Bothenheilingen

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Bothenheilingen
Landgemeinde Stadt Nottertal-Heilinger Höhen
Koordinaten: 51° 11′ 12″ N, 10° 37′ 27″ O
Höhe: 229 m ü. NHN
Fläche: 9,47 km²
Einwohner: 439 (31. Dez. 2018)
Bevölkerungsdichte: 46 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 2019
Postleitzahl: 99994
Vorwahl: 036043
Bothenheilingen (Thüringen)

Lage von Bothenheilingen in Thüringen

Kirche St. Christina

Bothenheilingen ist ein Ortsteil der Stadt und Landgemeinde Nottertal-Heilinger Höhen im Unstrut-Hainich-Kreis in Thüringen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bothenheilingen liegt etwa 12 Kilometer (Luftlinie) östlich der Kreisstadt Mühlhausen/Thüringen. Der Ort gehört zur Gruppe der einst neun Heilingen-Orte (Kirchheilingen, Issersheilingen, Neunheilingen und die Wüstungen Altenheilingen, Appenheilingen, Ottenheilingen, Wolfsheilingen, und Wünschenheilingen) um die Heilinger Höhen am Nordwestrand des Thüringer Beckens.

Der Galgenberg (309,4 m ü. NN) im Norden ist die höchste Erhebung der Flur und ein alter Gerichtsplatz. Die Hügelkette Gotternscher Herzberg (241,5 m ü. NN), Bothenheilinger Herzberg (230,2 m ü. NN) und Welsbacher Herzberg (230,5 m ü. NN) bilden eine etwa 100 Höhenmeter messende Geländestufe zum südlichen Vorland mit dem Unstruttal. Die Höhen bestehen aus widerstandsfähigerem Muschelkalk, das südlich angrenzende Gelände ist aus leichter verwitterndem Keupergestein aufgebaut.[1]

Das landwirtschaftlich geprägte Dorf ist von Weiden, Mais- und Gemüsefeldern umgeben. Durch den Ort fließt der Bach „Grundgraben“, den die Dorfbewohner „Ölbach“ nennen. Er entspringt nordwestlich des Ortes.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der bronzezeitliche Depotfund von Bothenheilingen (rechts) mit dem Depot von Kehmstedt (links), den Bronzeschilden von Herzsprung und zwei Schwertgussformen aus Wennungen; Landesmuseum für Vorgeschichte, Halle (Saale)

Bauern fanden 1931 beim Anlegen einer Miete einen jüngerbronzezeitlichen Depotfund von sechs Schwertern, die aus südwestlichen Ländern Europas stammen. Es wird angenommen, dass es sich um einen niedergelegten Schatz handelt.[2]

Der Ort Bothenheilingen wurde 1143 erstmals urkundlich erwähnt.[3] Bis 1815 gehörte der unter Oberherrschaft des Kurfürstentums Sachsen stehende Ort als Exklave zum Amt Ebeleben in der Unterherrschaft des Fürstentums Schwarzburg-Sondershausen. 1816 gelangte Bothenheilingen als Folge des Wiener Kongresses an den Kreis Langensalza der preußischen Provinz Sachsen.

Am 31. Dezember 2019 schloss sich die Gemeinde Bothenheilingen mit weiteren Gemeinden zur Stadt und Landgemeinde Nottertal-Heilinger Höhen zusammen. Die Gemeinden waren zuvor in der Verwaltungsgemeinschaft Schlotheim zusammengeschlossen, die gleichzeitig aufgelöst wurde.[4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemaliger Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat Bothenheilingen bestand aus 6 Gemeinderatsmitgliedern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister.

Ehemaliger Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der letzte ehrenamtliche Bürgermeister André Hettenhausen (parteilos) wurde am 19. Juni 2016 (Stichwahl) gewählt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Amtliche topographische Karten Thüringen 1:10.000. Eichsfeldkreis, LK Nordhausen, Unstrut-Hainich-Kreis, Kyffhäuserkreis. In: Thüringer Landesvermessungsamt (Hrsg.): CD-ROM Reihe Top10. CD 2. Erfurt 1999.
  2. Michael Köhler: Heidnische Heiligtümer. Vorchristliche Kultstätten und Kultverdachtsplätze in Thüringen. Jenzig-Verlag Köhler, Jena 2007, ISBN 978-3-910141-85-8, S. 124.
  3. Hessische Historische Kommission (Hrsg.): Mainzer Urkundenbuch. Band 2: Peter Acht: Die Urkunden seit dem Tode Erzbischof Adalberts I. (1137) bis zum Tode Erzbischof Konrads (1200). Teil 1: 1137–1175. Selbstverlag der Hessischen Historischen Kommission, Darmstadt 1968, (44).
  4. Thüringer Gesetz- und Verordnungsblatt Nr. 11/2019 vom 18. Oktober 2019 S. 385 ff., aufgerufen am 14. Januar 2020

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Bothenheilingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien