Blücherdenkmal (Breslau)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Das Blücherdenkmal um 1900

Das Blücherdenkmal war ein Denkmal zu Ehren des preußischen Generalfeldmarschall Gebhard Leberecht von Blücher auf dem Blücherplatz (auch Salzmarkt) in Breslau.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte des Blücherdenkmals in Breslau beginnt mit der Bildung eines Denkmalausschusses (in) der Stadt Breslau im Jahre 1815. Entworfen wurde es von dem Berliner Bildhauer Christian Daniel Rauch. Im Oktober 1819 errichtete Rauch am vorgesehenen Standort, mitten auf dem quadratisch angelegten Blücherplatz, ein 1:1-Modell aus Leinwand und Pappe, um die Größenverhältnisse zu prüfen. Zwei Jahre später erfolgte im Königlichen Gießhaus in Berlin der Bronzeguss der Statue. Als das Standbild am 27. November 1824 in Breslau eintraf, war der Sockel wegen Geldmangels noch nicht fertig und so wurde das Standbild in einem Schuppen eingelagert. Das Blücherdenkmal wurde am 26. August 1827 feierlich eingeweiht.
Auf dem Monolithen aus grauem Granit stellt Blücher in schreitender Position dar. Mit der nach oben ausgestreckten linken Hand scheint er die Richtung „Vorwärts“ vorzugeben, mit seiner rechten Hand hat er ein Schwert gefasst. Vier Adler an den Ecken des Sockels sind durch Girlanden miteinander verbunden. An der Vorderseite des Sockels ist die Widmungsinschrift in ursprünglich vergoldeten Lettern zu lesen: MIT GOTT FUER KOENIG UND VATERLAND.

Als Schutzmaßnahme vor Bombenangriffen wurde das Standbild im Herbst 1944 abgenommen und im Botanischen Garten vergraben. Nach dem Ende des Krieges wurde das Blücherstandbild wieder ausgegraben. Erst im Jahre 1949 wurde das Standbild schließlich verschrottet. An gleicher Stelle steht heute die Skulptur Mała Iglica (dt. Kleine Nadel).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 51° 6′ 33,9″ N, 17° 1′ 46″ O