Bodelschwinghkirche (Hannover)

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Bodelschwinghkirche

Die Bodelschwinghkirche in Hannover im Stadtteil Ledeburg war eine evangelisch-lutherische Kirche unter der Adresse Meyenfeldstraße 1.[1]

Das Sakralgebäude ist nach Friedrich von Bodelschwingh benannt.

Baubeschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche ist ein zweigeschossiger Bau mit Gemeindesaal und Konfirmandenraum, Sakristei und Eingangshalle im Erdgeschoss. Von dort führt ein Treppenhaus zum Kirchenschiff im ersten Stock. Der Glockenturm steht abseits des Kirchengebäudes in Straßennähe. Den Kirchenbau entwarf der Architekt Wolfgang Rauda. Die Reliefs und die rückwärtige äußere Altarwand mit einer Betonplastik gestaltete der Bildhauer Peter Greve.[2] Der Bildhauer Norbert Labenz schuf 2003 ein Werk an der Altarwand, das in die Dornenkrone integriert ist.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Grundsteinlegung erfolgte am 31. Mai 1963, das Richtfest war am 6. November 1963. Im Jahr 1964 wurde die Kirche eingeweiht.[2]

Zu den in der Kirchengemeinde tätigen Geistlichen zählte der Pastor Siegfried Helmer, Mitglied der SPD und der Gewerkschaft IG Metall, der sich auch als Arbeiterpfarrer verstand.[4]

Die Kirche wurde bei einem Festgottesdienst am zweiten Weihnachtstag 2021 von der hannoverschen Regionalbischöfin Petra Bahr entwidmet.[5] Am 1. Januar 2022 ging das Areal in das Eigentum eines Bauunternehmens über, das anstelle der Kirche Wohngebäude mit 45 Wohnungen errichten will. Die Kirchengemeinde wird voraussichtlich ihren Sitz in einem neu errichteten Kirchenzentrum auf dem Areal der 2021 abgerissenen Corvinuskirche im Stadtteil Stöcken erhalten.[6]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Siegfried Helmer: Festschrift zur Einweihung der Bodelschwingh-Kirche Hannover-Ledeburg am 1. Advent 1964, Hannover-Ledeburg: Bodelschwingh-Kirchengemeinde, 1964
  • ... Kirchweihfest in der Bodelschwingh-Kirche ... (= Mitteilungen der Bodelschwingh-Kirchengemeinde Hannover-Ledeburg), Hannover-Ledeburg: Bodelschwingh-Gemeinde
    • Teil 3: 3. Dez. 1967, 1967, Heft 11
    • Teil 4: 1. Dez. 1968, 1968, Heft 11
  • Wolfgang Puschmann: Bodelschwinghkirche. In: Hannovers Kirchen. 140 Kirchen in Stadt und Umland. Hermannsburg 2005, S. 185.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Bodelschwinghkirche (Hannover) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wolfgang Puschmann: Bodelschwinghkirche. In: Hannovers Kirchen. 140 Kirchen in Stadt und Umland. Hermannsburg 2005, S. 185.
  2. a b Beschreibung der Kirche durch den Architekten Wolfgang Rauda
  3. siehe Literatur: Wolfgang Puschmann: Bodelschwinghkirche, S. 185
  4. o. V.: Berufliches, Artikel im Archiv des Magazins Der Spiegel [ohne Datum, um 1970], S. 142; PDF-Dokument
  5. Regionalbischhöfin entwidmet Bodelschwingh-Kirche. In: Internetpräsenz. Ev.-luth. Landeskriche Hannovers, 27. Dezember 2021, abgerufen am 6. Januar 2022.
  6. Abschied und Neuanfang bei Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Ledeburg-Stöcken

Koordinaten: 52° 24′ 49,5″ N, 9° 40′ 42,3″ O