Bobby Farrell

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Bobby Farrell, 2006

Roberto Alfonso „Bobby“ Farrell (* 6. Oktober 1949 in Sint Nicolaas, Aruba, Niederländische Antillen; † 30. Dezember 2010 in Sankt Petersburg, Russland[1]) war ein niederländischer DJ und Tänzer, der als Mitglied der besonders in den 1970er Jahren erfolgreichen Musikgruppe Boney M. bekannt wurde.

Frühe Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Farrell wurde auf der Insel Aruba auf den Kleinen (Niederländischen) Antillen geboren, wo er bis zum Alter von 15 Jahren lebte. Nach Abschluss der Schule arbeitete er zwei Jahre lang als Seemann, bis er sich in Norwegen niederließ. Von dort zog er in die Niederlande, wo er als Disc Jockey arbeitete, später dann nach Deutschland.

Jahre bei Boney M.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch in Deutschland arbeitete er hauptsächlich als DJ, zuletzt in Hannover,[2] wo er 1976 von Frank Farian als Tänzer für dessen Gruppe Boney M. gewonnen wurde. Durch seine extravaganten Tanzchoreografien bei den Auftritten der Gruppe hatte er großen Anteil an deren Erfolg.

Da die männliche Gesangsstimme von Boney M. von Farian stammte, bewegte er seine Lippen zu Musik und Gesang vom Band (Full-Playback).[3][4] 1982 wurde Farrell bei Boney M. nach Querelen mit Farian durch Reggie Tsiboe ersetzt, kehrte jedoch 1984 nach Beilegung der Differenzen zur Gruppe zurück.

Spätere Jahre und Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Farrell war von 1981 bis 1994 mit dem jugoslawischen Fotomodell Jasmina Šaban verheiratet.[5] Nach der Auflösung von Boney M. verschwand er weitgehend aus der Öffentlichkeit. Ab 1992 trat er – gegen Farians Willen – mit seiner eigenen Boney-M.-Formation auf. 2005 war er als Tänzer im Videoclip zu Turn on the Music von Roger Sanchez zu sehen.

Am 30. Dezember 2010 wurde Farrell während einer Konzerttournee tot in seinem Hotelzimmer in Sankt Petersburg aufgefunden. Er starb laut Obduktionsbericht an Herzversagen.[6] Die Beisetzung erfolgte am 8. Januar 2011 auf dem Amsterdamer Friedhof Zorgvlied.[7][8] Farrell lebte im Stadtteil Gaasperdam in Amsterdam-Zuidoost. Erst ein Jahr vor seinem Tod war er nach Amstelveen gezogen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stern vom 30. Dezember 2010 via archive.org (Memento vom 2. Januar 2011 im Internet Archive), abgerufen am 23. April 2016
  2. Torsten Thissen, Frank Lambertz: Hier singt der Chef noch selbst WELT vom 10. April 2007.
  3. Whatever happened to Boney M? (englisch). BBC News, 29. Januar 2002, abgerufen am 28. Juni 2011 (englisch).
  4. Schwere Vorwürfe gegen Frank Farian. In: focus.de. 15. November 2013, abgerufen am 4. Februar 2021.
  5. Makedonska svadba decenije: Bobby Farrell (Boney M.) i Jasmina Šaban iz Skoplja (1981). Abgerufen am 4. Januar 2022.
  6. Stern-Online vom 2. Januar 2011 via archive.org: Boney-M-Star Bobby Farrell gestorben (Memento vom 3. Januar 2011 im Internet Archive)
  7. Radio Netherlands Worldwide vom 7. Januar 2011 (Memento vom 10. Januar 2011 im Internet Archive)
  8. knerger.de: Das Grab von Bobby Farrell