Buhlert (Eifel)

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Der Buhlert ist ein bis auf 505 m über NHN aufsteigender bewaldeter Höhenzug in der Eifel auf den Gebieten der Städteregion Aachen und des Kreises Düren in Nordrhein-Westfalen, Deutschland.

Lage[Bearbeiten]

Der Höhenzug liegt sich zwischen den Orten Strauch, Schmidt und Simonskall. Über den Höhenzug führt die L246, über die man einen Wanderparkplatz am Buhlert erreichen kann. Nach Süden fällt der Buhlert zum Rursee ab, nach Norden zum Kalltal nach Simonskall. In diesem Bereich ist ein Pumpspeicherkraftwerk geplant.

Geschichte[Bearbeiten]

Innenhof des Bunkers 135 mit Eingangsverteidigung
Bombentrichter als Zeuge der schweren Kämpfe

Im Zweiten Weltkrieg war der Buhlert als Teil der stark umkämpften Nordeifel und der Region um den Hürtgenwald ein Schauplatz der Abwehrschlachten der Wehrmacht gegen die angreifende US Army. Noch heute zeugen Schützengräben, Bombentrichter und Bodenfunde von den schweren Kämpfen.

Auch über den Buhlert erstreckte sich der Westwall mit seinen Bunkern, von denen heute noch einige gut erhalten und sicher begehbar sind. Bei den noch erhaltenen Bunkern handelt es sich um die im Zuge des Limes-Programms errichteten Gruppenunterstände 131 und 132, dem Doppelgruppenstand 139/140, dem MG-Bunker 135 und einen Bunker zur Wasserversorgung. Letzterer ist noch heute in Betrieb und wird bei Übungen der Freiwilligen Feuerwehr benutzt. Direkt am Parkplatz an der L246 steht außerdem noch ein kleiner Wasserspeicher für das nahegelegene Reichsarbeitsdienst-Lager.

Bei den Bauarbeiten zur Errichtung der Bunker wurde eine „Bunkerstraße“ errichtet, um die Baustellen mit dem nötigen Material zu versorgen. Die Bunkerstraße ist heute noch als asphaltierter Waldweg erhalten. Für die Arbeiten war der Reichsarbeitsdienst zuständig, dessen Lager 7/315 auf der Stelle des heutigen Wanderparkplatzes an der L246 lag. Davon sind heute keine Überreste mehr erkennbar.

Natur[Bearbeiten]

Der Buhlert ist bis auf wenige Ausnahmen wie kleinere Lichtungen durchgehend und dicht bewaldet. Der größte Teil des Waldes besteht aus Fichtenbeständen in Monokultur. Dadurch bedingt gibt es unter den Bäumen keine große Artenvielfalt, auf dem Waldboden jedoch finden sich zahlreiche Pflanzenarten. Allerdings gibt es auch kleinere Abschnitte mit Misch- oder Laubwald. Letztere sind Monokulturen von Buchen oder Birken.

Der Wald wird forstwirtschaftlich genutzt, bedingt durch die schweren Gefechte im Zweiten Weltkrieg stecken noch heute in vielen Bäumen Geschosse und Granatensplitter, die die Bäume oftmals unbrauchbar für die Weiterverarbeitung machen.[1]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Anneke Wardenbach: Granatsplitter gefährden Holzfäller. Spätfolgen des Krieges: Beschädigte Sägen, verfärbtes Holz. In: WDR Fernsehen. 13. Januar 2008, archiviert vom Original am 14. März 2008, abgerufen am 15. März 2014.

50.653766.363809505Koordinaten: 50° 39′ N, 6° 22′ O