).
  10. Technologie- und Forschungszentrum Wieselburg-Land (Memento des Originals vom 20. Januar 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ecoplus.at. ecoplus.at, abgerufen am 17. Januar 2014
  11. Technopol Wieselburg (Memento des Originals vom 2. Februar 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ecoplus.at. ecoplus.at, abgerufen am 17. Januar 2014
  12. Forschung in der Steiermark - Wissenschaftsbericht 2011/12. (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.landtag.steiermark.at, S. 228 f. (PDF, 4,53 MB; landtag.steiermark.at; abgerufen am 3. November 2015).
  13. International Energy Agency (IEA): AMF - Advanced Motor Fuels (English) Abgerufen am 30. Januar 2014.
  14. European Technology Platform on Renewable Heating & Cooling (RHC-Platform) (English) Abgerufen am 30. Januar 2014.
  15. Richtlinie des Monats September: Sicher heizen mit Holzpellets; VDI.de, 27. August 2012, abgerufen am 17. Januar 2014.
  16. VDI-Richtlinie: VDI 3464 Lagerung von Holzpellets beim Verbraucher - Anforderungen an das Lager sowie Herstellung und Anlieferung der Pellets unter Gesundheits- und Sicherheitsaspekten; VDI.de, abgerufen am 17. Januar 2014.
  17. EU-Projekte mit Beteiligung von Bioenergy 2020+; Suche nach Projekten mit BIOENERGY 2020+ in EU-Forschungsprojekten, abgefragt am 17. Januar 2014.
  18. Projekt Ashmelt, Homepage.
  19. Projekt AshMelT DE. YouTube-Video, Dauer 12:36, veröffentlicht am 16. Oktober 2013.
  20. AshMelT-Projekteintrag auf CORDIS; abgerufen am 17. Januar 2014.
  21. Projekt SafePellets, Homepage
  22. SafePellets-Projekteintrag auf CORDIS; abgerufen am 17. Januar 2014.
  23. BeReal-Projekteintrag auf CORDIS; abgerufen am 17. Januar 2014.