Bit-Bahiani

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bit-Bahiani und andere aramäische Fürstentümer im 10./9. Jhr v. Chr

Bit-Bahiani war ein aramäisches Fürstentum mit der Hauptstadt Gosan (Tell Halaf) am oberen Lauf des Habur. In unmittelbarer Nähe dazu lag die Stadt Sikani (Tell Fekheriye), die von manchen mit der alten mitannischen Hauptstadt Waššukanni identifiziert wird.

Geschichte[Bearbeiten]

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Seit wann Bit-Bahiani ein Vasallen-Staat von Assyrien war, kann nicht genau bestimmt werden. Erste Tributzahlungen sind unter Adad-nirari II. aus dem Jahr 894 v. Chr. belegt, der den damaligen König Abi-Salamu erwähnt.[1] Kurz danach schlossen sich die Stadtstaaten Bit-Bahiani und Izalla zusammen, um gegen die assyrische Vorherrschaft zu rebellieren. Das Vorhaben scheint jedoch misslungen zu sein, da beide verbündeten Staaten wieder in den Tributlisten von Aššur-nasir-pal II. 882 v. Chr. auftauchen.

In der Folgezeit verlief die Entwicklung ruhig. Erst 810 v. Chr. erfolgte die nächste kriegerische Auseinandersetzung, als Šammuramat um 810 v. Chr. die gesamte Region dem assyrischen Reich einverleibte. Ein Aufstand von 759 v. Chr. wurde 758 v. Chr. niedergeschlagen. Letztmals wird Bit-Bahiani unter dem Statthalter Bachiannu erwähnt.

Herrscher von Bit-Bahiani[Bearbeiten]

Könige[Bearbeiten]

Statthalter[Bearbeiten]

  • Mannu-kima-matu-Aššur um 793 v. Chr.
  • Pur-sagale um 763 v. Chr.
  • Bel-harran-Bel-uṣur um 727 v. Chr.
  • Mutakkil-Aššur um 706 v. Chr.

Anmerkungen und Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vgl. A. Kirk Grayson: Assyrian Rulers of the Early First Millenium BC I (1114-859 BC). The Royal Inscriptions of Mesopotamia. Assyrian periods 2. Toronto u.a. 1991, S. 145-155, hier S. 153 (= A.0.99.2, Z. 100ff.).

Literatur[Bearbeiten]

  • Abd el-Mesih Baghdo, Lutz Martin, Mirko Novák, Winfried Orthmann: Ausgrabungen auf dem Tell Halaf in Nordost-Syrien. Vorbericht über die erste und zweite Grabungskampagne, Harrasowitz, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-447-06068-4
  • Trevor Bryce: The Routledge Handbook of The People and Places of Ancient Western Asia: The Near East from the Early Bronze Age to the Fall of the Persian Empire. Routledge 2009, ISBN 9781134159086, S. 128 (Auszug (Google))
  • Paul Collins: From Egypt to Babylon: The International Age 1550-500 BC. Harvard University Press 2008, ISBN 9780674030961, S. 125 (Auszug (Google))
  • Trevor Bryce: The World of Neo-Hittite Kingdoms: A Political and Military History. Oxford University Press 2012, ISBN 9780199218721, S. 46, 164, 211-212 (Auszug (Google))

36.83333333333340.066666666667Koordinaten: 36° 50′ 0″ N, 40° 4′ 0″ O