Schweinfurt

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Schweinfurt
Schweinfurt
Deutschlandkarte, Position der Stadt Schweinfurt hervorgehoben

Koordinaten: 50° 3′ N, 10° 14′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Höhe: 226 m ü. NHN
Fläche: 35,7 km2
Einwohner: 53.319 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 1494 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 97421, 97422, 97424
Vorwahl: 09721
Kfz-Kennzeichen: SW
Gemeindeschlüssel: 09 6 62 000
Stadtgliederung: 15 Stadtteile
mit 23 Bezirken
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 1
97421 Schweinfurt
Website: www.schweinfurt.de
Oberbürgermeister: Sebastian Remelé (CSU)
Lage der Stadt Schweinfurt in Bayern
Weiden in der OberpfalzStraubingWürzburgSchwabachSchweinfurtRegensburgRosenheimNürnbergNürnbergPassauLandshutMemmingenKaufbeurenKempten (Allgäu)IngolstadtFürthHofErlangenCoburgBayreuthBambergAugsburgMünchenAschaffenburgAmbergAnsbachLandkreis WürzburgLandkreis Wunsiedel im FichtelgebirgeLandkreis Weißenburg-GunzenhausenLandkreis Weilheim-SchongauLandkreis UnterallgäuLandkreis TraunsteinLandkreis TirschenreuthLandkreis Straubing-BogenLandkreis StarnbergLandkreis SchweinfurtLandkreis SchwandorfLandkreis Rottal-InnLandkreis RothLandkreis RosenheimLandkreis Rhön-GrabfeldLandkreis RegensburgLandkreis Pfaffenhofen an der IlmLandkreis RegenLandkreis PassauLandkreis OstallgäuLandkreis OberallgäuLandkreis Nürnberger LandLandkreis Neu-UlmLandkreis Neustadt an der WaldnaabLandkreis Neustadt an der Aisch-Bad WindsheimLandkreis Neumarkt in der OberpfalzLandkreis Neuburg-SchrobenhausenLandkreis MünchenLandkreis Mühldorf am InnLandkreis MiltenbergLandkreis MiesbachLandkreis Main-SpessartLandkreis Lindau (Bodensee)Landkreis LichtenfelsLandkreis LandshutLandkreis Landsberg am LechLandkreis KulmbachLandkreis KronachLandkreis KitzingenLandkreis KelheimLandkreis HofLandkreis HaßbergeLandkreis GünzburgLandkreis Garmisch-PartenkirchenLandkreis FürthLandkreis FürstenfeldbruckLandkreis Freyung-GrafenauLandkreis FreisingLandkreis ForchheimLandkreis Erlangen-HöchstadtLandkreis ErdingLandkreis EichstättLandkreis EbersbergLandkreis Donau-RiesLandkreis Dingolfing-LandauLandkreis Dillingen an der DonauLandkreis DeggendorfLandkreis DachauLandkreis CoburgLandkreis ChamLandkreis Berchtesgadener LandLandkreis BayreuthLandkreis BambergLandkreis Bad Tölz-WolfratshausenLandkreis Bad KissingenLandkreis AugsburgLandkreis AschaffenburgLandkreis AnsbachLandkreis Amberg-SulzbachLandkreis AltöttingLandkreis Aichach-FriedbergBodenseeSchweizÖsterreichBaden-WürttembergHessenTschechienSachsenThüringenKarte
Über dieses Bild
Im Vordergrund Wasser. Dahinter eine rechts orange beleuchtete Eisenbahnbrücke, im Hintergrund eine Skyline mit einem links herausstechenden blau beleuchteten rechteckigen Haus mit der Beschriftung „SKF“.
Links grüner Baum und kleineres weißes Gebäude, das an ein ebenfalls größes weißes links im rechten Winkel anschließt. Von diesem sind 4 hochgezogene rechteckige Fenster zu sehen. Über das dritte ist ein graues steinernes Wappen platziert. Auf dem gepflasterten Vorplatz ist teilweise ein nach oben hin verglastes niedrigereres Geschoss zu erkennen.Blick in eine ellipsenförmige Hallengrundform. Das erste Geschoss wird von rechteckigen Säulen getragen und ist durch eine an die Ellipsenform angepasste Treppe zu erreichen. Durch die verglaste Decke und den verglasten kleinen Eingangsbereich fallen Licht. Die Wand hat eine helle Farbe.
Blick auf die Ecke eines weißen Gebäudes mit rechteckigen Formen. Auf der linken Seite ist hinter drei Ampeln ein Eingangsbereich mit Hallendimensionen zu erkennen, der über eine Treppe an einer Fensterfront auf der rechten Seite erreicht wird.Tribüne mit grün-weiß-gestreiften Sitzbänken, von denen ein Stadion mit außenliegenden roten Laufbahnen beobachtet werden kann. Im Hintergrund Bäume und eine Beleuchtungsanlage.
Im Vordergrund eine im Schatten liegende auf einem steinernen Podest stehende Statue. Am Podest sind zwei weitere Statuen platziert. Dahinter steht neben anderen, von der Sonne beschienen Häusern zentral ein mit Wappen verziertes fachwerkartiges Gebäude mit einem zentralen Turm und einer Uhr.
Im Uhrzeigersinn von oben: Main mit Skyline bei Nacht, Konferenzzentrum Maininsel, Sachs-Stadion, Markt mit Altem Rathaus und Rückert-Denkmal, Museum Georg Schäfer und Kunsthalle Schweinfurt

Schweinfurt (Zum Anhören bitte klicken!Abspielen [ˈʃvaɪ̯nˌfʊʁt]; möglicherweise von altniederländisch Swin,[2] schweinfurterisch: Schweifert) ist eine kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Unterfranken des Freistaats Bayern. Die wichtigste Industriestadt Nordbayerns[3] und Hafenstadt am Main ist Oberzentrum, Verwaltungssitz des Landkreises Schweinfurt, Teilstandort zweier Landesbehörden und Hochschulstadt.

Als deutsche Ausnahme besteht Schweinfurt fast nur aus der Kernstadt,[4] weshalb die Einwohnerzahl keinen Vergleichsmaßstab bietet. Die Agglomeration hat 100.000 Einwohner (2019)[5] und das Einzugsgebiet der Stadt 759.000 Einwohner.[6] Zu ihm gehören die Region Main-Rhön und der mittlere Teil Südthüringens.

Schweinfurt wurde 791 als „Suuinfurtero marcu“ erstmals urkundlich erwähnt. Die Markgrafen von Schweinfurt besaßen um das Jahr 1000 politischen Einfluss im Heiligen Römischen Reich. Vom 12. Jahrhundert bis 1802 war Schweinfurt Reichsstadt, in der Frühen Neuzeit humanistisches Zentrum, 1780 begann die Industrialisierung. Im Zweiten Weltkrieg war die Stadt wegen ihrer Schlüsselindustrie (Wälzlager) stark umkämpft, die Amerikaner erlitten hier ihre größte Luftniederlage. Infolge der Wiedervereinigung wurde Schweinfurt zum Autobahnknoten in der deutschen Mitte. Durch Überwindung der Strukturkrise um 1992 wurde die Stadt nicht deindustrialisiert. Die führenden Wälzlager-Konzerne SKF, Schaeffler und der fünftgrößte Automobilzulieferer der Welt ZF Friedrichshafen[7] haben hier ihre größten Werke.[8][9] Daneben entstanden neue Arbeitsplätze zu Forschung und Dienstleistung. Die Hochschule wird derzeit ausgebaut und internationalisiert (i- Campus Schweinfurt).

In der Stadt am Main wurden das Tretkurbel-Fahrrad von Philipp Moritz Fischer (1853),[10] Fahrradfreilauf (1889) und Rücktrittbremse (1903) von Ernst Sachs und die Inlineskates als Serienprodukt von SKF (1978) erfunden.[11] 1652 wurde in Schweinfurt die älteste dauerhaft existierende naturforschende Akademie der Welt gegründet, die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina; sie hat heute ihren Sitz in Halle (Saale) und wurde 2008 Nationale Akademie der Wissenschaften.[12]

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sennfelder Seenkranz, Altwasser des Mains. Vermutetes Gebiet der einstigen Furten an der ersten Schweinfurter Siedlung Suinuurde

Nicht das Schwein, sondern Swin hat laut Wolf-Armin von Reitzenstein der Stadt ihren Namen gegeben. Das Wort stamme wahrscheinlich nicht aus dem Althochdeutschen, sondern wurde von den Franken aus ihren ursprünglichen Gebieten um Maas und Schelde mitgebracht. Swin bedeutet im eigentlichen Sinn abnehmen (schwinden) und bezieht sich in diesem Zusammenhang auf das seichte Wasser einer Furt. Das Wort war auch im Altsächsischen in Gebrauch, worauf mehrere Orte namens Swinford auf den Britischen Inseln hinweisen.[2] Der Siedlungsname ist wie folgt belegt:

  • 1230  „Swinfurthe“
  • 1254  „Swinvorde“2[14]
  • ????  „Sweinvort“[13]
  • 1500  „Sweynfurt“[15]
  • ????  „Schweinfurt“

1 Erste urkundliche Erwähnung Schweinfurts
2 Erster urkundlicher Nachweis Schweinfurts als Reichsstadt und damit zugleich erster Nachweis des Stadtrechts

„Hättest Mainfurt, hättest Weinfurt, weil du führest Wein, heißen können, aber Schweinfurt, Schweinfurt sollt es sein.“

Friedrich Rückert, 1788 geboren in Schweinfurt

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick von der Bismarckhöhe am östlichen Stadtrand auf den Mainbogen; rechts: Schweinfurter Becken mit dem Ende der Wehranlagen (Stadtpark); links: Dorf und Schloss Mainberg, Weinberge und Schweinfurter Rhön

Die Stadt an Main und Europakanal besitzt eine zentrale deutsche wie europäische Lage. Sie liegt in der Mitte des Deutschen Sprachraums, der D-A-CH-Region, weshalb sie auch zu einem wichtigen Logistikstandort wurde. Seit dem Brexit liegt der Mittelpunkt der Europäischen Union 30 Kilometer südwestlich.[16] Im 120 km-Umkreis befinden sich drei Internationale Flughäfen.[17] Schweinfurt liegt in der Mitte des Einzugsgebietes des Mains und ist auf der Deutschlandkarte leicht lokalisierbar, am Beginn des Maindreiecks, dem flussabwärts das Mainviereck folgt (siehe untere, mittlere Karte). Die Stadt liegt etwa 40 Kilometer Luftlinie von Thüringen, Hessen und Baden-Württemberg entfernt, jedoch 290 Kilometer (über Autobahn) von der Landeshaupstadt München; vier Landeshauptstädte liegen näher.[18] Schweinfurt gehört keiner Metropolregion an und ist ein eigenständiges, industrielles Zentrum. Der Hochschulstandort ist mit der nahen Universitätsstadt Würzburg eng verflochten.

Die Region Schweinfurt/Main-Rhön ist mit fünf Kurbädern,[19] davon drei Staatsbädern, bayerische Bäderregion. 20 km nordwestlich der Stadt liegt das einstige Weltbad und Teil eines UNESCO-Welterbes Bad Kissingen. Schweinfurt liegt in der Mitte Mainfrankens, einer Kulturlandschaft (Fränkisches Weinland, Sonderkulturen u. a. m.), mit eigenem Dialekt und Brauchtum. Es ist ein von Mittelgebirgen umgebener „Mikrokosmos“, mit den Naturparks Haßberge, Steigerwald, Spessart und dem Biosphärenreservat Rhön. Schweinfurt gilt deshalb als Stadt mit hohem Freizeitwert.

Der niedrigste Punkt des Stadtgebietes liegt im Südwesten, am Main, auf 202 m ü. NHN,[20] der höchste im Norden, in der Schweinfurter Rhön, auf 343 m ü. NHN.[21] Das Alte Rathaus hat die geographische Lage: 50° 02′ 41″ nördliche Breite, 10° 14′ 06″ östliche Länge. Durch die Lage der Stadt nahe am 1o. Längengrad ist der tägliche Sonnenhöchststand nahezu exakt um 12:20 Uhr MEZ bzw. 13:20 Uhr MESZ.

Neue Zentralität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den Fall des Eisernen Vorhangs änderte sich die wirtschaftsgeographische Lage Schweinfurts grundlegend.

Mit der Bahn ist seit 2017 Berlin durch das 10 Milliarden Euro teure Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8 unter dreieinhalb Stunden erreichbar. München ist ab 2 Stunden 33 Minuten und Hamburg ab 3 Stunden 57 Minuten erreichbar. Das ermöglichen zwei nahegelegene (östliche und westliche) Hochgeschwindigkeitsstrecken, mit Umstieg in den ICE in Bamberg bzw. in Würzburg. Berlin und München sind dadurch heute von Schweinfurt etwa eine dreiviertel Stunde schneller als von Frankfurt a. M. erreichbar. Schweinfurt erhält 2028 einen Intercity-Anschluss, mit dem neuen IC Bamberg–Schweinfurt–StuttgartTübingen,[22] als Teil der schnellsten Relation Berlin–Stuttgart.

2005 wurde die A 71 Erfurt–Schweinfurt als Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 16 fertiggestellt. Die Stadt wurde zu einem Autobahnknoten in der deutschen Mitte.

Verkehrsprojekte Deutsche Einheit

Neue Zentralität Schweinfurts durch die Deutsche Wiedervereinigung und neue Verkehrsprojekte

Dortmund 350 km
A44
Kassel 200 km
A7
10°
Erfurt 160 km
A71
Frankfurt a. M. 160 km
A3 Main 50°
Würzburg 45 km
Nachbargemeinden Bayreuth 120 km
50° Main A70
Bamberg 55 km
A81
Stuttgart 190 km
10°
A7
Ulm 230 km
A73
Nürnberg 120 km

Berlin (City-West) via A 70: 450 km, via A 71: 442 km
Die obigen Kilometerangaben beziehen sich auf die Entfernungen zwischen den Stadtzentren bei Fahrten über Autobahnen

Alle Bundesautobahnen mit der 7 als erster Ziffer, mit Ausnahme des nördlichen Abschnitts der A 73, führen in Richtung Schweinfurt bzw. Gegenrichtung. 5 km westlich des Autobahnkreuzes Schweinfurt/Werneck schneidet der 50. Breitengrad (siehe oben: 50°), der der Mainlinie und A 70 entspricht, den 10. Längengrad (siehe oben: 10°), der identisch mit der Nord-Süd-Achse Europas DänemarkNorditalien und der A 7 ist. Dies ist der einzige Konfluenzpunkt zwischen einem Haupt-Breiten- und einem Haupt-Längengrad in Deutschland (Konfluenzdenkmal).

Siehe auch: Straßenverkehr

Raumordnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Main-Rhön: Bayerische Planungsregion Nr. 3

Schweinfurt ist Oberzentrum und Hauptort der Planungsregion Main-Rhön, mit 436.125 Einwohnern (31. Dezember 2019).[23] Main-Rhön (Nr. 3) ist eine von 18 Planungsregionen in Bayern; zu ihr gehören die kreisfreie Stadt Schweinfurt und die Landkreise Schweinfurt, Haßberge, Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld.

Das Verdichtungsgebiet um Schweinfurt hat etwa 130.000 Einwohner. Es hat eine West-Ost-Ausdehnung, von Euerbach bis Forst, von 15 Kilometern Luftlinie.[24] Von Nord nach Süd erstreckt es sich von Oerlenbach im Landkreis Bad Kissingen in einem Korridor entlang einer Entwicklungsachse durch das obere Werntal und dann weiter bis nach Schwebheim bzw. Heidenfeld, über jeweils 23 Kilometer.[24]

Naturräumliche Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der größte Bereich des Stadtgebietes liegt im Schweinfurter Becken (Haupteinheit 136). Der Nordosten gehört zum bergigen Naturraum Hesselbacher Waldland (Haupteinheit 139), der identisch mit der Landschaft Schweinfurter Rhön ist.

Geologie und Tektonik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geologie des Stadtgebietes reicht unten von den älteren harten Kalk- und Mergelsteinen des Oberen Muschelkalks über den weicheren tonig-mergeligen, von einzelnen Sandsteinen und Kalkbänken unterbrochenen Unterkeuper (Lettenkeuper), bis zu den weichen Tonsteinen des Gipskeupers oben. Sedimente (Kies und Sand) schufen die Schwemmebene zwischen Main und Schwebheimer Wald.

Die Tektonik des Stadtgebietes wird von der nordöstlich der Innenstadt von Nordwesten nach Südosten streichenden Kissingen-Haßfurter Störungszone geprägt, die das Hebungsgebiet des Kissingen-Haßfurter Sattels von der Schweinfurter Mulde trennt.

Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Main-Hauptarm und Schleuseninsel, mit einstigem Fischerviertel Fischerrain (links) und Spinnmühle (rechts)

Die Wasserflächen der Stadt umfassen ca. 170 Hektar (2021).[25] Zwischen der Innenstadt und Sennfeld liegen der hier bis zu 170 Meter breite Main und zwei (einstige) Nebenarme: der Altarm Saumain und das Altwasser Sennfelder Seenkranz. Sie bilden mit dem Main einen hier bis zu 800 Meter breiten Gewässerkomplex. Durch den Nordwesten des Stadtgebietes fließt in einem Bogen die Wern und aus der Schweinfurter Rhön fließen Marienbach und Höllenbach in den Main. Zu beiden Seiten der südlichen Stadtgrenze liegen mehrere Bagger-, Naturseen und Mainbuchten, mit zahlreichen Bademöglichkeiten (siehe: Promenaden, Strände und Wälder).

Schweinfurt ist hochwasserfrei, da es mindestens ca. 10 Meter über dem Wasserspiegel des Mains liegt. Am Main und in der näheren Umgebung richteten jedoch Hochwasser und starker Eisgang wiederholt größere Schäden an, insbesondere 1845 und 1909.[26]

Siehe auch: Maininseln in Schweinfurt

Wälder, Parks, Zoo, Schutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wehranlagen mit Wasserspielen NSG Saumain in der Stadt Schweinfurt, nahe der Innenstadt
Wehranlagen mit Wasserspielen

Innerhalb des Stadtgebietes liegen, trotz eng gezogener politischer Grenzen, relativ ausgedehnte Wälder (Stadtwald und Hospitalstiftung), mit einer Gesamtfläche von 1.756 Hektar.[27] Die Waldgebiete liegen größtenteils im Nordosten, auf den Höhen der Schweinfurter Rhön; Laubwald dominiert. Der Schwebheimer Wald, mit völlig anderem Charakter und von Seen umgeben, liegt 100 Meter tiefer, im brettflachen, wintermilden Becken südlich des Mains. Neben Laubwald kommen dort auf Sandboden auch Kiefern vor. 25.000 Stadtbäume gibt es an Straßen und in Parks,[28] weshalb Schweinfurt als grüne Stadt gilt.

Ringanlage Am Unteren Wall,
dahinter der einstige Burgbezirk Zürch

Die Wehranlagen gehören zu den ältesten botanischen Gärten Deutschlands[29] und ziehen sich 2 Kilometer am Main entlang, mit urwaldähnlichen Auwäldern am Rande. Die Altstadt ist größtenteils von Ringanlagen umgeben. Der Seinäjoki-Park am Deutschhof liegt oberhalb des Höllentals. Auch Hauptfriedhof und Sachs-Stadion sind parkähnlich angelegt, mit großen Baumbeständen.

Östlich des Sachs-Stadions entsteht aus Anlass der für 2026 in Schweinfurt geplanten Landesgartenschau ein Bürgerpark.

Zoo an der Pfinz (1900)

Zoologische Gärten haben eine längere Tradition. Bereits 1869 gab es einen Privatzoo am Teilberg (nähe Kiliansberg), der 1879 in die Wehranlagen, an die Pfinz, verlegt und 1944 von Fliegerbomben teilzerstört wurde. Professor Bernhard Grzimek entwarf einen nicht realisierten Ausbauplan des Zoos, der ab 1949 verfiel.[30] 1966 wurde im Stadtwald der Wildpark an den Eichen eröffnet und im Laufe der Jahrzehnte erweitert. Heute leben dort 500 Tiere auf 18 Hektar.

In Schweinfurt befinden sich neun Kleingartenanlagen auf insgesamt 40,5 Hektar.[31] Sechs Kleingartenvereine mit über 1000 Kleingärten sind im Stadtverband der Kleingärtner zusammengeschlossen.[32]

Das Stadtgebiet bildet beim Naturschutz einen der insgesamt neun innerbayerischen, städtischen Verdichtungsräume (Kennziffer 309, 40 km²), mit einem effektiven Schutzgebietsanteil von 3,54 %.[33] Auf dem Stadtgebiet liegen ein Naturschutzgebiet, zwei Landschaftsschutzgebiete, zwei FFH-Gebiete und ein Geotop.

Siehe auch: Liste der Naturschutzgebiete in der Stadt Schweinfurt, Liste der Landschaftsschutzgebiete in Schweinfurt, Liste der FFH-Gebiete in der Stadt Schweinfurt und Liste der Geotope in Schweinfurt

Weinbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stahlstich von 1847 mit Weinbau im Osten der Stadt, u. a. am Kiliansberg

Der örtliche Weinbau hat kaum noch wirtschaftliche aber nach wie vor kulturelle Bedeutung. Die großlagenfreien Weinberge mit 3,54 Hektar bestockter Rebfläche (2017)[34] gehören zum Bereich Volkacher Mainschleife des Fränkischen Weinbaugebietes. In Schweinfurt wird seit über 1000 Jahren Weinbau betrieben.[35] Ein Kloster aus dem Elsass bestellte im 8. Jahrhundert Wein aus Suinuurde.[35] Im 19. Jahrhundert war Schweinfurt eine bedeutende Weinbau- und Weinhandelsstadt, 1802 mit etwa 320 Hektar Rebfläche. Der Nordöstliche Stadtteil liegt größtenteils auf einstigen Weinbergen.

