BuB

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BuB – Forum Bibliothek und Information, 1948 unter dem Titel „Bücherei und Bildung“ vom damaligen „Verein Deutscher Volksbibliothekare“ als Nachfolgepublikation gegründet (ab 1971: „Buch und Bibliothek“, seit 2000: „BuB“), ist heute die am weitesten verbreitete, spartenübergreifende deutschsprachige bibliothekarische Fachzeitschrift.

Die Zeitschrift wurde von dem Verband der Volksbibliothekare 1922 unter dem Namen Bücherpflege und Besprechung gegründet. Damit wird deutlich, dass ein Schwerpunkt die Buchkritik war, die Bibliothekaren Hilfen bei der Entscheidung über die Beschaffung von Büchern geben sollte. 1933 wurde die Zeitschrift gleichgeschaltet und versuchte mit NS-Propaganda die Bibliothekare zu beeinflussen. 1945 wurde die Zeitschrift verboten. Auch die Nachfolgepublikation Bücherei und Bildung enthielt bis 1976 schwerpunktmäßig Buchkritiken, die ab dem Zeitpunkt in einem Informationsservice der Ekz.bibliotheksservice erscheint. Der erste Chefredakteur war Hans Harald Breddin, der auch den Bereich Buchkritiken einrichtete und betreute.[1] Seit 2000 wird die Zeitschrift vom Berufsverband Information Bibliothek (BIB) getragen.

Heute enthält BuB Aufsätze, Kommentare, Diskussionsbeiträge, Interviews, Berichte und Nachrichten sowie Rezensionen aus dem Themenspektrum der öffentlichen wie der wissenschaftlichen Bibliotheken, des Medien- und Informationsmarktes, der Bildungs- und Kulturpolitik sowie die Rubrik „Aus dem Berufsverband“ (verantwortlich für den Verbandsteil: Katrin Lück). Zu den Autoren des Blattes zählen – neben Bibliothekaren und Informationsexperten des In- und Auslands – auch Politiker, Hochschullehrer, Schriftsteller und Journalisten.

Verantwortlich für den Inhalt sind die beiden von Mitgliedern des Berufsverbands Information Bibliothek (BIB) direkt gewählten Herausgeber (derzeit Carola Schelle-Wolff und Olaf Eigenbrodt), ein vom BIB-Vorstand delegierter Herausgeber (derzeit N.N.) sowie die Redakteure Bernd Schleh (verantwortlich) und Steffen Heizereder unter Mitarbeit von Jürgen Plieninger (Rezensionen). Ein von den BIB-Mitgliedern verabschiedetes Statut sichert die inhaltliche Unabhängigkeit der Zeitschrift.

Seit dem 50. Jahrgang 1998 hat BuB einen Redaktionsbeirat, dem Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Bereichen (nicht nur) des Bibliotheks- und Informationswesens angehören. Bezieher von BuB sind neben den rund 6 500 Mitgliedern des BIB, für die das Abonnement im Vereinsbeitrag enthalten ist, auch Bibliotheken des In- und Auslands, Ausbildungsstätten oder Kulturpolitiker.

Ende 2012 wurde die Homepage von BuB ausgeweitet, seitdem sind dort auch aktuelle Kurzmeldungen zum Bibliothekswesen zu finden. Schon früher wurde ein Heftarchiv ab 2006 auf der Homepage eingerichtet, alle Hefte stehen 3 Monate nach Veröffentlichung der Hefte auf der Webseite als PDF vollständig zum Download bereit.

Jährlich erscheinen in einer IVW-geprüften Auflage von rund 8 500 Exemplaren, zehn Hefte mit insgesamt 700 redaktionellen Seiten.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Otto Rudolf Rothbart: Bibliothekarische Buchkritik nach 1945 - zwischen Pädagogik, Propaganda und Praktikabilität. Harrassowitz, Wiesbaden 1996, ISBN 3-447-03504-8, S. 11.

Weblinks[Bearbeiten]