Brückentor (Schweinfurt)

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Die Reichsstadt Schweinfurt von Reichsvogt Johann Hermann, Matthäus Merian, Frankfurt a. M. 1648,
mit Brückentor und Staubbrücke über den Main

Das Brückentor war ein Doppeltor in Schweinfurt an der Mainseite der Stadtmauer. Einer der beiden Ausgänge, das sogenannte Gerberstieglein, war lediglich eine Pforte mit einer Treppe, welche es den zeitweise 31 Gerbern erlaubte, die Stadt auch außerhalb der Zeiten zu verlassen, in welchen das Tor geöffnet war. Der Hauptausgang führte zur Staubbrücke. Der äußere Brückentorturm wurde im Jahr 1832 und der innere im Jahr 1833 abgerissen. Das Haus zwischen den Türmen, der Zwinger, wich 1853 einer Eisenbahnlinie.

Der Zwinger war der Schauplatz zweier wichtigerer Ereignisse. Im Jahr 1532 fand dort eine Religionsversammlung statt, zu welcher auch die Kurfürsten von Mainz und der Pfalz, der Kurprinz von Sachsen und der sächsische Hofprediger Georg Spalatin erschienen. Außerdem war er nach einem Kupferstich des 19. Jahrhunderts der Gründungsort der Kaiserlich Leopoldinisch-Carolinisch Deutsche Akademie der Naturforscher, die 1652 in Schweinfurt gegründet wurde und heute als Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina ihren Sitz in Halle (Saale) hat und 2008 Nationale Akademie der Wissenschaften wurde.

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Koordinaten: 50° 2′ 37″ N, 10° 14′ 13″ O