Botanischer Garten der Stadt Hof

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Botanischer Garten Hof
Bürgerbrunnen
Hutschenreiter-Brunnen

Der Botanische Garten der Stadt Hof ist ein städtischer Botanischer Garten in Hof. Die 32 verschiedenen Quartiere sind landschaftliche Nachbauten aus verschiedenen Kontinenten. Durch seine Felsspaltengärten ist er ein deutschlandweites Kompetenzzentrum.[1]

Er liegt im Norden Hofs, zwischen dem Zoologischen Garten mit dem Geologischen Garten und dem Bürgerpark Theresienstein. Alle drei Bereiche bilden neben dem Untreusee, der im Süden der Stadt gelegen ist, einen zweiten Naherholungsbereich, der über die Stadt hinaus von Bedeutung ist. Die Adresse ist die Alte Plauener Straße 16.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der am 1. April 1929 gegründete Schulgarten wurde bis 1932 unter dem Stadtgärtner Rudolf Hutschenreiter zu einem Botanischen Garten erweitert. Im 2. Weltkrieg wurde der Garten unter anderem von Kriegsgefangenen für den Gemüseanbau aufrechterhalten. 1958 fand unter dem Stadtgärtner Hermann Fuchs eine Generalüberholung statt. Vom 29. April bis 3. Oktober 1994 war der Botanische Garten Teil der Bayerischen Landesgartenschau.[2] Der neue Stadtgärtner Christoph Ruby baute ab 1998 den Garten weiter aus.[3]

Der Garten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben größeren Blumenpflanzungen enthält der Garten Bereiche verschiedenster Art, u. a. ein Rosarium, einen Steingarten und Heilpflanzen. Zu seinen weiteren Bestandteilen gehören auch Erholungsorte mit Bänken und Pavillons. Die jeweiligen Pflanzungen sind mit Informationstafeln ausgestattet, versehen mit taxonomischen Fachbegriffen.

Pflanzquartiere sind u. A.: das Rosarium, der Steingarten Weiß-Blau, die Prachtstauden, die Staudenbeete, der Wechselflor, der Froschbrunnen mit der Pergola, der Kaleidoskop-Garten, die Drei Mädchen im Wind, der Teich mit Bürgerbrunnen, die Teichbeete am Hauptweg, die Teichbeete am Grün, die Pflanzen am Bach, die Steingärten Serpentinit, Kohlenkalk, Hexenbesen, Hofer Marmor und Krustensteinbrech, die Alpenwand, die Steinkugel mit Haiku-Gedicht, der Felsspaltengarten Muschelkalk, das Schattenquartier, die Voreiszeitlichen Pflanzen, die Ploxallee und Silphien, der Heidegarten, die Pflanzung mit Gedenktafel Walther von der Vogelweide, der Bartiris- und Eklogit-Hügel, das Matterhorn und der Heilpflanzengarten.

Eine Besonderheit des Botanischen Gartens für die Pflanzen ist die starke Nachtabkühlung in der Region Hochfranken, die für viele Pflanzen von Vorteil ist.[4]

In den Sommermonaten werden auch außerhalb des Botanischen Gartens im angrenzenden Park Theresienstein Blumenbeete angelegt. Beispiele hierfür sind das Teppichbeet an der Löwenstatue oder die Pflanzung an der Thomashöhe.

Öffnungszeiten sind vom 1. April bis 31. August von 8:00 bis 20:00 Uhr und vom 1. September bis 31. Oktober von 8:00 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit. Von Allerheiligen bis zum 31. März ist der Park geschlossen. Der 1996 gegründete Förderverein des Botanischen Gartens und der Verein Theresienstein Hof e. V. ermöglichen einen kostenfreien Eintritt.[5]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Botanische Garten Hof. Herausgegeben vom Förderverein Botanischer Garten und Theresienstein Hof e. V.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Botanischer Garten Hof – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadtgärtner Christoph Ruby, in: Der Botanische Garten Hof, a. A. .O., S. 7.
  2. Landesgartenschau Hof 1994. Abgerufen am 02. Mai 2020.
  3. Die Historie des Botanischen Gartens in Hof. Abgerufen am 02. Mai 2020.
  4. Christoph Ruby, in: Der Botanische Garten Hof, a. A. .O., S. 7.
  5. Förderverein Botanischer Garten

Koordinaten: 50° 19′ 45″ N, 11° 55′ 21″ O