Bothenheilingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bothenheilingen
Bothenheilingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bothenheilingen hervorgehoben
Koordinaten: 51° 11′ N, 10° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Unstrut-Hainich-Kreis
Verwaltungs­gemeinschaft: Schlotheim
Höhe: 229 m ü. NHN
Fläche: 9,47 km2
Einwohner: 449 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 47 Einwohner je km2
Postleitzahl: 99947
Vorwahl: 036043
Kfz-Kennzeichen: UH, LSZ, MHL
Gemeindeschlüssel: 16 0 64 008
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Anger 106
99947 Bothenheilingen
Bürgermeister: André Hettenhausen (parteilos)
Lage der Gemeinde Bothenheilingen im Unstrut-Hainich-Kreis
AltengotternAnrodeBad LangensalzaBad LangensalzaBad TennstedtBallhausenBlankenburgBothenheilingenBruchstedtDünwaldFlarchheimGroßengotternGroßvargulaHaussömmernHerbslebenHeroldishausenHornsömmernIssersheilingenKammerforstKammerforstKirchheilingenKleinwelsbachKlettstedtKörnerKutzlebenMarolterodeMenterodaMittelsömmernMühlhausenMülverstedtNeunheilingenObermehlerOppershausenOppershausenRodebergSchlotheimSchönstedtSchönstedtSüdeichsfeldSundhausenTottlebenUnstruttalUrlebenVogteiWeberstedtWeinbergenKarte
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Kirche in Bothenheilingen
Kirche in Bothenheilingen

Bothenheilingen ist eine Gemeinde im Unstrut-Hainich-Kreis in Thüringen. Sie gehört der Verwaltungsgemeinschaft Schlotheim an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Schlotheim hat.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bothenheilingen liegt etwa zwölf Kilometer (Luftlinie) östlich der Kreisstadt Mühlhausen/Thüringen. Der Ort gehört zur Gruppe der einst 9 Heilingen-Orte (Kirchheilingen, Issersheilingen, Neunheilingen und die Wüstungen Altenheilingen, Appenheilingen, Ottenheilingen, Wolfsheilingen, und Wünschenheilingen) um die Heilinger Höhen am Nordwestrand des Thüringer Beckens.

Der Galgenberg (309,4 m ü. NN) im Norden ist die höchste Erhebung der Flur und ein alter Gerichtsplatz. Die Hügelkette Gotternscher Herzberg (241,5 m ü. NN), Bothenheilinger Herzberg (230,2 m ü. NN) und Welsbacher Herzberg (230,5 m ü. NN) bilden eine etwa 100 Höhenmeter messende Geländestufe zum südlichen Vorland mit dem Unstruttal. Die Höhen bestehen aus widerstandsfähigerem Muschelkalk, das südlich angrenzenden Gelände war aus leichter verwitterndem Keupergestein aufgebaut.[2]

Das landwirtschaftlich geprägte Dorf ist von Weiden, Mais- und Gemüsefeldern umgeben. Durch den Ort fließt der Bach „Grundgraben“, den die Dorfbewohner „Ölbach“ nennen. Er entspringt nordwestlich der Gemeinde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauern fanden beim Anlegen einer Miete einen jüngerbronzezeitlichen Depotfund von sechs Schwertern, die aus südwestlichen Ländern Europas stammen. Es wird angenommen, dass es sich um einen niedergelegten Schatz handelt.[3]

Der Ort Bothenheilingen wurde 1143 erstmals urkundlich erwähnt.[4] Bis 1815 gehörte der unter Oberherrschaft des Kurfürstentums Sachsen stehende Ort als Exklave zum Amt Ebeleben in der Unterherrschaft des Fürstentums Schwarzburg-Sondershausen. 1816 gelangte Bothenheilingen als Folge des Wiener Kongresses an den Kreis Langensalza der preußischen Provinz Sachsen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat Bothenheilingen besteht aus 6 Gemeinderatsmitgliedern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ehrenamtliche Bürgermeister André Hettenhausen (parteilos) wurde am 19. Juni 2016 (Stichwahl) gewählt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Amtliche topographische Karten Thüringen 1:10.000. Eichsfeldkreis, LK Nordhausen, Unstrut-Hainich-Kreis, Kyffhäuserkreis. In: Thüringer Landesvermessungsamt (Hrsg.): CD-ROM Reihe Top10. CD 2. Erfurt 1999.
  3. Michael Köhler: Heidnische Heiligtümer. Vorchristliche Kultstätten und Kultverdachtsplätze in Thüringen. Jenzig-Verlag Köhler, Jena 2007, ISBN 978-3-910141-85-8, S. 124.
  4. Hessische Historische Kommission (Hrsg.): Mainzer Urkundenbuch. Band 2: Peter Acht: Die Urkunden seit dem Tode Erzbischof Adalberts I. (1137) bis zum Tode Erzbischof Konrads (1200). Teil 1: 1137–1175. Selbstverlag der Hessischen Historischen Kommission, Darmstadt 1968, (44).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bothenheilingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien