Hochfranken

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Karte von Hochfranken und Lage in Deutschland

Hochfranken – auch als Nordostoberfranken bezeichnet – umfasst das Hofer Land mit der kreisfreien Stadt Hof und dem Landkreis Hof sowie den Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge. Hochfranken entstand aus der Planungsregion Oberfranken-Ost im bayerischen Regierungsbezirk Oberfranken. Ungefähr 215.000[1] Einwohner leben in dieser Region.

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werbeplakat in Hof

Der Begriff Hochfranken kennzeichnet keine Verwaltungseinrichtung oder geohistorische Region, sondern ist eine Wortneuschöpfung der jüngsten Zeit zur Unterstützung einer Initiative zum Standortmarketing und Regionalmanagement. Die früher gebräuchliche Bezeichnung Nordostoberfranken soll sukzessive durch Hochfranken ersetzt werden. Ein Beispiel ist die Sparkasse Hochfranken mit Sitz in Selb, deren Geschäftsgebiet die Stadt Hof sowie die Landkreise Hof und Wunsiedel im Fichtelgebirge ist.

Diese Initiative, mit dem Ziel, die zentrale Lage der Region in Europa als Brückenkopf zum östlichen Mitteleuropa zu nutzen, soll die großen Strukturprobleme (Abwanderung, Überalterung), verursacht durch die Randlage im Nachkriegseuropa (Eiserner Vorhang), mindern.

Nordostoberfranken steht für eine geographisch und wirtschaftlich abgrenzbare Einheit, geprägt durch seine Hochlage mit Fichtelgebirge und Frankenwald und kontinental beeinflusstem Klima, hohe Industriedichte (Keramik, Kunststoff, Textil, Maschinenbau basierend auf mittelalterlichem Bergbau) sowie starke Verflechtung zum sächsischen Industrierevier und zum Egerland (Euregio Egrensis).

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hochfranken ist mit dem Auto, mit der Bahn und dem Flugzeug günstig zu erreichen.

Straße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berlin und München sind mit der Anbindung an die A 9 jeweils in drei Stunden erreichbar. Weiterhin gibt es den Anschluss an die A 72 mit der Verbindung nach Chemnitz/Dresden sowie den Beginn der A 93 in Richtung Regensburg mit Anschluss nach Prag. Das Autobahndreieck Hochfranken an der Einmündung der A 93 in die A 72 auf dem Gebiet der Gemeinde Trogen nordöstlich von Hof trägt den Namen der Region.

Schiene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hochfranken liegt an einer zentralen Bahnstrecke der DB. Vom Bahnhof Hof Hauptbahnhof verkehren regelmäßig Züge nach Dresden, Leipzig, Nürnberg, München und Würzburg. Mit der Verbindung nach Leipzig ist eine Weiterfahrt nach Berlin und mit der Verbindung nach Würzburg eine Weiterfahrt nach Frankfurt/Main möglich.

Luft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom Verkehrslandeplatz Hof-Plauen verkehrte bis Anfang 2012 täglich zweimal eine Maschine nach Frankfurt am Main und zurück. Derzeit findet aufgrund der Insolvenz des bisherigen Betreibers Cirrus Airlines kein Linienflugbetrieb mehr statt.[2]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hochfranken weist eine relativ hohe Industriedichte auf. In den letzten 20 Jahren vollzog sich ein starker Strukturwandel. Neben dem immer stärkeren Verlust der traditionell dominierenden Porzellan- und Textilindustrie bilden heute aus Sicht von Wirtschaftsverbänden Logistik, Dienstleistungs- und innovativere verarbeitende Unternehmen das Rückgrat der hochfränkischen Wirtschaft.

Ausgewählte Orte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hochfranken erstreckt sich auf einer Gesamtfläche von ca. 1.550 Quadratkilometern mit knapp 215.000 Einwohnern in 45 Gemeinden.[3] Die bevölkerungsreichsten Städte sind Hof gefolgt von Marktredwitz, Selb, Münchberg und Wunsiedel im Fichtelgebirge. Folgende elf Gemeinden haben mehr als 5.000 Einwohner:

Stadt und
Wappen
Status
KFZ-Kennzeichen
Lage
Einwohner Markantes Bild
Hof
Wappen Hof.svg
46.286
(31. Dezember 2010)
Rathaus
Marktredwitz
Wappen Marktredwitz.png
17.253
(31. Dezember 2010)
Rathaus und St. Bartholomäus-Kirche am Markt
Selb
Wappen Selb.png
15.894
(31. Dezember 2010)
Porzellanbrunnen
Münchberg
Wappen Münchberg.svg
10.882
(31. Dezember 2010)
Fußgängerzone an der Pulschnitz
Wunsiedel
Wappen Wunsiedel.png
9.515
(31. Dezember 2010)
Blick über die Stadt
Rehau
Rehau Wappen.svg
9.427
(31. Dezember 2010)
Pfarrkirche St. Jobst
Helmbrechts
Wappen Helmbrechts.svg
8.873
(31. Dezember 2010)
Evangelische Kirche
Naila
Wappen Naila.svg
8.071
(31. Dezember 2010)
Evangelische Kirche am Marktplatz
Schwarzenbach an der Saale
Wappen Schwarzenbach an der Saale.png
7.290
(31. Dezember 2010)
Evangelische Kirche St. Gumbertus
Arzberg
Wappen von Arzberg (Oberfranken).svg
5.566
(31. Dezember 2010)
Luftbild von Arzberg
Oberkotzau
Wappen Oberkotzau.jpg
5.536
(31. Dezember 2010)
Schloss von Oberkotzau

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikatlas Bayern. In: www.statistik.bayern.de. Abgerufen am 14. Januar 2017.
  2. Katja Auer, Olaf Przybilla: Flughafen Hof-Plauen vor dem Ende: Abgestürzt. In: sueddeutsche.de. ISSN 0174-4917 (sueddeutsche.de [abgerufen am 15. Januar 2017]).
  3. Statistikatlas Bayern. In: www.statistik.bayern.de. Abgerufen am 14. Januar 2017.