1902 tauchte die Reblaus in Franken auf[36] und traf den Schweinfurter Raum besonders hart. Seit den 1980er Jahren wird wieder in den historischen Weinlagen Schweinfurter Peterstirn und Schweinfurter Mainleite Weinbau mit der Leitsorte Silvaner betrieben. Durch die fast vollständige Unterbrechung des Weinbaus blieben die Weinberge in Schweinfurt und vielerorts im Landkreis Schweinfurt, im Gegensatz zum Würzburger und Kitzinger Raum, von der Zuordnung zu den umstrittenen Großweinlagen verschont. Das gleiche gilt für die großen Flurbereinigungen der 1970er Jahre, mit Zerstörung historischer Weinbergs-Strukturen.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Main-Eisgang an der Böckleinsinsel

Der Niederschlag ist mit knapp über 600 mm pro Jahr für westdeutsche Verhältnisse gering, bedingt durch die Lage östlich des Landrückens RhönSpessart, auf der Leeseite (Schweinfurter Trockenplatte). Im Hochsommer gibt es öfters Hitzegewitter, weshalb Schweinfurt 2015 mit 4,5 Blitzeinschlägen pro Quadratkilometer „Deutschlands Blitzhauptstadt“ wurde.[37] Mit 1665 Sonnenstunden (Mittelwert 2014–2018) liegt die Stadt im höheren Bereich.[38]

Niederschläge in Schweinfurt

Die Winter sind mitunter kalt, die Übergangszeiten für bayerische Verhältnisse durch die niedrige Seehöhe relativ mild und die Sommer meist warm. Das Frühjahr zieht im Schweinfurter Becken bald ein und ist sehr ausgeprägt. Das gemäßigte Kontinentalklima kommt sonst in Westdeutschland nirgends vor, ist aber in Ostdeutschland weit verbreitet. Schweinfurter und Berliner Klima-Eckdaten sind nahezu identisch.

Durch die Klimaerwärmung gingen die bis in die 1980er Jahre aufgetretenen strengeren Winter rapide zurück. Die Sommer wurden besonders im Süden, im Schweinfurter Becken, zuweilen tropisch heiß, sind aber im Norden, in der Schweinfurter Rhön, seit jeher etwas gemäßigter, die Winter sind dort tendenziell ausgeprägter. Für Schweinfurt wird bis 2050 „ein mediterranes Klima mit Niederschlägen wie an der Costa Brava (400 mm) vorausgesagt“.[39]

Im Stadtklima wird der Wärmeinsel-Effekt durch begünstigende topografische Faktoren abgemildert und ist geringer als beispielsweise im benachbarten Würzburg. Schweinfurt liegt nicht in einem Talkessel, besitzt relativ viel Grün und Gewässer und das Maintal verläuft in Hauptwindrichtung von Ost nach West.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Stadtgebiet besteht fast nur aus der Kernstadt (Gründe siehe: Eingemeindung). Es gibt keine amtliche Stadtgliederung, sondern das Stadtgebiet wurde lediglich verwaltungsintern in 26 statistische Bezirke eingeteilt[40] und diese 15 Stadtteilen zugeordnet (Blaulinks auf nachfolgender Liste). Ob auch die Altstadt einen eigenen Stadtteil bildet oder nur einen statistischen Bezirk bleibt unklar.

Stadtteile der Stadt Schweinfurt
Stadtgliederung und Sozialstruktur
Nr. Name des statistischen Bezirks/Stadtteils Einwohner
31. Dezember 2015[41]
Ausländer
(%)[41]
Doppelstaatler[42]
(%)[41]
11 Altstadt 2.529 17,7 6,9
12 Innenstadt-West 4.291 29,4 15,7
13 Innenstadt-Nord 3.994 23,0 13,1
21 Bergl 9.162 18,8 23,9
22 Musikerviertel 3.103 20,4 20,1
31 Nordwestlicher Stadtteil 3.314 19,1 15,5
32 Gartenstadt 2.787 6,6 9,4
33 Nördlicher Stadtteil 3.024 11,9 16,6
34 Haardt 1.779 7,4 17,4
35 Eselshöhe 2.561 4,3 13,9
41 Hochfeld/Steinberg 5.126 7,6 10,8
42 Nordöstlicher Stadtteil 2.734 7,4 8,2
43 Deutschhof-Süd 1.855 6,1 26,3
44 Deutschhof-Mitte 1.454 9,6 27,4
45 Deutschhof-Ost 962 7,3 25,7
46 Deutschhof-Nord 963 6,0 14,6
47 Deutschhof-Zeilbaum 784 1,9 11,4
51 Hafen-Ost[43] 244 7,8 7,4
52 Hafen-West[44] 22 50,0 4,5
53 Schweinfurt-Süd/Baggersee 4 0,0 0,0
54 Maintal 2 0,0 0,0
61 Oberndorf-Süd 1.135 11,3 9,7
62 Oberndorf-Mitte 1.326 16,1 13,7
32.5, 36, 63 Diverse Randgebiete 47 2,1 25,5
Schweinfurt insgesamt 53.202 14,6 16,2

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutsche Mittellage Schweinfurts bestimmte die Geschichte und Kultur der Stadt, die nie unter römischer Herrschaft stand, nie slawisch besiedelt und nie preußisch war und vom Wesen nicht bayerisch ist. Schweinfurt lag an der Mainlinie und später unweit des Eisernen Vorhangs. „Schweinfurt gerät immer wieder zwischen die Fronten der großen Politik.“[14] Die protestantische Stadt war ein Zentrum des Humanismus und der Aufklärung, in der im 17. Jahrhundert die Leopoldina gegründet wurde und stand im scharfen Kontrast der umgebenden Hochstifte Würzburg und Bamberg, mit Hexenverbrennungen bis ins 18. Jahrhundert.[45] Überregionale politische Bedeutung besaß Schweinfurt lediglich vor 1000 Jahren (siehe: Frühmittelalter). Überregionale wirtschaftliche Bedeutung besitzt die Stadt seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Wirtschaftliche Krisen wie Aufschwünge traten hier eher als anderswo in Deutschland auf – die Stadt wurde zum Frühindikator (siehe: Schweinfurter Industriegeschichte).

Urgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Urgeschichte auf dem Gebiet des historischen Schweinfurts ist noch relativ wenig erforscht. Sie wurde immer weiter zurückdatiert, da es in neuerer Zeit unerwartete Funde aus früheren Epochen, bis 5000 vor Christus, gab.[46]

Fischerrain, ehem. Fischersiedlung

Während der jüngsten Vereisungsphase, der Würm-Eiszeit, die um 10.000 v. Chr. endete, lag das Gebiet Schweinfurts in der Mitte des eisfreien, ca. 250 km breiten Korridors, zwischen dem alpinen und dem skandinavischen Eisschild. Erste historische Zeugnisse befinden sich im angrenzenden Vorort Dittelbrunn, wo ein mittelsteinzeitlicher Fund (um 10.000 v. Chr.) belegt ist. Innerhalb des heutigen Stadtgebietes lassen sich Siedlungsspuren seit 7500 Jahren (Beginn der Jungsteinzeit) nahezu lückenlos nachweisen: von der Bandkeramischen Kultur[47] (5500 bis 5000 v. Chr.) mit zwei Langhäusern an der an Dittelbrunn grenzenden Eselshöhe,[48] über die Stichbandkeramik[47] (4900 bis 4500 v. Chr.), weiteren Epochen der Jungsteinzeit (bis 2200 v. Chr.),[47] der Urnenfelderzeit[47] (1300 bis 800 v. Chr.), der Hallstattzeit[47] (800 bis 450 v. Chr.) am Fischerrain,[49] bis zur Latènezeit[47] (450 v. Chr. bis zum Jahr 0) ebenfalls am Fischerrain.[49]

Landkarte der Drususfeldzüge in den Jahren 10 und 9 v. Chr.
Drusus-Feldzüge 10 v. Chr.: Vorstoß zum Schweinfurter Mainknie

Eine Besiedlung durch Kelten um 500 v. Chr. und Germanen[50] ist am Biegenbach, zwischen dem Bergl und Geldersheim, nachgewiesen.[50] Während der Drusus-Feldzüge stießen die Römer im Jahre 10 v. Chr. bis zum Schweinfurter Mainknie vor, ließen sich aber dort nicht nieder. Die erste namentlich bekannte Siedlung auf Schweinfurter Stadtgebiet ist die Wüstung Affeltrach am Ufer der Wern, am Nordrand von Bellevue. Der Name leitet sich wohl vom althochdeutschen Wort für Apfelbaum, aphaltar, her.[51] Wahrscheinlich wurde das Dorf bereits in vorchristlicher Zeit von Germanen gegründet.[52]

Auf dem Gebiet der ersten Siedlung Schweinfurts, des sogenannten Dorfs Altstadt, stieß man auf vorgeschichtliche Funde eines etwa 7000 Jahre alten Langhauses der Bandkeramik[46] sowie auf eine Fischersiedlung der Eisenzeit aus dem 5. bis 2. Jahrhundert v. Chr.[53][54] Diese lag 1,3 Kilometer mainaufwärts (östlich) der einstigen Fischersiedlung am Fischerrain.

Frühmittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Franken besiegten die Thüringer 531 und überlagerten daraufhin die erste Schweinfurter Siedlung. Damit war die Christianisierung verbunden, die in Franken Ende des 7. Jahrhunderts einsetzte (Kilianskirche).

Für die Zeit um 750 ist die Existenz Schweinfurts urkundlich nachgewiesen. 791 wurde Schweinfurt (Dorf Altstadt) erstmals im Codex Edelini des Klosters Weißenburg als Suuinfurtero marcu urkundlich erwähnt, in dem Besitzungen des Klosters vier Jahrzehnte zuvor erwähnt worden waren.[14][55] Im ersten Jahrtausend gab es auf dem heutigen Stadtgebiet noch zwei weitere erste urkundliche Erwähnungen der Wüstungen Affeltrach und Hilpersdorf, beide im Jahre 951.

Burgberg Peterstirn, einstiger Sitz der Markgrafen von Schweinfurt (heutige Bauten von 1874) Judith von Schweinfurt (Mitte) (Darstellung aus dem 14. Jahrhundert)
Burgberg Peterstirn, einstiger Sitz der Markgrafen von Schweinfurt (heutige Bauten von 1874)
Judith von Schweinfurt (Mitte)
(Darstellung aus dem 14. Jahrhundert)

Die Markgrafen von Schweinfurt errichteten im 10. Jahrhundert ihre Stammburg auf der Peterstirn, unweit östlich des Dorfs Altstadt.[56] Bedeutung erlangte Schweinfurt bereits im Jahre 941,[57] mit der Nennung Bertholds als erstes Glied der Markgrafen.[58] Er nahm eine wichtige Position im zentralen Reichsgebiet ein, dem Herzogtum Franken. Berthold gab König Otto I. (regierte 936–973) gegen aufständische Stammesherzöge wertvolle Waffenhilfe. Als Dank erhielt Berthold von Otto die Grafschaften des Folkfeld- und des Radenzgaus sowie die Markgrafschaft des Nordgaus, etwa die heutige Oberpfalz.[59] Dadurch waren er und ab 980 sein Sohn Heinrich von Schweinfurt (genannt: „Hezilo“) die mächtigsten weltlichen Adeligen im heutigen Nordbayern,[60] mit einer Kette von Burgen bis in den Bayerischen Wald. Hezilo unterstützte Heinrich II. (regierte 1002–1024) bei der Königswahl 1002 und bekam dafür die Herzogswürde von Baiern zugesagt. Nach der Wahl löste Heinrich II. das Versprechen nicht ein. Darauf kam es 1003 zur Schweinfurter Fehde. Hezilo verlor mit Ausnahme des Burgbergs Peterstirn[14] seinen gesamten Besitz. Die entzogenen Königsgüter bildeten den Kern des neuen Bistums Bamberg und größter Nutznießer in der Region wurde das Hochstift Würzburg.

Hezilos Sohn Otto von Schweinfurt (* um 995; † 1057) wurde 1048 von König Heinrich III. nach dem Tod des Herzogs Ottos II. von Schwaben zu dessen Nachfolger ernannt. Das Schweinfurter Adelsgeschlecht, mit Judith von Schweinfurt als sagenumwobener und bis heute in der Stadt populärer Figur, starb nach Otto im Mannesstamm aus. Ottos Tochter Gräfin Alberada stiftete zusammen mit ihrem Gatten die Klöster Heidenfeld und Banz.

Hochmittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das wohl als Sühnestiftung wegen der Erhebung Hezilos gegen Heinrich II. von Hezilos Mutter Eila 1003 gegründete Nonnenkloster (später Benediktinerkloster) verwahrloste und gelangte 1112 mit dem Dorf Altstadt als Erbe in den Besitz des Hochstifts Eichstätt.[56] Schweinfurt erlebte nun den Katholizismus in Reinkultur.

St. Johannis mit Brauttor (Romanik, 1240) ... ... und Taufstein (Gotik, 1367)
St. Johannis mit Brauttor (Romanik, 1240) ...
... und Taufstein
(Gotik, 1367)

Die heutige Altstadt rund um den Marktplatz entstand im 12. Jahrhundert,[58] in der Zeit der Staufer.[53] Sie wurde einen halben Kilometer westwärts des Dorfs Altstadt, jenseits des Marienbachs und unmittelbar östlich des zunächst weiterhin eigenständigen Fischerrains errichtet. Hierzu gibt es zwei Ansichten, die einer allmählichen Verlagerung des Dorfs oder die einer Gründungsstadt in Konkurrenz zur eichstättischen Siedlung durch Kaiser Friedrich I. Barbarossa (regierte 1152–1190) als Civitas Imperii (Reichsstadt), unter Verwendung von vorhandenem Krongut.[56] Der fehlende Nachweis einer Stadtrechtsverleihung,[56] der klassische, mittelalterliche Stadtgrundriss mit Straßenkreuz und eine Stadtplanung nach den Prinzipien der Staufer sprechen eindeutig für eine Gründungsstadt (siehe: Altstadt (Schweinfurt), Stadtgründung und Planung).

An der neu gegründeten Stadt liefen wichtige Handelsstraßen zusammen, vom Untermain und Obermain, aus Nürnberg und Erfurt.[56] Als erstes Stadtviertel entstand der Zürch. Bis 1524 waren alle Bewohner des Dorfs Altstadt übergesiedelt, das danach verfiel.[61]

Spätmittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burgmauer der einstigen hennebergischen Reichsburg, zugleich Stadtmauer; Am Unteren Wall

Im Kampf um die Vorherrschaft Mainfrankens zwischen den Hennebergern und dem Bischof von Würzburg wurde die Stadt zwischen 1240 und 1250 zerstört („Erstes Stadtverderben“). In einem Brief König Wilhelms vom 9. Januar 1254[14] heißt es, Schweinfurt sei früher Reichsstadt gewesen („...Swinforde, que olim imperii civitas fuerat“). Es bleibt unklar, ob jemals der Stadt Rechte entzogen wurden oder ob nur auf die Zerstörung Bezug genommen wird. Jedoch ist dieser Brief der erste urkundliche Nachweis von Schweinfurt als Reichsstadt und somit auch als Ort mit Stadtrecht.[14] Die Reichsstadt Schweinfurt errichtete die erstmals 1258 urkundlich erwähnte und teilweise noch erhaltene Stadtbefestigung.[62] 1282 wurde Schweinfurt von Rudolf von Habsburg (regierte 1273–1291) als Reichsstadt bestätigt.[61] Durch Verpfändung kam 1309 Schweinfurt an die Henneberger, die von 1310 bis 1427 eine Reichsburg im Zürch unterhielten, deren Burgkapelle (Chor von St. Salvator) noch teilweise erhalten ist.

Reichsstadt Schweinfurt: Territorium von 1620–1802
und umgebende Gebiete
Schweinfurt 1792.png
  • Reichsstadt Schweinfurt (evang.)
  • Reichsdörfer (evang.)
  • Reichsritterschaften (evang.)
  • Grafen von Schönborn (kath.)
  • Deutscher Orden (Brönnhof)
  • Hochstift Würzburg (kath.)
  • 1436 wurde Oberndorf erworben.[56] 1437 konnten aufgrund guter wirtschaftlicher Entwicklung zudem die Besitzungen des Deutschen Ordens mit dem Dorf Altstadt, der Burg Peterstirn und den Dörfern Zell und Weipoltshausen mit allen vogteilichen Rechten erworben werden. Die Bürger dieser Orte erhielten kein Bürgerrecht, sondern waren Untertanen des Stadtstaates.[56] Nach 1437 begann die inzwischen notwendig gewordene Stadterweiterung.[63]

    Frühe Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Der Reformation schloss sich Schweinfurt 1542 an.[64][65] Das war relativ spät, da die Stadt vom Hochstift Würzburg umgeben war und bei einem Konfessionswechsel mit militärischen Übergriffen gerechnet werden musste, wofür der Schutzherr der Stadt, Graf Wilhelm von Henneberg nicht genügend Rückhalt bot.

    Im Zweiten Markgrafenkrieg wurde Schweinfurt 1554 geplündert und in Brand gesetzt. Dies ging als „Zweites Stadtverderben“ in die Stadtgeschichte ein. Der Wiederaufbau zog sich bis 1615 hin,[66] in dieser Form blieb die Altstadt bis ins frühe 19. Jahrhundert fast unverändert.[67] 1609 trat die Stadt der Protestantischen Union bei.[64] Nach dem Erwerb der Exklave Madenhausen 1620 umfasste das Territorium der Reichsstadt 53 km²[56] (heutiges Stadtgebiet 36 km²), das von Südwesten nach Nordosten eine Ausdehnung von 17 Kilometern hatte.[68]

    Im Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) öffnete die Reichsstadt im Oktober 1631 dem schwedischen König Gustav II. Adolf (reg. 1611–1632) ihre Tore.[69] Die schwedische Zwischenregierung endete 1634, danach wurde Schweinfurt für über 12 Jahre von kaiserlichen Truppen besetzt.[70] Im April 1647 eroberten schwedische Truppen unter einigen Schäden die Stadt,[71] die ansonsten den Dreißigjährigen Krieg schadlos überstand. Der schwedische Generalfeldmarschall Carl Gustaf Wrangel hatte hier für einige Zeit sein Hauptquartier und baute die Stadtmauer in eine moderne Befestigungsanlage mit vorgelagerten Schanzen aus (zweite untere Abbildung von links). Die beiden bekanntesten Abbildungen der Reichsstadt (erste und zweite untere Abbildung von links) stammen aus der Zeit unmittelbar nach dem Dreißigjährigen Krieg.

    Gescheiterte Universitätsgründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Auf Weisung von Gustav Adolf II. wurde 1632 in Schweinfurt das Gymnasium Gustavianum, das heutige Celtis-Gymnasium, gegründet.[72] Zudem wollte er in der Stadt, als protestantischen Gegenpol zur Universität Würzburg, eine vom katholischen Dogmatismus befreite, allein der Wissenschaft verpflichtete Universität gründen. Er nahm deshalb im Dreißigjährigen Krieg dem Hochstift Würzburg Geldersheim und 17 weitere Ortschaften weg und schenkte sie Anfang 1632 der Reichsstadt zur Finanzierung der Eliteschule. Das Vorhaben wurde durch seinen Tod Ende 1632 in der Schlacht bei Lützen und schließlich durch das Ende der örtlichen schwedischen Herrschaft 1634 vereitelt, als die 18 Orte wieder dem Hochstift zurückgegeben werden mussten. An den Gönner der Reichsstadt erinnert die Gustav-Adolf-Gedächtniskirche.

    Geistiges Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Altes Gymnasium (1583). Domizil des Gymnasiums Gustavianum 1634–1881

    Die Lateinschule wurde im 13. Jahrhundert gegründet, aus der berühmte Humanisten hervorgingen: Konrad Celtis (1459–1508), 1493 zum ersten deutschen poeta laureatus gekrönt, Johannes Cuspinian (1473–1529), 1500 Rektor der Universität Wien und Johannes Sinapius (1502–1560), 1534 Professor der Medizin an der Universität Ferrara. Olympia Fulvia Morata (1526–1555) aus Ferrara scharte in Schweinfurt einen Kreis humanistisch gebildeter Freunde um sich. Sie wurde als neue Sappho gepriesen und 1555 an die Universität Heidelberg berufen.[56]

    1652 wurde in Schweinfurt die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina gegründet, die 2008 zur Nationalen Akademie der Wissenschaften erhoben wurde (siehe: Gründungsort der Leopoldina).

    Beginn der Industrialisierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die chemische- und Farbenindustrie machte 1770 den Anfang, mit der Errichtung der Wolf'schen Bleiweißmühle, die 1780 zur Bleiweißfabrik ausgebaut wurde.[73] Danach entstanden fabrikähnliche Anlagen an der Bellevue und im benachbarten Niederwerrn.[74][73]

    Königreich Bayern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Durch den Reichsdeputationshauptschluss kam Schweinfurt 1802 zu Bayern.[75] 4000 Menschen demonstrierten am Roßmarkt vergeblich gegen den Anschluss.[76] Nach der zwischenzeitlichen Zugehörigkeit zum Großherzogtum Würzburg (1810–1814) fiel Schweinfurt 1814 an das neu gegründete Königreich Bayern. Die zum reichsstädtischen Territorium gehörenden Dörfer wurden ausgegliedert. Dadurch verlor Schweinfurt über die Hälfte seines Gebietes. Im Deutschen Krieg besiegten am 10. Juli 1866 in der Schlacht bei Kissingen preußische Truppen die Bayern, die nach Schweinfurt flüchteten. Die Preußen folgten ihnen bis nahe der Stadt, erhielten aber dort den Befehl, gegen Frankfurt am Main zu marschieren.[77] Schweinfurt stand zu keiner Zeit unter dem Einfluss Preußens.

    1852 erfolgte mit der Eröffnung der Ludwigs-Westbahn von Bamberg zum Stadtbahnhof der Anschluss an das Eisenbahnnetz.[78] 1874 wurde 2,5 Kilometer weiter westlich der Hauptbahnhof im damals noch selbständigen Oberndorf als „Centralbahnhof“ in sechseinhalb Monaten errichtet. Die Schweinfurter Straßenbahn verband als Pferdebahn und erste kommunale Straßenbahn Bayerns von 1895 bis 1921 den Hauptbahnhof mit dem Stadtzentrum.

    Um die Jahrhundertwende begann der Aufschwung der örtlichen metallverarbeitenden Industrie. Die 1903 von Ernst Sachs entwickelte Torpedo-Freilaufnabe revolutionierte das Fahrradfahren.

    Weimarer Republik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Plakat gegen Räterepublik 1919: „Raus mit Euch! Bei ons gibt's koa Anarchie“ Werbung der Fries & Höpflinger AG (1890–1929)
    Plakat gegen Räterepublik 1919: „Raus mit Euch! Bei ons gibt's koa Anarchie“
    Werbung der Fries & Höpflinger AG (1890–1929)

    Bei der Ermordung des ersten bayerischen Ministerpräsidenten Kurt Eisner entging dessen Mitarbeiter Benno Merkle und spätere Schweinfurter Oberbürgermeister (MSPD, 1920–1933) knapp den Schüssen. Nach Ausrufung der Münchner Räterepublik 1919 durch den „Arbeiter- und Soldaten-Rat“ (ASR) wurde der Schweinfurter Gewerkschafter Fritz Soldmann „Volksbeauftragter des Inneren“ und forderte per Telegramm die Stadt auf, sich der Räterepublik anzuschließen. Auf der Maininsel Bleichrasen waren tausende Menschen bei der Ausrufung dabei. In der Stadt kam es zu bürgerkriegsähnlichen Kämpfen mit einigen Toten. Die ASR nahm nachts einen Panzerzug unter Feuer und beschoss vom Oberndorfer Wasserturm den Hauptbahnhof. „Die Arbeiterhochburg am Main war einige Tage lang sowjetisch.“[79]

    Fries & Höpflinger AG Werk Süd in Oberndorf 1929 (heute SKF Werk 2)

    1929 wurde die deutsche Wälzlagerindustrie in einem Kartell unter Führung der schwedischen SKF sowie von Ernst Sachs (Fichtel & Sachs AG) und Georg Schäfer (Kugelfischer) neu geordnet, was sich für den Standort Schweinfurt als Weichenstellung erwies. Sachs verkaufte seine Wälzlagersparte an die SKF, die bereits seit 1925 eine aggressive Expansionsstrategie verfolgte. SKF erwarb die Schweinfurter Fries & Höpflinger AG, die mit SKF zu den Vereinigten Kugellagerfabriken (VKF, ab 1953 SKF) verschmolzen. VKF beherrschte 80 % des deutschen Marktes. Einziger verbliebener deutscher Konkurrent war Kugelfischer. Die deutsche Wälzlagerindustrie wurde nun komplett von Schweinfurt aus gesteuert.

    Anfang der 1930er-Jahre war Adolf Hitler in der von der SPD dominierten Arbeiterstadt nicht sehr beliebt. Zu seinem zweiten Besuch in der Stadt 1932 kamen nur etwa 9000 Menschen, während ihn zuvor in Coburg über 70.000 gehört hatten. Hitler soll in Schweinfurt äußerst ungehalten gewesen sein, auch da ihn bei der Einfahrt viele „Pfui“-Rufe begleitet hatten.[80]

    Nationalsozialismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Auf die wirtschaftliche Depression folgte ab 1934 ein von Arbeitsbeschaffungsprogrammen und Kriegsrüstung getragener Wirtschaftsaufschwung. Die Mitarbeiterzahl der metallverarbeitenden Großfirmen stieg bis 1939 auf 20.700 an. Weitläufige, moderne Industrie- und Wohnanlagen, das Willy-Sachs-Stadion und Kasernen entstanden.

    Overlord-Plan Juni 1944: Schweinfurt war das einzige primäre Angriffsziel Bayerns
    Luftangriff am 14. Oktober 1943 auf das Industriegebiet (Black Thursday)

    Der Zweite Weltkrieg brach mitten im Bauboom aus. Teile der Produktion wurden in andere Orte verlegt. Die kriegswichtige Wälzlagerindustrie war eine Schlüsselindustrie für den Panzer- und Flugzeugbau. Laut Albert Speer wäre bei Ausfall der Schweinfurter Industrie der Krieg in zwei Monaten zu Ende gewesen,[81] weshalb die Stadt die beste Luftverteidigung Deutschlands besaß. In 22 Luftangriffen[82] wurde die Stadt zu 40 % und das Industriegebiet zu 80 % zerstört, was als „Drittes Stadtverderben“ in die Geschichte einging. Jedoch wurde kein Feuersturm entfacht, im Gegensatz zur Nachbarstadt Würzburg, die bei einem Angriff zu 80 % zerstört wurde.

    Beim ersten Angriff auf Schweinfurt, am 17. August 1943, wagten sich die United States Army Air Forces im Rahmen der Operation Double Strike in eine von den Britischen Inseln weit entfernte Zone und erlitten bereits große Verluste[83] (siehe auch: Videos). Der zweite Großangriff am 14. Oktober 1943 führte sie in die größte Luftniederlage ihrer Geschichte (Black Thursday). Unter den Bomberbesatzungen gab es 600 Todesopfer,[84] etwa halb so viele, wie unter der deutschen Zivilbevölkerung in allen Luftangriffen zusammen. Die Luftangriffe der Amerikaner auf deutsche Städte wurden daraufhin zwei Monate unterbrochen.[85] Die Alliierten Bomberbesatzungen fürchteten fortan Angriffe auf Schweinfurt.

    Albert Speer schrieb 1969 über eine Begegnung mit Gauleiter Otto Hellmuth im März 1945:

    „...erklärte der Gauleiter mit größter Selbstverständlichkeit, dass er zur Durchführung des Hitlerschen Erlasses die Zerstörung der Schweinfurter Kugellagerindustrie angeordnet habe [...] Ich wusste, dass der Gauleiter zu der Gruppe der Vernünftigen gehörte und forderte ihn daher auf, den Vernichtungsbefehl Hitlers nicht durchzuführen [...] Das alte, vielbewährte Argument, dass Hitler seinen Krieg ohne Kugellager nicht fortsetzen könne, tat endlich seine Wirkung. Der Gauleiter [...] war nicht bereit, die historische Schuld zu übernehmen, alle Siegesaussichten durch die Zerstörung der Schweinfurter Fabriken zunichte zu machen.“[86]

    Die Schweinfurter Widerstandsgruppe Gelbe Birke, die den bewaffneten Widerstand ablehnte, versorgte und rettete Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter und gefährdete Bürger.[87]

    Am 11. April 1945 marschierten die Amerikaner in die Stadt ein und Oberbürgermeister Ludwig Pösl organisierte, im Gegensatz zu vielen anderen NS-Funktionären, keinen Widerstand, sondern übergab die Stadtverwaltung persönlich an die US-Armee.[88] Zwei Kasernen wurden sofort besetzt und schließlich die US-Heeresgarnison Schweinfurt gegründet.

    Bundesrepublik Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Im Kalten Krieg hatte der Schweinfurter US-Standort die höchste Konzentration von US-Kampf-Einheiten in der Bundesrepublik Deutschland.[89] Zur Zeit des Wirtschaftswunders boomte die Großindustrie, ab 1960 wurden Gastarbeiter angeworben.

    Unter Oberbürgermeister Georg Wichtermann (SPD, 1956–1974) entstanden in der von der SPD mit absoluter Mehrheit regierten Stadt neue Wohnstadtteile und dank hoher Gewerbesteuereinnahmen eine großzügige Infrastruktur. Mit dem „Sprung über den Main“ 1963[90] wurden der neue Hafen und große neue Industrie- und Gewerbegebiete entwickelt. 1971 wurde die heutige Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt eröffnet.

    Die Zeit des Oberbürgermeisters Kurt Petzold (SPD, 1974–1992) stand unter den Zeichen von Konsolidierung, Ölkrise und Rezessionen, mit Stellenabbau in der Großindustrie. Mit Hilfe des neuen Städtebauförderungsprogramms begann 1979 die Altstadtsanierung nach dem dafür entwickelten „Schweinfurter Modell“. 1981 wurde das Leopoldina-Krankenhaus und 1990 das Gemeinschaftskraftwerk Schweinfurt eröffnet.[91]

    Mit Gudrun Grieser (CSU, 1992–2010) gelang es der CSU erstmals, den Oberbürgermeister zu stellen. Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) begleitete den Machtwechsel wohlwollend und Teile des Bayerischen Landessozialgerichts und des Bayerischen Landesamtes für Statistik wurden von München nach Schweinfurt verlegt. Ab Mitte der 1990er Jahre stabilisierte sich die wirtschaftliche Lage, 4500 neue Arbeitsplätze in der Industrie und 6000 im Dienstleistungsbereich entstanden. Viele in der Architekturwelt beachtete Projekte wurden verwirklicht. Hervorzuheben sind der neue Industrie- und Gewerbepark Maintal (ab 1995), das Museum Georg Schäfer (2000), das Konferenzzentrum Maininsel (2004), die Stadtbücherei im Ebracher Hof (2007) sowie der Stadtumbau West (2009) mit Stadtgalerie Schweinfurt und Kunsthalle Schweinfurt.

    Unter Oberbürgermeister Sebastian Remelé (CSU, ab 2010) verlor die CSU bei der Stadtratswahl 2020 wieder ihre langjährige Dominanz. Im Rahmen der US-Konversion, die zu den fünf größten Konversionsprojekten Deutschlands zählt, entstehen derzeit der i-Campus Schweinfurt und der Stadtteil Bellevue.

    Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Stadtbild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Schweinfurt ist trotz der Großindustrie eine organisch gewachsene Stadt. Nach dem letzten Krieg blieben außerhalb des Industriegebietes 60 % der Bausubstanz erhalten, weshalb kein schneller Wiederaufbau nötig war und ein gesichtsloses Nachkriegs-Stadtbild erspart blieb. Ein Stadtumbau war im Gegensatz zu den meisten anderen Industriestädten nicht nötig, da es keine Werksschließungen gab und weder Brachflächen noch perforierte Stadtstrukturen entstanden. Die Industriegebiete liegen in einer beispiellosen Dichte, mit zahlreichen bekannten Firmen und Werken, kompakt im Süden um Main und A 70 und werden beiderseits der Stadtgrenze zunehmend auch von Hochregallagern und Lagerhäusern dominiert (siehe: Logistik), mit großem Flächenverbrauch und nicht absehbaren Ende, infolge der Mittellage und günstigen Topografie im brettflachen Schweinfurter Becken.

    Hinter der von der Industrie geprägten Skyline und den für Schweinfurt typischen Klinkerbauten der 1930er Jahre der Neuen Sachlichkeit überrascht die Altstadt, mit sanierten Quartieren (Schweinfurter Modell) und Zeugnissen reichsstädtischer Vergangenheit.

    Die Entwicklung von einer historischen Kleinstadt bis zum Oberzentrum für eine Region mit einer halben Million Einwohner widerspiegelt sich im gegensätzlichen Stadtbild der Innenstadt; es wandelt sich von Ost nach West (in unterer Bildfolge von links nach rechts). Altfränkische Gassen der östlichen Altstadt gehen über in mittelstädtische, zuweilen chaotische Strukturen um den Roßmarkt, bis hin zu großstädtischem Stadtbild in der westlichen City. Eine Ausnahme im Osten bildet das Rückert-Center.

    Das Scheibenhochhaus der Deutschen Hauptverwaltung der SKF (1960–1962) am Main von A. Kubitza wurde nach dem Vorbild des UNO-Hauptquartiers am East River in New York geschaffen. Dort gab es bis in die 1960er Jahre eine durch Raumlicht hinter den Fenstern geschaltete Leuchtschrift „UN“. Sie diente als Vorbild für das blaue SKF-Logo, das zu einem Wahrzeichen Schweinfurts wurde und 2014 im Rahmen einer Generalsanierung des Hochhauses auf LED-Technik umgestellt wurde.[92]

    Profanbauten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Klassizistische Palais' (1870)... ...in der Rückertstraße
    Klassizistische Palais' (1870)...
    ...in der Rückertstraße

    Die Renaissance ist in der Altstadt der prägende Stil der protestantischen Reichsstadt. Die Schranne wurde als Kornspeicher 1560 errichtet. Das Alte Rathaus (1570–1572) gilt als Glanzleistung der profanen deutschen Renaissance. Das Alte Gymnasium (1582–1583) war von 1634 bis 1881 Domizil des Gymnasium Gustavianum (Celtis-Gymnasium); das Zeughaus (1589–1591) war Waffenarsenal.

    Der Schrotturm (1611) ist ein vorgelagerter Treppenturm eines Renaissance-Bürgerhauses, der im 19. Jahrhundert um vier Geschosse zu einem Schrotturm erhöht wurde.[93] Am Kiliansberg entstanden um 1900 Villen von Industriellen.

    Mehrere bekannte Architekten des 20. Jahrhunderts standen mit Schweinfurt in Verbindung. Theodor Fischer baute hier die Wirsing-Villa (1909). Der Werdegang des Erbauers des Stuttgarter Hauptbahnhofs Paul Bonatz ist von der historisierenden Friedenschule (1908) bis zur Moderne nachverfolgbar, mit der Hauptverwaltung der Fichtel & Sachs AG (1931–1933), die sich am Berliner Shell-Haus orientiert und der Tribüne des Sachs-Stadions (1936) im Bauhausstil. Das erste größere Werk Roderich Ficks, eines Lieblingsarchitekten Hitlers, ist das Ernst-Sachs-Bad (1931–1933, seit 2009 Kunsthalle). Von Ludwig Gies, dem Erschaffer des Bundesadlers im Bonner Bundeshaus, ist der auf einer Erdkugel krallende Reichsadler am Eingang des Sachs-Stadions.

    Museum Georg Schäfer (2000) mit Treppenhalle Kunsthalle Schweinfurt (2009) mit Schanze (1648)
    Museum Georg Schäfer (2000) mit Treppenhalle
    Kunsthalle Schweinfurt (2009) mit Schanze (1648)

    Das Museum Georg Schäfer (1998–2000) von Volker Staab gilt als einer der hervorragendsten modernen, deutschen Museumsbauten,[94] mit seiner Treppenhalle nach Vorbild der Alten Pinakothek in München. Die gegenüberliegende Stadtbücherei (2004–2007) ist ein Um- und Ausbau des Ebracher Hofs (1431/1575), mit neuem unterirdischen Basisgeschoss (Bild siehe: Bibliotheken). Sie bildet mit dem Hauptzollamt (2005–2007) ein Bauensemble, das vom Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt 2008 zu den 24 besten Bauwerken Deutschlands gekürt wurde,[95] in einer Simbiose von Tradition und Moderne.[96]

    Die Kunsthalle Schweinfurt (2008/09) ist ein Um- und Ausbau des vormaligen Ernst-Sachs-Bades, mit 500 m² großer Halle. Der Innenhof wurde für einen weiteren Ausstellungsraum unterkellert, wobei Reste der sogenannten Naturheilschanze integriert wurden, die Carl Gustav Wrangel 1648 anlegen ließ.[97]

    Die Stadtgalerie Schweinfurt (2007–2009), mit einem 230 m langen Glasdach, ist eine 300 m lange Shopping Mall im klassischen Sinne, die aus einer einzigen, geraden Ladenpassage besteht, in zwei Ebenen mit Galerie. Das Technologiezentrum von Fresenius Medical Care (2019) im Hafen-West stammt von Gunter Henn, dem Architekten der Autostadt von Volkswagen in Wolfsburg und der Gläsernen Manufaktur in Dresden.[98]

    Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    St. Johannis (ab 1200) ist das älteste erhaltene Gebäude der Stadt, mit romanischem Kern und gotischen Querhaus, der Südturm wurde nicht ausgeführt. Der Taufstein ist von 1367[64] und im Herrenchor hängt das Schweinfurter Konfessionsbild, das älteste Süddeutschlands. Die Kreuzkirche (13. Jahrhundert/1940) in Oberndorf steht an der Stelle einer mittelalterlichen Wasserburg, Chor und Turm waren Teile der Burgkapelle. St. Salvator (1717) im Zürch mit gotischem Chor (vermutlich von 1412) ging ebenfalls aus einer Burgkapelle (um 1315) hervor. Die Heilig-Geist-Kirche (1897–1902, Neuromanik)[64] gilt als Nachbau des Speyerer Doms, als Basilika mit Westriegel, ebenfalls mit Zwerggalerie und Fensterrosette. Sie besitzt jedoch nur einen Turm und der Westriegel wurde nach Südosten gedreht. St. Kilian (1954) besitzt eines der größten Kirchenfenster Deutschlands (250 Quadratmeter) von Georg Meistermann.[99]

    Mit der Auferstehungskirche (1959) am Bergl schuf Olaf Andreas Gulbransson das einzige größere Beispiel eines neuen Baustils, der Sichtmauerwerk, Ornamentik, Handwerk und Moderne vereint. Nach seinem tödlichen Autounfall 1961 wurde diese Architektur bei anderen postum fertiggestellten Kirchen kaum mehr umgesetzt. Sie nimmt die Postmoderne zwei Jahrzehnte vorweg, jedoch ohne auf historische Stile zurückzugreifen, sondern mit eigener Architektursprache und hoher bauhandwerklicher Qualität.

    Denkmäler und Brunnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Das Rückert-Denkmal (1890) auf dem Markt ist ein Wahrzeichen der Stadt und erinnert an den 1788 in Schweinfurt geborenen Dichter und Orientalisten Friedrich Rückert.

    Tafel am Walzenwehr (MAN 1903)

    In den Ringanlagen um die Altstadt befinden sich mehrere Denkmäler und Brunnen. Ein Duplikat des Great Beijing Wheel-Lagers, des nicht ausgeführten größten Riesenrads der Welt, steht vor dem Stadttheater. Das Walzenwehr-Denkmal zeigt die Kettenaufzugsvorrichtung des ersten Walzenwehrs der Welt von MAN (1903). Der Anker ist eine Monomentalskulptur auf der Schleuseninsel. Der Ludwigsbrunnen (1830) zu Ehren des bayerischen Königs Ludwig I. steht am Fuß der historischen Weinberge an der alten Mainleitenstraße. Der Gedenkort für die Opfer der Zwangsarbeit (2011) ist ein 3 km langer ehemaliger Lagerweg in Oberndorf am ehemaligen Zwangsarbeiterlager von Kugelfischer. Das Deutsch-amerikanische Luftkriegsdenkmal (1998) am Hochbunker am Spitalseeplatz ist das einzige Denkmal seiner Art in Deutschland. Es erinnert insbesondere an den Black Thursday, den 14. Oktober 1943, als die Amerikaner über Schweinfurt ihre größte Luftniederlage erlitten (siehe: Nationalsozialismus).

    Stadtmodell[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Seit 2015 befindet sich im Stadtschreiberhaus am Martin-Luther-Platz ein Stadtmodell, das Schweinfurt um das Jahr 1800 zeigt. Es soll bis zur Peterstirn auf 4,80 Meter Länge erweitert werden, das dann das historische Stadtgebiet mit einer Ausdehnung von zwei Kilometern abbildet.[100]

    Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Schweinfurt und Altstadt (Schweinfurt)

    Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Evangelische Hauptkirche St. Johannis (erb. ab 1200) Katholische Hauptkirche Heilig-Geist (1902)
    Evangelische Hauptkirche St. Johannis (erb. ab 1200)
    Katholische Hauptkirche Heilig-Geist (1902)

    Religionen, Gesamtbevölkerung Schweinfurt 2011[101]

  • Römisch-katholisch (40.0%)
  • Evangelisch-lutherisch (30.4%)
  • Evangel. Freikirchen (0.6%)
  • Orthodoxe Kirchen (2.7%)
  • Sonstige, vorw. Muslime (5.5%)
  • Keiner öffentlich-rechtlichen Religionsgem. zugehörig (20.8%)
  • Religionen, Gesamtbevölkerung Schweinfurt 31. Dez. 2019[102]

  • Römisch-katholisch (34.2%)
  • Evangelisch-lutherisch (22.3%)
  • Andere oder keine Religionsgemeinschaften (43.5%)
  • Evangelische Landeskirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Schweinfurt schloss sich 1542 der Reformation an. Philipp I. von Hessen, führender Kopf des Schmalkaldischen Bundes und Vorkämpfer des Protestantismus, konnte als Schutzherr und Reichsvogt gewonnen werden. Der von ihm gesandte Johann Sutel (gen.: Sutellius) hielt 1542 den ersten protestantischen Gottesdienst und verfasste eine Kirchenordnung. Katholiken waren bis zum Ende der Reichsstadtzeit vom Bürgerrecht ausgeschlossen. Zur Zeit der Gegenreformation (1587–1631) wanderten etwa 700 protestantische Glaubensflüchtlinge aus dem Hochstift Würzburg nach Schweinfurt aus. Das Stadtgebiet umfasst heute sechs Pfarreien mit insgesamt acht Kirchengemeinden.

    Siehe auch: Evangelisch-Lutherisches Dekanat Schweinfurt

    Landeskirchliche Gemeinschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die Christliche Gemeinschaft Schweinfurt der LKG ist Teil der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und gehört zum Landeskirchlichen Gemeinschaftsverband (LKG) in Bayern, der eine Zwischenstellung zwischen Landeskirche und Freikirchen einnimmt.

    Evangelische Freikirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Im 19. Jahrhundert stand am Schillerplatz ein Saalbau der Freien Christlichen Gemeinde, der spätestens ab 1868 als Konzerthalle genutzt wurde.[103] Bis in die 1970er Jahre gab es in Schweinfurt nur eine Gemeinde der Methodisten, die im weiteren Sinn zu den Freikirchen gezählt werden und eine Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten) sowie mehrere englischsprachige Gemeinden von Freikirchen für Angehörige der US-amerikanischen Garnison Schweinfurt. Seitdem entstanden weitere Gemeinden, sowohl mit pietistisch-evangelikaler als auch pfingstlich-charismatischer Prägung. Zu ersteren gehören die Baptisten, die Christliche Brüdergemeinde, die Freikirchliche Gemeinde Christen in Aktion und die Christliche Gemeinde Schweinfurt, zur zweiten Gruppe Wort des Glaubens, die Biblische Gemeinde Schweinfurt und Kingdom Ministries. Einige Freikirchen sind in der Evangelischen Allianz vertreten.

    Römisch-katholische Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Der Katholizismus blieb für die kulturelle Ausprägung Schweinfurts bedeutungslos. Mit Einführung der Reformation waren alle Kirchen der Reichsstadt evangelisch geworden. Das bayerische Religionsedikt von 1803 ermöglichte 1806 die Wiedergründung einer katholischen Pfarrei. Die katholische Gemeinde erhielt von der Stadt die Spitalkirche zum Heiligen Geist für ihre Gottesdienste. Sie wurde durch den stetigen Zuzug von katholischen Arbeiterfamilien aus dem Umland mit der Zeit zu klein und abgebrochen. 1902 wurde daneben als Nachfolgebau die Heilig-Geist-Kirche fertiggestellt, die seitdem die Hauptkirche der Schweinfurter Katholiken ist. Das Dekanat Schweinfurt-Stadt gehört zum Bistum Würzburg und umfasst heute neun Pfarrgemeinden.

    Siehe auch: Dekanat Schweinfurt-Stadt

    Griechisch-orthodoxe Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die griechisch-orthodoxe Metropolie von Deutschland hat eine Ortsgemeinde im Untergeschoss von St. Anton.

    Weitere christliche Gemeinschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Zudem sind in der Stadt Gemeinden der Sieben-Tags-Adventisten, der Neuapostolischen Kirche und der Zeugen Jehovas vertreten.

    Judentum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Jüdischer Friedhof im Jahre 2013

    Mit dem 1212 genannten Abraham von Schweinfurt lässt sich ein jüdischer Bewohner der Stadt nachweisen.[104] Auch für die Folgezeit lassen sich jüdische Familien in der Stadt belegen, die sowohl von den Rintfleisch-Verfolgungen von 1298 als auch vom Pestpogrom von 1348/49 betroffen waren. 1368 erhielt die Stadt Schweinfurt von Kaiser Karl IV. das Privileg, in ihren Mauern erneut Juden aufnehmen zu dürfen. In der Folgezeit konnten Juden gegen Zahlung hoher Steuern relativ frei und sicher leben. In der Judengasse im Alten Gewerbeviertel befand sich die Synagoge. Die mittelalterliche jüdische Gemeinde, die ihren Lebensunterhalt im Geldverleih und Handel bestritt, fand 1554/55 ihr Ende. Die Schweinfurter Bürger gingen gegen die Juden vor, weil sie bei ihnen stark verschuldet waren.[105]

    Erst in bayerischer Zeit durften sich nach 1814 wieder Juden ansiedeln, die in der Siebenbrückleinsgasse ein Gemeindezentrum errichteten. 1874 wurde der Jüdische Friedhof eröffnet, in dem es 1969 die bisher letzte Bestattung gab. Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge geschändet, danach in ein Feuerwehrdepot umfunktioniert[106] und 1943 durch mehrere Fliegerbomben zerstört.[107] Nach dem Krieg wurde das Grundstück des Gemeindezentrums der Jüdischen Restitutionsnachfolger-Organisation (JRSO) übertragen,[108] die es später an die Städtische Sparkasse verkaufte. Um 1970 wurde das jüdische Gemeindehaus südlich der Synagoge für die Erweiterung des Sparkassenparkplatzes abgebrochen. Heute befindet sich hier eine Gedenkstätte.

    Islam[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Ab den 1960er Jahren erlangte der Islam Bedeutung in Schweinfurt, infolge der Zuwanderung türkischer Arbeitskräfte in das großindustrielle Zentrum. Es folgten Nachzüge von Familien, die inzwischen in der dritten Generation in ihrer neuen Heimat leben. In jüngerer Zeit kamen Migranten islamischen Glaubens aus aller Welt dazu. In der Stadt gibt es mittlerweile vier Moscheen, ursprünglich nur Hinterhofmoscheen, in neuerer Zeit auch in repräsentativeren Vorderhäusern. Der größten Moschee der Stadt, der Ayasofya Moschee, gehören etwa 2.500 Gläubige an.[109] Sie liegt unweit des Bahnhofsplatzes, in einem Gebäude mit Minarett.

    Siehe auch: Liste von Sakralbauten in Schweinfurt

    Kulturelle Prägung und Umbrüche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Fränkischer Bauernhof in Oberndorf

    Trotz deutscher Mittellage an der Mainlinie ist Mainfranken ethnisch und kulturell rein süddeutsch geprägt. Es liegt im Bereich des Oberdeutschen und im Verbreitungsgebiet des Grußes Grüß Gott, man feiert Fasching statt Karneval und spielt(e) Schafkopf statt Skat.

    Die Landkreise um Schweinfurt haben den niedrigsten Anteil von Migranten Westdeutschlands. Das Schweinfurter Land ist ein Zentrum fränkischer Tracht und fränkischen Brauchtums, mit der für Franken typischen Mischung protestantischer und katholischer Orte.

    Westliches Gründerzeitviertel, ein türkisch geprägtes Innenstadtviertel

    Im scharfen Gegensatz dazu steht die multikulturell geprägte Schweinfurter Kernstadt, mit einer Bevölkerung mit 45 % Migrationshintergrund (bundesweit 26 %,[110] Berlin 36 %) und 128 Nationalitäten.[111]

    Die Bevölkerung der einstmals rein protestantischen Stadt wurde durch vier größere Zuzugswellen geprägt. Seit der Gründerzeit zog die örtliche Industrie die vorwiegend katholische Landbevölkerung als Arbeiter an. Nach dem Zweiten Weltkrieg bot die Stadt vielen Flüchtlingen, insbesondere aus dem Sudetenland, eine neue Heimat. In den 1960er Jahren worb die boomende Großindustrie viele Gastarbeiter an. Und schließlich fanden in den 1980er Jahren etwa 5000 Russlanddeutsche als Spätaussiedler in Schweinfurt eine neue Heimat. Durch die erste, dritte und vierte Zuzugswelle entstand der sehr hohe katholische und relativ hohe muslimische und orthodoxe Bevölkerungsanteil (siehe: Religionen). Dazu kamen bis 2014 noch 12.000 US-Amerikaner, die nicht statistisch erfasst wurden (siehe: Amerikaner in Schweinfurt). Bis dahin waren städtische Hinweisschilder viersprachig, Deutsch, Englisch, Russisch und Türkisch und man sah mancherorts (Schweinfurter Volksfest, städtischer Badesee) ein weithin beispielloses, multikulturelles Publikum.

    Andererseits gab es seit den 1970er Jahren eine im Vergleich zu anderen Städten überdurchschnittlich große Auszugswelle des Schweinfurter Bürgertums in die Vororte, aufgrund der eng gezogenen Stadtgrenzen (Gründe hierfür siehe: Eingemeindung). Das wirkte sich erheblich auf die kommunalen Einnahmen bei der Einkommensteuer aus und es entstand ein Speckgürtel mit wohlhabenden Wohnvororten. Die westliche Kernstadt, die nicht mehr den gestiegenen deutschen Wohnansprüchen entsprach, wurde nun von Segregation bestimmt, durch Familien mit Migrationshintergrund, wodurch hier durch Ethnizität geprägte Viertel entstanden.

    Sprache[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Oberdeutsche Mundarten Ostfränkische Subdialekte
    Oberdeutsche Mundarten
    Ostfränkische Subdialekte

    Der in Schweinfurt und bis in Randbereiche Südthüringens gesprochene Unterostfränkische Dialekt hat weit mehr Ähnlichkeit mit dem bis in die äußerste Nordostecke Frankreichs reichenden Südfränkischen Dialekt (siehe rötliche Flächenfärbungen auf großer Karte), als mit dem Bairischen (blaue Flächenfärbungen). Ein auffälliger Unterschied des Schweinfurterischen zum übrigen Unterostfränkischen ist die Verkleinerungsform in der Pluralbildung, mit der Endung lich statt li; z. B. Häuslich statt Häusli (Häuschen).

    Heute ist der Schweinfurter Dialekt innerhalb der Stadt seltener zu hören und auch früher wurde er hier weniger ausgeprägt gesprochen als im Umland, als Sprache der einfacheren Leute, Arbeiter und Bauern.

    Die Sprache in Schweinfurt wird unter jungen Leuten neben medial geprägten Sprachgewohnheiten insbesondere durch den hohen Migrantenanteil beeinflusst, wodurch die Umgangssprache sich in den letzten Jahrzehnten stark veränderte.

    Amerikaner in Schweinfurt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Jill Biden 2009 in Schweinfurt zum Amerikanischen Unabhängigkeitstag

    Die US-Heeresgarnison (USAG) Schweinfurt wurde infolge der Schließung vieler anderer amerikanischer Militärstandorte in Deutschland Anfang des 21. Jahrhunderts zu einem der größten US-Standorte Europas, mit bis zu 12.000 Amerikanern (Soldaten und Zivilisten). Die USAG Schweinfurt baute im Laufe der Zeit eine zivile Infrastruktur auf, die der einer amerikanischen Kleinstadt entsprach (Little America).

    Infolge der Aufhebung der Wehrpflicht 1973 bekam der US-Standort einen zivilileren Charakter. Mit den Berufssoldaten kamen viele Familienangehörige, die schließlich in der Mehrheit waren. Zudem machte sich auch in Schweinfurt der soziale Wandel in den USA bemerkbar, hin zu einer multikulturelleren Gesellschaft, mit mehr Afroamerikanern, Latinos und Asiaten. Man hörte nun auch Spanisch. Es bildete sich im Laufe der Zeit auch eine deutsch-amerikanische Szene, zu erwähnen ist hier der Schweinfurter Jazzmusiker Ed Sperber. Jill Biden, die Frau des derzeitigen amerikanischen Präsidenten Joe Biden, kam 2009 zu einem Besuch nach Schweinfurt, als 2500 in Schweinfurt stationierte Soldaten im Irakkrieg im Einsatz waren und weitere 600 sich darauf vorbereiteten.[112]

    Die erste große Umstrukturierung der US-Streitkräfte in Deutschland wurde 2014 mit der Auflösung des Standorts Schweinfurt abgeschlossen. Auf den einstigen US-Arealen entstehen derzeit mehrere Großprojekte. Es leben aber auch heute noch amerikanische Staatsbürger in und um Schweinfurt (German Overseas), u. a. als Reserveoffiziere, Sportler und Rentner, für die nun in Verwaltungsangelegenheiten die US-Garnison Ansbach zuständig ist.[113]

    Siehe auch: Liste zur US-Konversion Schweinfurt

    Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Einwohnerentwicklung Schweinfurts nach nebenstehender Tabelle
    Bevölkerungspyramide für Schweinfurt (Daten: Zensus 2011)[114]

    1939 hatte Schweinfurt 50.000 Einwohner. Anfang der 1960er Jahre rechnete man damit, dass die Stadt in ihrer heutigen Fläche, ohne Eingemeindungen, im Jahr 2000 auf 95.000 Einwohner anwachse.[115] Doch bereits um 1970 war der bisherige Höchststand mit nur 58.500 Einwohnern erreicht. Während danach nahezu alle anderen deutschen Städte demografisch bedingte Einwohnerabnahmen durch Eingemeindungen ausgleichen konnten, gab es in Schweinfurt keine einzige Eingemeindung (Gründe siehe: Eingemeindung). Wodurch die Einwohnerzahl bis 1987 auf 52.000 absank. Danach stieg sie bis 1996 durch Zuzug von Spätaussiedlern wieder auf 56.000 an. 2014 fiel die Einwohnerzahl mit 51.600 auf den tiefsten Stand seit Anfang der 1950er Jahre. Danach trat aufgrund mehrerer Faktoren eine Wende ein und die Einwohnerzahl nahm steig zu, bis auf 54.032 im Jahre 2018. In den Einwohnerstatistiken sind die zwischen 1945 und 2014 stationierten Soldaten und Angehörigen der US-Heeresgarnison Schweinfurt nicht enthalten, mit zeitweise 12.000 Menschen.

    Die Agglomeration ist im Falle Schweinfurts eine bessere Vergleichsgröße zur Einwohnerzahl anderer Städte. 1994 hatte sie 105.000 Einwohner,[116] sank auf 96.600 Einwohner (Zensus 9. Mai 2011) und stieg danach wieder auf 100.000 Einwohner (Schätzung für den 31. Dezember 2019).[5]

    Seit 1919 keine Eingemeindung

    Datum Einwohner
    1800 6.045 ¹
    1. Dezember 1840 7.766 ²
    1. Dezember 1871 10.840 ²
    1. Dezember 1900 17.401 ²
    16. Juni 1925 36.336 ²
    17. Mai 1939 49.302 ²
    13. September 1950 46.128 ²
    6. Juni 1961 56.923 ²
    27. Mai 1970 58.446 ²
    25. Mai 1987 51.962 ²
    31. Dezember 1994 55.500 ³
    31. Dezember 1995 55.700 ³
    Datum Einwohner
    31. Dezember 1996 55.700 ³
    31. Dezember 1997 55.400 ³
    31. Dezember 1998 55.100 ³
    31. Dezember 1999 54.500 ³
    31. Dezember 2000 54.300 ³
    31. Dezember 2001 54.600 ³
    31. Dezember 2002 54.700 ³
    31. Dezember 2003 54.600 ³
    31. Dezember 2004 54.500 ³
    31. Dezember 2005 54.273 ³
    31. Dezember 2006 53.970 ³
    31. Dezember 2007 53.798 ³
    Datum Einwohner
    31. Dezember 2008 53.588 ³
    31. Dezember 2009 53.533 ³
    31. Dezember 2010 53.415 ³
    9. Mai 2011 52.143 ²
    31. Dezember 2011 52.118 ³
    31. Dezember 2012 52.098 ³
    31. Dezember 2013 51.851 ³
    31. Dezember 2014 51.610 ³
    31. Dezember 2015 51.969 ³
    31. Dezember 2016 52.724 ³
    31. Dezember 2017 53.437 ³
    31. Dezember 2018 54.032 ³

    Fett: höchster Stand
    Rot: niedrigster Stand seit Anfang der 1950er Jahre
    ¹ Angabe der Stadt Schweinfurt
    ² Volkszählung bzw. Zensus (Amtliche Einwohnerzahl)
    ³ Angabe des Bayerischen Landesamtes für Statistik (Amtliche Einwohnerzahl)
    [117]

    Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Stadtratswahl 2020
    Wahlbeteiligung: 45,1 % (2014: 42,6 %)
     %
    40
    30
    20
    10
    0
    38,2
    17,5
    14,2
    8,4
    7,2
    5,9
    3,2
    2,8
    2,6
    n. k.
    Gewinne und Verluste
    im Vergleich zu 2014
     %p
     10
       8
       6
       4
       2
       0
      -2
      -4
      -6
      -8
    -10
    −9,8
    −5,6
    +8,1
    +8,4
    ± 0,0
    −1,3
    +3,2
    −1,5
    +1,1
    −2,5
    Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
    Anmerkungen:
    g Zukunft/ÖDP
    h proschweinfurt
    Sitzverteilung im Stadtrat Schweinfurt seit 2020
             
    Insgesamt 44 Sitze

    Schweinfurt war in der Nachkriegszeit neben München und Nürnberg eine der wenigen bayerischen SPD-Hochburgen, in der die Partei ständig die Oberbürgermeister stellte. Im Schweinfurter Stadtrat besaß die SPD die absolute Mehrheit, bis in den 1990er Jahren aufgrund des gesellschaftlichen Wandels die CSU die Oberhand gewann. Sie dominierte die Stadt über eineinhalb Jahrzehnte. Jedoch blieb Schweinfurt weiterhin ein Zentrum von Gewerkschaften und Linken, mit Vertretern auf Landes- und Bundesebene.

    Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Der Stadtrat besteht aus 44 Sitzen. Der von den Wahlberechtigten in direkter Wahl gewählte Oberbürgermeister Sebastian Remelé (CSU) ist das 45. Mitglied des Stadtrats. Seit 1990 zogen, wie vielerorts, neben etablierten Parteien auch Wählergruppen in den Stadtrat ein. In der Kommunalwahl am 15. März 2020 wurde die Dominanz der CSU gebrochen und sie vereinbarte eine Zusammenarbeit mit den Grünen.

    Oberbürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Lange Amtszeiten kennzeichnen Schweinfurts Oberbürgermeister. Im 19. Jahrhundert war Carl von Schultes 45 Jahre im Amt. Die SPD stellte von 1920 bis 1933 und von 1946 bis 1992 den Oberbürgermeister, der mit Gudrun Grieser (1992–2010) erstmals von der CSU gestellt wurde. Für die Oberbürgermeister-Wahl 2010 gab es sechs Kandidaten. Sebastian Remelé (CSU) gewann die Stichwahl mit 63,4 % und wurde 2014 mit 66,9 % und 2020 mit 58,4 % im Amt bestätigt.

    Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Schweinfurt unterhält folgende Städtepartnerschaften:[118]

    SchottlandSchottland North Lanarkshire, Vereinigtes Königreich (1962)
    FrankreichFrankreich Châteaudun, Frankreich (1964)
    FinnlandFinnland Seinäjoki, Finnland (1979)

    Der Bezirk North Lanarkshire entstand 1996 im Zuge einer schottischen Verwaltungs-Neugliederung. In ihm ging Schweinfurts älteste Partnerstadt Motherwell auf.[119]

    Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Wappen der kreisfreien Stadt Schweinfurt
    Blasonierung: „In Blau ein silberner Adler.“[120]
    Wappenbegründung: Das erste bekannte Wappen bestand aus einem einköpfigen schwarzen Adler auf einem gelben oder goldenen Schild, der heraldisch nach rechts, das heißt vom Betrachter gesehen aus nach links, blickte.[121][122] Im 15. Jahrhundert war der Adler silberfarben auf schwarzem Hintergrund, im Jahre 1608 wurden die Farben Silber auf Violett erwähnt. Später war es wieder ein schwarzer Adler auf goldenem Grund. Seit 1771 sind die Farben Silber auf Blau.[123]

    Die bekannteste Darstellung des Wappens befand sich bis 1875 am Mühltor. Da der Adler dem Betrachter den Kopf zuwandte, hielten ihn viele für eine Eule; ihm widmete Friedrich Rückert in Der Besuch in der Stadt einige Verse.[121]

    Eingemeindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Oberndorfer Wasserturm am Bergl
    Ehemaliges Rathaus von Oberndorf

    Bei der bayerischen Gebietsreform wurden keine Vororte nach Schweinfurt eingemeindet. Es gibt hierfür unterschiedliche Begründungen und politische Schuldzuweisungen.[124] Am 1. Mai 1978 musste Grafenrheinfeld lediglich ein 2 Quadratkilometer großes, unbesiedeltes Gebiet an die Stadt Schweinfurt als Raum für ihre industrielle Entwicklung abtreten (Maintal). Schweinfurt umfasst deshalb gegenüber fast allen anderen deutschen Städten fast nur die Kernstadt und wurde zur flächenkleinsten kreisfreien Stadt Deutschlands.

    Einzig Oberndorf, das bereits von 1436 bis 1802 zur Reichsstadt Schweinfurt gehörte, wurde 1919 eingemeindet, als es bereits komplett mit der Stadt zusammengewachsen war[125] und es kamen 8,18 km² mit 3.886 Einwohnern hinzu.[126] Den Ausschlag gab die örtliche Großindustrie, die zum größten Teil, einschließlich des Hauptbahnhofs, auf Oberndorfer Gemeindegebiet lag. Oberndorf konnte die Wasserversorgung der Großfirmen nicht mehr gewährleisten. Um die drohende Eingemeindung abzuwenden, ließ das Dorf 1911/12 einen Wasserturm errichten. Das sehr harte Wasser lehnte die Großindustrie jedoch wegen hoher Verkalkungsgefahr ab.[127]

    In neuerer Zeit rückte die Gebietsreform der 1970er Jahre und deren Folgen für die Stadt wieder in den medialen Blickpunkt.[124]

    Wissenschaft und Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Gründungsort der Leopoldina[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Logo

    1652 wurde in der Reichsstadt Schweinfurt die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina von vier Ärzten gegründet und nach Kaiser Leopold I. benannt. Seit 1878 hat sie ihren Sitz in Halle (Saale). Sie ist die älteste dauerhaft existierende naturforschende Akademie der Welt.[12] Die Gründung erfolgte einige Jahre bevor die entsprechenden Gesellschaften in London (Royal Society) und Paris (Académie des sciences) gegründet wurden. 2008 wurde die Leopoldina zur Nationalen Akademie der Wissenschaften erhoben. Der ebenfalls in Halle ansässige Freundeskreis der Leopoldina hält seine Jahresveranstaltungen alle vier Jahre in Schweinfurt ab.

    Hochschule für angewandte Wissenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Auditorium Maximum an der FHWS in Schweinfurt, mit Burschenschaft
    Logo FH Wuerzburg Schweinfurt.svg

    Die Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (auch: Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt FHWS) entstand 1971 durch den Zusammenschluss des Schweinfurter Balthasar-Neumann-Polytechnikums mit der Würzburger Höheren Wirtschaftsschule und Werkkunstschule und ist heute die viertgrößte Fachhochschule Bayerns. Die FHWS bietet in Schweinfurt unter anderem die neuen Studiengänge Robotik und Wasserstofftechnik an.[128]

    i-Campus Schweinfurt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Der i-Campus Schweinfurt wird von der FHWS auf dem Areal der einstigen Ledward Barracks aufgebaut.[129] Die Schweinfurter Abteilung der FHWS hat sich auf MINT-Fächer spezialisiert, was im i-Campus fortgeführt wird.[130] Die zusätzlichen Projekte i-Company und Industrie on Campus sehen eine Zusammenarbeit mit Unternehmen und deren direkten Zugang zu Forschungseinrichtungen der Hochschule vor.[130]

    Institut für Medizintechnik Schweinfurt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Das Institut für Medizintechnik Schweinfurt (IMES) der FHWS praktiziert neben der Lehre ebenfalls den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Industrie sowie Krankenhäusern und Arztpraxen.

    Mit Hochschulen verwandte Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Außenstelle des Fraunhofer-Instituts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) eröffnete 2020 eine Außenstelle in Schweinfurt, in der Alten Bahnhofstraße. Zentrales Forschungsfeld ist die künstliche Intelligenz (KI) und deren Einsatz für eine nachhaltig optimierte Wertschöpfung (noW) mit der Arbeitsgruppe KI-noW in Schweinfurt.[131]

    Siehe auch: Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung, Arbeitsgruppe KI-noW, Schweinfurt

    Akademisches Lehrkrankenhaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Das Leopoldina-Krankenhaus ist akademisches Lehrkrankenhaus der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Die Leo Academie bietet Mitarbeitern und externen Teilnehmern Fort- und Weiterbildungsprogramme in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen an, mit Dozenten aus den eigenen Kliniken und externen Lehrkräften (siehe auch: Gesundheitswesen).

    Innovations- und Gründerzentren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Das Gründer-Innovations- und Beratungszentrum Schweinfurt (GRIBS) bietet insbesondere Gründern aus den Bereichen Informationstechnik, Software, Technologie und unternehmens­nahen Dienstleistungen angepasste Büroräume am Hainig zur Miete an.

    Das Chancen-Center Maintal wird von der Stadt Schweinfurt betrieben und vermietet Hallen für Start-up-Unternehmen im Gewerbebereich im Industrie- und Gewerbepark Maintal.

    Das Chancen-Center Heckenweg ist eine Einrichtung in selber Art im Gewerbegebiet Heckenweg im Nördlichen Stadtteil.

    Coworking-Spaces bietet die Stadt seit 2018 an.[132]

    Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Musikschule Schweinfurt

    Es gibt acht staatliche Grundschulen und drei Mittelschulen, daneben eine private Grund- und Mittelschule, in der nach der Montessoripädagogik unterrichtet wird, zwei Realschulen und die Private Real- und Wirtschaftsschule O. Pelzl. Die fünf Förderschulen haben unterschiedliche Förderschwerpunkte.[133]

    Das Abitur kann man in fünf Gymnasien erlangen: im 1632 gegründeten Celtis-Gymnasium, im Alexander-von-Humboldt-Gymnasium, im Olympia-Morata-Gymnasium, im Walter-Rathenau-Gymnasium und im privaten Lyzeum der Republik Griechenland, bei dem das Bildungsministerium Griechenlands Schulträger und die Republik Griechenland Schulaufwandsträger ist. Zum Internationalen Abitur führt die englischsprachige International School Mainfranken. Fachhochschulreife erlangt man im Bayernkolleg Schweinfurt, der Fachoberschule und der Berufsoberschule.[133] Vorkommnisse in der Ersten Privaten Fachoberschule Schweinfurt führten zu ihrer Schließung.

    Zur Berufsausbildung gibt es neben Berufsschulen aller Fachrichtungen die Fachakademie für Sozialpädagogik und die BDS-AzubiAkademie[133] mit Betriebsunterricht bei Mitgliedsunternehmen des BDS.

    Die Musikschule wurde 1872 gegründet und ist heute eine der größten Bayerns.[134]

    Bibliotheken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Stadtbücherei, seit 2007
    im Ebracher Hof (1431/1575)
    im neuen Tiefgeschoss mit Oberlichtern zum Vorplatz

    Stiftungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    In Schweinfurt gibt es über 100 Stiftungen.[135]

    Die Hospitalstiftung Schweinfurt ist größte und älteste Stiftung, deren Anfänge vor dem Jahr 1364 gelegen haben müssen und die spätestens 1417 über ein Vermögen verfügt haben muss. Die stadtnahe Stiftung unterhält Altenheime und Altenwohnungen. Ihr gehören Waldungen bei Schwebheim und Euerdorf sowie das Gut Deutschhof, das 1977 nach Grettstadt ausgelagert wurde. Ihr Grundvermögen liegt bei 19 Millionen Euro.[136]

    Die Stoer-Weimann'sche Stipendienstiftung – Schober'sche Linie wurde 1627 in Schweinfurt gegründet, zur Gewährung von Stipendien an würdige und bedürftige Studenten.[135]

    Die Erich-und-Erna-Kronauer-Stiftung wurde als Treuhandstiftung 1999 von Erich Kronauer und seiner Frau Erna gegründet. Die Stiftung ist eng mit dem Historiker Ernst Nolte verbunden.[137] Die Verleihung des Historikerpreises an den mit geschichtsrevisionistischen Thesen hervortretenden Stefan Scheil (2014), der mittlerweile Vorstandsmitglied ist, führte zu einer öffentlichen Kontroverse, spätestens bei der Experten der Stiftung eine Nähe zur Neuen Rechten attestierten.

    Die Jürgen-Höller-Stiftung wurde 2013 vom bekannten Motivationstrainer Jürgen Höller gegründet. Sie spendet Gelder für Schulprojekte in Afrika, die die Welthungerhilfe vorschlägt, umsetzt und betreut.[138]

    Organisationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Carl Gustav Carus, Gemälde von 1844
    Signatur Carl Gustav Carus.PNG

    World Bicycle Relief ist eine internationale Hilfsorganisation, die ihre europäische Geschäftsstelle beim Fahrradkomponentenherstellers SRAM in Schweinfurt hat.[139]

    Die Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew wurde 1980 mit Sitz in Schweinfurt gegründet. Mit über 16.000 Patienten- und Fördermitgliedern gehört sie zu den größten Patientenorganisationen Deutschlands.

    Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Der Carus-Preis wird jährlich von der Stadt Schweinfurt an jüngere Wissenschaftler für bedeutende wissenschaftliche Entdeckungen vergeben.

    Der Friedrich-Rückert-Preis wird, ebenfalls von der Stadt Schweinfurt, in unregelmäßigen Abständen an herausragende Schriftsteller vergeben.

    Die Erich-und-Erna-Kronauer-Stiftung verleiht, ebenfalls in unregelmäßigen Abständen, einen Wissenschaftspreis an Historiker.

    Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Überblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Industriegeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Erste Fabrik Schweinfurts (1780) Bleiweißfabrik M. Schmidt, Wehr-anlagen (Foto von 1891) Fabrikantenvilla von 1790, Bellevue
    Erste Fabrik Schweinfurts (1780) Bleiweißfabrik M. Schmidt, Wehr-anlagen (Foto von 1891)
    Fabrikantenvilla von 1790, Bellevue

    1780 begann die Industrialisierung in Schweinfurt. Die Stadt blickt auf eine durchgängige, 240jährige Industriegeschichte zurück, ohne Phasen der Deindustrialisierung.

    Wilhelm Sattler produzierte das (hochgiftige) Schweinfurter Grün industriell und exportierte es in alle Erdteile. 1883 begann die großindustrielle Entwicklung durch Erfindung der Kugelschleifmaschine von Friedrich Fischer.[140] Als erster Global Player ließ Ernst Sachs mit der Torpedo-Freilaufnabe 1903 weltweit eine Komponente patentieren, ohne die man kein modernes Fahrrad bauen kann.[141] Seit den 1930er Jahren ist Schweinfurt das europäische Zentrum der Wälzlagerindustrie. In der Nachkriegszeit zählten die Großen Drei (Fichtel & Sachs, FAG Kugelfischer, SKF) zu den 100 größten Unternehmen Deutschlands.

    Ausgelastete Industrie- und Bahnbereiche: ZF Werk Nord (ehem. Fichtel & Sachs) und Containerterminal

    Im Gegensatz zu vielen anderen Industriestädten, die durch Werksschließungen verödeten oder wo der regionale Strukturwandel die verlorenen Arbeitsplätze nur in geringerer Zahl ersetzen konnte, kam es in Schweinfurt zum industriellen Strukturwandel (siehe Großindustrie). Dazu kamen, wie vielerorts, Arbeitsplätze neuer Art, sodass es, weithin beispiellos, weder zu Brachen bei Industrie- noch bei Eisenbahnarealen kam.

    Wirtschaftliche Eckpunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Schweinfurt hatte im Jahr 2018 das dritthöchste Bruttoinlandsprodukt und 2017 mit 76,2 % die zweithöchste Einpendlerquote[142] Deutschlands.[143] Etwa 39.600 Menschen pendeln täglich zur Arbeit nach Schweinfurt.[143] In der Stadt waren 2017 insgesamt 52.898 sozialversicherungspflichtig beschäftigt, fast so viele wie Einwohner, davon 26.823 im produzierenden Gewerbe, ca. 17.750 im Dienstleistungssektor und 8.311 im Handel, Verkehr und Gastgewerbe.[144]

    Arbeitgeber mit über 1000 Beschäftigten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    ZF Sachs, Firmenname 2001–2011, vor Verschmelzung der Konzerne ZF Friedrichshafen und Fichtel & Sachs
    Rang
    Name
    Hauptsitz
    Mitarbeiter
    in Schweinfurt
    Branche
    01. ZF Friedrichshafen5 Friedrichshafeng E 9300[9]   Automobilzulieferer
    02. Schaeffler KG Herzogenaurach I 5200[145] Wälzlager
    03. Schwedische Kugellagerfabriken SKF Göteborgg 4100[145] Wälzlager
    04. Stadt Schweinfurt Schweinfurt 4000[146] Verwaltung
    05. ...davon im Leopoldina-Krankenhaus Schweinfurt 2300[147] Gesundheit
    06. Bosch Rexroth Lohr am Main 1380[145] Lineare Bewegungstechnik
    07. Fresenius Medical Care Bad Homburg 1200[148] Gesundheitstechnik

    5 fünftgrößter Automobilzulieferer der Welt[7]
    g größter Konzern-Standort weltweit ist in Schweinfurt[8][9]
    E Sitz der Division E-Mobility ist in Schweinfurt
    I  Sitz der Sparte Industrie ist in Schweinfurt

    Großindustrie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    In der Großindustrie waren 2019 über 22.000 Menschen beschäftigt.[149] Schweinfurt ist seit den 1930er Jahren europäisches Zentrum der Wälzlagerindustrie. Nach ersten Schwierigkeiten in den 1970er Jahren mit Personalabbau in Folge eines japanischen Dumping-Angriffs auf die Schweinfurter Wälzlagerindustrie geriet die Stadt um 1992 schließlich in Folge der Globalisierung in eine schwere Krise, die jedoch ohne Werksschließungen überwunden wurde.

    Seit den 1990er Jahren vollzog sich ein Wandel, weg von billiger Massenproduktion und dominierender Automobilzulieferung, hin zu weniger krisenanfälligen Investitionsgütern, mit Hightech-Wälzlagern für Bergbau, Schiffbau, Luft- und Raumfahrt, die Bahn (Verkehrswende), Großlagern für Windkraftanlagen und Spezialanfertigungen, wie z. B. dem Pendelrollenlager fürs London Eye von FAG Kugelfischer. Forschung und Entwicklung wurden immer wichtiger. Der Standort (SKF, Schaeffler) wurde zum Zentrum für Großlager und bei Gezeitenkraftwerken wurde SKF zum Turbinenhersteller.[150] Im ZF-Konzern ist Schweinfurt das Kompetenzzentrum für E-Mobilität, mit der Produktion von elektrischen Antrieben für Hybrid- und E-Fahrzeuge.[151]

    Dazu kamen längst neue Branchen hinzu, wie Lineartechnik und Medizintechnik, mit Fresenius Medical Care, mit der weltweit größten Produktion von Dialysegeräten. Der i-Campus Schweinfurt intensiviert die Zusammenarbeit von Hochschule und Industrie.

    Informationstechnologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die GPSoverIP GmbH ist im Bereich Positionsübermittlung und die netlands edv consulting GmbH im Bereich Softwareentwicklung und IT-Dienstleistungen tätig.[152] Apicon entwickelt und vertreibt Add-Ons (Programm zur Erweiterung bestehender Software) mit einem modularen Aufbau für SAP.[153] bb-net gilt als größter IT-Aufbereiter Europas.[154]

    Finanzen und Dienstleistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Mehrere Finanzdienstleister haben ihren Hauptsitz in Schweinfurt. Die SKD BKK ist eine offene Betriebskrankenkasse für neun westdeutsche Bundesländer, Berlin und Sachsen. Das Bankhaus Max Flessa (Kurzbezeichnung: Flessabank) ist eine private Universalbank mit Niederlassungen in Bayern, Thüringen und Sachsen. Die Sparkasse Schweinfurt-Haßberge ist ein öffentlich-rechtliches Kreditinstitut. Die VR-Bank Schweinfurt ist eine Genossenschaftsbank. Mercator-Leasing ist ein deutschlandweit agierendes Finanzunternehmen für Mobilien-Leasing und Tochterunternehmen zweier Privatbanken (Flessabank und Castell-Bank).[155] Unicredit betreibt ein Callcenter.

    Die Deutsche Telekom betreibt ebenfalls ein Callcenter. Die Deutsche Bahn Connect ist mit zwei ihrer insgesamt sechs deutschen DB Autohäuser in Schweinfurt ansässig. Die Firma dronesecure betreibt die erste Drohnenschule Deutschlands.[156]

    Bau- und Immobilienwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Schweinfurt ist das Zentrum der Bau- und Immobilienwirtschaft Mainfrankens. Die Firmengruppe Riedel Bau agiert als Bauunternehmen bundesweit und bei Projektentwicklung und Realisierung von Bauträgerprojekten mit Schwerpunkt in Mainfranken.[157] Die Unternehmensgruppe Glöckle agiert in selber Weise, zudem auch im Tiefbau.

    Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Verlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Der Verlag Vogt & Fritz ist ein weltweit tätiger Noten-Spezialverlag für zeitgenössische Musik. Der Buch- und Idee-Verlag und der Revista Verlag haben Schweinfurt und die Region als thematische Schwerpunkte. CatFish Publisher ist ein neu gegründeter Verlag für fantastische Geschichten, der sich zum Ziel setzte, Bücher auch in unterdrückte Sprachen zu übersetzen.[158]

    Zeitungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die beiden Tageszeitungen Schweinfurter Tagblatt und Volkszeitung gehören zur Würzburger Mediengruppe Main-Post, die im Bereich der Printmedien eine Monopolstellung in Mainfranken besitzt und zur Mediengruppe Pressedruck in Augsburg gehört. Anzeigenblätter werden von der Mediengruppe Main-Post (markt und main Sonntag) und vom Schweinfurter SAZ-Verlag (Schweinfurter Anzeiger und Sonntagsanzeiger) herausgegeben.

    Online-Zeitungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die Mediengruppe Main-Post hat eine Online-Ausgabe. Spezielle Online-Zeitungen sind Schweinfurt City/swity.de, deren Artikel das Nachrichtenmagazin Focus in seiner bayerischen Online-Ausgabe ungeprüft übernimmt und SW1.News sowie inFranken.de mit einer Schweinfurter Ausgabe.

    Rundfunk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    1991 nahm Radio Primaton als privater Hörfunksender sein Programm auf. 2017 wurde der private Hörfunksender Radio Hashtag+ gegründet mit der Zielgruppe der 14- bis 29-Jährigen.[159][160] Ein Studio des Bayerischen Rundfunks (BR) (siehe: Fernsehen) produziert für BR-Hörfunkprogramme Beiträge aus der Region Main-Rhön.

    Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Das Studio Main-Rhön des Bayerischen Rundfunks in Schweinfurt produziert Beiträge aus der Region und sendet Live-Berichte für den BR und die ARD.[161] TV Mainfranken sendet täglich ein Programm für Schweinfurt und die Region Main-Rhön.

    Internetradio- und Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Radio Hashtag+ und TV Mainfranken sind auch über das Internet empfangbar. Ausschließliches Internetfernsehen bietet SW-N.TV mit Beiträgen aus dem Stadtgebiet an.

    Tourismus und Konferenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Konferenzzentrum Maininsel auf der Maininsel Bleichrasen Bad Kissingen bietet zusätzliche Hotelkapazitäten für große Konferenzen
    Konferenzzentrum Maininsel
    auf der Maininsel Bleichrasen
    Bad Kissingen bietet zusätzliche Hotelkapazitäten für große Konferenzen

    2004 wurde das Konferenzzentrum Maininsel (KMI) auf der Maininsel Bleichrasen zusammen mit einem Viersterne-Hotel eröffnet. Hier finden insbesondere Tagungen von (über)regionalen Gesellschaften und Verbänden sowie Verbrauchermessen statt.

    In Schweinfurt gab es 2017 insgesamt 21 Beherbergungsbetriebe, 1.547 Gästebetten, 130.375 Gästeankünfte (+ 3,7 % im Vergleich zu 2016) und 228.764 Übernachtungen (+ 1,5 %), davon 32.902 Auslandsgäste.[162] 2019 arbeiteten in den Hotels und Gaststätten der Stadt rund 1.700 Menschen.[163] Unter den Touristen sind Geschäftsreisende, Konferenz-Teilnehmer, Museums- und Radtouristen (Main-Radweg) und Urlauber auf dem Weg in den Süden.

    Schweinfurt liegt in einer Tourismus-Region, zwischen dem bayerischen Staatsbad Bad Kissingen und der Volkacher Mainschleife. Zusammen kommt diese Region auf über 2 Millionen jährliche Übernachtungen und über 200 Beherbergungsbetriebe mit etwa 10.000 Gästebetten.[164][165] Bei großen Konferenzen in Schweinfurt kann zusätzlich auf Hotels in Bad Kissingen zurückgegriffen werden.

    Einzelhandel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Das Einzugsgebiet des Schweinfurter Einzelhandels hat 759.000 Einwohner.[6] Für die knapp eine Million Mainfranken ist die Stadt in maximal einer Stunde erreichbar.[166] Die Stadt besitzt eine sehr hohe Einzelhandelszentralität von 214 Punkten (z. Vgl.: Würzburg 189 Punkte; beide Werte für 2019).[167] Die Verkaufsfläche Schweinfurts beträgt 237.600 m² (2016). Davon entfallen 70.200 m² auf die Innenstadt. Die Verkaufsflächendichte liegt bei hohen 4.500 m² pro 1.000 Einwohner (2016).[168] Die Leerstandsquote lag 2016/17 unter den rund 800 Geschäften in der Innenstadt bei 9,9 % (78 Geschäfte) und lag damit insgesamt unter dem Niveau anderer Oberzentren.[169]

    In der City liegen das größte innerstädtische Warenhaus Unterfrankens, eine Filiale der Galeria Kaufhof (1964) mit rund 10.000 m² Verkaufsfläche,[170] das Rückert-Center (1973) mit 21.000 m²[171] und das größte innerstädtische Einkaufszentrum Mainfrankens, die Stadtgalerie Schweinfurt (2009), eine 300 Meter lange Shopping Mall mit 22.500 m² Verkaufsfläche, 100 Geschäften und 1.300 Parkplätzen.

    Im Hafen-Ost entstand seit den 1980er Jahren eine der größten Fachmarktagglomerationen Deutschlands, in Konkurrenz zur Innenstadt. Die Stadt lässt im Hafen jedoch kein innenstadtrelevantes Warenangebot zu. 2009 eröffnete XXXLutz im benachbarten Maintal zwei Möbelhäuser seiner Marken XXXL Neubert und Mömax mit zusammen 34.900 m² Verkaufsfläche.[172]

    Weitere Branchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Maschinenbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Der europäische Marktführer für Mikro-Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen SenerTec wurde 1996 gegründet, um das Dachs-Mini-Blockheizkraftwerk zu produzieren und zu vermarkten.

    Fahrräder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    In der Geburtsstadt des Fahrrads (siehe Artikel-Einleitung) sind auch heute namhafte Firmen der Branche ansässig. Mit SRAM und Winora sowie dem erst 2017 gegründeten Unternehmen Pexco der branchenbekannten Schweinfurter Familie Puello, mit ihren Fahrrad- und E-Bikes-Marken R Raymon und Husqvarna Bicycles.[173]

    Farbenfabrik Deifel
    mit Gebäude von 1838/1896

    Kunststoffe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Schweinfurt ist Hauptsitz von Maincor, einem Hersteller von Kunststoffrohren sowie Sitz von Mainplastik und Melaplast, das Melamin-Laminate produziert. KLT Hummel Plastic (KunstoffLagerTechnik) produziert vor allem für die Automobilindustrie, einschließlich Nutzfahrzeugen. Zudem arbeitet KLT mit SKF im Bereich Gleitlager zusammen.[174]

    Farben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Im historischen Zentrum der deutschen Farbenindustrie (Schweinfurter Grün) gibt es heute nur noch die Buntfarbenfabrik Deifel.

    Textilien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    P.A.C. am Hainig und im Maintal ist ein weltweit führender Hersteller von Multifunktionstüchern.[175]

    Lebensmittel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Im lößreichen Schweinfurter Gauland im Westen des Landkreises gedeiht unter anderem Braugerste hoher Qualität. In der Stadt sind eine Getreidemühle (Cramer Mühle) und zwei Malzfabriken (Ireks, mit Hauptsitz in Kulmbach und Mälzerei Günther Schubert) ansässig.

    Brauereien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Roth'sches Haus, Brauerei Roth, 1944 teilzerstört

    Schweinfurt liegt unweit westlich von Bierfranken. Von insgesamt elf Brauereien in der Stadt existiert heute nur noch die Brauerei Roth (siehe: Liste ehemaliger Brauereien in Bayern, Schweinfurt).

    Logistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die Stadt wurde aufgrund ihrer zentralen Lage in Deutschland und Europa (siehe: Lage) ein wichtiger Logistikstandort. Hier haben ZF Friedrichshafen und SKF ihr deutsches bzw. europäisches Logistikzentrum. DB Schenker bietet in und nahe der Stadt an drei Standorten alle Bereiche der Logistik an. Beiderseits der südlichen Stadtgrenze sind weitere Logistikunternehmen, allein Schäflein verfügt hier über zehn Standorte.

    Mineralöle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Schubverband von Erik Walther... ...und eine Walther Tankstelle
    Schubverband von Erik Walther...
    ...und eine Walther Tankstelle

    Das Mineralölunternehmen Erik Walther hat seinen Hauptsitz in Schweinfurt. Das Unternehmen betreibt rund 70 eigene Tankstellen in vier Bundesländern. Walther verschifft die Mineralöle mit einer eigenen Tankerflotte von den ARA-Häfen (Amsterdam-Rotterdam-Antwerpen) zum Schweinfurter Hauptsitz und anderen Tanklagern.

    Sand- und Kiesabbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Landwirtschaft in Schweinfurt, am Industrie- und Gewerbepark Maintal

    Im Süden der Stadt betreibt die Schweinfurter Baufirma Glöckle Sand- und Kiesabbau, wodurch die Schmachtenseen entstanden (siehe auch: Geologie und Tektonik).

    Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Landwirtschaftlich werden 1033 ha im Stadtgebiet genutzt.[176] Der Weinbau umfasst 3,5 ha (siehe: Weinbau). Die Waldgebiete umfassen 500 ha,[176] die allermeist der Forstwirtschaft unterliegen.

    Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Öffentlicher Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Verkehrsverbünde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die Verkehrsgemeinschaft Schweinfurt (VSW) ist eine Verkehrsgemeinschaft des Öffentlichen Personennahverkehrs für das Gebiet der kreisfreien Stadt Schweinfurt und den Landkreis Schweinfurt. 23 Buslinien von örtlichen Busunternehmen und zwei Bahnlinien der Erfurter Bahn, bzw. der Deutschen Bahn, bieten einen Gemeinschaftstarif an.

    2022 soll die Region Schweinfurt/Main-Rhön dem Verkehrsverbunds Mainfranken (VVM) angegliedert werden, zum nach Einwohnern drittgrößtem und Fläche zweitgrößtem Verkehrsverbund Bayerns.[177]

    Schiene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Busse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Gelenkbus der Verkehrsbetriebe der Stadtwerke Schweinfurt am ZOB Roßmarkt Anzeigetafel am ZOB Roßmarkt
    Gelenkbus der Verkehrsbetriebe der Stadtwerke Schweinfurt am ZOB Roßmarkt
    Anzeigetafel am ZOB Roßmarkt
    • Stadtbusse
      • Verkehrsbetriebe Stadtwerke Schweinfurt: 34 Linien, Streckenlänge 161 Kilometer, ca. 8 Millionen beförderten Personen (2016).[181]

    Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die Planungen der Reichsautobahnen gingen vollständig an Schweinfurt vorbei (siehe: Strecke 46 und Strecke 85). In Folge der deutschen Teilung und der damit verbundenen Umplanungen und der deutschen Wiedervereinigung wurde die Stadt schließlich zu einem Autobahnknoten in der deutschen Mitte (siehe: Neue Zentralität). Bei Schweinfurt bilden die Bundesautobahn 70 als Südtangente und die Bundesautobahn 71 als Westtangente eine Umfahrung um die Stadt, mit insgesamt sieben Anschlussstellen für Stadt und Vororte, weshalb Schweinfurt nur 5 % Durchgangsverkehr besitzt.[182] Die Bundesstraßen spielen deshalb im Raum Schweinfurt, mit Ausnahme der B 286, meist nur noch eine geringere Rolle und wurden hier teilweise zu Staatsstraßen zurückgestuft.

    Schweinfurt liegt an folgenden Fernstraßen:

    E45 Alta (Nordkap)–Gela (Sizilien). Die europäische Nord-Süd-Achse, mit fast 5000 km Länge, verläuft auf der A 7 über das Autobahnkreuz Schweinfurt/Werneck.
    E48 Schweinfurt–Prag. Im Endausbau durchgehend als vierstreifige Schnellstraße angestrebt, durch Aufgabe der Fichtelgebirgsautobahn nicht mehr möglich.
    A3 Die Anschlussstelle Schweinfurt-Süd/Wiesentheid wurde später für die Stadt durch drei nähere Autobahnen bedeutungslos und in Wiesentheid umbenannt.
    A7 Dänische Grenze–österreichische Grenze. Ab Autobahnkreuz Schweinfurt/Werneck (A 7/A 70) bis zur A 3 derzeit sechsstreifiger Ausbau.
    A70 Autobahnkreuz Schweinfurt/WerneckAutobahndreieck Bayreuth/Kulmbach (A 70/A 9).
    A71 Autobahndreieck Werntal bei Schweinfurt (A 70/A 71)–Autobahndreieck Südharz (A 71/A 38).
    B19 EisenachKleines Walsertal. Sie verläuft 2 km vor der Stadtgrenze als Westtangente; wurde zwischen A 70 und Meiningen herabgestuft.
    B26 Riedstadt (Rhein)–Bamberg; wurde im Raum Schweinfurt herabgestuft.
    B26a Autobahnkreuz Schweinfurt/Werneck–Arnstein. Auf neuer Trasse, ohne Ortsdurchfahrten, aber nicht kreuzungsfrei.
    B26n im Bundesverkehrswegeplan 2030.[183] Autobahnkreuz Schweinfurt/Werneck–A 3 (Anschlussstelle Helmstadt). Über B 26a, dann dreistreifige Schnellstraße.[184]
    B286 EnzlarBad Brückenau. Von A 3 bis Schweinfurt kreuzungsfreie Schnellstraße (GerolzhofenSchwebheim dreistreifig, Schwebheim–Schweinfurt vierstreifig).
    B303 A 7/Anschlussstelle WasserlosenSchirnding. Zwischen A 70 bei Schweinfurt und Coburger Land auf neuer Trasse, ohne Ortsdurchfahrten, aber nicht kreuzungsfrei.

    Siehe auch: Mainbrücken in Schweinfurt

    Radwege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die Stadt besitzt im westlichen Bereich ein dichtes Radwegenetz.

    Schweinfurt ist ein Radfernweg-Knotenpunkt. Hier kreuzen sich vier Radwege. Der 600 Kilometer lange Main-Radweg wurde 2008 als erster deutscher Radfernweg vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) mit fünf Sternen ausgezeichnet.[185] Der Main-Werra-Radweg führt von Meiningen über Schweinfurt nach Würzburg. Der Wern-Radweg führt von Rottershausen unweit der Wernquelle über Schweinfurt nach Wernfeld an der Mündung der Wern in den Main. Der Main-Saale-Radweg verbindet Schweinfurt mit dem 20 Kilometer nordwestlich gelegenen Bad Kissingen an der Fränkischen Saale (siehe auch: Fernwege und Ferienstraßen).

    Binnenschifffahrt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Hafen mit Walther-Hochtanklager

    Schweinfurt liegt an der 3500 km langen Großschifffahrtsstraße, die über den Rhein-Main-Donau-Kanal die Nordsee mit dem Schwarzen Meer verbindet.[186] Jährlich passieren 6000 Frachtschiffe die Stadt, darunter bis zu 180 Meter lange Schubverbände, meist Container- oder Tankschiffe und 1000 bis zu 135 Meter lange Flusskreuzfahrtschiffe. Die Schweinfurter Personenschifffahrt führt von März bis Oktober auf dem Main Rundfahrten durch, auch in Verbindung mit Veranstaltungen mit gastronomischen Angeboten an Bord.

    Die Häfen Schweinfurts umfassen einen Binnenhafen, eine Lände, Anlegestellen für Personen- und Flusskreuzfahrtschiffe sowie Bootshäfen. An der Staustufe Schweinfurt befinden sich Schleusen für Schiffe und Sportboote. Zudem gibt es in Schweinfurt ein Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (siehe: Behörden) und eine Bootsfahrschule. Die Stadt war 1911/1912 Endpunkt der in Mainz beginnenden Kettenschifffahrt auf dem Main, die 1936 wegen mangelnder Wirtschaftlichkeit eingestellt wurde.

    Luftverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Schweinfurt liegt zwischen dem Frankfurter Flughafen (118 km westlich) und dem Nürnberger Flughafen (85 km südöstlich). Wegen dieser Nähe gibt es in Mainfranken keinen Regionalflughafen, obwohl um 1970 unweit westlich des heutigen Autobahnkreuzes Schweinfurt/Werneck ein Regionalflughafen angedacht war. Um Schweinfurt liegen drei Flugplätze:

    Energieversorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die Stadtwerke Schweinfurt betreiben in der Stadt und einigen Randgemeinden ein Stromnetz, ein Methangasnetz, ein Fernwärmenetz und ein Kabelnetz. Die Stadtwerke sind Miteigentümer des Laufwasserkraftwerks Schweinfurt. Gas wird vollständig zugekauft. Fernwärme wird von der Gemeinschaftskraftwerk Schweinfurt GmbH bezogen, die das Gemeinschaftskraftwerk Schweinfurt (GKS) betreibt.

    Das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld (KKG), das sich 3,4 km südwestlich von der Grenze des Stadtgebietes befindet, wurde 2015 stillgelegt. Bis 2033 ist der anschließende nukleare Rückbau geplant. Danach beginnt der konventionelle Abriss der Gebäude und Kühltürme, der um 2035 beendet sein soll. Die schwach- und mittelradioaktiven Stoffe werden in der hierfür errichteten Bereitstellungshalle (BeHa) gelagert und die hochradioaktiven Abfälle im 2006 erbauten Brennelementbehälterlager (BELLA), das eine Laufzeit von 40 Jahren besitzt. Wo danach die radioaktiven Abfälle hinkommen steht noch nicht fest, da es noch kein zentrales Endlager gibt. Die beiden Gebäude BeHa und BELLA werden das Einzige sein, was nach dem Abbruch vom KKG übrigbleibt.[187][188]

    Einer der wichtigsten deutschen Leitungsknoten der Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung, der Leitungsknoten Bergrheinfeld, befindet sich am gegenüberliegenden Mainufer des Kernkraftwerks. Er wird als ein Ende der geplanten Stromtrasse Suedlink und erstes Großprojekt in Erdverkabelung weiter ausgebaut.[189][190]

    Wasserversorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Maintal mit Brunnen am Stadtpark Wehranlagen, vor Schloss Mainberg

    Die Wasserversorgung Schweinfurts wird durch 42 Brunnen an den Wehranlagen im Maintal und acht weiteren Tiefbrunnen sichergestellt, die von den Stadtwerken Schweinfurt betrieben werden. Das trockene Unterfranken wird zusätzlich über den Main-Donau-Kanal mit Wasser aus den Speicherseen der Fränkischen Seenplatte versorgt. Zunächst werden die tief liegenden Stadtteile (Niederdruckzone) über Hochbehälter beliefert. Von hier wird Trinkwasser in höher gelegene Stadtteile (Hochdruckzone I) gepumpt und schließlich weiter in die Hochbehälter der am höchsten gelegenen Stadtbereiche (Hochdruckzone II). Das Schweinfurter Trinkwasser (Härtebereich III) hat nur geringe Nitratwerte, enthält aber viele Mineralien.[191]

    Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Gesundheitswesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Das Leopoldina-Krankenhaus (Volksmund: Leo) ist ein städtisches Akutkrankenhaus der Schwerpunktversorgung, mit 2000 Mitarbeitern, über 700 Planbetten, 15 bettenführenden Fachabteilungen, 6 Instituten und 12 Dialyseplätzen. 2019 wurde das „Leo“ im Klinikvergleich des Nachrichtenmagazins Focus als „Top regionales Krankenhaus“ ausgezeichnet.[192] Auf dem Campus befinden sich zudem ein Medizinisches Versorgungszentrum (Ärztehaus) sowie weitere Institute.

    Das Krankenhaus St. Josef ist ein katholisches Krankenhaus mit 260 Betten und 7 bettenführenden Fachabteilungen. Unweit des Krankenhauses, in der ehemaligen Frauenklinik Dr. Knüpffer, befindet sich die Palliativstation des Josefskrankenhauses, dem ebenfalls ein größeres Ärztehaus mit sieben Fachpraxen angegliedert ist.

    Die Tagesklinik für Psychiatrie Schweinfurt ist eine Außenstelle mit 20 Betten des Krankenhauses für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin Schloss Werneck. Die Augenklinik Mainfranken im Rückert Center führt ambulante Operationen und Behandlungen durch. Das Ambulante Reha-Centrum am Hainig befasst sich mit Wiederherstellung und Erhalt der Beweglichkeit.

    Jugendhilfeeinrichtung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Das Haus Marienthal ist eine Jugendhilfeeinrichtung mit nahezu 170-jähriger Tradition. 1849 besuchte Johann Hinrich Wichern, der Gründer der Inneren Mission, auch Schweinfurt. Er hatte in Hamburg das Rauhe Haus zur Rettung verwahrloster Kinder errichtet. 1854 wurde auf Initiative von Ludwig von Jan das Schweinfurter Waisen- und Rettungshaus eingeweiht. Seit 2000 gehören sämtliche Schülerhorte der Stadt Schweinfurt zum Haus Marienthal. Die einstmals protestantische Stiftungsschule wird noch von historischen, evangelischen Vororten (Reichsdörfer und Reichsritterschaften) unterstützt.

    Behörden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Bayerisches Landesamt für Statistik, Dienststelle Schweinfurt
    Hauptzollamt Schweinfurt

    In den 1990er Jahren wurde das Bayerische Landesamt für Statistik aus München nach Schweinfurt teilverlegt. Teile des Finanzamtes München, mit 300 Stellen, sollen 2022/23 nach Schweinfurt verlegt werden.[193]

    Polizei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    • Kriminalpolizeiinspektion (KPI) Schweinfurt. Sie umfasst mit ca. 455.000 Einwohnern den gesamten Bereich der Region Main-Rhön.[195]

    Bis zur Auflösung der US-Heeresgarnison Schweinfurt im Jahre 2014 gab es zudem die US-Militärpolizei (MP) Schweinfurt.

    Justiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Schweinfurt gehört zum Gerichtsbezirk des Oberlandesgerichts Bamberg. In den 1990er Jahren wurde das Bayerische Landessozialgericht aus München nach Schweinfurt teilverlegt.

    Justizpalast in der Rüfferstraße
    mit Land- und Amtsgericht Schweinfurt

    Feuerwehren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    In der Stadt sind mehrere Feuerwehren ansässig. Die Berufsfeuerwehr Ständige Wache Schweinfurt, die Freiwillige Feuerwehr Schweinfurt und die Werkfeuerwehren von Schaeffler, SKF und ZF Friedrichshafen. Zudem gab es bis zur Auflösung der US-Heeresgarnison Schweinfurt im Jahre 2014 eine amerikanische Feuerwehr.

    Rettung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Der Zuständigkeitsbereich der Integrierten Leitstelle (ILS) Schweinfurt umfasst die Region Main-Rhön mit 18 Rettungswachen. Sie ist die flächenmäßig drittgrößte ILS Bayerns und koordiniert Rettungsdienste, Feuerwehren, Technisches Hilfswerk, Wasserwacht, die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), Bergwachteinheiten und weiteres.[197]

    Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    In Schweinfurt entwickelte sich seit den 1980er Jahren neben der herkömmlichen auch eine alternative Kulturszene. Die Stadt wurde zur Produktionsstätte für Kulturschaffende und ab der Jahrtausendwende zu einem überregionalen Zentrum in der Sparte Tanz.

    Theater und Bühnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Das Theater der Stadt Schweinfurt gehört zu den führenden Gastspielhäusern im deutschsprachigen Raum. Viele Berühmtheiten wie Jose Carreras, Ingeborg Hallstein, Heinz Rühmann, Marcel Marceau traten dort auf.[198] In jeder Spielzeit stehen etwa 150 Aufführungen mit Künstlern aus dem In- und Ausland auf dem Programm.[199] Die drei Spielstätten haben jährlich über 80.000 Besucher, darunter ca. 6.600 Abonnenten.[200]

    In der Disharmonie (Kulturwerkstatt am Main) finden Theater-, Kabarett-, Musik- und Kunstveranstaltungen statt. Die Kleinkunstbühne Schrotturmkeller befindet sich im Keller eines Renaissance-Hauses am Schrotturm im Alten Gewerbeviertel. Die Hans-Sachs-Gruppe pflegt das spätmittelalterliche Fastnachtsspiel und den Renaissancetanz. Zudem gibt es den Freundeskreis Puppentheater Schweinfurt. .

    Museen und Galerien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Das Museum Georg Schäfer (MGS) präsentiert die bedeutendste Privatsammlung deutscher Malerei des 19. Jahrhunderts und die weltweit größte Sammlung von Werken Carl Spitzwegs. Ferner werden Werke von Caspar David Friedrich, Max Liebermann, Ferdinand Georg Waldmüller, Max Slevogt, Wilhelm Leibl und vielen anderen gezeigt. Die Bibliothek Otto Schäfer ist Teil des Museums Otto Schäfer (MOS) und enthält rund 1000 illustrierte Drucke, vornehmlich des 15. und 16. Jahrhunderts, darunter die nahezu vollständige Sammlung von Dürer-Stichen. Ein zweiter Sammlungsschwerpunkt sind die Erstausgaben deutscher Literatur von der Reformationszeit bis zum Realismus.

    Kunsthalle Schweinfurt Große Halle in der Kunsthalle
    Große Halle in der Kunsthalle

    In der Kunsthalle Schweinfurt finden jährlich vier Präsentationen statt. Das Deutsche Bunkermuseum im Fichtel-und-Sachs-Bunker von 1941 ist Militär- und Kriegsmuseum sowie Gedenkstätte. Das kleine Museum zeigt als Privatmuseum grafische Werke von Hundertwasser, Leihgaben und Ausstellungsobjekte von Udo Lindenberg. Das Gunnar-Wester-Haus präsentiert die Sammlung Graf Luxburg, eine kulturgeschichtliche Sammlung zur Entwicklung von Feuererzeugung und Beleuchtung seit der Antike und die Ikonensammlung von Fritz Glöckle.[201] Das Naturkundliche Museum zeigt die Vogelsammlung der Brüder Schuler. Die Sparkassengalerie in der Schranne präsentiert in Wechselausstellungen zeitgenössische Kunst. Der Künstlerhof Oberndorf mit Ausstellung und Archiv befindet sich im ehemaligen Wohnhaus und Atelier des Künstlers Gustl Kirchner. Das ZF Sachs Museum zeigt die Sachs-Ausstellung der ZF Friedrichshafen AG zur Industriegeschichte der Fichtel & Sachs AG mit den Abteilungen Unternehmensgeschichte, Technische Highlights, Marketing und Motorsport.[202][203] Im Kleinen Industriemuseum in der Spinnmühle am Main sind Exponate der Schweinfurter Industriegeschichte ausgestellt.[204] Im Saazer Heimatmuseum befindet sich eine Ausstellung zum Leben in Saaz (Žatec) bis 1945, zur Vertreibung der Sudetendeutschen und zur Aufnahme von über 28.000 Flüchtlingen in Schweinfurt.[205]

    Siehe auch: Liste der Museen in Schweinfurt

    Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Orchester[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Schweinfurt ist die zweite Heimat der Bamberger Symphoniker – Bayerische Staatsphilharmonie, die 2019 im Theater der Stadt Schweinfurt ihr 500. Konzert gaben. Die Bläserphilharmonie Schweinfurt mit Profimusikern und erfahrenen Amateurmusikern bietet als große Besetzung mit vollem Schlagwerk die Möglichkeit an Programmen zu arbeiten mit Klassischer Musik, Filmmusik und Bearbeitungen von Jazz- und Popstandards. Im Schweinfurter Kammerorchester spielen junge Musiker, die sich an der Schwelle zum Musikstudium befinden.[206] Das Kreisblasorchester Schweinfurt ist eine Einrichtung des Nordbayerischen Musikbunds.

    Chöre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Der Thalia Chor entstand 1860, damals wurde auch geschauspielert. Sein heutiges Repertoire liegt im Bereich Pop, Rock, Musical, Gospel und Swing. Die Sängerlust 1867 Schweinfurt hat traditionelles Liedgut sowie Evergreens und moderne Lieder im Repertoire. Der Konzertchor Schweinfurt gibt große Konzerte im Stadttheater und arbeitet mit renommierten Symphonieorchestern und Solisten zusammen. Jungen Stimmen Schweinfurt wurde 2006 gegründet und hat geistliche und weltliche Chormusik aller Epochen und Stile im Programm.

    Pop- und subkulturelle Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Sachs-Stadion vor einem Konzert der Toten Hosen 2013

    1988 fand auf den Oberndorfer Mainwiesen ein Monsters-of-Rock-Festival vor über 40.000 Besuchern statt,[207] u. a. mit KISS und Iron Maiden; es kam zu Ausschreitungen.[208] Seit den 1990er Jahren finden jeden Sommer im Sachs-Stadion größere Popkonzerte mit bis zu 25.000 Besuchern statt, es kamen u. a. die Backstreet Boys und Sunrise Avenue. Der Stattbahnhof ist ein Zentrum für Konzerte und Comedy im Gebäude des heute noch betriebenen Stadtbahnhofs (statt eines Bahnhofs). In der Zeitschrift Visions wurde der Stattbahnhof zu den Besten 50 Adressen der deutschen Clubszene gewählt. Bekannte Namen gastierten hier, wie Marla Glen oder Ten Years After.

    Kromlek aus Schweinfurt
    auf einem Festival

    Seit den 1980er Jahren gründeten sich zahlreiche Bands in Schweinfurt, die Alben der Musikrichtungen Rock, Metal und Punk auf den Markt brachten. The Ghost Rockets (kurz TGR) ist eine Rock-Band; Alben: The Ghost Rockets (2009) und Goodbye Utopia (2014). Hatred (engl.: Der Hass) ist eine Power- und Thrash-Metal-Band die es in die Enzypedia des Rock Hard Magazins schaffte; Alben: Soulless (2004), Madhouse Symphonies (2008), Destruction Manual (2010) und War of Words (2015). Vendetta ist eine Thrash-Metal-Band; Alben: Go and Live… Stay and Die (1987), Brain Damage (1988), Hate (2007) und Feed the Extermination (2011). Kromlek war eine 2004 gegründete und 2012 aufgelöste Metal-Band; Alben: Strange Rumours… Distant Tremors (2007) und Finis Terrae (2011). Tagtraum ging aus der Punk-Band Untergang hervor, wurde 1992 gegründet und beschloss 2006 ihre Trennung. Die Bandmitglieder spielen weiterhin in anderen Formationen, Jörg Holdinghausen u. a. bei Wir sind Helden; Alben: Trotz & Träume (1997), Feuer gratis (1998), Seelenpuzzle (1999), Augen auf und durch (2001) und Komm lass es echt sein (2003). 2019 wurde die Indie-Rockband Sondermarke gegründet.[209] Daniel Schnorr, auch Jagi Lion King genannt, weitestgehend im Bereich Hiphop und Rap, veröffentlichte 2020 sein erstes Album I'm not here for you.[210]

    Tonquadrat ist eine Plattform für Elektronische Musik und das Musiklabel in der Schweinfurter DDC Factory produziert Musik jeder Art.

    Tanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    DDC aus Schweinfurt mit Breakdance in Lederhosen DDC auf Tournee
    DDC aus Schweinfurt
    mit Breakdance in Lederhosen
    DDC auf Tournee

    Die Schweinfurter Dancefloor Destruction Crew (DDC), die 1999 gegründet wurde und heute überwiegend aus hauptberuflichen Tänzern besteht, gehört zu den besten Breakdance-Gruppen der Welt und gewann zahlreiche nationale und internationale Titel. 2013 verband DDC mit dem Berliner Regisseur und Echo-Preisträger Christoph Hagel klassische Musik mit Breakdance in ihrem Theaterstück Breakin' Mozart, das seitdem über 190 Mal im Berliner Wintergarten Varieté sowie in vielen anderen Städten aufgeführt wurde. Die Firma DDC Entertainment UG & Co. KG wurde mit vier Sparten gegründet. Die DDC-Factory im Stadtteil Yorktown Village, mit Arena und Studio, wurde zu einem nationalen Tanzzentrum.[211] In ihrer eigens produzierten Radioshow DDC TakeOver – Breakdancer OnTour berichten die Tänzerinnen und Tänzer über ihre jährlich 170 Shows im lokalen Jugendsender Radio Hashtag+.[212]

    2006 wurde die Dance Academy Schweinfurt für Hobbytänzer und für Berufsausbildungen zum Tänzer, Tanzpädagogen und DTHO-Hip-Hop-Tanzlehrer gegründet. Ihre Formation Blazin’ Heat tanzt in der Profi-League.[213]

    Bürgervereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Bürgerverein[214] Gründungsjahr Stadtviertel Stadtteil
    Zürch 1900 Zürch Altstadt bzw. Innenstadt
    Klingenbrunn (I) 1909 Klingenbrunn Nördlicher Stadtteil
    Altstadt 1920 Höllental/Altstadt Nordöstlicher Stadtteil
    Klingenbrunn (II) 1920er Jahre Klingenbrunn Nördlicher Stadtteil
    Bergl 1957 Bergl
    Gartenstadt 1958 Gartenstadt
    Deutschhof 1979 Deutschhof
    Eselshöhe 1988 Eselshöhe
    Oberndorf 1997 Oberndorf

    Die Schweinfurter Bürgervereine werden auch als Gemeinden (schweinfurterisch: Gemee) bezeichnet und gelten der Bevölkerung in ihren Stadtteilen als Institution. Der oder die erste Vorsitzende der Bürgervereine wird umgangssprachlich „Stadtteilbürgermeister/in“ genannt. Es gibt insgesamt acht Bürgervereine (in Klingenbrunn gibt es nur noch einen).[214]

    Sie richten die Stadtteilkirchweihen aus (siehe: Kirchweihen), die es sonst in Bayern traditionell nur noch in Fürth und in neuerer Zeit auch in Nürnberg und Erlangen gibt.

    Eine Ausnahme bildet der erst 1997 gegründete Bürger- und Kulturverein Oberndorf, der keinen „Bürgermeister“ stellt und keine Stadtteil-Kirchweih ausrichtet, dafür aber andere Feste.

    Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Der Raum Schweinfurt ist für seine hohe Dichte an Festen bekannt, was auch die Lebensart der Bewohner unweit des Überlappungsbereichs von Weinfranken mit Bierfranken widerspiegelt, (siehe auch: Kulturelle Prägung). Es gibt unzählige traditionelle Kirchweihen (Kerm) und Weinfeste, wozu viele neuere Feste hinzukamen. An manchen Wochenenden finden in der Stadt und dem näheren Umland mehrere Feste und Kirchweihen gleichzeitig statt, worüber Festkalender einen Überblick geben.

    Messe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die Unterfrankenschau (ufra) ist eine Regionalmesse für Verbraucher und findet alle zwei Jahre (in den geraden Jahren) im Oktober auf dem Volksfestplatz statt. Mit über 400 Ausstellern und 70.000 Besuchern in 22 Hallen gehört sie zu den größeren Regionalmessen Frankens.

    Festivals[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Das Honky Tonk, das 1993 in Schweinfurt gegründet wurde, ist die Mutter der Kneipenfestivals. Zum jährlichen eintägigen Honky-Tonk-Festival in ca. 40 Kneipen, vorwiegend in der Altstadt, kamen in der Anfangszeit bis über 20.000 Besucher. Das Musikfestival Nachsommer Schweinfurt mit internationaler Besetzung findet alljährlich drei Wochen im September innerhalb der Werke örtlicher Großfirmen statt. Hierzu gastierten bekannte Namen wie Malia. Das Internationale Varietéfestival, Europas größtes Varietéfestival, findet etwa alle drei Jahre am Sennfelder See statt, wofür ein Zelt aufgebaut wird.

    Kirchweihen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Geschmückte Gassen
    im Altstadtquartier Zürch

    Die für Schweinfurt charakteristischen Stadtteil-Kirchweihen richten die Bürgervereine aus (siehe: Bürgervereine). Hervorzuheben sind die Zürcher Kirchweih im Juni im Zürch, die St Johannis-Kirchweih um den Johannistag (24. Juni) auf dem Martin-Luther-Platz und die Altstadt-Kirchweih an der Stadtmauer, Am Unteren Wall, Mitte Juli.

    Die beiden größten traditionellen Feste für die Schweinfurter liegen außerhalb der Stadtgrenzen. Die Sennfelder und Gochsheimer Friedensfeste (Kirchweihen) finden zeitgleich um den ersten Sonntag im September in den beiden ehemals kaiserlich unmittelbaren und freien Reichsdörfern statt.

    Weitere Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Chevrolet Corvette C2 bei der Sachs Franken Classic 2018 Schweinfurter Weihnachtsmarkt
    Chevrolet Corvette C2 bei der Sachs Franken Classic 2018
    Schweinfurter Weihnachtsmarkt

    Am Faschingsdienstag führt der traditionelle Faschingsumzug der ESKAGE durch die Innenstadt, mit jährlich etwa 25.000 Besuchern. Im April findet das erste Fest des Jahres im Freien statt, der Vogelschuss, ein kleines Volksfest einer Schützengesellschaft. Im Mai lädt Schweinfurt@night zu einer Einkaufs- und Kulturnacht ein. Die bekannte Oldtimer-Rallye Sachs Franken Classic, seit 2020 Franken Classic, führt zu Pfingsten durch die Region um Schweinfurt, mit Start und Ziel im nahen Bad Kissingen. Das Walpurgisgericht am Fronleichnam ist ein mittelalterliches Fest mit Handwerkermarkt im Friedrich-Pfister-Park in Oberndorf. Am Freitag nach Fronleichnam beginnt für elf Tage das Schweinfurter Volksfest. Im Mai findet das Frühlings- und im Juli das Sommerweinfest des Weinguts Dahms auf der sonst nicht zugänglichen Peterstirn und Anfang August, jedoch nicht jährlich, das Schweinfurter Weinfest auf dem Marktplatz statt. Ende August bietet an zwei Tagen das Schweinfurter Stadtfest auf mehreren Plätzen der Schweinfurter Altstadt „Genuss und Lebensqualität der Region“. Das Mittelalterfest wird alle 3 Jahre im September an der Stadtmauer Am Unteren- und Oberen Wall abgehalten. Am selben Ort findet Ende September das Federweißer-Fest GenussReichStadt Schweinfurt des Weinguts Dahms statt. Beim Straßenmusikfestival Pflasterklang im September treten an rund 20 Orten der Altstadt Musiker aller Stilrichtungen, Jongleure, Zauberer und Straßenmaler auf. Die Nacht der Kultur lädt im Oktober zu Musik, Theater, Tanz, Lesungen, Kabarett und Kurzfilmen an Orte um den Marktplatz ein. Der Schweinfurter Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz beschränkt sich auf Kunsthandwerk und Weihnachtsschmuck. Traditionell kommt alljährlich das Nürnberger Christkind zu seiner ersten Auswärtsvisite mit seinem Prolog auf dem Rathausbalkon. Zwischen Weihnachten und Dreikönigstag steht das Schweinfurter Winterdorf auf dem Marktplatz.

    Fasching[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die drei Schweinfurter Faschingsgesellschaften ESKAGE, Schwarze Elf und Antöner Narrenelf präsentieren Sitzungsabende. Die Schwarze Elf ist überregional durch Fernsehauftritte bekannt, insbesondere bei Fastnacht in Franken, allen voran mit Peter Kuhn. 2021 gestaltete die Schwarze Elf eine eineinhalbstündige TV-Sendung „A bissle was geht immer“, einschließlich Moderation zur Hauptzeit im Rahmen der BR-Sendereihe Franken Helau.

    „Sein Markenzeichen: politisch, literarischer Karneval Mainzer Prägung, serviert mit fein geschliffenen Knittelversen [...] Kuhn [...] will nicht Teil sein der Comedysierung des Faschings.“[215]

    Faschingszug siehe: Regelmäßige Veranstaltungen

    Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Prägend für die örtliche Küche sind viele Direktvermarkter aus den Gemüsedörfern Sennfeld und Gochsheim, vor den Toren der Stadt, mit frischen Waren auf dem Schweinfurter Wochenmarkt. Die Stadt liegt in der Mitte des Slow Food Conviviums Mainfranken-Hohenlohe, das zu den größten Regionalgruppen von Slow Food Deutschland gehört.[216]

    Sonderkulturen in Sennfeld vor den Toren der Stadt Schweinfurter Schlachtschüssel-Gedeck: Kren, Salz, Pfeffer, Brot
    Sonderkulturen in Sennfeld
    vor den Toren der Stadt
    Schweinfurter Schlachtschüssel-Gedeck: Kren, Salz, Pfeffer, Brot

    Die Original Schweinfurter Schlachtschüssel ist ein Gericht, das der Schweinfurter Metzgerwirt Georg Josua Schwanhäusser 1856 seinen Gästen erstmals servierte und ausschließlich in Wirtshäusern in und um die Stadt angeboten wird. Die Schlachtplatte (fränkisch: Schlachtschüssel) findet sich auf keiner Speisekarte und ist kein übliches Essen, sondern ein Fest in geselliger Runde, über mehrere Stunden, für einen größeren Personenkreis. Der Ablauf erfolgt nach einem überlieferten Zeremoniell, einschließlich traditioneller Belustigungen. Manchmal auch mit Musikbegleitung und Gesang. Das Kesselfleisch wird auf bis zu fünf Meter langen Holzbrettern serviert, von denen auch gegessen wird. Dazu gibt es nur Schwarzbrot, Kren und Sauerkraut. Getrunken wird Frankenwein, Weinschorle oder Most, Bier ist verpönt.

    Die mainfränkischen Meefischli (Mainfischlein), kleine Weißfische die dreimal schwimmen, im Main, im Fett und dann im Wein, werden wie andere Fische traditionell nur in den Monaten mit dem Buchstaben r, also von September bis April, verzehrt. Blaue Zipfel sind saure Bratwürste im Zwiebelsud, die vor allem im Winter, auch am Heilig Abend, gegessen werden. Das Süße Kugellager wird von Konditoreien der Kugellagerstadt hergestellt: hochwertige Vollmilch- oder Bitterschokolade aus reiner Kakaobutter wird mit einer abgestimmten Nougatcreme gefüllt.[217]

    Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Nachtleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Lokale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Alte Kneipenmeile Bauerngasse
    während der Altstadtsanierung 2018

    Die Niederwerrner Straße, eine vielbefahrene Ausfallstraße, bietet im mittleren Bereich als Allee mit Vorgartenzone einen Rahmen für Straßencafés. Hier entwickelte sich ab den 1960er ein deutsch-amerikanischer Boulevard, vorwiegend mit Eiscafés, Pizzerien (La Gondola seit 1959) und Nachtlokalen, der an schönen Sommertagen von nachmittags bis in die Nacht belebt war. Die Schließung der US-Heeresgarnison Schweinfurt im Jahre 2014 brachte einen Rückschlag.

    Weinstube s' Türmle,
    Am Unteren Wall

    Die 1990er Jahre waren die Blütezeit der Kneipenmeile in der nördlichen Altstadt, hier wurde das Kneipenfestival erfunden (siehe: Festivals). Die Kneipenmeile zog sich von der Oberen Straße über Kornmarkt und Bauerngasse bis zum Zeughaus hin, mit im Kern über 100 Jahre alten Wirtshäusern. Die in diesem Quartier laufende Altstadtsanierung soll wieder neue Impulse bringen.

    Die südöstliche Altstadt entwickelte sich insbesondere in neuerer Zeit zu einem gastronomischen Quartier, mit älteren und neueren Restaurants unterschiedlichen Standards und Trendlokalen gehobener Qualität, vorwiegend Bars und Cafés.

    Kinos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    In Schweinfurt gab es, wie anderswo, zahlreiche Schließungen von Filmtheatern. Die Zahl der Kinosäle erhöhte sich trotzdem durch Konzentration auf wenige Orte. So besitzt die Stadt heute mit 14 Kinosälen eine relativ hohe Zahl an Leinwänden, davon zwölf am östlichen Rand der Altstadt.[218] Das Weltbio Kino-Center aus den 1950er Jahren wurde zum Schachtelkino mit fünf Sälen umgebaut. Unweit davon eröffnete 2009 die Filmwelt Schweinfurt, ein Multiplex-Kino in 3-D, mit sieben Sälen und insgesamt 1010 Sitzplätzen,[219] wo auch Konzerte und Events live übertragen werde. Das KuK (Kino und Kneipe) im Musikerviertel ist ein mehrfach ausgezeichnetes Programmkino mit zwei Sälen.

    Diskotheken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Einstige russische Diskothek Megadrom (2009, zuvor amerikanische Diskothek, heute Club 360 Grad)

    Die örtliche Diskothekenszene hat sich seit dem Abzug der Amerikaner 2014 teilweise verändert. Die 2012 abgebrannte 90 m lange Großdiskothek Megadrom am Hainig[220] zog als selbsternannter Hottest Hip-Hop-Club of Germany samstagabends ein afroamerikanisches und deutsch-amerikanisches Publikum aus dem süddeutschen Raum an.[221] Heute besteht die Diskothek in verkleinerter Form als Club 360 Grad.[221] Im einstigen Mad in Oberndorf, mit damals ähnlichem Publikum, gastierte Ende der 1990er Jahre zweimal VIVA Club Rotation, moderiert von Daisy Dee. Die in Club Diamond umbenannte Großdiskothek, mit zwei Floors, wurde nach dem Abzug der Amerikaner, wie zuvor schon das Megadrom,[221] zu einer deutsch-russischen Diskothek. Die neben dem Club 360 Grad liegende Rockfabrik, ebenfalls mit zwei Floors, hat sich seit Beginn der Ära von Techno und Großdiskotheken Anfang der 1990er Jahre bis heute unverändert gehalten. Die als Eastside bekannte Diskothek an der Ludwigsbrücke eröffnete 2017 neu als Pure Club & Lounge mit diversen Musikrichtungen und Partys. Der einstige Suzie Club im Hafen-Ost verstand sich als Edeldiskothek und wird heute als Tante Suzie geführt.

    Promenaden, Strände und Wälder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    An den Mainpromenaden liegt in einer Mainbastion der Stadtstrand Schweinfurt. An den Mainkais befinden sich Anlegestellen für Flusskreuzfahrtschiffe sowie die Schweinfurter Personenschifffahrt (Rundfahrten) und eine Bootsvermietung von „Grillbooten“ (Grillen auf dem Boot). Am gegenüberliegenden, südlichen Mainufer ziehen sich die Wehranlagen entlang, mit Bademöglichkeiten, Sportclubs, Bootshäfen und Gastronomie.

    Im Norden und Osten des Stadtgebietes bildet das von Tälern des Zellergrundbachs und des Höllenbachs durchzogene Schweinfurter Oberland ein weitläufiges Waldgebiet, mit einem dichten Netz von Wanderwegen.[222] Hier liegen am Rande, oberhalb der Stadt, Biergärten, der Wildpark an den Eichen, eine Kletterhalle des Deutschen Alpenvereins und das Silvana-Freizeitbad. Das Waldgebiet zieht sich im Osten bis zum Hainberg hin, mit dem Burgberg Peterstirn, mit Weinbergen und einem Weingut (Weinfeste) oberhalb des Mains. Dort bietet der Beerhüterturm einen Blick über das Schweinfurter Becken auf den Kamm des Steigerwalds in alle drei fränkischen Regierungsbezirke. Ein Wanderweg führt von der Peterstirn durch ein Landschaftsschutzgebiet im Steilhang entlang des Mains (Mainleite) durch einstige Weinberge zur Aussichtskanzel Bismarckhöhe, mit Blick auf Schloss Mainberg (Bild siehe: Lage).

    Im Süden der Stadt liegt am Schwebheimer Wald die Naherholungsanlage Baggersee mit 26 Hektar großem Badesee, 1 Kilometer langem Strand, Bootsvermietung und Hochseilgarten. Jenseits der engen Stadtgrenzen liegen im Süden drei weitere Badeseen, u. a. im Sennfelder Seenkranz.

    Eislauf ist auf der Natureisbahn an der Ludwigsbrücke und im Icedome am Sachs-Stadion möglich. Eine Rodelbahn im Stadtwald führt zum Zellergrundbach.

    Fernwege und Ferienstraßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    A 71, Erfurt–Schweinfurt, Eichelbergtunnel im Bau 2005

    In der Stadt beginnen drei Fernwanderwege: Ein Ast des Unterfränkischen Jakobswegs führt ins Biosphärenreservat Rhön zum Kreuzberg (928 m), ein Weg zum Schweinfurter Haus am Gangolfsberg (736 m) und der Friedrich-Rückert-Wanderweg führt vom Geburtshaus des Dichters am Markt durch die nordöstlich gelegenen Haßberge (Deutscher Burgenwinkel)[68] nach Neuses bei Coburg.

    Schweinfurt liegt an der Kreuzung von vier Radfernwegen, die u. a. in die drei benachbarten UNESCO-Welterbestätten Bad Kissingen, Würzburg und Bamberg führen (siehe: Radwege). Die Region Schweinfurt/Main-Rhön gilt als bayerische Bäderregion (siehe: Raumordnung).

    Zudem liegt die Stadt am nordöstlichen Ende der Bocksbeutelstraße, die zur Volkacher Mainschleife führt. Die relativ wenig befahrene Bundesautobahn 71 von Schweinfurt durch den Naturpark Thüringer Wald, vorbei am internationalen Wintersportort Oberhof, ist ein deutsches Beispiel für die amerikanische Parkway-Ästhetik, mit einer landschaftsangepassten Autostraße.

    Siehe auch: Wälder, Parks, Zoo, Schutzgebiete

    Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Übersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Schweinfurt galt als Stadt des Sports. Diese Bezeichnung wird auch heute noch manchmal verwendet, obwohl die sportliche Blütezeit der Stadt in den 1930er Jahren lag und der Sport hier seit Jahrzehnten keine überregionale Rolle mehr spielt, sofern man von Randsportarten, wie Korbball, absieht.

    Ellertshäuser See, rechts Segelclub Ellertshäuser See Schweinfurt (SCES)

    In der Stadt gibt es 76 Sportvereine und Betriebssportgemeinschaften (2020).[31] Mehrere herkömmliche Sportvereine, insbesondere mit Fußballabteilungen, wurden allerdings, wie vielerorts, durch die Demografie dezimiert und mussten teilweise neu organisiert werden. Viele Tennisanlagen wurden in Folge der Konkurrenz durch den Golfboom rückgebaut.

