Burg Landskron (Kärnten)

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Burg Landskron
Burgruine Landskron

Burgruine Landskron

Burgentyp: Höhenburg, Felslage
Erhaltungszustand: Wesentliche Teile erhalten
Ständische Stellung: Grafen
Ort: Landskron
Geographische Lage: 46° 38′ 32,5″ N, 13° 53′ 49″ OKoordinaten: 46° 38′ 32,5″ N, 13° 53′ 49″ O
Burg Landskron (Kärnten)
Burg Landskron

Die Burg Landskron (slowenisch Grad Vajškra) ist eine Felsenburg nordöstlich von Villach am westlichen Beginn der Ossiacher Tauern auf dem Plateau eines Felskegels, der 135 m über der Ebene aufragt. Unterhalb des Burgfelsens liegt die Ortschaft St. Andrä am Westende des Ossiacher Sees, unweit des Villacher Ortsteiles Landskron.

In der Burg befindet sich die Adlerarena Burg Landskron, wo im Sommerhalbjahr öffentliche Greifvogelschauen abgehalten werden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eingangstor zur Burgruine Landskron (2006)
Steinrelief Ök.R. Hans Maresch
Blick zur Burg vom Oswaldiberg
Steinadler in der Adler-Arena auf Landskron

Man fand Zeugnisse einer Besiedlung um 800 v. Chr. durch verschiedene Funde wie Hügelgräber, Inschriftsteine und Schwerter im Kronensaal der Burg eingemauert.

Im Jahre 878 erfolgte die urkundliche Erwähnung einer Schenkung des Besitzes an das bayerische Kloster Altötting. 1028 wurde Graf Ozzi bzw. seine Stiftung Ossiach Grundherr und unter den Grafen von Sternberg erfolgte der Bau eines Schlosses. 1330 kam es zum Verkauf der Herrschaft an die Grafen von Ortenburg. Am 25. Juli 1351 erfolgte die erstmalige urkundliche Nennung von Landskron.

1355 kam es zum Wechsel auf die Habsburger und 1392 zu einer Verpfändung an den Grafen von Cilli. 1423 wird Andreas von Graben zu Sommeregg als cillischer Burggraf auf Landskron genannt. 1436–1447 gehörte die Burg den Herren von Stubenberg. 1511 erfolgte eine Schenkung an den Sankt-Georgs-Ritterorden durch Kaiser Maximilian I. 1542 nach dem Brand des Schlosses erfolgte kein Wiederaufbau.

1542 erwarb Christoph Khevenhüller die Burg. Ab 1543 führt die Familie das Prädikat „von Landskron“, die Burg galt als Stammsitz der Khevenhüller. Unter den Khevenhüllern wurde die Burg ausgebaut; um 1600 war Landskron prunkvoller Herrensitz der Renaissance und hatte eine doppelte Ringmauer mit sieben Türmen. Sie galt als ein Zentrum des gesellschaftlichen Lebens des Landes. 1552 kam es zum Besuch durch Kaiser Karl V. Nach der Beschlagnahmung des Schlosses im Zuge der Enteignung des protestantischen Adels 1628 erfolgte 1639 der Erwerb durch Graf Dietrichstein.

Aufgrund seiner exponierten Lage kam es mehrmals zu Bränden infolge von Blitzschlägen (Anfang 16. Jahrhundert, 1542, 1585 und 1812). Nach dem letzten Brand wurde das Dach nicht mehr instand gesetzt und das Gebäude dem Verfall preisgegeben.

1914 stürzte der Wartturm ein. 1953 erfolgte eine Revitalisierung durch Hans Maresch,[1] einen der größten Waldbesitzer im Rosental.[2] Die Burg wird heute touristisch genutzt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hanna Kellner: Geschäft und Romantik. Eine Ruine wird Nobelrestaurant. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 2. Oktober 1960, S. 13 (arbeiter-zeitung.at – das offene Online-Archiv – Digitalisat).
  2. 2.2.8 Vorzeitige Entlassungen und die Interventionen des Ing. Hans Maresch. In: Augustin Malle: Vermögensentzug, Rückstellung und Entschädigung am Beispiel von Angehörigen der slowenischen Minderheit, ihrer Verbände und Organisationen. Veröffentlichungen der Österreichischen Historikerkommission, Band 23,1, ZDB-ID 2135683-X. Oldenbourg, Wien (u. a.) 2004, ISBN 3-7029-0525-1, S. 118–121. — Text online.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Burg Landskron – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien