Burg Läusepelz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Burg Läusepelz
Ruinen der Burg Läusepelz

Ruinen der Burg Läusepelz

Alternativname(n): Zamek w Rybnicy, Laudis Palatium, Burg Reibnitz
Entstehungszeit: 13. Jahrhundert
Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: Ruine
Ständische Stellung: schlesischer Uradel
Bauweise: Stein
Ort: Rybnica
Geographische Lage 50° 54′ 42,7″ N, 15° 37′ 9,7″ OKoordinaten: 50° 54′ 42,7″ N, 15° 37′ 9,7″ O
Burg Läusepelz (Polen)
Burg Läusepelz

Die Burg Läusepelz (polnisch Zamek w Rybnicy, ursprünglich Laudis Palatium) ist die Ruine einer Höhenburg im Dorf Rybnica (Reibnitz) in der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen. Sie liegt auf einem bewaldeten felsigen Hügel, neun Kilometer westlich von Jelenia Góra (Hirschberg) südlich des vormaligen Rittergutes Reibnitz in Richtung Stara Kamienica (Alt-Kemnitz). Die Ruine steht unter Denkmalschutz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burg „Läusepelz“ war wahrscheinlich Sitz des schlesischen Adelsgeschlechts Reibnitz. Sie soll im 13. Jahrhundert errichtet worden sein, da eine bis 1758 erhaltenen Wandinschrift die Jahreszahl 1243 enthielt. Möglicherweise handelt es sich aber auch um ein ehemaliges Beguinenkloster.

Die Burg erhielt den lateinischen Namen „Laudis Palatium“, der später zu „Läusepelz“ verballhornt wurde. Die ersten schriftlichen Quellen, die die Existenz der Burg belegen, stammen aus dem Jahr 1365, als sich Kaiser Karl IV. in der Burg aufhielt.[1]

Die Burg wurde im 15. Jahrhundert zerstört, im 16. Jahrhundert jedoch wieder aufgebaut. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts erfolgten Umbauten, und im 19. Jahrhundert verfiel das verlassene Gebäude vollständig.

Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das ursprüngliche Erscheinungsbild der Ruine ist in Stichen aus dem 18. Jahrhundert überliefert. Die Burg war ein zweistöckiges Gebäude mit rechteckigen Grundriss.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Burg Läusepelz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Der Läusepelz, Lucie Zencominierski, Schlesische Bergwacht 1955
  • Reibnitz PDF auf Deutsch und Polnisch (mit Abbildungen)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karl August Müller: Vaterländische Bilder, in einer Geschichte und Beschreibung der alten Burgfesten und Ritterschlösser Preussens, 1. Teil Glogau 1837 eingeschränkte Vorschau