    Die Bürgerliche Schützengesellschaft 1433 Freischütz von 1875 ist der älteste Verein der Stadt, der vermutlich schon vor 1433 bestand, als Verein für Armbrustschützen noch vor Verbreitung des Schießpulvers.[223] Die Turngemeinde Schweinfurt 1848 hat als größter Sportverein rund 3.000 Mitglieder.[224] Der größte Verein der Stadt ist die Sektion Schweinfurt des Deutschen Alpenvereins mit 4.191 Mitgliedern (Stand: 31. Dezember 2020),[225] sie betreibt das DAV-Kletterzentrum in Schweinfurt, die Schweinfurter Hütte in den Stubaier Alpen und die Hütte an der Haselstaude in der Schweinfurter Rhön, wo sich auch der Bootshafen des Segelclubs Ellertshäuser See Schweinfurt (SCES) befindet.

    Fußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Schweinfurt ist eine Fußballstadt mit langer Tradition. Am 12. Mai 1937, vier Tage vor der Geburtsstunde der Breslau-Elf, stellten Schweinfurter Fußballer in einem Testspiel der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen Manchester City im Sachs-Stadion (bis 2021: Willy-Sachs-Stadion) die gesamte Läuferreihe, mit Andreas Kupfer, Albin Kitzinger (beide FC 05) und Robert Bernard (VfR 07 Schweinfurt).

    Andreas Kupfer und Albin Kitzinger,
    beide vom FC 05; Nationalspieler und die einzigen Deutschen in der ersten Weltelf der Fußballgeschichte 1938

    Der italienische Doppelweltmeistertrainer Vittorio Pozzo stellte erstmals eine Europäische Fußballauswahl zusammen, die am 26. Oktober 1938 im Highbury in London gegen England spielte. In dieser ersten Weltelf der Fußballgeschichte waren zwei Deutsche vertreten, Andreas Kupfer und Albin Kitzinger, beide vom 1. FC Schweinfurt 05.

    Andreas Kupfer war der erste Kapitän der Fußball-Nationalmannschaft der Bundesrepublik Deutschland, 1950 im Spiel gegen die Schweiz.

    Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 gastierte die tunesische Nationalmannschaft in Schweinfurt und trainierte im Sachs-Stadion.

    1. FC Schweinfurt 05[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die größten Erfolge des FC 05 waren das Erreichen der Endrunden zur deutschen Meisterschaft 1939 und 1942 sowie 1936 des Halbfinales im Tschammerpokal (Vorläufer des DFB-Pokals). In den 1930er und Anfang der 1940er Jahre war der FC 05 nach dem 1. FC Nürnberg die Nummer 2 im bayerischen Fußball. Von 1931 bis zur Einführung der 1. Bundesliga 1963 spielte der FC 05 ohne Unterbrechung in der jeweils höchsten nationalen Spielklasse. Zweimal 1966 und 1975 misslang der Versuch, in die erste Bundesliga aufzusteigen. 1974 war der FC 05 Gründungsmitglied der 2. Fußball-Bundesliga. In der Saison 2001/02 gehörte der Verein zum dritten und bisher letzten Mal der 2. Liga an. Seitdem spielte er in diversen Amateurligen, derzeit (2021/22) in der Fußball-Regionalliga Bayern.

    VfR 07 Schweinfurt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Robert Bernard (links) vom VfR 07 Schweinfurt, Nationalspieler 1936

    Der einstige Lokalrivale VfR 07 spielte von 1939 bis 1941 ebenfalls in der höchsten Spielklasse, der Gauliga Bayern, im Stadion am Hutrasen. Der größte Erfolg des Vereins war 1940 das Erreichen der zweiten Hauptrunde des Tschammerpokals, in der er gegen Rapid Wien ausschied. Robert Bernard vom VfR 07 absolvierte 1936 zwei Länderspiele in der deutschen Fußballnationalmannschaft. 2015 wurde der VfR 07 aufgelöst.

    WTSV Schweinfurt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Zudem spielte in der Saison 1943/44 der WTSV Schweinfurt in der höchsten Spielklasse, der Gauliga Bayern.

    Eis- und Rollhockey[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Aus dem Eislauf- und Rollschuhverein ERV Schweinfurt ging der zweimalige Eisschnelllauf-Weltrekordinhaber im Großen Vierkampf und viermalige Weltmeister im Rollschnelllauf Günter Traub hervor. Er trainierte von 1969 bis 1970 die US-amerikanische Nationalmannschaft im Eisschnelllauf. In den 1960er Jahren bildete der ERV Schweinfurt das Zentrum des deutschen Rollhockeys und stellte fast die gesamte Nationalmannschaft. Derzeit spielt der ERV in der 2. Bundesliga. Die größten Erfolge der Eishockey-Mannschaft des ERV (seit 2003 Mighty Dogs) waren zwei Spielzeiten in der 2. Liga Süd von 1994 bis 1996 und die Meisterschaft in der Oberliga Süd/Ost 2003.

    Radfahren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die größten Erfolge erzielte der Verein mit deutschen Vizemeisterschaften im Mannschaftsfahren 1934 und 1935 sowie im Radpolo 1967.

    Die beiden letztgenannten Vereine stehen auch in Verbindung mit der Fahrrad- und Rollschuh-Tradition der Stadt, in der Fahrräder, Skateboards, Inlineskates und dazugehörige Kugellager hergestellt wurden bzw. werden.

    Rudern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Der Ruder-Club Franken unterhält eine 1000 Meter lange Regattastrecke auf dem Main. Sie ist neben der Olympiaanlage in Oberschleißheim eine der beiden bayerischen Regattastrecken. In den geraden Jahren finden die Bayerischen Meisterschaften im Rudern auf der Olympiaanlage statt und in den ungeraden Jahren in Schweinfurt, wo auch bereits die deutschen Sprintmeisterschaften und der Deutsche Rudertag ausgetragen wurden.[226]

    Leichtathletik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Einige Leichtathletik-Vorentscheidungen der gesamtdeutschen Olympiamannschaft 1960 zu den Olympischen Spielen 1960 in Rom fanden im Schweinfurter Sachs-Stadion (bis 2021: Willy-Sachs-Stadion) statt.

    Faustball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Faustball ist in Schweinfurt seit jeher populär. Die Faustball-Weltmeisterschaft 1972 und die Faustball-Europameisterschaft 2012 der Männer fanden im Sachs-Stadion statt.

    Korbball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Ähnliches gilt für eine andere Randsportart Korbball, für die der Raum Schweinfurt, neben Niedersachsen, das deutsche Zentrum bildet.[227]

    Golf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Der Golfclub Schweinfurt gehört mit über 1000 Mitgliedern zu den größten Sportvereinen der Stadt. Er betreibt in Löffelsterz, im Schweinfurter Oberland, eine 18-Loch-Anlage, einen öffentlichen 6-Loch-Kurzplatz und eine öffentliche Driving Range.

    4 Kilometer weiter nordwestlich liegt der öffentliche 3-Loch-Platz, mit Driving Range, der Golfakademie Hoppachshof.

    Wissenswertes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Erfindung des ungeschnürten Fußballs

    1920 erfand der Schweinfurter Fritz Stöcklein den ungeschnürten VAU-DE-Es-Fußball mit Rückschlagventil.[228]

    Flugpioniere Gebrüder Dittmar

    Raketenflugzeug Me 163, mit dem Heini Dittmar als erster Mensch 1941 die 1000-km/h-Marke überschritt

    Die in Schweinfurt lebenden Brüder Heini und Edgar Dittmar wurden zu Flugpionieren, da 50 Kilometer nordwestlich der Stadt die als Wiege des Segelflugs bezeichnete Wasserkuppe liegt. Beide stellten 1928 und 1934 Langstrecken- und Höhenweltrekorde im Segelflug auf. Heini gelang 1936 die erste Alpenüberquerung mit einem Segelflugzeug. 1937 wurde er erster Segelflugweltmeister und 1941 überschritt er mit dem Raketenflugzeug Messerschmitt Me 163 als erster Mensch die 1000-km/h-Marke und erreichte 1944 eine Geschwindigkeit von 1130 km/h,[229] die erst 1953 mit einer Hawker Hunter übertroffen wurde.

    Erstes Bodybuilding-Studio Deutschlands

    Der US-Amerikaner Harry Gelbfarb wurde 1951 zur Armee eingezogen und später in Schweinfurt stationiert. Nach seiner Armeezeit traf er in Kalifornien bekannte Bodybuilder und eröffnete danach 1956 in Schweinfurt das erste Bodybuilding-Studio Deutschlands. 1959 gründete er mit Mitgliedern seines Studios den ersten deutschen Bodybuilding-Verband (DKB). 1981 organisierte Gelbfarb in seinem Schweinfurter Studio die ersten deutschen Meisterschaften im Kraftdreikampf der Frauen. Für die ersten Frauenmeisterschaften im Bodybuilding formulierte Gelbfarb die Richtlinien mit. Gelbfarb hat „das moderne Zeitalter dieser Sportart in Deutschland eingeleitet“.[230] „Sie waren zu siebt, als Harry Gelbfarb im Jahr 1959 den ersten deutschen Bodybuilding-Verband gründete. Ein halbes Jahrhundert später sind es sieben Millionen Menschen, die in Fitnessstudios ihre Kraft mit Gewichten und Maschinen trainieren“.[231]

    Auch Günter Traub (siehe: Eis- und Rollhockey) war ein Pionier der Fitnessbewegung mit seinen in St. Moritz selbstentwickelten Alpinen Bewegungskursen. Er war der Gesundheitscoach von bekannten Automobilrennfahrern, wie Niki Lauda, Jackie Stewart, Hans-Joachim Stuck oder Jochen Mass und vom Dirigenten Herbert von Karajan.[232]

    Gütesiegel Echtes Leder made in Schweinfurt

    Logo cuir.svg

    Um 1960 entwarf im Auftrag des damaligen Vorsitzenden des Verbandes der Deutschen Lederindustrie und Chefs der Lichtenfelser Firma Striwa der Grafiker Oskar von Lingen in einer Schweinfurter Werbeagentur das Gütesiegel für Echtes Leder. Es ist heute weltweit verbreitet (englisch: Real leather oder Genuine leather, französisch: Cuir véritable) und wurde im Laufe der Zeit zum Vorbild vieler anderer Gütesiegel.

    Ludwig Mies van der Rohe und Schweinfurt

    Neue Nationalgalerie Berlin, Rückgriff auf einen frühen Entwurf für das Museum Georg Schäfer
    (Foto 2010, vor der Renovierung)

    40 Jahre vor der Eröffnung des Museums Georg Schäfer (MGS) beauftragte der Schweinfurter Industrielle Georg Schäfer den Architekten Ludwig Mies van der Rohe zur Planung eines Museums für seine bedeutende Privatsammlung. Der Entwurf von 1960/61 sah einen gläsernen, stützenlosen, eingeschossigen Hallenraum mit einer Stahlkonstruktion vor und sollte im Fichtels-Garten, einem Abschnitt der nördlichen Schweinfurter Wallanlagen, errichtet werden. Der damalige von der SPD dominierte Stadtrat lehnte das Geschenk des Industriellen für seine Heimatstadt wegen der zu übernehmenden Unterhaltskosten ab. Daraufhin verwirklichte Mies die Idee in den Jahren 1965 bis 1968 in größeren Abmessungen als Neue Nationalgalerie in Westberlin. Es ist das einzige Bauwerk, das Mies in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg umsetzte. Die Bauleitung hatte sein Enkel Dirk Lohan, der mit einer Tochter Georg Schäfers verheiratet war.[233] 2017 fand im MGS die einzige Ausstellung Deutschlands mit Collagen Mies van der Rohes neben der in seiner Geburtsstadt Aachen statt, als Leihgabe des Museum of Modern Art in New York City.[234]

    Gunter Sachs

    Schloss Mainberg bei Schweinfurt, Geburtsort von Gunter Sachs

    Gunter Sachs wurde auf Schloss Mainberg bei Schweinfurt 1932 geboren und gehörte bis Mitte der 1980er Jahre dem Aufsichtsrat der Sachs-Gruppe in Schweinfurt an. Er war in den 1960er und 1970er Jahren als Prototyp des Gentleman-Playboys bekannt. Nach seiner Liaison mit der persischen Ex-Kaiserin Soraya 1962 war er von 1966 bis 1969 mit der französischen Filmschauspielerin Brigitte Bardot verheiratet. Der Fotograf und Kunstsammler führte das Nachkriegsdeutschland aus seiner Provinzialität, machte die Pop Art salonfähig und entdeckte Andy Warhol.

    Beinamen und Mottos

    Schweinfurt gilt seit langem als Kugellagerstadt (auch: Welthauptstadt der Kugellager). Die Stadt Schweinfurt verwendet den Begriff in neuerer Zeit nicht mehr, da er den Strukturwandel hin zu mehr Forschung und Dienstleistung negiert, während er in der rivalisierenden Nachbarstadt Würzburg weiterhin abwertend gebraucht wird. Das Motto Industrie und Kunst war Grundlage der Stadtentwicklung unter Oberbürgermeisterin Gudrun Grieser und steht seitdem auf touristischen Unterrichtungstafeln an den Autobahnen. Der Spitzname für den 1. FC Schweinfurt 05 Schnüdel wird in der Stadt als Bezeichnung für den Verein benutzt und im Umland nur im engeren Sinn für den Verein und im weiteren Sinn als Spottname für die Schweinfurter. Der Name wurde von der Verschnürung des Fußballs abgeleitet,[228] die ein Schweinfurter überflüssig machte (siehe oben).

    Superlative

    In Schweinfurt liegen zahlreiche Superlative vor. Infolge ausgebliebener Eingemeindungen seit 1919 (siehe: Eingemeindung) beziehen sich viele statistische Werte auf eine vergleichsweise geringe Fläche und Einwohnerzahl. Das ergibt im sozialen Bereich auch negative Extreme, da der Speckgürtel gänzlich außerhalb der engen Stadtgrenzen liegt und führte bei den Corona-Inzidenzen zu beispiellosen Schwankungen, von positiven bis zu negativen deutschen Rekordwerten. Die Statistiken weisen dadurch öfters für die Stadt widersprüchliche und für die Praxis untaugliche Werte aus, was bei den Corona-Inzidenzen zu größeren Diskussionen führte.

    Schweinfurt

    Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Aus Schweinfurt stammen u. a. Judith von Schweinfurt, (Königin von Ungarn (?), beigesetzt im Veitsdom zu Prag), Friedrich Rückert (Dichter und Orientalist), Theodor Fischer (Architekt), Andreas Kupfer und Albin Kitzinger (einzige Deutsche in der ersten Weltelf der Fußballgeschichte), Günter Bernard (DFB A-Nationaltorhüter), Stefan Marquard (Starkoch), Jürgen Höller (Motivationstrainer und Autor) und Tommy Jaud (Autor). Gunter Sachs (Playboy und Kunstsammler) wurde im Schweinfurter Vorort Mainberg geboren.

    Daneben war die Stadt Anziehungspunkt und Teil im Leben von Ernst Sachs (Erfinder und Industrieller) oder Klaus Ernst (Mitbegründer der WASG und ehemaliger Vorsitzender der Linkspartei). Familiäre und/oder berufliche Bezüge zu Schweinfurt haben u. a. Ludwig Mies van der Rohe (siehe: Wissenswertes), Michael Glos und Sarah Kreuz (Sängerin).

    Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Portal: Franken – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Franken

    Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    alphabetisch nach Autoren geordnet

    Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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    Videos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
    2. a b c d e Dr. Wolf-Armin Freiherr von Reitzenstein, Lehrbeauftragter für bayerische Namenkunde der Ludwig-Maximilians-Universität München, in: Peter Hofmann: schweinfurtfuehrer.de/Woher kommt der Name Schweinfurt? Abgerufen am 13. Mai 2020.
    3. Kilian Beck: Hebesatzpolitik und Beitragsplanung: Empirische Befunde zu den Steuern und Beiträgen auf lokaler Ebene. Books on Demand, 2019, ISBN 978-3-95826-084-9, S. 119 (books.google.de).
    4. BayernAtlas: Topografische Karte, Bereich Schweinfurt-Sennfeld, mit rot eingetragener Stadtgrenze. Abgerufen am 13. November 2021.
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    6. a b Das Gesamteinzugsgebiet des Schweinfurter Einzelhandels, bezogen auf den Standort Stadtgalerie Schweinfurt, hat nach Angabe von ECE Projektmanagement 758.974 Einwohner (2019)
    7. a b SpringerProfessional/Das sind die größten Automobilzulieferer. Abgerufen am 24. Februar 2021.
    8. a b Wirtschaft in Mainfranken, August 2018, S. 63: SKF Standort Schweinfurt mit ca. 4100 Mitarbeitern größter Standort weltweit.
    9. a b c ZF Friedrichshafen AG - Standort Schweinfurt. Abgerufen am 20. Februar 2021.
    10. Im Ggs. zu Pierre Michaux (1861) brachte P. M. Fischer seine im Schweinfurter Museum für Stadtgeschichte ausgestellte Erfindung nicht an die Öffentlichkeit, weshalb er in vielen Quellen zu Fahrradgeschichte bis heute nicht erwähnt wird. Die angeblichen vorhergehenden Erfindungen von Baader (1825) und Heinrich Mylius (1845) sind strittig und unbelegt: foelss.de: Die Entwicklung des Fahrrads. Abgerufen am 28. März 2018.
    11. TNS Frankfurt Forum. Abgerufen am 8. Januar 2020.
    12. a b Bundesministerium für Bildung und Forschung: Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Abgerufen am 12. August 2018.
    13. a b c Karl Treutwein: Unterfranken, S. 141
    14. a b c d e f Schweinfurt|Stadt|Kultur|Themen. Publikation des Schweinfurter Tagblatts und Sonderausgabe für das Handelsblatt und der ZEIT: Mikro-Schauplatz der deutschen Geschichte, 20. Mai 2009, S. 4 f.
    15. Erstausgabe der Romwegkarte, 1500, von Erhard Etzlaub
    16. SZ.de: Der neue Mittelpunkt der EU liegt in Unterfranken, 19. Januar 2020. Abgerufen am 28. Juni 2020.
    17. Flughafen Nürnberg, Flughafen Frankfurt, Flughafen Erfurt
    18. Erfurt, Stuttgart, Mainz, Wiesbaden
    19. Bad Kissingen (Staatsbad), Bad Bocklet (Staatsbad), Bad Brückenau (Staatsbad), Bad Neustadt und Bad Königshofen
    20. Informationsbroschüre Stadt Schweinfurt. Weka Info-Verlag, Mering 2002, S. 15.
    21. Topografische Karte des Bayerischen Landesvermessungsamtes 1:25.000, Blatt 5927 Schweinfurt
    22. Mittelrhein-Tageblatt: Bahnverkehr nach Schweinfurt gestärkt – DB plant IC-Anschluss. Abgerufen am 14. Januar 2020.
    23. Angaben: Bayerisches Landesamt für Statistik
    24. a b Gemessen im BayernAtlas
    25. Angaben der Stadt Schweinfurt. Die hier noch nicht enthaltenen Flächen der neu entstandenen Baggerseen wurden im BayernAtlas gemessen und hinzugerechnet
    26. Paul Ultsch: Damals in Schweinfurt. Buch- und Ideeverlag, Schweinfurt, ISBN 978-3-9800480-1-9, S. 67 ff.
    27. mainpost.de: Klimawandel: Im Stadtwald ist die Fichte der Hauptverlierer, 16. Oktober 2019. Abgerufen am 25. November 2019.
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    32. Stadtverband der Kleingärtner e. V. Schweinfurt. Abgerufen am 3. März 2021.
    33. Bundesamt für Naturschutz/Landschaftssteckbrief 309 Schweinfurt. Abgerufen am 17. Januar 2021.
    34. Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) Veitshöchheim: Bestockte Rebflächen in der Weinbaukartei am Stichtag 31. Juli 2017
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    36. Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau: Geschichte des Fränkischen Weinbaus
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    40. Jugendhilfeplan der Stadt Schweinfurt/Übersichtskarte der statistischen Bezirke. Abgerufen am 25. April 2020. Die fett eingezeichneten Grenzen trennen ausschließlich Stadtteile, die dünn eingezeichneten Grenzen sowohl Stadtteile als auch nur Bezirke. Der Bezirk 47 Zeilbaum wurde auf der Karte fälschlicherweise nicht dem Stadtteil Deutschhof zugeordnet.
    41. a b c Melderegisterbasierte Bevölkerung (mit Zweitwohnsitzen) und Bevölkerungsstruktur nach Angaben der Stadt Schweinfurt. Abgerufen am 4. Oktober 2018.
    42. Auch Spätaussiedler.
    43. In der Bevölkerungsstatistik der Stadtverwaltung als „Schweinfurt-Süd“ bezeichnet.
    44. In der Bevölkerungsstatistik der Stadtverwaltung als „Schweinfurt-Süd-Hafen“ bezeichnet.
    45. mainpost.de: Geständnisse unter Folterqualen, 13. März 2017. Abgerufen am 5. August 2021.
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    71. Paul Ultsch: Damals in Schweinfurt. Buch- und Idee-Verlags-GmbH, Schweinfurt, ISBN 3-9800480-1-2, S. 10
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    89. Ron Mihalko, Forst: Geschichte der U.S. Kasernen in Schweinfurt
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    104. Uwe Müller: Dokumente jüdischen Lebens in Schweinfurt. Veröffentlichungen des Stadtarchivs Schweinfurt 4, 1990.
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    107. Peter Hofmann: schweinfurtfuehrer.de/Geschichte des jüdischen Lebens in Schweinfurt. Abgerufen am 12. August 2020.
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    109. TV Mainfranken: „Der Islam in Schweinfurt“, 23. Januar 2015
    110. ZDF: „Berlin direkt“, 4. Oktober 2020
    111. mainpost.de: Warum Menschen aus 128 Ländern gerne in Schweinfurt daheim sind, 19. September 2020. Abgerufen am 19. September 2020.
    112. mainpost.de/Die Frau des neuen US-Präsidenten war 2009 in Schweinfurt, 9. November 2020. Abgerufen am 21. Januar 2021.
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